Jubiläum – 10 Jahre Comedy

4. Juni 2015 at 16:26 (Comedy) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Final

Am 04.06.2005, also genau heute vor zehn Jahren, stieg ich in Bad Fallingbostel das erste Mal in meinem Leben auf eine Conbühne.
Damals noch mit kurzen Haaren und im Shikamaru-Cosplay bot mir die Nippon Island Con (Vorgänger der NiCon in Hannover) die Möglichkeit Leute zu bespassen. Vor Allem, weil ich persönlich mit der Orga befreundet war.

Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich mit meiner Comedy irgendwann auf der Gamescom, der Leipziger Buchmesse, der Frankfurter Buchmesse oder der Connichi auftreten würde. Ich hätte ihn darum gebeten an meiner Stelle auf die Bühne zu stehen. Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass ich zehn Jahre später immer noch auf der Bühne stehen würde. Aber so ist es nun.

Zehn Jahre Comedy. Und was für zehn Jahre. Den Rest des Beitrags lesen »

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Jahresrückblick 2011 und Achievements

1. Januar 2012 at 11:31 (Life of shin) (, , , , , , , , , , , )

Ich habe mir lange überlegt ob ich einen Jahresrückblick zum Jahr 2011 schreiben soll, aber ehrlich gesagt habe ich aktuell viele Probleme damit mich überhaupt wirklich an das Jahr 2011 zu erinnern.

Ich kann lediglich die (für mich) wichtigsten Punkte aufführen.

In meiner Erinnerung war es das erfolgreichste Jahr meiner Comedykarriere und seit langem das glücklichste Jahr als Arbeitnehmer. Ich konnte mich gut in meine neue Arbeit eingewöhnen und mir sind sogar meine Haare wieder nachgewachsen.

Comedytechnisch hatte ich extrem viel zu tun dieses Jahr.

Ich hatte dieses Jahr lediglich 7 Auftritte, da der 8chte aus Gesundheitsgründen geplatzt ist. (Vorjahr: 9 Auftritte)

Namentlich waren dies: Hanami, ChisaiiCon, Dokomi, WieMaiKai, Cosday, Connichi und J-Con.

Ich legte insgesamt 6867 Kilometer zurück (Vorjahr 11 350), jedoch ALLE mit dem Auto (und ich sage euch über 3000 Km innerhalb von 8 Tagen ist DUMM)
Ich gab für die Comedy 2011 insgesamt rund 3500 Euro aus (wovon keine 300 Euro wieder reingekommen sind)
X Zuschauer im Publikum (keine Ahnung was die ganzen Cons an Zuschauern zusammenkriegen)
2 Cosplays auf der Bühne
Einige Interviews gegeben und immer noch 0 Groupies *hehe*

Generell empfand ich mein Programm „Con ist Krieg“ zwar nicht als mein bestes Programm, aber sicherlich als mein professionellstes.
Es war das erste Mal, dass ich mir selber ein Cosplay geschneidert und mein Programm auch um ein alter Ego herum aufgebaut habe. Ich habe auch das erste Mal mit einem eigenen Zeichner gearbeitet um nicht immer auf Fotos aus dem Internet zurückgreifen zu müssen.

Hier ein riesiges Lob an die Künstlerin Mummymetaller welche für mich die Commissions gezeichnet hat.

Generell konnte ich auch dieses Jahr einige nette Leute neben der Comedy kennen lernen, respektive ich hatte im September die Möglichkeit mal Edi von Die Con ist Heiss persönlich zu treffen und sogar mit dem Team bei einem Webler mitzumischen.

Ebenfalls konnte ich dieses Jahr vermehrt mit den Leuten von Moonflow.tv zusammen arbeiten und zusammen mit Christian Leiser die J-Con moderieren. Hätte nichts dagegen das nächstes Jahr nochmal zu wiederholen. Dann jedoch müssen wir das letzte Einhorn besser hinbekommen 😉

Stichwort das Letzte Einhorn.

Ein riesiges Highlight war natürlich, dass ich wieder an der Connichi auftreten konnte. Und zwar nicht nur als Komiker, sondern auch als Mitmoderator bei der Eröffnung und beim Cosplaywettbewerb zusammen mit dem Catman Olaf. Es hat extrem viel Spass gemacht, auch wenn ich die Arbeit die da Olaf (oder auch besonders die Orga) leisten muss, komplett unterschätzt hatte. Hier nochmal einen lieben Gruss an Elly und Anne (und natürlich Olaf).
Im Zusammenhang mit der Nichi hab ich mich auch einmal am letzten Einhorn versucht und daraus ist sogar der schlimmste Youtubechannel ever entstanden. Shinji Sings.

Ebenfalls Erwähnung finden muss natürlich mein allererster eigener Hentai, welcher von Nihao gezeichnet wurde. Bestellungen können immer noch bei mir getätigt werden und aufgrund des Interesses wird vermutlich im Frühjahr ein Nachfolger erscheinen. (allerdings mehr als nur eine shortstory dann)

Von der Comedy weg, kommen wir jedoch zu meinem absoluten persönlichen Highlight dieses Jahres.
Am 3.12.2011 gab ich meiner Freundin nach 3,5 Jahren Beziehung das Ja-Wort und bin seitdem verheiratet. Geändert hat sich nichts, ausser dass wir nun mehr Steuern zahlen. Passt scho 😉

Da wir im September jedoch eine grosse Hochzeit planen und ich mich 2011 mit meiner Comedy übernommen habe, wird es wie mehrfach angekündigt keine Comedy von mir geben im Jahr 2012. Ich werde höchstens an 2-3 Cons moderieren aber ich kann es mir finanziell nicht leisten soviel zu reisen dieses Jahr 🙂

Kommen wir nun zu den Achievements.

