Conberichte und Zusammenfassung „Show must go on“

21. Oktober 2015 at 15:12 (Conbericht) (, , , , , )

Hallo Zusammen.

 

Erst einmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich hier lange nichts mehr geschrieben habe. Ich habe im März meinen Job gewechselt und hatte privat generell sehr vieles um die Ohren. Vor Allem aber auch sehr viele Cons.

Seit der Dedeco in Dresden im Februar war ich noch an zig anderen Cons und ich versuche aus meiner Erinnerung die Cons mehr oder weniger zusammenzufassen.

 

Hanami, Ludwigshafen 09.05.2015

An der Hanami konnte ich endlich mal wieder mit dem Auto zu einer Con fahren. Neben meinem Auftritt und coolen Gesprächen mit Helfern und alten Freunden kam ich mit der Cosplayerin Cora_Mia ins Gespräch welche mich Horrorkissen vorstellte und mich auf das Thema „Wir sind die Con“ ansprach. Hierzu mehr bei der Dokomi 😉
ChisaiiCon, Hamburg 15.05.2015

Nur eine Woche nach der Hanami flog ich bereits nach Hamburg zur ChisaiiCon. Wie jedes Jahr war es wieder erstaunlich wie laut ein doch eher kleines Publikum sein kann. Ich liess mich von der Begeisterung anstecken und kam erst von der Bühne, nachdem meine Stimme so dermassen zerschossen war, dass mir ein Sanitäter einen Handschuh mit Eis darin reichen musste um die Stimme zu schonen.
Dokomi, Düsseldorf 23.05.2015

Und auch bereits eine Woche nach der ChisaiiCon fuhr ich nach Düsseldorf zur Dokomi. Hier hatte ich die Gelegenheit mal länger mit Horrorkissen zu plaudern und wir einigten uns darauf, dass wir uns nun hassen. Was wir etwa für…. 15 Minuten oder so durchhielten. Aber es war lustig bei meinem Auftritt mit dem Song „Wir sind die Con“ abzuschliessen, also einem Song über Zusammenhalt an Cons, und direkt danach abwertend über den nächsten Act Horrorkissen zu sprechen 🙂

Stichwort wir sind die Con. Hier spielte wieder das Treffen mit Cora_Mia ins Programm. An der Hanami hatten wir besprochen, dass „Wir sind die Con“ eigentlich ein richtiges Musikvideo verdient hätte.
Aus diesem Grund organisierte sie Michael Thal von SnapIT | Thal Productions um den ganzen Auftritt professionell zu filmen. Ebenfalls luden wir Anna und Domi von K!seki ein, den Song mit mir auf der Bühne zu performen.
Etwa 500 verteilte Leuchtstäbe taten ihr übriges um den Saal in ein Lichtermeer zu verwandeln und das Ergebnis kann unter folgendem Link beobachtet werden.


Contopia, Dortmund 06.06.2015

Die Dokomi sollte nicht die einzige Zusammenarbeit mit anderen Showgruppen sein dieses Jahr. Eigentlich ganz im Gegenteil.
An der Contopia hatte ich nicht nur meinen eigenen Auftritt, sondern ich hatte noch die Ehre bei Covara mitzusingen.
Die Sängerin, Cosplayerin und generelles Energiepaket (woher nimmt die Frau ihre Kraft?) Saleia organisierte innerhalb weniger Monaten diverse Showacts und Youtubern um gemeinsam eine grosse Bühnenshow auf die Beine zu stellen.

Also stand ich schlussendlich gemeinsam auf der Bühne mit:
Saleia
K!seki
Dango
Suika
the5kyliner
Ila – Key to Shine
Drunkensch0k0muffin
Der Devin spielt Gitarre
Lenali und
Eressea-Sama

Mein Highlight war hierbei mein Duett mit Saleia, bei dem meine Rolle als Phantom der Oper dermassen mit mir durch ging, dass ich sie doch etwas erschreckt hatte. Der Auftritt befindet sich unter folgendem Link.

Von der Contopia gab es allerdings noch 3 weitere Annekdoten die erzählt gehören.

