Jahresrückblick und Update Gesundheitszustand

30. Dezember 2013 at 11:30 (Comedy, Conbericht, Life of shin) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Langsam neigt sich das Jahr 2013 dem Ende zu und es wird Zeit es wieder Revue passieren zu lassen. Sowohl Privat/Beruflich als auch Comedytechnisch. Den Rest des Beitrags lesen »

Advertisements

Permalink Schreibe einen Kommentar

Extralife an der Connichi 2012

10. September 2012 at 09:48 (Comedy, Conbericht, Life of shin) (, , , , , , , , , , , , , , , , , )

Der Vorteil daran einen Tag nach der Con noch frei zu haben ist auszuschlafen (haha wers glaubt) und einen Conbericht schreiben zu können 🙂

 

Seit zwei Uhr Morgens bin ich wieder zurück in der Schweiz und seit 7 Uhr wieder wach. Also an die Arbeit und schreiben wie es war.

 

 

Erstens Mal. Es war coooool. Meine Frau und ich hatten uns eher kurzfristig entschlossen zur Nichi zu fahren, weil plötzlich Programm und Zeit und Budget vorhanden waren. Trotzdem reichte es noch, dass ich am Sonntag auftreten konnte und Freitag und Samstag sogar wieder mit Olaf zusammen die Cosplaywettbewerbe moderieren durfte.

 
Aber zuerst einmal von Anfang an.

 

Freitag

Der Freitag Morgen verlief ziemlich gemütlich. 3 Uhr Morgens los fahren. 10 Uhr ankommen. Tickets holen. Mit Leuten plaudern. Der übliche Conkram halt.

Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Cosplaywettbewerbe. Einzel und Paarcosplay vorbereiten. Mit den Cosplayern plaudern. Mit Olaf plaudern (ich mag den Kerl) und unsere liebe Chefin Anne dabei unterstützen das ganze irgendwie zu deichseln.
Viel mehr lag am Freitag auch nicht drin, da man im Grunde ab 1,5 Stunden vor dem Cosplaywettbewerb bis direkt nach der Preisverleihung eigentlich konstant am rumlaufen ist. Die Moderation selbst hat extrem viel Spass gemacht und ich hoffe auch in Zukunft weiter neben Olaf meinen Mist verzapfen zu können 🙂

Am Abend gings dann noch in die Bar mit Freunden plaudern und Getränke nachkippen.

 

Samstag

 

Der Samstag verlief ähnlich wie der Freitag. Bloss ohne den Teil mit der Anfahrt. Ausserdem konnte ich einem Anfall von Blödsinn nicht widerstehen und musste mir ebenfalls Nekomimis kaufen. Nekomimis sind diese Katzenohren die auf die Gehirnströme reagieren und sich bewegen. SO CUTE ^°-°^

Danach ging es zum Gruppencosplaywettbewerb. Beim Gruppencosplay waren einige Dinge, die ich nicht so schnell vergessen werde.

 

– Der Panzer der „Valkyria Chronicles“-Truppe ist echt schwer und mühsam zu transportieren

– Der Roboter aus Saber Rider hat Probleme mit Treppen

– Die Disney-Prinzessinen (die Platz zwei belegt haben) waren so überzeugend, dass sie kleine Mädchen für die Originale hielten. Ausserdem haben sie sich so sehr gefreut über ihren zweiten Platz. So soll es sein.

– Ich will nochmal erwähnen, dass die Gewinner des Gruppencosplays nicht ALLE aus der Schweiz kommen. Dies ging irgendwie unter 🙂

– Die Nichi benötigt eine Rampe bei der Bühne. Die ganzen Requisiten und aufwändigen Kostüme sprengen bald die Türen.

 

Nach der Preisverleihung hätte ich mich noch mit dem Team von DCIH treffen wollen, aber denen lief genauso die Zeit davon wie mir, also verschoben wir unsere gemeinsamen Aktivitäten (höhö) auf den Sonntag.