Ich hatte für 2011 einige Pläne und manche konnte ich auch durchsetzen.

Comedytechnisch:

Stay busy (10G)
Mindestens 5 Auftritte dieses Jahr haben

– erfüllt

Oops i did it again. (15G)
Erneut auf der Connichi auftreten.

– erfüllt

GODLIKE (20G)
Das geplante Cosplay rechtzeitig bis zur Hanami fertig haben

– erfüllt

Halfgodlike (10G)
Das geplante Cos irgenwann 2011 fertig haben.

– erfüllt

Being Famous (10)
Auf Facebook 300 Fans bis Endes des Jahres. (Stand Anfang Jahr 250)

– Erfüllt (sind über 500)

Keeping it straight. (5G)
Die traditionellen 3 Auftritte dieses Jahr haben. (Hanami, Kamani, Dokomi)

– NICHT erfüllt. Die Kamani fiel aus Krankheitsgründen aus.

You can do it – ALONE(50)
Das Cosplay selbstständig erfolgreich bauen

– Nicht erfüllt da ich grosse Hilfe durch meine Frau hatte.

Being ahead of Time (25G)
Ein komplettes Comedyprogramm mal NICHT erst 2 Wochen vor dem Auftritt fertig haben

– Nicht erfüllt ^-^`

Teaching you. (10G)
Shinji Schneiders Anime-ABC 2011 beenden

– Nicht erfüllt… ich bin scheisse

Nun kommen wir ins Jahr 2012. Für mich persönlich wird 2012 ein hoffentlich ruhigeres Jahr. Trotzdem habe ich einige Pläne die ich erreichen möchte.

Comedytechnisch

Keep Word (50)
An nicht mehr als 4 Cons fahren 2012

But don’t shut up (20)
Wenigstens neue Songs aufnehmen

Get your effing ass to work (20)
Vielleicht endlich mal das Anime-ABC abschliessen?

Get that shit up to date (20)
Meine Homepage mal auf einen neuen Stand bringen und überarbeiten

Persönlich

You’ll never do it (20)
Gewicht auf 85 max. reduzieren

Money makes the world go round (50)
Genug Geld für die Hochzeit zur Seite kriegen

Yes, i do (25)
Die Steampunkhochzeit erfolgreich planen und durchstehen.

In dem Sinne wünsche ich allen ein frohes 2012. Achtet auf eure Lieben und geniesst das Jahr. Und keine Sorge wegen dem Weltuntergang.
Hätten die Spanier nicht die Mayas ausgerottet hätten die vielleicht ihren Kalender fertigstellen können.

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J-Con AKA Con ist Penis…..Penis ist Krieg….whatever

5. Dezember 2011 at 20:19 (Comedy, Conbericht) (, , , , , , , , , , , )

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und das Conjahr hat für mich seinen Abschluss am vergangenen Wochenende an der J-Con in Merzig im Saarland gefunden.

Wie letztes Jahr sollte ich auch dieses Jahr wieder die Con moderieren. Neu allerdings nicht alleine sondern gemeinsam mit Christian Leiser von Moonflow.tv 

Um rechtzeitig anzukommen, fuhren wir bereits am Freitag Abend hoch und sahen uns etwas den Aufbau an, plauderten mit Christian Leiser und natürlich den restlichen Leuten vor Ort.

Am Samstag ging es dann früh los zur Con, alles vorbereiten und moderieren.
Ich habe nicht vor euch mit den Details der Moderation zu langweilen. Um es kurz zu machen, obwohl ich 0 vorbereitet war (sorry) lief die Moderation ganz ok. Der Cosplaywettbewerb hatte dieses Jahr schlussendlich doch noch einige Teilnehmer und ich fand mich irgendwie plötzlich wieder in der Jury wieder (weird).

Ebenfalls gaben wir uns noch beim Karaokewettbewerb als Abschluss mit „Last Unicorn“ die Ehre. Was reichlich schräg klang, da wir den Originalsound nie auf der Bühne hörten.

Nach lecker Essen beim lokalen Inder (Maharaja) ging es dann auch bald wieder schlafen und am Sonntag das letzte Mal vor meiner Hochzeitspause als Ares auf die Bühne.
Der Auftritt lief ganz ok und am Schluss konnte ich das Publikum noch mit dem Song „Seid Bereit“ verwirren welchen ich extra für die J-Con noch fertig gemischt hatte.  (Video folgt)

Generell hatte ich an der J-Con viel Spass und von Fans erhielt ich einen lieben Abschiedsdank für 6 Jahre Comedy. Danke Jungs und Mädels.

Nun heisst es jedoch Pause und Heiraten. Ich lasse euch natürlich über alles auf dem laufenden in meiner Facebookgruppe oder unserer Hochzeitshomepage.

Und warum Con = Penis ist? Das müsst ihr die Mädels der J-Con fragen die das Wort einfach immer wieder in den Mund genommen haben. 🙂

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Bin ich Marke oder bin ich Mensch?