  1. Nach meinem Auftritt erlitt ich hinter der Bühne einen leichten Kreislaufkollaps.
    Mein Mantel als Phantom war zu eng und die Maske hatte viel zu kleine Nasenlöcher, wodurch ich kaum Luft bekam während dem Song.
    Ich konnte mich zwar nochmal für den Abschluss von Covara auf die Bühne schleppen und mitsingen, aber danach war Schicht im Schacht.
    Hinter der Bühne wurde ich dann wieder etwas aufgepäppelt. Danke hier nochmal an Alle die mir da geholfen haben. Vor Allem an Desirinoa von Sailormoongerman welche sich wirklich Sorgen um mich alten Mann machte. ^-^`
  2. Die zweite Annekdote stammt daher, als ich wieder auf den Beinen war (ca. 30 Minuten nach dem Auftritt). Ich muss wirklich eine laute Stimme haben, denn ich vernahm, dass während meinem Song der Helferraum gebebt hätte. Der Helferraum ein Stockwerk unterhalb der Bühne. YAY!
  3. Die dritte Annekdote war irgendwie ein Running Gag der Con. Als ich Freitag Abends im Hotel den Fernseher abschaltete, hörte ich durch die Wand hindurch lautes Schreien und Stöhnen. Entweder hatte eine Dame sehr viel Spass oder sie wurde abgestochen. Oder Beides.
    Da der Spuk nach wenigen Minuten (AUSDAUER JUNGE) vorbei war, dachte ich mir nichts dabei.
    Als ich am Samstag Abend wieder ins Hotel kam und den Fahrstuhl verliess, dasselbe Spiel. Nun jedoch einiges lauter, denn das Geschrei dieser Dame drang dieses Mal nicht durch 5 Wände sondern nur durch die Zimmertüre. Zum Glück wusste ich, vom Vorabend noch, dass der Lärm nur ca. 5 Minuten dauern würde und ich hatte recht.
    Trotzdem entschloss ich mich Sonntag Abend nicht mehr ins Hotel zurück zu fahren, sondern einfach nach Hause zu fahren. Waren ja nur 600 Kilometer Autofahrt und ich hatte mich vom Kreislaufkollaps wieder erholt 😉

WieMaiKai, Wiesbaden-Mainz-Kastel 20.06.2015

Nach fast einem Monat Ruhepause ging es dann für mich zur nächsten Con. Zur WieMaiKai. Hier hätte ich nicht nur auftreten sondern auch moderieren sollen. Leider musste ich die Orga und die anderen Moderatoren bitter enttäuschen.
Entgegen besseren Wissens war ich nicht schon einen Tag vorher zur WMK aufgebrochen und ich musste leider feststellen, dass ich aufgrund des Schleudertraumas körperlich und geistig nicht mehr in der Lage war am selben Tag anzureisen und irgendetwas zu bewerkstelligen.
Anstatt zu moderieren lag ich beinahe den ganzen Tag im Hotelzimmer im Bett um wenigstens für meinen Auftritt Fit zu sein.
Dieser war jedoch beeindruckend. Nach meinem Auftritt rannte ich nochmal auf die Bühne für eine Zugabe, nachdem mir gesagt wurde ich hätte noch Zeit, und plötzlich wurden mir Mikro und Licht abgedreht.
Dann spielte folgendes Video:

Eine wunderschöne Überraschung zu 10 Jahren Animecomedy die mir immer noch sehr Nahe geht 🙂
Cosday, Frankfurt 27.06.2015

Der Cosday begann im Vorfeld mit zwei Überraschungen.

1. Hatte ich einen Auftritt auf der Public Stage.

Da ich nichts wirkliches geplant hatte um 20-30 Minuten Leute zu unterhalten überarbeitete ich kurzfristig das Programm „Vollkommen Nahtlos“ welches ich bisher nur am Finale des DCM in Frankfurt vorgetragen hatte.
Ein Programm welches soviel Drama verursachte, dass ich danach „Con ist Krieg“ geschrieben habe.

Der Auftritt machte viel Spass und die verwirrten Gesichter des normalen Publikums waren Gold wert.

2. Wurde ich im Vorfeld gefragt ob ich beim Abschluss vom Cosday den Ehrengast Tommy Krappweis (Bern das Brot Erfinder, RTL Samstag Nacht Mitglied und Mara und der Feuerbringer-Author) bei seinem Song „echter wahrer Held“ unterstützen könnte.