 

 

Sonntag
Der Sonntag begann wie immer mit Frühstück (jaja). Danach ging es direkt zur Technikprobe. Ich mag Technikproben. Man sitzt da, labert Stuss, überprüft ob die richtige Officeversion installiert ist, testet kurz das Mikro, bespricht wie man die Bühne betreten will und klaut den Technikern ihre Süssigkeiten. MUOHOHO!!

Danach hiess es Koffer ins Auto umräumen, nochmal nach Leuten suchen die man die letzten zwei Tage verpasst hat und dann endlich der Auftritt um 12:30 Uhr.

 

Das Publikum war HAMMER!!

Ich hatte panische Angst, dass die Zuschauer mit den Spielen nichts anfangen könnten, aber entweder war das Programm wirklich angenehm oder das Nichipublikum lässt mir einfach alles durchgehen und ich könnte auch mit Gummistiefeln auf die Bühne stehen und Sandburgen bauen.
Jedoch Scherz beiseite (als ob). Der Auftritt verlief für mich sehr positiv. Nur einmal nen Texthänger und das Feedback der Zuschauer war wunderbar. „Menschen töten ist böse“.
Leider fühlte ich mich so dermassen wohl auf der Bühne, dass ich mein 60 Minuten-Programm auf 75 Minuten ausgedehnt hab, was der nachfolgenden Gruppe Shi-Kai die eine oder andere Stressschweissperle auf die Stirn verpasst haben dürfte. Sorry Leute ^-^`

Dementsprechend hatte ich dann auch leider keine Zeit mehr um Zugaben geben zu können.

Generell war ich zeitlich eng angebunden. Noch direkt hinter der Bühne umgezogen und zu einem Interview gerannt (wird noch verlinkt) danach bereits weiter zur „Die Con ist Heiss“-Crew gerannt um endlich noch die geplanten Aktivitäten nachzuholen.

Welche das waren? NUN…. das werde ich nicht verraten. Geht auf ihre Seite und findet es selbst heraus „MUAHAHAHAHAHAHA“ 😉

 

Danach… oder eher gesagt dazwischen…  haben wir uns noch die Abschlussveranstaltung angesehen. So hatte ich auch mal Zeit die japanischen Sängerinnen zu Begutachten. Und OMFG Faylan… nicht die beste Stimme der Dreien aber DIESE HAARE ♥_♥

Ernsthaft. Wie schafft es diese Frau, dass ihre Haare immer perfekt fallen? Ich will dieses Shampoo.

Danach war noch die Preisverleihung des WCS. Die diesjährigen Siegerinne war eines meiner persönlichen Highlights des WCS.  Ich machte mir ernsthaft Sorgen, dass die eine der Gewinnerinnen vor Freude zusammen bricht und ich denke Deutschland hat in Japan eine sympathische und würdige Vertretung gefunden mit diesen beiden Mädels.

Danach ging es auch bald schon nach Hause. Erneut  7 Stunden Autofahrt zurück in die Schweiz. Um 2 Uhr Morgens ins Bett. Und in diesem Sinne schliesse ich dem wohl wichtigsten Wort der diesjährigen Connichi.

 

Weltfrieden

Permalink Schreibe einen Kommentar

Ein Schneider an der Connichi

19. September 2011 at 15:08 (Comedy, Conbericht) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Dieser Conbericht wird vermutlich der längste seit Langem werden.

Nachdem ich letztes Jahr nicht an der Connichi auftreten und noch nicht einmal als Besucher hinfahren konnte, freute ich mich enorm, als ich nicht nur erfuhr, dass ich dieses Jahr auftreten werden dürfe, sondern dass mir auch noch die Ehre zuteil kommen würde zusammen mit Elly die Eröffnung  UND neben Olaf die Cosplaywettbewerbe zu moderieren.