3. November 2011 at 22:20 (Comedy, Liebesgrüsse vom Arschloch, Life of shin, Rantabout) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Hier mal wieder ein Beitrag der dies tut, wozu dieser Blog eigentlich gedacht wäre. Einen Hintergrund zu dem Menschen liefern, der hinter dem kostümierten Spinner auf der Bühne steht. Mir.

Der folgende Eintrag, respektive seine Aussage ist mir sehr wichtig aber ich haderte lange damit ob ich ihn wirklich so schreiben sollte, wie er schlussendlich hier steht.

Seit über 6 Jahren (genauer genommen, seit dem 5.6.2005) tingle ich von Animeconvention zu Animeconvention und versuche das Publikum mit meinen Kapriolen auf der Bühne zu unterhalten.

Die Anfänge waren damals bescheiden und kamen nur durch Connections und den Goodwill der jeweiligen Veranstalter zustande.

Meine ersten Auftritte (Hanami, J-Con, Kamani, Nippon Island Con) liessen sich daher mehr auf persönliche Beziehungen als wirklich auf Talent zurückführen und daher war für mich mein erster Auftritt an der Bonenkai 2006, wo ich zuvor keinerlei Connections hatte, eine riesige Ehre.

Ich will den Orgas der anderen Veranstaltung keinesfalls unterstellen, dass sie mich als reinen Freundschaftsdienst auf die Bühne liessen, aber in meinen Augen verfügte ich niemals über das Talent Leute wirklich zu unterhalten und als Showact zu fungieren.
(Dies wurde mir ebenfalls wortwörtlich so 2006 von einer Con bei der ich bis heute Auftrittsverbot habe so attestiert. „Wir glauben nicht, dass du Leute unterhalten kannst“)

Zu dieser Zeit nannte ich mich selbst noch „Michael Mittermeier der Animeszene“. Nicht weil ich mich auf einem Level mit ihm gesehen hätte oder besonders wichtig erscheinen wollte, sondern weil ich mich selber als einen schlechten Abklatsch von MM sah.

Ich befand mich auf der Suche nach meinem eigenen Style, nach mir selbst und nach einem Weg die Leute wirklich zum Lachen zu bringen. Und das taten sie. Die Leute lachten. Aber wieso? An meiner Comedy konnte es unmöglich liegen. Die war nicht lustig.
Ich selbst hielt sie nicht für sonderlich komisch. Meine damalige Freundin hielt sie absolut nicht für komisch und machte mir dies auch oft genug deutlich mit Sprüchen wie „Naja für Deutsche reichts“.

Dementsprechend war auch mein Verhalten in der Comedy. Nach jedem Auftritt durchsuchte ich Conberichte nach meinem Namen. Ich musste wissen was die Leute wirklich von meiner Comedy halten. Lachen sie nur aus Anstand oder halten sie mich wirklich für witzig? Und was gefällt ihnen nicht? Wie kann ich besser werden?

Meine Gemütsschwankungen varrierten irgendwo zwischen „Yes ich kann die Leute zum lachen bringen“ und „warum schauen die mich an? Ich bin Scheisse“ und dementsprechend war ich auch stets auf der Suche nach Möglichkeiten mich zu beweisen und besser zu werden. Oder zumindest meine Comedy von Allem und Jedem bewerten zu lassen.

Damals war ich aber nicht nur auf der Suche nach mir selbst, einer besseren Arbeitsstelle, meiner eigenen Comedy und Auftritten, sondern auch nach simplen Themen über die ich überhaupt Witze machen könnte.

2005/2006 – Auftritte an der Nippon Island Con, der Hanami, der Kamani und der Bonenkai

Mein erstes Programm (Ein Mann unter Freaks) hatte eine Vorlaufzeit von 2 Jahren in denen ich diverse Witze aufgeschrieben und irgendwie ins Programm verwurstet hatte um dann schlussendlich RTL 2 den Krieg zu erklären.

An der Bonenkai lernte ich das erste Mal die Schattenseiten des Ruhms kennen, indem ich mit anderen Showacts in einer Mailingliste war, denen ihr „Stardom“ scheinbar zu Kopf gestiegen war. Lautstark beschwerten sie sich über zuwenig Auftrittszeit, zuwenig Tickets, zu wenig Zeit im Hauptsaal und überhaupt zuwenig Würdigung für ihr Genie.
Dies untermauerten sie mit der Betonung, dass sie sowieso beliebter wären als alles andere was an der Con auftreten würde.

In diesem Moment fasste ich mir einen Entschluss. Sollte ich jemals so werden…. erschiesst mich. In erster Linie sollten wir Showacts zur Unterhaltung der Besucher dienen und nur an zweiter Stelle unserer eigenen Profilierung fröhnen. Ganz besonders aber sollte man niemals die anderen Showgruppen beleidigen, denn jeder Showact weiss selbst, wieviel Überwindung es kostet auf die Bühne zu gehen.

Daher rührte mein Entschluss immer dankbar dafür zu sein, dass ich auftreten darf.

2007 – Auftritte an der Hanami, der Kamani und der J-Con

Das zweite Programm (Erlebnisse eines Condrivers) sollte etwas von der Szene weg kommen, mir eventuell ermöglichen auch lustig für Leute zu werden, die keine Ahnung von Anime hatten (wie meine Familie) damit ich auch diese unterhalten könnte (man beachte wieder die Suche nach Bestätigung).