Leider musste ich aber aus persönlichen Gründe bereits früher nach Hause. Es hinderte mich jedoch nicht daran mir am Cosday den Film anzusehen und mir direkt danach die Bücher zu kaufen.
Ein kleiner, innerlicher, Fanboymoment musste auch sein als ich im Hotel den Fahrstuhl betrat und direkt Tommy da stand.

Ein kurzes „Nabend“ beiderseits. Umdrehen, auf die Fahrstuhltüre gucken und innerlich nur „OMGOMGOMGOMGOMG“. Hauptsache nach Aussen cool bleiben und den armen Mann nicht zu sehr belästigen 😉

 

Nach dem Cosday kamen seit Ewigkeiten dann die ersten freien Wochen bis zur nächsten Con.

 

Der Bericht zur Connichi folgt bald 😉

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Jubiläum – 10 Jahre Comedy

4. Juni 2015 at 16:26 (Comedy) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Final

Am 04.06.2005, also genau heute vor zehn Jahren, stieg ich in Bad Fallingbostel das erste Mal in meinem Leben auf eine Conbühne.
Damals noch mit kurzen Haaren und im Shikamaru-Cosplay bot mir die Nippon Island Con (Vorgänger der NiCon in Hannover) die Möglichkeit Leute zu bespassen. Vor Allem, weil ich persönlich mit der Orga befreundet war.

Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich mit meiner Comedy irgendwann auf der Gamescom, der Leipziger Buchmesse, der Frankfurter Buchmesse oder der Connichi auftreten würde. Ich hätte ihn darum gebeten an meiner Stelle auf die Bühne zu stehen. Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass ich zehn Jahre später immer noch auf der Bühne stehen würde. Aber so ist es nun.

Zehn Jahre Comedy. Und was für zehn Jahre. Den Rest des Beitrags lesen »

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Jahresrückblick und Update Gesundheitszustand

30. Dezember 2013 at 11:30 (Comedy, Conbericht, Life of shin) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Langsam neigt sich das Jahr 2013 dem Ende zu und es wird Zeit es wieder Revue passieren zu lassen. Sowohl Privat/Beruflich als auch Comedytechnisch. Den Rest des Beitrags lesen »

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Conberichte 2013: Hanami – Ludwigshafen

8. Mai 2013 at 19:08 (Comedy, Conbericht) (, , , , , , , , , , , , , , , , )

Kommen wir zum aktuellen Monat, respektive dem vergangenen Wochenende.

Für das erste Mai-Wochenende hatte ich mir eine besondere Herausforderung vorgenommen. 2 Auftritte innerhalb von 24 Stunden. An zwei verschiedenen Cons. 400 Kilometer voneinander entfernt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Hanami und der Fluch des Pfalzbau

6. Mai 2012 at 18:15 (Conbericht) (, , , , , )

Dramatischer Titel zu einer dramatischen Con…. oder so.

Dieses Jahr trete ich ja aufgrund der Hochzeit kürzer und mache keine Comedy. (Generell kann ich nahezu keine Cons besuchen aus finanziellen und zeitlichen Gründen)

Trotzdem wollte ich auf gar keinen Fall darauf verzichten meine jährliche Dosis Hanami zu beziehen.

Seit der ersten Hanami war ich jedes Jahr in Ludwigshafen und schon lange sind mir Con als auch Leute ans Herz gewachsen, daher war ich sehr gespannt wie sich die Hanami in der neuen Location machen würde.

Als die Conneko in den Pfalzbau gewechselt ist, war dies das Ende der Conneko und die Geburtsstunde der viel kleineren, aber gemütlicheren Hanami. Wird der Fluch des Pfalzbaus auch die gross gewordene Hanami treffen und werden wieder nur 500 Leute 2013 die Imanah im Haus feiern? Wer weiss 😉

Aber ernsthaft nun.

Freitag:

Wir fuhren bereits am Freitag hoch zur Con, da wir noch den Cosplayball besprechen (bei dem ich mitmoderierte) und wir uns im Vorfeld mit einigen Bekannten treffen wollten.

