Cosday 2 – Ein Schneider berichtet

7. August 2011 at 21:16 (Comedy, Conbericht) (, , , , , , , , , , , , , , , , , )

Wieder ein neuer Monat und wieder ein Conbericht.

 

Dieses Mal stand wieder der Cosday in Frankfurt an und dies an völlig neuer Location.

Da ich am Samstag früh dort sein musste, ging es bereits Freitags Nachmittags los nach Deutschland. Leider mit 2 Stunden Verspätung, da ich irgendwo meine Brieftasche mit ALLEN meinen Karten (Ausweise,  Bankkonten etc.) verloren hatte und sie bis heute nicht gefunden habe…. Shit happens, zum Glück hats auf der Kreditkarte kein Geld mehr :p

 

Nach einigen Staus erreichten wir (wie langsam üblich) Kirschu und fuhren weiter nach Frankfurt. Zum ersten Mal seit langen, erreichten wir die Con ohne uns gross zu verfahren, grüssten alle, und fuhren direkt weiter in die Jugendherberge, irgendwo in der Innenstadt Frankfurts. (11 Km in 1 Stunde…. weeeeeeeeeeee)
Leider feierte die Herberge gerade ein „100 Jahre Vietnam-Special“ oder sowas (mein Vietnamesisch ist leider inexistent) und die Herberge war überlaufen von Vietnamesen, wodurch man kaum vorwärts kam und alles extrem laut war.

Müde wie wir waren, gingen wir dann einfach hoch ins Zimmer, schoben die Betten zueinander (damit man wenigstens kuscheln kann wenn man schon wegen den steinharten Pritschen und dem Lärm draussen nicht pennen kann) und versuchten die Augen auszuruhen 😉

 

 

Am Samstag früh, begaben wir uns zum Buffet und verliessen sofort die Herberge um in einem nahe Bistro zu Frühstücken. Dies kostete uns zwar etwas Kohle, aber wir kamen in die Nähe von Essen ohne von wildgewordenen Vietnamesen in Stücke gerissen zu werden. (Ich gebe zu. Ich hatte Angst).

Frisch gemampft und aufgefrischt ging es dann wieder ins Auto und auf zum Cosday. (11 Km in 30 Minuten. Ich werde besser ;)) Mit von der Partei war übrigens Martina Peters welche für Carlsen erst gerade die Trilogie „Lilientod“ veröffentlich hat und einen Mangaworkshop, sowie eine Signierstunde abhielt. (Bewundert diese Frau, sie hat sich in die Höhle der Löwen gewagt und in der Herberge gefrühstückt UND ES ÜBERLEBT!)

Um 10 Uhr erreichten wir pünktlich den Cosday um zur Pressekonferenz mit einigen Bloggern und Animeconberichtlern zusammen zu treffen. Danach ging es gleich weiter. Eröffnung und sich vorstellen. Dann noch kurz Comedyprogramm vorbereiten, versuchen Locken in die Haare zu kriegen (was bei mir eh 2 Stunden dauert, auch wenn die Haare weniger werden) und dann war es endlich soweit.

Auftritt auf dem Cosday. Extra eine Woche nach der Animagic, konnte ich es mir einfach nicht nehmen lassen den Zaun einzubauen. Eine Steilvorlage die sich ein Szenekomiker nicht nehmen lassen kann.

Danach ging es eigentlich direkt runter in den Keller (manche würden sagen, „da gehörste auch hin“) und ass eine genüssliche Waffel bei den netten Damen von NSW Anime. (ich bin mir der Herren der Schöpfung bewusst, aber die ignoriere ich aus Prinzip. HA!! ;))
Danach durfte ich NSW-Anime selbst ein Interview geben und einige Fragen beantworten. Meine Lieblingsfrage war in dem Sinne „hast du’s nicht langsam satt, immer dieselben Fragen gestellt zu kriegen?“ 😉 (und nein hab ichs nicht, fragt mich aus, ich brauchs)

 

Quasi direkt danach, gab es dann noch etwas ganz spezielles 🙂 Der Musiker Aeqvitas wurde dazu verdonnert mit mir ein kleines Spontankonzert abzugeben. Aus 2-3 Songs wurden dann 20-30 Minuten mit Tenacious D, Animeopenings und sonstigem Zurschaustellen seiner Kunst an Gitarre und Stimme.
Es hat sehr viel Spass gemacht, aber war echt peinlich meinerseits, da ich so gut wie keinen einzigen der Songs noch beherrscht habe.