In diesem Programm hatte ich zwei Punkte entdeckt, der mir für spätere Programme dienlich sein sollten.

1. Finde einen guten Abschluss

Wenn du nicht weisst wie du dein Programm beenden sollst, wirst du in der Schwebe stecken. Kein Abschlussgag hinterlässt das Publikum mit Enttäuschung.

2. Kenne dein Publikum

Die Zuschauer bei Comedy möchten mitreden können, sie müssen sich integriert fühlen. Dieses Programm scheiterte darin. Jeder Congänger kommt irgendwie zu einer Convention, doch die Fahrt wird gerne ausgeblendet. Aber für mich war klar, an Animeconventions nur noch passende Comedy.

2008 – Auftritte an der Kamani, dem Best of Anime und der Hanami

Das dritte Programm (zehn Jahre Conhopping) war wieder ein Versuch zurück zum Ursprungsthema. Ich merkte, dass es eine gute Idee gewesen war direkt über die Szene als solches zu sprechen. Das Publikum fühlte sich miteinbezogen und ich hatte das erste Mal das Gefühl, dass ich sie wirklich in meinen Bann ziehen konnte.

Zu diesem Zeitpunkt verabschiedete ich mich auch von meiner damaligen Freundin und eine neue Frau trat in mein Leben. Die Frau, der ich am 3.12.2011 meinen Nachnamen übergeben werde.

Sie gab mir wieder Selbstvertrauen. Sie unterstützte mich bei meiner Comedy. Sie glaubte an mich und das half mir ebenfalls an mich zu glauben. In demselben Jahr gab ich auch mein erstes abgedrucktes Interview für Pummeldex, was mir endgültig das Gefühl gab, doch irgendwie als Showact gelten zu dürfen. Auch wenn ich nicht verstehen konnte wieso.

2009 – Auftritte an der Dokomi, der Kamani, der Hanami, Best of Anime und der Connichi

2009 erlebte ich mit meinem vierten Programm (Voll im Stress) einen plötzlichen Popularitätsanstieg. Ich weiss nicht ob es mit dem Interview bei Pummeldex zu tun hatte, aber ich hatte das Gefühl, dass an der Hanami der Saal voller war als auch schon.

Das Programm, bei welchem mir meine Freundin sehr geholfen hatte indem sie als Zuhörerin und Ideengeberin fungierte, schlug beim Publikum sehr gut an. Insbesondere die Helfer, welche Hauptopfer meiner Show waren konnten mir nur beipflichten und fünf kleine Sätze, sollten sich in die Köpfe der Conbesucher bohren.

Keine Ahnung.
Ich bin nur Helfer.
Frag nen Orga.
Wo steckt die Orga?
Wo bleibt meine Vertretung?

2009 markierte daher auch eine dreifache Premiere für mich. Zum einen wurde ich das erste Mal direkt von einer Con angefragt ob ich bei ihnen auftreten wollen würde.

Bei der Bonenkai hatte ich mich beworben. Hanami/J-Con/Best of Anime/Kamani waren für mich Cons/Treffen an denen ich eh auftreten würde, weil sie von Freunden organisiert wurden.
Aber nun gab es da eine Con die mich wollte. MICH. Und das ohne dass ich da jemanden kannte.

Ich musste mehrmals meine Augen reiben bevor ich der Mail glauben konnte die mich nach Düsseldorf einlud. Aber was tut man als Showact in so einem Fall? Düsseldorf war weiter weg als alle bisherigen Cons  und fordert man bei sowas Benzingeld? Gage? Miep?

Dies ist eine Frage die sich mir bis heute nicht wirklich beantworten liess. Kann ich Gage/Spesen verlangen? Darf ich das? Sollte ich das sogar? Die Geldfrage wurde bis heute nie wirklich geklärt, aber dazu werde ich mich später noch äussern.

Der Auftritt an der Dokomi führte auch dazu, dass ich JD kennen lernte und sah, dass ich scheinbar in Zukunft nicht der einzige Animekomiker sein würde. Dies machte mich glücklich, da ich damit die Möglichkeit hätte irgendwann aufzuhören weil ja nun jemand anders meinen Job erledigt und weil es mir zeigte, dass die Idee mit Animecomedy scheinbar ganz gut gewesen war.
Ebenfalls wurde ich das erste Mal gezwungen eine Zugabe zu geben. Eine Zugabe? Wie denn, wo denn was denn? Schlussendlich stammelte ich irgendetwas dahin, aber die Idee Songs (als Hommage an Chibichibixxx) am Ende zu singen war geboren.

Die dritte Premiere und ein noch viel grösserer Schock war als ich von der Connichi die Erlaubnis bekam bei ihnen aufzutreten. Zwar nur weil eine andere Showgruppe absagen musste und ich als Einmannshow flexibel war, aber ich wurde genommen.
Das triumphale Fiasko mit dem Stromausfall dürfte allen genug geläufig sein und muss daher nicht extra erwähnt werden.

Aber 2009 war für mich endlich der Moment, in dem es in meinem Kopf „Klick“ machte und ich wirklich zu mir selbst sagen konnte. „Ja. Ich bin lustig. Ich KANN Leute zum Lachen bringen“
Trotzdem verbrachte ich absolut gehypte Wochen online und suchte nach Kommentaren zu meinem Auftritt. ^-^`

2010 – Auftritte an der Contopia, der Hanami, der Dokomi, der Kamani, der Chisaii-Con, dem Cosday, der NiCon, der Frankfurter Buchmesse, der Wie.Mai.Kai, der Animaco und der J-Con

2010 und mit dem fünften Programm (Fan @ Work) ging die Show so richtig los. Das neue Programm war im Grunde dasselbe wie bereits die anderen beiden davor. Neu widmete ich mich jedoch den Fans selbst und nicht mehr den Helfern.