Bereits früh trafen wir viele bekannte Gesichter und der Fluch des Pfalzbau hat generell dem Thema Menschen keinen Abriss getan. Es waren dieselben geliebten Menschen wie jedes Jahr. Also mein Hauptgrund für die Con wurde perfekt getroffen.
Am Abend liess ich mich noch (nur zu gerne) von DCIH ( http://www.dieconistheiss.com ) einspannen um bei einer Episode bildloser Videos, respektive dem nächsten Webler zu kameon (wie das klingt. So voll wichtig und professionell und so.)

Danach hiess es auch bereits zum Schlafplatz und

Samstag:

Pfalzbau hin oder her. Die Hanami hat ein grosses Problem und das ist die eigene Beliebtheit.
Die Hanami war als kleine Con von Fans für Fans konzipiert und wurde mittlerweile zu vermutlich einer der grössten 5 reinen AnimeCons Deutschlands (FBM und LBM zählen da ned zu, MMC und Animaco zähl ich als einzelne Con).
Dies ist ein Zeichen für den Erfolg dieser Con aber sorgt leider auch zu enormen Warteschlangen vor dem Einlass. Wenn sich mehrere tausend Menschen durch einen einzigen Eingang ins Gebäude bewegen wollen, führt dies unweigerlich zu riesigen Staus. Egal ob nun mit automatischem System oder mit normalen Ordnern. (ich kenne die technische Seite von JCTixx nicht um Verbesserungsvorschläge anzubringen und mir gefällt das System als solches eigentlich sehr gut).

Wie dem auch sei. Wieder standen einige Leute stundenlang vor der Halle, mussten sich dieses Jahr dank dem weniger sonnigen Wetter jedoch wenigstens nicht um einen Hitzschlag sorgen.

Im Pfalzbau selbst verbrachte ich viel Zeit am Stand von Nihao an dem die Plüschkätzchen wie nix weg gingen aber niemand meinen nackten Körper im Hentai bewundern wollte (wieso liebt mich kei… achso deswegen)

Der Samstag war aus meiner Sicht dann in sofern stressig da ich zuerst als Ares rumlief, dann ging es mit unseren Hochzeitsfotografen etwas essen, danach sofort umgezogen um beim nächsten Webler mitmischen zu können, danach bereits wieder umgezogen und auf den Cosplayball vorbereitet.

Cosplayball

Obwohl ich den Cosplayball zusammen mit Niko Necoras Schäfer moderieren sollte, hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung was mich erwarten würde, was mich aber nach den Startschwierigkeiten (1 Stunde Verzögerung wegen grossem Andrang auf kleinen Eingang) extrem positiv überraschte.
Die Stimmung unter den Ballgästen war aus meiner Sicht (also von oben) sehr gut und manche Leute haben die ganzen 3 Stunden durchgetanzt. Egal ob Walzer, Chachacha oder zu Nightwish.

Um 1:30 Morgens konnte ich dann auch wieder schlafen gehen und dann blieb nur noch der

Sonntag

Den Sonntag hab ich leider kaum noch erlebt. Ich hab versucht im Karaoke zu singen, war jedoch scheinbar zu früh dort und hab mir nicht einfach mal stinkfrech ein Mikro gegriffen um singen zu können (Es gab keine Möglichkeit schriftlich festzuhalten wer wann drann ist) und so bin ich wieder abgedackelt ohne die Leute mit meiner Stimme zu quälen. 😦
Naja nächstes Mal wieder.

Generell habe ich mich am Sonntag nur noch von meinen lieb gewordenen Freunden verabschiedet und bin nach Hause in die Schweiz gefahren.

Kommen wir jedoch zum Fazit der Hanami.
Die Hanami war sehr schön und ich bin froh, sie trotz meiner Pause besucht zu haben, trotzdem hinterlässt der Pfalzbau ein seltsames Gefühl.
Es ist ein wunderschönes Gebäude, es hat einen coolen Vorplatz, die Bühne ist riesig (auch wenn vollkommen ungeeignet für Tänzer mit Pfennigabsätzen) und es gibt extrem viel Platz.
Trotzdem oder gerade deswegen wirkt die Hanami 2012 jedoch etwas steril. Wo „Das Haus“ verwinkelt und voller Grünpflanzen und geheimen Ecken ist, so wirkt der Pfalzbau einfach wie ein grosser Klotz in dem sich alles abspielt.
Die Parkmöglichkeiten sind genial, der Vorplatz riesig aber trotzdem war es für mich persönlich nicht mehr „meine Hanami“.