Doch fangen wir erst einmal an.

Für mich begann die Nichi bereits am

Donnerstag:

Ich hatte mir den ganzen Tag frei genommen um sicher zur Nichi zu kommen und auch alles ordnungsgemäss packen zu können. Gegen zwölf Uhr ging es dann los um noch Reiseproviant und Requisiten zu kaufen und um 13 Uhr ging es dann auf nach Deutschland.

Kurz vor Offenburg kamen wir dann das erste Mal in stockenden Verkehr und dieser sollte sich spätestens bei Baden-Baden in einen ausgewachsenen Stau umwandeln.  Ganze 1,5 Stunden brauchten wir für die 50 Kilometer Strecke bis Karlsruhe und das auch nur, weil wir den komplizierten Landweg fuhren.

So erreichten wir schlussendlich die Nichi auch nicht wie geplant um 18 Uhr sondern erst um 23 Uhr.

Zum Abschluss des Tages gönnte ich mir dann noch ein paar Cocktails (ok ich hab Cola getrunken) mit einigen Helfern, Orgas und Conassistenten.
Die Insidergespräche waren sehr amüsant und es hat Spass gemacht mal wieder in alten Zeiten zu schwelgen, aber sehr bald war bereits auch schon

Freitag:

Am Freitag ging es früh los. Zuerst Frühstücken, danach die Tickets holen und schlussendlich das gesamte Material, dass ich noch brauchen würde hinter die Bühne bringen.

Am Vormittag machte ich noch etwas die Con unsicher, plauderte noch mit diversen Leuten und dann war schneller 15:30 Uhr als ich es gedacht hätte.

So begab ich mich daher hinter die Bühne wo ich mich in meinen Anzug warf und zusammen mit Elly die Eröffnung plante. Als sich die Zeit langsam der Eröffnung näherte, mussten wir feststellen, dass auch der Freitag nicht vom Verkehr verschont bleiben sollte.
Der Stadtrat von Kassel, sowie der Generalkonsul und Herr Abe von der Japanwoche steckten im Stau fest und da der Generalkonsul die Eröffnung hätte eröffnen sollen, verzögerte sich somit das ganze Programm um eine Stunde. Höhere Macht quasi.

Nachdem unsere Gäste jedoch angekommen waren, ging es auch schon los mit der Eröffnung.
Nach den Ansprachen des Generalkonsuls, Herr Abe und des Stadtrats begann der eigentliche Teil der Eröffnung. Elly kündigte mich an, ich kündigte sie an und wir übergaben das Wort an Edi Edhutschek, den Macher von „Die Con ist Heiss“ und „Webler“.

Aufgrund technischer Probleme konnte man ihn zwar zuerst nicht hören, aber was wär so ne Con denn ohne kleine technische Pannen. Nachdem diese technische Panne jedoch nebenher behoben worden war, verlief die Eröffnung jedoch grösstenteils reibungslos und ich konnte den Tiefpunkt meiner Karriere durchziehen. In Abendkleid und Pumps japanische Ehrengäste ankündigen.

Nach der Eröffnungsrede blieb mir dann auch kaum Zeit. Ich zog mich hinter der Bühne um und sollte auch gleich mein nächstes Erlebniss dieser Con erfahren. Eine Moderation zusammen mit Olaf.

Eine Zusammenarbeit mit dem „Catman“ Olaf ist eine sehr interessante Erfahrung. Zuerst hatte ich Angst, dass wir nicht harmonieren könnten, ihr alt aussehen würde oder es aussehen könnte als wolle ich ihm die Schau stehlen, aber nachdem meine anfängliche Panik gewichen war, konnten wir uns im Laufe der Moderation immer besser aufeinander einstimmen.
Es war und ist eine wahre Freude mit ihm zu arbeiten und ich war echt geplättet von der Professionalität die diese Katze an den Tag legte. Ich kann noch viel von ihm lernen 🙂
Natürlich wäre der Wettbewerb nicht so gelaufen wenn nicht unsere Chefin Anne sich hinter der Bühne die Hacken abgelaufen und organisiert hätte. Auch an sie ein riesiges Lob.