Ich persönlich denke das Programm war weniger ausgereift als sein Vorgänger. Gezwungener vielleicht. Zumindest überzeugte es mich selbst nicht so sehr wie Voll im Stress. Aber ich denke es kam beim Publikum trotzdem an, gerade weil sich die Zuschauer selbst mehr darin erkannten als in den Helfern.

Die Connichi und das damit geborene Kamen no Maid Guy-Cosplay hatten mir einen Popularitätsboost gegeben, der dazu führte, dass ich von 6 neuen Cons angefragt wurde.

Nun war der Moment gekommen, wo ich mir ernsthaft Sorgen um mein Budget machen musste. 10 Cons innerhalb eines Jahres waren bei weitem zuviel für mein Budget, besonders wenn mich manche Cons bis nach Hannover oder Hamburg führen sollten.
Schweren Herzens entschloss ich mich dazu, dass ich bei manchen Cons auf Reisekostenerstattung und/oder ein Hotelzimmer bestehen musste wenn ich nicht pleite gehen wollen würde.

Mein Selbstwertgefühl war auf einem gigantischen Hoch und es kam gerade recht, dass die Connichi mich 2010 nicht auftreten lassen wollte. Nach 2009 fragte ich mich, was ich noch tun könnte um angenommen zu werden. Wenn 30 Minuten Improvisation ohne Beamer nicht reichen würden sie von meinen Qualitäten zu überzeugen, was dann?

BERLIN!

Richtig gehört. Wenn ein Showact an der Animaco oder der MMC auftreten kann, sind seine Chancen 50% höher an der Nichi auftreten zu dürfen, also schnell an der Animaco bewerben. Die Con ist eh cool und ich hab dort oben Freunde die ich sonst ned sehen könnte.
Ich hatte Glück und konnte tatsächlich an der Animaco auftreten. An Krücken… wie bereits an der WieMaiKai die Woche zuvor.
Da ich mich aber bei der Maco beworben hatte, traute ich mich nicht Forderungen zu stellen. Wieso auch Geld fordern wenn ich da unbedingt hin will? Is ja dumm.

Als besonderes Highlight erlebte ich die Frankfurter Buchmesse an der die Bühne von Leuten gestürmt wurde (was zum Running Gag werden sollte). Leider gab es hier einige Unklarheiten im Vorfeld wodurch ich die Überbrückung zwischen DCM und Auswertung komplett improvisieren musste, auch da die Technik ihre verdiente Pinkelpause nachholen musste.
Dementsprechend werd ich dort wohl nie mehr zu sehen sein. Auch weil ich da das erste Mal merken durfte. Cosplayer/innen könnne richtige Diven sein. Das Gezicke einiger ganz schlimmen Exemplare sollte so auch Pate stehen für mein nächstes Programm.

Unterm Strich endete 2010 mit ganzen zehn Cons mit denen ich zwischen 2000 und 3000 Euro ungedeckten Ausgaben hatte. (Die Reisekostenerstattungen reichten für das Minimum, auch da ich bei Cons wo ich immer aufgetreten war niemals Geld verlangen könnte)

2011 – Auftritte an der Hanami, der ChisaiiCon, der Dokomi, der Wie.Mai.Kai, dem Cosday, der Connichi und der J-Con

Das aktuelle Jahr startete wie üblich mit der Hanami und einem neuen Programm (Con ist Krieg). Das erste Mal hatte ich mir überlegt sowas wie einen richtigen Act aufzusetzen. Ein alter Ego. Ein Grundthema. Etwas, das sich von Anfang bis Ende durch zieht.
Auch entschloss ich mich auf die wunderbaren Commissions von Mummymetaller zurückzugreifen, respektive sie für mich malen zu lassen.
Ebenfalls ging das erste Mal Merchandising in Form von Buttons und Shirts an den Start (was beides aber mittlerweile passé ist).

2011 war ich nun endgültig im Stardom angelangt. An der Hanami war die Halle so voll, dass Leute nicht mehr hinein durften. Ich wurde von Conhon zu Conhon getrieben, fotografiert, um ein Autogramm oder Interview gebeten und fühlte mich wirklich als ein Star. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf „Was wollt ihr von mir? Ich bins nichts besonderes. Ich bin genau so ein Depp wie ihr alle auch.“
Ich wurde sogar gefragt ob ich nicht zum 18ten Geburtstag eines Fans kommen wolle, musste aber aus Zeitgründen absagen. (wobei ich mir immer noch seltsam vorkomme beim Gedanken daran für Geburtstage gebucht zu werden :))

Das Jahr hindurch versuchte ich mir auch diesem Gedanken treu zu bleiben und mich an die Bonenkai und die zu Selbstüberzogenen Showacts zu erinnern. So dürfte ich niemals werden. So will ich niemals werden.
Aber ich musste feststellen, dass mit dem Alter (immerhin fast dreissig) langsam die Kraft aus dem alten Mann gezogen wurde.
An diversen Cons musste ich darum bitten, dass man für mich einen Schlafplatz im Hotel organisiert, einfach weil ich Angst hatte keinen Schlaf zu finden wenn ich mit anderen Animefans im selben Raum wäre und weil auch mein Rücken die harten Better nicht mehr so gut verträgt.