Während die vorherigen Hanamis noch „Con meets Festival“ verkörperten, kam mir dieses Jahr das Festival etwas zu kurz. Keine kleinen Stände wie das Dosenwerfen oder der Buttonverkauf. Und wenn dann habe ich sie übersehen.

Die Hanami ist keine kleine Con mehr die von ein paar hundert Leuten besucht wird sondern eine richtige und ernstzunehmende Convention. Der alte Mann in mir vermisst jedoch „seine Hanami“ etwas und hätte nix dagegen wenn sich Ludwigshafen irgendwann zwei Cons leisten würde. Die grosse Convention und das kleine, süsse, Maifest 🙂 (aber seien wir ehrlich. Auch das kleine Maifest würde zu beliebt zu werden und müsste künstlich klein gehalten werden und das wäre auch blah)

So oder so. 2013 heisst es wieder Hanami oder Imanah oder was auch immer. Ludwigshafen wird mich nicht los. Pfalzbaufluch hin oder her 😉

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Jahresrückblick 2011 und Achievements

1. Januar 2012 at 11:31 (Life of shin) (, , , , , , , , , , , )

Ich habe mir lange überlegt ob ich einen Jahresrückblick zum Jahr 2011 schreiben soll, aber ehrlich gesagt habe ich aktuell viele Probleme damit mich überhaupt wirklich an das Jahr 2011 zu erinnern.

Ich kann lediglich die (für mich) wichtigsten Punkte aufführen.

In meiner Erinnerung war es das erfolgreichste Jahr meiner Comedykarriere und seit langem das glücklichste Jahr als Arbeitnehmer. Ich konnte mich gut in meine neue Arbeit eingewöhnen und mir sind sogar meine Haare wieder nachgewachsen.

Comedytechnisch hatte ich extrem viel zu tun dieses Jahr.

Ich hatte dieses Jahr lediglich 7 Auftritte, da der 8chte aus Gesundheitsgründen geplatzt ist. (Vorjahr: 9 Auftritte)

Namentlich waren dies: Hanami, ChisaiiCon, Dokomi, WieMaiKai, Cosday, Connichi und J-Con.

Ich legte insgesamt 6867 Kilometer zurück (Vorjahr 11 350), jedoch ALLE mit dem Auto (und ich sage euch über 3000 Km innerhalb von 8 Tagen ist DUMM)
Ich gab für die Comedy 2011 insgesamt rund 3500 Euro aus (wovon keine 300 Euro wieder reingekommen sind)
X Zuschauer im Publikum (keine Ahnung was die ganzen Cons an Zuschauern zusammenkriegen)
2 Cosplays auf der Bühne
Einige Interviews gegeben und immer noch 0 Groupies *hehe*

Generell empfand ich mein Programm „Con ist Krieg“ zwar nicht als mein bestes Programm, aber sicherlich als mein professionellstes.
Es war das erste Mal, dass ich mir selber ein Cosplay geschneidert und mein Programm auch um ein alter Ego herum aufgebaut habe. Ich habe auch das erste Mal mit einem eigenen Zeichner gearbeitet um nicht immer auf Fotos aus dem Internet zurückgreifen zu müssen.

Hier ein riesiges Lob an die Künstlerin Mummymetaller welche für mich die Commissions gezeichnet hat.

Generell konnte ich auch dieses Jahr einige nette Leute neben der Comedy kennen lernen, respektive ich hatte im September die Möglichkeit mal Edi von Die Con ist Heiss persönlich zu treffen und sogar mit dem Team bei einem Webler mitzumischen.

Ebenfalls konnte ich dieses Jahr vermehrt mit den Leuten von Moonflow.tv zusammen arbeiten und zusammen mit Christian Leiser die J-Con moderieren. Hätte nichts dagegen das nächstes Jahr nochmal zu wiederholen. Dann jedoch müssen wir das letzte Einhorn besser hinbekommen 😉

Stichwort das Letzte Einhorn.