Danach gab ich noch einige Autogramme und liess den Abend gemütlicher angehen.  Am Abend gab es noch einen Auftritt von Pornophonique (yeehaa, ich liebe die Kerle) und dann hiess es auch schon bald pennen. Dieses Mal jedoch im Mariott-Hotel direkt am Congelände. Da will ich wieder hin O_O… nächstes Mal mit Badehose, dann gehts runter ins Schwimmbad. Yay.

 

 

Der Sonntag begann mit extrem lecker Frühstück, unterhaltsamen Diskussionen über die unfähigen Techniker bei Star Wars und mit einem kurzen Gespräch mit Martina Peters, die ebenfalls umquartiert worden war 🙂
Danach gings nochmal zum Cosday um mir das Konzert von Aeqvitas reinzuziehen. (Der Junge ist echt verdammt gut, zieht ihn euch rein. Vor allem hat er ne Ausdauer. 2 Stunden lang singen und Gitarre spielen schafft nicht jeder).

Danach gings nochmal einige Waffeln essen. WAFFELN!!!! Mich von allen verabschieden und zurück in die Schweiz.

 

Der Cosday war interessant aber anstrengend. Und nun gehts ab ins Bett und morgen wird die Geldbörse weiter gesucht 😉

 

 

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2010 im Namen der Comedy

27. Dezember 2010 at 08:20 (Comedy) (, , , , , , , , , , , , )

Weihnachten ist vorbei. Alle Geschenke sind verteilt und werden eifrigst umgetauscht. Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und für mich wird es Zeit ein weiteres Jahr Revue passieren zu lassen.

Zuerst das Comedyjahr.

Nachdem ich dachte, dass ich nach 2009 nicht mehr erfolgreicher werden könnte (OMFG NICHI!!), sollte mich 2010 eines Besseren belehren.

Das Conjahr begann für mich dieses Jahr bereits im April mit der letzten Aufführung von „Voll im Stress“ an der ConTopia in Wuppertal.

Ich hätte gerne bereits mein neues Programm vorgestellt, aber zum Einen obliegt der Hanami die Ehre der Premiere (das reimt sich :p) und zum Anderen hatte ich das Programm noch gar nicht fertig.

Da ich jedoch nicht nur dasselbe Programm abliefern wollte wie ein halbes Jahr zuvor, beeilte ich mich noch wenigstens die Premiere meines neuesten Songs vorzuführen.

Mädel

Nach der Contopia kamen dann vermehrt Anfragen zu Auftritten hinein.

An der Hanami in Ludwigshafen, konnte ich dann (nervös wie immer) die Premiere meines neuen Programms „Fan @ Work“ abhalten. Ich hatte riesige Angst, dass ich keine Chance haben würde auch nur Ansatzweise wieder an die 5 meistgesprochenen Helfersätze zu kommen, aber ich glaube/hoffe, mit diesem Programm den Nerv der Zuschauer getroffen zu haben.

Kein Monat später fuhr ich bereits noch Düsseldorf, mit nem Typen im Schlepptau, auf den ich nur noch als „Karaokegott“ verweisen werde (ätsch Tokuwa). Die Dokomi war warm…. sehr warm. Zumindest warm genug, dass ich beinahe einen Kreislaufkollaps auf der Bühne erlitten hätte.
Die Aktion um halb 2 Uhr Morgens wieder zurück in die Schweiz zu fahren, war dann doch eher… dämlich.

Danach wurde es etwas ruhiger für rund 1,5 Monate. Dann hiess es „Auf nach Hamburg“ zur Chisaiicon.
10 Stunden hinfahrt, auftreten und danach oben ohne (Gott war das heiss) bei Pornophonique abrocken.
Hier habe ich mich das erste Mal dazu überreden lassen mich an „Master Exploder“ von Tenacious D zu versuchen.
Das Lied ist geil, aber ich hoffe die Zuhörer verzeihen mir ihren Hörsturz.

Auf die ChisaiiCon folgte noch im selben Monat der Cosday in Frankfurt. Erneut eine „Hin, etwas rumlungern, auftreten,heimfahren“-Aktion die ich dieses Jahr leider ab und zu machen musste.

Danach kam die Sommerpause. Leider auch ohne Auftritt an der Connichi wofür ich nachträglich sehr dankbar war. (Details hierzu im persönlichen ConJahr wens interessiert).
Dafür gab es ein anderes Highlight 2010, und zwar im ConMonat schlechthin 2010.

Im Oktober trat ich gleich an 4 verschiedenen Cons auf.

Der Anfang machte die NiCon in Hannover, die allein schon deswegen wichtig war, da ich ohne die NiCon 2005 wohl niemals irgendwo aufgetreten wäre.