Besonders ChisaiiCon und Dokomi, wegen denen ich 3000 Km innerhalb von 8 Tagen zurück legte, setzten mir enorm zu und ich musste an der Dokomi mit Fieber auftreten.

In dem Moment fasste ich den Entschluss, dass eine Pause her musste. nach 6 Jahren und 6 Comedyprogrammen brauchte ich einfach eine Pause.
Ich wusste nicht mehr was ich für Witze bringen sollte.

Die Verlobung und baldige Hochzeit mit meiner Freundin war daher der perfekte Grund um mir die Auszeit auch wirklich zu nehmen und nicht trotzdem etwas neues zu organisieren. Denn einne Hochzeit kostet Zeit, Nerven und Euro. Und grade von letzterem blieben dieses Jahr erneut 2-3000 auf der Strecke.

Mit dem erneuten Auftritt an der Connichi, dem Auftritt bei DCIH, einem weiteren Interview bei Moonflow, der Comoderation des Cosplaywettbewerbs und der Eröffnung, sollte ich auch auf dem Höhepunkt meiner Popularität eine Pause einschlagen, am Kamin sitzen und meinen eigenen Hentai lesen.
Lediglich der Hanami und der J-Con würde ich einen Besuch abstatten als Moderator, Workshopler, Sänger oder wasauchimmer. Nur keine neue Comedy.

Was ich aber unterschätzt hatte und was nun eigentlich der Grund für diesen extrem langen Blog wurde, ist die Tatsache, dass ich nicht mehr der Mann Shinji Schneider zu sein scheine, sondern zu einer Marke geworden bin.
Mit meinem Namen wird Werbung für Cons gemacht (warum auch immer). Ich bin Teil einer Marketingstruktur.

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich finde es absolut genial, wenn ich Leute dazu animieren kann an Cons zu kommen und ich bin gerne bereit jeden möglichen Scheiss auszuprobieren (Moderation, Eröffnung, Karaoke, der Webler mit DCIH hat extrem viel Spass gemacht). Wo ich aber das Gefühl habe, einen Riegel vorschieben zu müssen, ist wenn es nicht mehr darum geht mit dem Mann Shinji etwas spassiges zu machen sondern mit dem Produkt.
Und dieses Gefühl beginnt sich langsam in mir aufzubauen. Wollen mich die Leute noch meinetwillen oder nur noch weil ich „berühmt“ bin mit meinen 550 Facebookfans? Also quasi genau das umgekehrte Problem welches ich am Anfang hatte.

Auch ein Punkt welcher mich zum grübeln brachte, ist dass ich die Angst habe in der Vergangenheit zu höflich gewesen zu sein. Ich kenne den Stress von Helfern und Orgas und weiss was an Cons alles schief gehen kann. Auch hatte ich immer die Bonenkai im Hinterkopf und wie ich nie werden wollte.
Doch langsam begannen sich Geschehnisse zu häufen, bei denen ich eventuell früher hätte intervenieren sollen.

Rund 5 Mal musste ich einem vorher klar versprochenen Schlafplatz nachrennen, weil es vergessen ging oder jemand das ganze verschlampt hatte. Einmal fuhr ich sogar um 2 Uhr morgens wieder nach Hause weil ich schlichtweg keinen Schlafplatz hatte. Trotzdem versuchte ich mir immer bewusst zu sein „Junge. Du kannst froh sein, dass sie ein Zimmer für dich organisieren“.

Doch langsam ist für mich der Punkt gekommen, wo ich meiner, körperlichen und geistigen, Gesundheit Willen eventuell sagen muss. „NEIN“.

Es muss Grenzen geben bei denen ich für mich selber sagen muss „SEI BÖSE“.

Wenn mir eine Con ein Hotel verspricht, muss ich in Zukunft darauf bestehen im Vorfeld dieses Zimmer vom Hotel bestätigt zu haben und nicht an der Con 2 Stunden nach einem Orga suchen um zu erfahren wo ich überhaupt schlafen kann.
Wenn sie mir kein Hotel anbieten/zahlen können/wollen muss ich mit mir und meinem Budget abklären ob ich mir diese Con leisten kann oder ob andere Cons aus Verpflichtungsgründen vorrang haben. (wobei ich an sich zu jeder Con fahren möchte die mich haben will, einfach weil ich das Gefühl habe es jedem Recht zu machen)
Wenn sie mir beim Benzin nicht entgegen kommen können/wollen dasselbe. Ich komme gern aber mein Budget lässt nur einen gewissen Betrag im Monat zu. Miete zahlen und etwas Essen muss ich ja auch noch.
Wenn ich etwas anderes als Comedy machen soll, dann muss ich rechtzeitig das Rahmenprogramm wissen. Es ehrt mich wenn Leute davon ausgehen, dass ich innerhalb von 2 Wochen eine komplette lustige Aktion aus meinem Hintern ziehen kann, aber meistens kann ich das NICHT.

Und der letzte Punkt in diesem elend langen Blog.