Ein riesiges Highlight war natürlich, dass ich wieder an der Connichi auftreten konnte. Und zwar nicht nur als Komiker, sondern auch als Mitmoderator bei der Eröffnung und beim Cosplaywettbewerb zusammen mit dem Catman Olaf. Es hat extrem viel Spass gemacht, auch wenn ich die Arbeit die da Olaf (oder auch besonders die Orga) leisten muss, komplett unterschätzt hatte. Hier nochmal einen lieben Gruss an Elly und Anne (und natürlich Olaf).
Im Zusammenhang mit der Nichi hab ich mich auch einmal am letzten Einhorn versucht und daraus ist sogar der schlimmste Youtubechannel ever entstanden. Shinji Sings.

Ebenfalls Erwähnung finden muss natürlich mein allererster eigener Hentai, welcher von Nihao gezeichnet wurde. Bestellungen können immer noch bei mir getätigt werden und aufgrund des Interesses wird vermutlich im Frühjahr ein Nachfolger erscheinen. (allerdings mehr als nur eine shortstory dann)

Von der Comedy weg, kommen wir jedoch zu meinem absoluten persönlichen Highlight dieses Jahres.
Am 3.12.2011 gab ich meiner Freundin nach 3,5 Jahren Beziehung das Ja-Wort und bin seitdem verheiratet. Geändert hat sich nichts, ausser dass wir nun mehr Steuern zahlen. Passt scho 😉

Da wir im September jedoch eine grosse Hochzeit planen und ich mich 2011 mit meiner Comedy übernommen habe, wird es wie mehrfach angekündigt keine Comedy von mir geben im Jahr 2012. Ich werde höchstens an 2-3 Cons moderieren aber ich kann es mir finanziell nicht leisten soviel zu reisen dieses Jahr 🙂

Kommen wir nun zu den Achievements.

Ich hatte für 2011 einige Pläne und manche konnte ich auch durchsetzen.

Comedytechnisch:

Stay busy (10G)
Mindestens 5 Auftritte dieses Jahr haben

– erfüllt

Oops i did it again. (15G)
Erneut auf der Connichi auftreten.

– erfüllt

GODLIKE (20G)
Das geplante Cosplay rechtzeitig bis zur Hanami fertig haben

– erfüllt

Halfgodlike (10G)
Das geplante Cos irgenwann 2011 fertig haben.

– erfüllt

Being Famous (10)
Auf Facebook 300 Fans bis Endes des Jahres. (Stand Anfang Jahr 250)

– Erfüllt (sind über 500)

Keeping it straight. (5G)
Die traditionellen 3 Auftritte dieses Jahr haben. (Hanami, Kamani, Dokomi)

– NICHT erfüllt. Die Kamani fiel aus Krankheitsgründen aus.

You can do it – ALONE(50)
Das Cosplay selbstständig erfolgreich bauen

– Nicht erfüllt da ich grosse Hilfe durch meine Frau hatte.

Being ahead of Time (25G)
Ein komplettes Comedyprogramm mal NICHT erst 2 Wochen vor dem Auftritt fertig haben

– Nicht erfüllt ^-^`

Teaching you. (10G)
Shinji Schneiders Anime-ABC 2011 beenden

– Nicht erfüllt… ich bin scheisse

Nun kommen wir ins Jahr 2012. Für mich persönlich wird 2012 ein hoffentlich ruhigeres Jahr. Trotzdem habe ich einige Pläne die ich erreichen möchte.

Comedytechnisch

Keep Word (50)
An nicht mehr als 4 Cons fahren 2012

But don’t shut up (20)
Wenigstens neue Songs aufnehmen

Get your effing ass to work (20)
Vielleicht endlich mal das Anime-ABC abschliessen?

Get that shit up to date (20)
Meine Homepage mal auf einen neuen Stand bringen und überarbeiten

Persönlich

You’ll never do it (20)
Gewicht auf 85 max. reduzieren

Money makes the world go round (50)
Genug Geld für die Hochzeit zur Seite kriegen

Yes, i do (25)
Die Steampunkhochzeit erfolgreich planen und durchstehen.

In dem Sinne wünsche ich allen ein frohes 2012. Achtet auf eure Lieben und geniesst das Jahr. Und keine Sorge wegen dem Weltuntergang.
Hätten die Spanier nicht die Mayas ausgerottet hätten die vielleicht ihren Kalender fertigstellen können.

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Bin ich Marke oder bin ich Mensch?