Danach folgte mein bisher grösster und kürzester Auftritt an der Frankfurter Buchmesse als Einheizer und Überbrücker des Finales der deutschen Cosplaymeisterschaft.
Es war Wahnsinn vor rund 2000 Leuten auftreten zu können und ein extra für die DCM zusammengebasteltes Programm vorzutragen.

Leider gibt es davon keine Aufnahmen da der offizielle DVD-Produzent meinen Auftritt rausgeschnitten hat. (lustigerweise hat er aber meine Ankündigung drin gelassen) 🙂 aber die FraBu hat mir generell wieder einige kleinere Schatten der Conszene gezeigt, die ich vermutlich sehr gut ins neue Programm werde übernehmen können 😉

Danach folgte die WieMaiKai in Wiesbaden (wo ich ein Interview mit NSW-Anime und ein kleines TV-Interview geben konnte) und ein Auftritt an der AniMaco in Berlin, an der ich ebenfalls ein Interview geben konnte (omfg, jemand will mich interviewen)

Das Conjahr schloss ich dann mit der J-Con in Merzig ab. Als Moderator  O_O
Es ist eine Sache es sich anzutun, mich 45 Minuten auf die Bühne zu stellen. Aber mich stundenlang labern lassen ist wahnsinn :p
Die Con war in meinen Augen ein würdiger Abschluss für das Conjahr 2010 und nun wird es Zeit einen Schlussstrich zu ziehen.

2010 war mit Abstand das erfolgreichste Jahr meiner Comedy bisher. Anstatt der erwarteten 50 Fans auf Facebook (wovon 49 meine Freunde und 1 ich wären), habe ich es auf beinahe 250 Fans gebracht.
Mädel wurde auf Youtube bereits 4000 Mal gehört.

Meine Idee T-Shirts mit meinem Logo zu verkaufen ist gescheitert. Die Shirts hatten eine viel zu miese Qualität für einen viel zu hohen Preis.

KiboFM hab ich vollkommen im Stich gelassen. Durch PC-Probleme und sonstige Ereignisse habe ich es nie geschafft das Anime-ABC abzuschliessen und das tut mir verdammt leid. Ich hoffe auf 2011, damit ich wenigstens halbwegs meine Ehre wiederherstellen kann.

Das war der Comedyrelevante Teil.

Noch kurz ein paar Zahlen:

– 11’350 gefahrene Kilometer
– 2’000 Euro Fahrtkosten (von denen ca. 550 wieder eingenommen wurden)
– 6’000 Zuschauer im Publikum
– 1 Cosplay
– 2 TV-Interviews
– 2 schriftliche Interviews
– 0 Groupies

Der Rest ist der persönliche Rückblick der nur für die Leute interessant sein dürfte, die wissen wollen wie krank der Kerl hinter dem Maidooutfit ist 😉

2010 begann speziell. Dank eines Stromausfalls verlor ich nicht nur Alle Daten meines Rechners (640 GB) sondern auch noch gleich das Backup mit dazu (zum Glück hatte ich die wichtigsten Daten noch auf einem Server).

Das P&P_Rollenspiel dass ich leitete erlitt Schiffbruch aufgrund eines Mangels von Mitspielern und daher, dass ich einfach nicht die Zeit finden sollte weiter daran zu arbeiten.

Der Job zu dem ich geflüchtet war, begann sich als wahre Katastrophe herauszustellen. 450 Benutzer, 600 Telefone (ohne Lizenzen da die Telefonanlage zu alt war) und 550 PCs lassen sich einfach nicht zu Zweit supporten.
Die komplette Überarbeitung und das ständige Gemecker der Vorgesetzten (welche noch nicht einmal im selben Land waren wie wir) forderte vermehrt ihren Tribut. Ich war gereizt, genervt und vor allem gestresst.

Die Sommerferien waren danach ein einziges Auf und Ab. Zuerst unterschrieb ich 3 Tage vor meinen Ferien einen neuen Arbeitsvertrag in der Nähe meiner Wohnung, kündigte und danach verbrachte ich wundervolle zwei Tage mit meiner Familie und meiner Freundin im Europapark.