Direkt nach dem Einzel- und Paarcosplay (mit einigen echt schicken Cosplays und der elende Gummibärensong läuft mir immer noch nach) war es Zeit mich schon wieder umzuziehen, denn nun war mein eigentlicher Auftritt dran.

Doof wie ich war hatte ich vergessen meinen Bart anzukleben (da ich mich für das Kleid extra rasiert hatte… ja RTL du hast richtig gehört, ich rasiere mich) und so stand ich quasi „oben ohne“ auf der Bühne. Aber shit happens 😉

Wenn wir grade bei RTL sind… ein Kamerateam von denen trieb sich vor der Nichi rum, wurde jedoch recht schnell von den Cosplayern weggemobbed.. hachja ich bin so stolz auf euch 😉

Aber kommen wir nun zu meinem Auftritt. Dieser startete mit kleinen technischen Problemen in der Präsentation, aber sowas hält doch einen wahren Kriegsgott nicht auf.
Ich redete mich in meinem Programm mal wieder um Kopf und Kragen und dürfte vermutlich bald eine Anzeige der GEMA im Briefkasten finden, aber ich denke und hoffe, dass es insgesamt recht gut ankam.
Eine Überraschung war es, als Matthes von der Tontechnik plötzlich das letzte Einhorn in meine Zugaben knallte, nachdem ich vorher gerufen hatte, dass das einzig gute Einhorn das letzte Einhorn wäre.
Zur Überraschung aller (inklusive meiner eigenen) konnte ich den Song jedoch sogar runterschmettern.

Nach meinem Auftritt gab ich dann noch ein paar Autogramme und zog mich danach kaputt ins Bett zurück ohne überhaupt nochmal mein Zeugs hinter der Bühne einzupacken. Ich war TOT… aber glücklich 🙂

Am Samstag

sollte es jedoch natürlich noch weiter gehen. Zuerst ging ich hinter die Bühne mein Zeugs holen, damit ich Cecile Korbel und Yume nicht bei ihren Proben stören sollte. Danach machte ich etwas die Con unsicher und fand nach ner Weile auch den Stand von Nihao an deren Stand ich mir ein Exemplar ihres neuen Hentais „Katzenminze“ kaufen konnte.  Das besondere daran? (ausser, dass Nihao echt süss zeichnet und ihre Charas auch meistens in Chara bleiben?) Werft einen Blick auf den männlichen Hauptdarsteller 😉

Katzenminze mit "Miau" und "Shinji Schneider"

Ich habe mir generell gleich 10 Exemplare gekauft von denen ich noch vor Ort einige weiter verkauft und signiert habe. (es ist interessante wieviele Leute plötzlich wollen, dass du ihnen auf deinen Ständer signierst…)
Ich verdiene übrigens keinen Cent am Verkauf, ich hab Nihao also ned um ihr sauer verdientes Geld betrogen 😉

Dann war es auch schon soweit das Gruppencosplay mit den Teilnehmern vorzubereiten, Fotos zu schiessen (respektive dafür zu Sorgen, dass niemand Tony dabei durchs Bild läuft) und bereits ging es schnell wieder auf die Bühne wo wir das Gruppencosplay moderierten.