3. November 2011 at 22:20 (Comedy, Liebesgrüsse vom Arschloch, Life of shin, Rantabout) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Hier mal wieder ein Beitrag der dies tut, wozu dieser Blog eigentlich gedacht wäre. Einen Hintergrund zu dem Menschen liefern, der hinter dem kostümierten Spinner auf der Bühne steht. Mir.

Der folgende Eintrag, respektive seine Aussage ist mir sehr wichtig aber ich haderte lange damit ob ich ihn wirklich so schreiben sollte, wie er schlussendlich hier steht.

Seit über 6 Jahren (genauer genommen, seit dem 5.6.2005) tingle ich von Animeconvention zu Animeconvention und versuche das Publikum mit meinen Kapriolen auf der Bühne zu unterhalten.

Die Anfänge waren damals bescheiden und kamen nur durch Connections und den Goodwill der jeweiligen Veranstalter zustande.

Meine ersten Auftritte (Hanami, J-Con, Kamani, Nippon Island Con) liessen sich daher mehr auf persönliche Beziehungen als wirklich auf Talent zurückführen und daher war für mich mein erster Auftritt an der Bonenkai 2006, wo ich zuvor keinerlei Connections hatte, eine riesige Ehre.

Ich will den Orgas der anderen Veranstaltung keinesfalls unterstellen, dass sie mich als reinen Freundschaftsdienst auf die Bühne liessen, aber in meinen Augen verfügte ich niemals über das Talent Leute wirklich zu unterhalten und als Showact zu fungieren.
(Dies wurde mir ebenfalls wortwörtlich so 2006 von einer Con bei der ich bis heute Auftrittsverbot habe so attestiert. „Wir glauben nicht, dass du Leute unterhalten kannst“)

Zu dieser Zeit nannte ich mich selbst noch „Michael Mittermeier der Animeszene“. Nicht weil ich mich auf einem Level mit ihm gesehen hätte oder besonders wichtig erscheinen wollte, sondern weil ich mich selber als einen schlechten Abklatsch von MM sah.

Ich befand mich auf der Suche nach meinem eigenen Style, nach mir selbst und nach einem Weg die Leute wirklich zum Lachen zu bringen. Und das taten sie. Die Leute lachten. Aber wieso? An meiner Comedy konnte es unmöglich liegen. Die war nicht lustig.
Ich selbst hielt sie nicht für sonderlich komisch. Meine damalige Freundin hielt sie absolut nicht für komisch und machte mir dies auch oft genug deutlich mit Sprüchen wie „Naja für Deutsche reichts“.

Dementsprechend war auch mein Verhalten in der Comedy. Nach jedem Auftritt durchsuchte ich Conberichte nach meinem Namen. Ich musste wissen was die Leute wirklich von meiner Comedy halten. Lachen sie nur aus Anstand oder halten sie mich wirklich für witzig? Und was gefällt ihnen nicht? Wie kann ich besser werden?

Meine Gemütsschwankungen varrierten irgendwo zwischen „Yes ich kann die Leute zum lachen bringen“ und „warum schauen die mich an? Ich bin Scheisse“ und dementsprechend war ich auch stets auf der Suche nach Möglichkeiten mich zu beweisen und besser zu werden. Oder zumindest meine Comedy von Allem und Jedem bewerten zu lassen.

Damals war ich aber nicht nur auf der Suche nach mir selbst, einer besseren Arbeitsstelle, meiner eigenen Comedy und Auftritten, sondern auch nach simplen Themen über die ich überhaupt Witze machen könnte.

2005/2006 – Auftritte an der Nippon Island Con, der Hanami, der Kamani und der Bonenkai

Mein erstes Programm (Ein Mann unter Freaks) hatte eine Vorlaufzeit von 2 Jahren in denen ich diverse Witze aufgeschrieben und irgendwie ins Programm verwurstet hatte um dann schlussendlich RTL 2 den Krieg zu erklären.

An der Bonenkai lernte ich das erste Mal die Schattenseiten des Ruhms kennen, indem ich mit anderen Showacts in einer Mailingliste war, denen ihr „Stardom“ scheinbar zu Kopf gestiegen war. Lautstark beschwerten sie sich über zuwenig Auftrittszeit, zuwenig Tickets, zu wenig Zeit im Hauptsaal und überhaupt zuwenig Würdigung für ihr Genie.
Dies untermauerten sie mit der Betonung, dass sie sowieso beliebter wären als alles andere was an der Con auftreten würde.