Bitte versteht, dass ich es ernst damit meine dass ich eine Pause einlege und keine neue Comedy schreiben kann, will und werde. Geht nicht davon aus, dass nur weil ich ein netter Kerl bin eine Ausnahme für euch machen kann, denn ich kann das leider nicht mehr. Sonst gibt es nämlich irgendwann keine einjährige Pause sondern ein neues Programm „Shinji Schneider – in der Klapsmühle“

2011 war das erste Jahr, in dem es Fälle gab an denen ich nicht zu einer Con fahren wollte. Nicht weil mir die Con nicht gefallen hätte oder das Auftreten nicht mögen würde. Sondern einfach weil ich nicht wieder 700+ Kilometer an einem Wochenende zurücklegen und in einem lauten Hotel schlafen wollte. Selbst für die Connichi, welche absolut genial war und auf die ich mich so extrem gefreut hatte, musste ich mich zuerst aus dem Bett quälen um hoch zu fahren.
An den Cons selbst legte sich dieses Gefühl sofort wieder. Ich war wieder unter Gleichgesinnten. Ich traf alte Freunde. War mitten im Confieber und liebte es.

Aber wenn ich 2012 meine Pause nicht einlege. Wenn ich nicht auf mich selber acht gebe. Werde ich diese Liebe behalten? Oder ende ich irgendwann wie David Hosselhoff oder Charlie Sheen und latsche an eine Con, ziehe meine Show durch, lege 2-3 Groupies flach und betrinke mich in meinem Hotel? Ich möchte dies nicht (naja ausser den Teil mit den Groupies).

Aus diesem Grund bitte ich euch zu verstehen, dass auch wenn ich extrem viel Spass auf und neben der Bühne habe, dass 6 Jahre Comedy einen Körper und einen Geist stark beanspruchen, besonders wenn man nebenbei noch einen „richtigen“ Beruf ausübt.

Ich weiss, dass dieser Blogeintrag extrem lange und zum Teil vor allem ein riesiges Gejammer ist. Aber ich wollte, dass ihr versteht wie wichtig mir meine Comedy, meine Fans und die Cons im Allgemeinen sind.
Ich bin mit Fieber, an Krücken und mit heiserer Stimme aufgetreten. Ich habe mir mehrmals Krämpfe beim Auto fahren, auf harten Betten schlafen und kleine Kreislaufkollapse beim Rocken auf der Bühne geholt. Achja, beim Headbangen hab ich mich auch noch blutig geschlagen.
Auch wollte ich mit dem Gerücht aufräumen, dass ich von meiner Comedy leben könnte. In den letzten 6 Jahren haben mich meine Auftritte (Fahrt, Übernachtung, Verpflegung) rund 10 000 Euro gekostet.

ABER. All das ist mir meine Comedy, die Cons und die Animeszene als solches mehr als nur wert. Doch der alte Mann braucht eine Pause, also bitte versteht wenn ich kürzer trete und manchmal auch höhere Ansprüche stellen sollte.

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J-Con 2010: Moderation mit Hindernissen

6. Dezember 2010 at 10:07 (Comedy, Conbericht) (, , , , , , )

Besser spät als nie, möchte ich noch von meiner letzten Con dieses Jahres berichten.

Der J-Con in Merzig (Saarland).

Die J-Con trägt bei mir seit jeher einen besondern Platz im Herzen, da vor 6 Jahren, als sie noch The Con hiess (und uns 3 Stunden Chibis präsentierte), die Con mein erster Versuch als Helfer war und quasi den Grundstein für meine Comedy legte.

Zwei Jahre später dann mein Auftritt als Showact an der J-Con. Zwei Jahre darauf war ich vertreten ohne es zu wissen (via Video) und zwei Jahre darauf war ich erneut, life an einer J-Con dabei.

Dieses Jahr sollte etwas spezielles markieren, da ich von der Orga angefragt wurde, ob ich mir zutrauen würde, das Showprogramm zu moderieren…

Moderation? Moi?

Wider besseren Wissens hab ich natürlich sofort angenommen und sah mich mit dem Problem ausseinandergesetzt, dass ich keine Ahnung hatte was ich damit machen soll.

Aber kommen wir nun erstmal zum Conbericht als solchem (na endlich).

Samstag

In der Schweiz zu wohnen hat etwas schönes. Vor allem wenn es in der Nacht auf Samstag geschneit hat und die ganze Umwelt in einem wunderschönen weiss erstrahlt.
Leider weiss man dies kaum zu würdigen, wenn man um 2 Uhr Morgens aufstehen und sein Auto mit Requisiten, Kostümen und weiterem ZEUCH füllen muss.

Um 3 Uhr fuhren wir dann zuhause los, erreichten um 4 Uhr die deutsche Grenze und dann hiess es. AB NACH MERZIG.

Die Fahrt selbst verlief ereignisslos, war jedoch von einer wunderschönen, schneeweissen Aussicht geprägt die sich bei Merzig komplett zu verstecken schien. Schade.

Um 9:30 Uhr (also eigentlich viel zu spät) erreichten wir die Con, peilten wir die Lage und versuchten nicht allzusehr im Weg zu stehen, bis um 11:30 Uhr die Eröffnung startete.

Danach hiess es die Beine vertreten bis zu meinem ersten richtigen Job, dem

Cosplaywettbewerb

Der CWB war…. interessant. Ich erhielt die Liste aller Teilnehmenden und ihrer Cosplays. Dank der besonderen Tickets der J-Con konnte ich auch jederzeit sehen, ob sich die besagte Person gerade im Gebäude befand oder nicht.