Hier geschah etwas besonderes. André der als Merchant aus Resident Evil verkleidet war, machte seiner Freundin Caro direkt nach ihrem Auftritt einen Heiratsantrag auf der Bühne. Ich gratuliere euch beiden hier erneut zur Verlobung, da Caro angenommen hat 🙂

Am Nachmittag machte ich dann noch weiter die Con unsicher  bevor es soweit war die Siegerehrung der Cosplaywettbewerbe durchzuführen. Leider kamen wir durch erneute technische Probleme etwas ins Straucheln und mussten zuerst mit Momantai abtauschen, damit diese ihren Auftritt problemlos durchziehen konnten (was auch eine Schande gewesen wäre, wenn auch nur eine Minute ihres Acts wegen uns gefehlt hätte) und danach wurden die Sieger von uns geehrt.
Wir wurden gerade noch rechtzeitig fertig, damit May-N damit anfangen konnte ihr Konzert am Abend zu planen.

Für mich ging es jedoch zurück ins Hotel. Ich musste mich noch bereit machen für ein zusätzliches Highlight dieses Wochenendes. Ich konnte/durfte zusammen mit dem Team von „Die Con ist Heiss“ bei der neuesten Episode des „Weblers“ mitwirken und danach ging es rüber in ihr Hotel um auch noch beim „Edi Latenight Christiansen“ mitzuwirken.
Ich hatte generell sehr viel Spass mit Edis Team und fühle mich geehrt, dass ich Teil einer DCIH-DVD sein kann (vom obligatorischen Verarscht werden abgesehen ;))

Der Sonntag

sollte dann ruhiger werden. Zwar rannte ich auch wieder über die Con. Dieses Mal jedoch um endlich die Strifus-Cosplayerin zu finden und mit ihr die Cosplayfotos zu machen, die wir seit der Dokomi in die Tat umsetzen wollten.
Wir hatten dann (als wir uns nach zig Stunden fanden) auch recht viel Spass und konnten sogar einige Bilder knipsen, auch wenn wir absolut keine Ahnung hatten was wir knipsen wollten. Ausserdem gab ich noch ein Interview bei Moonflow.

Nachdem ich mich danach wieder umgezogen hatte und mal „Zivil“ über die Con lief, sah ich mir nochmal alles ein wenig an und ohne meine Stimme begaben wir uns zur Abschlussveranstaltung in den Hauptsaal wo wir dann auch noch Edis Eröffnungsvideo für die Nichi sehen konnten.

Danach ging es noch was futtern und am Montag um 2:30 Uhr Morgens kamen wir total kaputt wieder zuhause an.

Permalink 2 Kommentare

Von Lampen“Fieber“ und sonstigen Katastrophen.

19. September 2009 at 19:38 (Comedy) (, , , , , , , , , )

Das ist es also. Ich bin gerade zurück in der Schweiz angekommen und ich habe es vollbracht.

Am Freitag um 21 Uhr ging endlich mein Traum davon einmal an der Connichi auf der Bühne zu stehen in Erfüllung und es war ein triumphales Desaster.

Die ganze Woche hatte bereits unter einem eher schlechten Stern begonnen. Nach der Arbeit am Montag lag ich erst einmal den gesamten Dienstag mit Fieber und Krämpfen im Bett und das Fieber wollte sich auch partout im Rest der Woche auch nicht mehr verabschieden.

Aber man ist ja Profi und fährt trotzdem zur Connichi. So eine Chance kann man sich einfach nicht entgehen lassen.
Also um 3 Uhr Morgens aufgestanden, bereit gemacht und los gehts zur Nichi. (Unterwegs noch kurz Mitfahrer und Filmkamera aufgabeln).

Nach 7 Stunden ereignisloser Fahrt (ja das gibts) war es dann auch soweit und ich stand vor den Toren der Connichi… oder genau genommen vor der Rezeption des Ramada-Hotels, da ich einfach nur noch schlafen wollte und ein Zimerr brauchte.

Das Zimmer war allerdings erst ab 14 Uhr bereit, also verbrachten meine Freundin und ich die übrige Zeit mit rumglotzen, bis wir uns endlich ins Zimmer zurück zogen um zu schlafen…schlafen….schlafen…….. was ich getan hätte, wenn ich nicht die folgenden drei Stunden entweder auf dem Klo oder mit enormem Lampenfieber verbracht hätte.