Zwei Tage darauf starb jedoch ein sehr guter Freund der Familie, der mir quasi so nah stand wie ein zweiter Vater. Dass er vielen Leuten sehr viel Glück und Freude gespendet hatte sah man an seiner Beerdigung (sicher über 100 Leute), die am Freitag der Connichi stattfand, weswegen ich froh bin, dass ich dieses Jahr nicht auftreten konnte. (so ein weinender Kamen no Maid-Guy hat doch einfach keinen Style :p) 

Die Kombo dieses Verlusts sowie der Drecksjob (und der Schlafmangel aufgrund der vielen Auftritte) forderten danach endgültig ihren Tribut. Mir begannen Ende Oktober die Haare auszufallen. Kreisrunder Haarausfall (googelt es nach, sieht lustig aus wenn man es ned selber hat).

Mit dem Ende des Jahres kam jedoch auch das Ende meiner Probleme.
Im Dezember begann ich meine neue Arbeitsstelle und bereits eine Woche darauf begannen meine Haare wieder zu wachsen. Durch das gesparte Fahrgeld und Essensgeld, konnte ich endgültig meine Finanzen in den grünen Bereich lotsen (jaja, so ein Conhopperleben ist teuer) und ich habe gerade ein wunderschönes Weihnachtsfest hinter mir (mit Sage und Schreibe 4 Weihnachtsfeiern in 3 Tagen)

Aber neben dem ganzen Gemotze gab es auch einige andere Ereignisse 2010.

Ich konnte zusammen mit meiner Freundin ihren Film den sie fürs Studium drehen musste in nur 4 Drehtagen komplett abschliessen und auch der Vampirfilm in dem ich eine Nebenrolle hatte, wurde endlich fertiggestellt.

Generell stand mir bei all diesen Dingen mein Schatz zur Seite und ich kann gar nicht sagen, wie froh ich darüber bin ihre Unterstützung und ihre Liebe zu haben.

Als kleiner Abschluss bleibt mir nur noch, die Achievements die ich mir für 2010 gesetzt hatte abzuarbeiten.

Berufliche Achievements:

Same old, Same old. (5G) – FAILED (zum Glück)
Meinen Job bis nächstes Jahr auch behalten.

That’s the way, aha aha i like it. (10G) – FAILED (zum Glück)
Ende Jahr auch noch mit dem Job zufrieden sein.

Persönliche Achievements:

Build it up. (5G) – FAILED
Beginne mit Muskelaufbautraining.

Keep it going. (10) – FAILED EVEN MORE
Ziehe es auch nach 2 Monaten noch durch.

Künstlerische Achievements:

Keeping it straight. (5G) – UNDEFINED (one con didn’t take place)
Die traditionellen 3 Auftritte dieses Jahr haben. (Hanami, Kamani, BOA)

Going up. (10G) – SUCCESS (it was 12)
Mindestens 5 Auftritte dieses Jahr haben.

Oops i did it again. (15G) – FAILED
Erneut auf der Connichi auftreten.

Being ahead of Time (25G) – FAILED OF COURSE
Ein komplettes Comedyprogramm mal NICHT erst 2 Wochen vor dem Auftritt fertig haben.

Going Artsi. (15G) – FAILED
Geheimes Achievement.

Teaching you. (10G) – EPIC FAILED
Shinji Schneiders Anime-ABC beenden und zu ner zweiten Staffel gebeten werden.

Wanna wear me? (20G) – SUCCESS TURNED FAILURE
Geheimes Achievement (T-Shirts auf den Markt bringen)

Wanna hug me? (20G) – FAILED
Geheimes Achievement

Intro (15G) – SUCCESS
Das Video für das neue Programm rechtzeitig fertig haben.

It’s ALIVE!! (5G) – MORE OR LESS A SUCCESS
Es wird wieder aktiv im Forum gepostet.

Beziehungstechnische Achievements:

As good as it gets (5G) – EPIC SUCCESS
Still being happy at the end of the year. (should be easy ;))

Sonstige Achievements:

Happy three friends (5G) – FAILED
Geheimes Achievement.

Being Famous (10) – FUCKING SUCCESS
Auf Facebook 50 Fans bis Endes des Jahres.

I am the Master! (5G) – FAILED
Das Pen and Paper weiterführen.

I was the Master (10G) – FAILED
Shin-WOD auch zum Ende führen.

Life’s just a stage.(10G) FAILED
Mindestens 2 Mal ein LARP besuchen.

Euch allen einen guten Rutsch und ein frohes 2011

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Welch ein Wochenende

5. Juli 2010 at 09:15 (Comedy, Conbericht, Life of shin) (, , , , , , , )

Manchmal gibt es Wochenende, die machen einem klar, dass 2 Tage einfach nicht genug sind. Dies war so eines.

Alles begann mit dem Freitag Abend. Nach der typischen Arbeitswoche ging es erst einmal ins Auto, um sich 1,5 Stunden den Weg nach Hause zu stauen.
Danach unter die Dusche, schick angezogen und ab ging es zur sommerlichen Schlossromantik im Schloss Lenzburg.