Die Cosplayer besammelten sich am linken Bühnenrand und nach kurzer Rücksprache setzten sich die Gruppen/Paarcosplays wieder hin, um ein Überfüllen der Treppe zu verhindern. Diese blieb auch aus, da sich plötzlich nur noch zwei Personen neben der Bühne befanden. (von 11 angemeldeten)

Eine Chii aus Chobits die ihren ersten Cosplaywettbewerb bestritt und eine Britney Spears die auf der Bühne vom Manegenoutfit zum Polizistinnenoutfit wechselte und mit diesem Auftritt auch gewann.

Der Paarcosplaywettbewerb war dafür komplett anwesend und wurde schlussendlich von Professor Layton-Team gewonnen. Leider stand ich bei dem einen Auftritt leicht im Weg (hab ich zu spät bemerkt, sorry) und die Gesangsdarbietung zweier Mädels wurde durch das rumspinnende Micro leider getrübt.

Mikrofone waren dann auch das Thema beim nächsten Programmpunkt. Dem Karaokewettbewerb.

Die Idee war simpel und genial. Die Sänger stellen sich neben den Beamer und spielen Ultrastar, der Sänger mit mehr Punkten gewinnt.
Da man die Sänger kaum hörte und nicht das Publikum über Sieg oder Nicht entscheiden musste, konnte so in der Halle eine gute Stimmung erzeugt werden und die Publikums-/ Kandidatenjoker sorgten für einige lustige Endsongs. Ich sag nur „Käsebrot“

Leider schien der Kontakt eines der Mikros alles andere als gut zu funktionieren wodurch sich der Karaokewettbewerb erledigte und alle etwas erhielten. Ich hoffe die Anwesenden im Saal hatten trotzdem ihren Spass.

Danach folgten S.V.A.A.M.P-Spielereien mit Mike, die ich nicht anzukündigen brauchte, da Mike selbst schon Rampensau genug ist um den Job mehr als gründlich zu erledigen 😉 Ich habe die freie Zeit genutzt um mir im Maid-Café bei den netten Damen etwas zu trinken und ein Stück Kuchen zu holen.

Generell hatte ich nun Zeit etwas die Verkaufsstände zu durchwühlen und mich mit dem Offline-Chat ausseinander zu setzen.

Die Idee des Offline-Chat finde ich cool, wurde jedoch leider zuwenig von den Leuten genutzt.

Den Rest des Samstag konnte ich dann langsam ausklingen lassen. Zuerst mit dem Konzert von Ongaku no Kara (die sich selbst ankündigten)… mir gefiel der Emo-Song, aber für die Tröten hätte ich sie töten können…

Danach kamen nach 2-3 Jahren wieder Teile der Chibis auf die Bühne. Die beiden C ohne die drei X. Trotzdem konnten sie (meiner Meinung nach) das Publikum überzeugen. Nur die Chibis können es sich leisten ihren Auftritt nicht anzukündigen sondern einfach mal ne gefühlte Viertelstunde da zu sitzen und Tetris zu spielen.

Danach ging es zum Schlafplatz (danke nochmal an Jo für sein Bettchen) und schlaaaafen….

Sonntag

Der Sonntag begann so, wie nur eine Con (vor allem unter Helfern) beginnen kann.

Wir schwangen uns ins Auto und fuhren los. Bei der ersten Kreuzung entdeckten wir zwei Autos die hintereinander fuhren… HELFER.
Also reihten wir uns ein und fuhren weiter zur Con bis sich noch ein Auto in den Korso einfügte.
Kurz tanken und weiter.

Bis zur Con fuhren rund 7 Wagen voller Freaks in einer Reihe (auch wenn die letzten drei Autos erst im letzten Kreisel hinzu stiessen).

Nach etwas Frühstück und sehr viel Ultrastar (wo bleiben die Videos?) machte ich mich allmählich bereit für meinen letzten Auftritt in diesem Jahr.
Das Publikum war klein aber fein und es machte sehr viel Spass vor einer „familiären“ Zuschauermasse aufzutreten.

Danach folgte noch das Finale des DCM auf der Leinwand und die Verabschiedung bei der vor allem Nico für seinen riesigen Aufwand gedankt wurde.

Nach rund 6.5 weiteren Stunden Autofahrt, erreichten dann auch wir wieder unser Zuheim und blicken erfreut zurück zur J-Con.

Fazit:

Die J-Con ist keine „CON“ im eigentlichen Sinne, wenn man geil auf Showgruppen und viel Trara ist. Es ist eine kleine, familiäre Con, an der man noch Zeit hat miteinander zu sprechen und nicht von Programmpunkt zu Programmpunkt zu rennen.

Ich fand die Idee mit den neuen Karten interessant, da sie viel Vorteile in Bezug auf Besucherauswertung (wieviel Leute sind aktuell in der Halle? Wo befinden sich die Helfer? Sind die Cosplayteilnehmer überhaupt da?) bietet. Dass manche Leute in Bezug auf Datenschutz aber paranoid sind, war zu erwarten 🙂

Das Maid-Café war den gegebeben Umständen (keine Erlaubnis für kalte Getränke) entsprechend sehr angenehm. Die Chibis brachten einen grossen Punkt Nostalgie zurück und ich habe mich sehr amüsiert.

Nur Schnee in Merzig wäre noch schöner gewesen 😉

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