Es war irgendwann bereits 18 Uhr, als ich mich darauf vorbereitete, das grosse Geheimcosplay für meinen Auftritt zu erhalten und es noch vor der Technikprobe um 20 Uhr anzuprobieren.
Als ich gegen 19:15 Uhr noch immer nichts vom Cosplay, respektive seiner Schneiderin, vernommen hatte, ging das Lampenfieber so langsam in Panik über. Um 19:30 Uhr kam jedoch mein Cosplay an und ich machte mich auf, in den grossen Saal für die Technikprobe…

Fuck. Cosplaywettbewerb läuft noch, ich kann eh noch ned Proben. Der ganze Stress für nichts…. Wobei für nichts übertrieben sein dürfte. Ich stellte nämlich gleich danach fest, dass meine Verbesserung meiner Präsentation, die ganze Bilderreihe durcheinander gebracht hatte. (es ist unglaublich wie schnell man im Stress noch 15 Folien anpassen kann im Powerpoint).

Doch dann war es soweit. Der Cosplaywettbewerb fertig, das Cosplay bereit, die Präsentation angepasst. Ich trete auf die Bühne…. für den Soundcheck…..und das Publikum denkt bereits, dass es los geht und ich komme mir ein wenig vor, wie mit offenem Hosenstall…

Aber das Nichi-Publikum wäre nicht das Nichi-Publikum, wenn es nicht professionell den Soundcheck hätte über sich ergehen lassen und dann begann mein Programm wirklich, punktgenau um 21 Uhr mit einem Striptease und dem Helfersong.

Ich war glücklich. Ich hatte einen Lauf. Und dann verabschiedete sich der Rechner der Techniker bei der zweiten Folie…
Nun war mein Hosenstall nicht auf, sondern meine Hose unten. (wortwörtlich lag da meine Hose bereits neben mir, weil ich im Rock auf der Bühne stand).

Ich hätte mir die dummen Sprüche über die Technik sparen sollen. Denn nun waren PC und Beamer weg (und sie sollten auch lange nicht mehr zurückkehren). Dank der freundlichen Technik und ihren 4 Versionen von Caramelldansen (ich hasse euch :p) schafften wir es trotzdem irgendwie das Publikum zu unterhalten. Auch wenn mir gehörig die Muffe ging, als sogar ein Orga in den Saal und anschliessend hinter die Bühne rannte, um die Präsentation iiirgendwie wieder zum Laufen zu bringen.

Als nach monatelangen 30 Minuten (mittlerweile kam ich mir auf der Bühne nackt vor) ENDLICH der Ersatzrechner hoch fuhr, fiel mir ein Stein vom Herzen und wir spendierten der Technik ihre Wohlverdiente zweite Laola dieses Showacts.

Der Rest des Programms verlief dann ruhig. Ich konnte fehlerfrei mein Programm vortragen und dachte ich höre nicht recht, als ich hinter der Bühne nochmal die Zuschauer um eine Zugabe rufen hörte.
Sorry, dass es nicht mehr dazu kam. Aber noch eine Minute länger auf der Bühne und die Zuschauer hätten auch die Sanitäter in Action erlebt.

Aber trotz all der technischen und gesundheitlichen Pannen, ging dieser Freitag für mich ein absoluter Wunschtraum in Erfüllung.
Ein riesiger Dank an die Nichi-Orga für diese Chance, an die Zuschauer die so absolut genial mitgemacht haben und an die Technik die gestern über sich hinaus gewachsen ist, beim Lösen des Problems…. Wobei ich festhalten sollte, dass es nicht unbedingt hilft, keine Panik zu schieben, wenn im Publikum jemand dauernd „AUSZIEHEN“ brüllt und gleich danach via Technikerfunk zu hören ist „sag mal, hat niemand einen Stripteasesong zur Hand?“

Permalink 1 Kommentar