Leider nur zu dritt, genossen wir das wunderschöne Ambiente des Schlosses und die vielen sexy Klamotten der Leute. Da aber sehr viele Leute kurzfristig abgesagt hatten, konnte uns das ganze nicht länger als ein paar Stunden unterhalten und so ging es früh (23 Uhr) wieder nach Hause.

Am Samstag war Stress angesagt. Um 8 Uhr Morgens fuhr mein Zug nach Basel, von dort aus ging es weiter. Stossrichtung Chisaii-Con in Hamburg.
Die ersten 4 Stunden waren ereignislos, dann musste ich jedoch meinen Platz räumen, um einer kurzfristigen Reservation Platz zu machen *grummel*. Die Zeit habe ich zum Mittagessen genutzt und mir dann einen neuen Platz gesucht.

Fündig wurde ich in einem komplett leeren 6er-Abteil. Komplett leer, weil die Klimaanlage dieses Wagens gestorben war. Dementsprechend schmorte ich die folgenden 3 Stunden im eigenen Saft.
In Hamburg angekommen ging es zur S1, raus nach Poppenbüttel (das heisst wirklich so) und von dort aus nach Sasel.
Spätestens wenn man die ganzen Cosplayer sieht, weiss man das man richtig ist.

Die ChisaiiCon war meine erste Chisaii, obwohl ich eigentlich bereits vor ein paar Jahren mal hin wollte. Sie war gemütlich und vor allem HEISS.
Während ich mich auf meinen Auftritt vorbereitet habe, schwelgte ich ein wenig umher und beobachtete den Programmpunkt „Tanzen mit Bärchi“.

Es war lustig und typisch Con, wie sich bei Animeopenings alles auf die Bühne drängte um zu tanzen und zu jubeln. Stetig untermalt mit Statusmeldungen über die WM. 1:0…2:0….3:0……4:0…… Geile Stimmung, aber autsch 😉

Danach war ich wieder fällig. Frisch meinen Text vergessen betrat ich die Bühne und legte los. Es dauerte ein wenig bis ich mich eingelebt hatte und die Hitze nagte ebenfalls an meiner Performance, ich war irgendwie kraftlos und müde. Dies legte sich aber etwas, da das Publikum toll mitmachte und viele Einwände einbrachte.
Dass jedoch ein AUSZIEHEN!! gerufen wurde, noch bevor ich meinen ersten Satz fertig gesagt hatte, war dann aber doch fies :p

Der Auftritt verlief schlussendlich ganz gut. So gut zumindest, dass ich insgesamt 4 Songs vorsingen musste am Ende. Im Grunde super, wenn ich mehr als 3 Animesongs gehabt hätte.
Durch die Metaller im Publikum (und ihre vom Schweiss glänzenden, nackten Oberkörpern… :D~) angekurbelt, hab ich dann ein Karaokevideo ausgepackt.

Master Exploder von Tenacious D. Hat nix mit Anime zu tun, aber ist trotzdem geil 😉

Danach hiess es erst einmal Autogramme geben (yeaih) und mich um- respektive ausziehen, da ich es den Metallern gleich tat und (zum Schock der Anwesenden) auch nur noch oben ohne herumlief.

Dies war jedoch auch nötig, denn nun betraten Pornophonique die Bühne. Eine Band die aus Gitarre, Gameboy und C64 eigene und gecoverte Songs singen.
Die Jungs waren wie immer in den letzten 6 Jahren super, trotz der Hitze und das Publikum ging ab wie die Sau.

Moschen, Headbangen, Mitgrölen. Die Jungs (und ab und zu auch ich) gaben alles und die Pornos hatten sichtlich Spass daran.

Danach hiess es noch CDs kaufen, Siegerehrung beiwohnen und um 23 Uhr zurück zum Bahnhof. Unterwegs nochmal Autogramme gegeben und über Otto Waalkes philosophiert und dann in den Schlafzug.
Gut erholt kam ich um 12 Uhr zuhause an.

Dort erstmal Duschen, Essen, mittelalterlich anziehen und ab nach Huttwil. Handwerkermarkt. Die Sonne brannte wie nichts, aber es war sehr schön endlich mal wieder in Gewandung mit meinem Schatz unter die Leute zu gehen. Es hat wirklich viel Spass gemacht und war die Anstrengung wert.

Aber nun sitze ich wieder im Büro und eigentlich sollten die Wochenenden einfach länger sein 😉

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