In diesem Moment fasste ich mir einen Entschluss. Sollte ich jemals so werden…. erschiesst mich. In erster Linie sollten wir Showacts zur Unterhaltung der Besucher dienen und nur an zweiter Stelle unserer eigenen Profilierung fröhnen. Ganz besonders aber sollte man niemals die anderen Showgruppen beleidigen, denn jeder Showact weiss selbst, wieviel Überwindung es kostet auf die Bühne zu gehen.

Daher rührte mein Entschluss immer dankbar dafür zu sein, dass ich auftreten darf.

2007 – Auftritte an der Hanami, der Kamani und der J-Con

Das zweite Programm (Erlebnisse eines Condrivers) sollte etwas von der Szene weg kommen, mir eventuell ermöglichen auch lustig für Leute zu werden, die keine Ahnung von Anime hatten (wie meine Familie) damit ich auch diese unterhalten könnte (man beachte wieder die Suche nach Bestätigung).

In diesem Programm hatte ich zwei Punkte entdeckt, der mir für spätere Programme dienlich sein sollten.

1. Finde einen guten Abschluss

Wenn du nicht weisst wie du dein Programm beenden sollst, wirst du in der Schwebe stecken. Kein Abschlussgag hinterlässt das Publikum mit Enttäuschung.

2. Kenne dein Publikum

Die Zuschauer bei Comedy möchten mitreden können, sie müssen sich integriert fühlen. Dieses Programm scheiterte darin. Jeder Congänger kommt irgendwie zu einer Convention, doch die Fahrt wird gerne ausgeblendet. Aber für mich war klar, an Animeconventions nur noch passende Comedy.

2008 – Auftritte an der Kamani, dem Best of Anime und der Hanami

Das dritte Programm (zehn Jahre Conhopping) war wieder ein Versuch zurück zum Ursprungsthema. Ich merkte, dass es eine gute Idee gewesen war direkt über die Szene als solches zu sprechen. Das Publikum fühlte sich miteinbezogen und ich hatte das erste Mal das Gefühl, dass ich sie wirklich in meinen Bann ziehen konnte.

Zu diesem Zeitpunkt verabschiedete ich mich auch von meiner damaligen Freundin und eine neue Frau trat in mein Leben. Die Frau, der ich am 3.12.2011 meinen Nachnamen übergeben werde.

Sie gab mir wieder Selbstvertrauen. Sie unterstützte mich bei meiner Comedy. Sie glaubte an mich und das half mir ebenfalls an mich zu glauben. In demselben Jahr gab ich auch mein erstes abgedrucktes Interview für Pummeldex, was mir endgültig das Gefühl gab, doch irgendwie als Showact gelten zu dürfen. Auch wenn ich nicht verstehen konnte wieso.

2009 – Auftritte an der Dokomi, der Kamani, der Hanami, Best of Anime und der Connichi

2009 erlebte ich mit meinem vierten Programm (Voll im Stress) einen plötzlichen Popularitätsanstieg. Ich weiss nicht ob es mit dem Interview bei Pummeldex zu tun hatte, aber ich hatte das Gefühl, dass an der Hanami der Saal voller war als auch schon.

Das Programm, bei welchem mir meine Freundin sehr geholfen hatte indem sie als Zuhörerin und Ideengeberin fungierte, schlug beim Publikum sehr gut an. Insbesondere die Helfer, welche Hauptopfer meiner Show waren konnten mir nur beipflichten und fünf kleine Sätze, sollten sich in die Köpfe der Conbesucher bohren.

Keine Ahnung.
Ich bin nur Helfer.
Frag nen Orga.
Wo steckt die Orga?
Wo bleibt meine Vertretung?

2009 markierte daher auch eine dreifache Premiere für mich. Zum einen wurde ich das erste Mal direkt von einer Con angefragt ob ich bei ihnen auftreten wollen würde.

Bei der Bonenkai hatte ich mich beworben. Hanami/J-Con/Best of Anime/Kamani waren für mich Cons/Treffen an denen ich eh auftreten würde, weil sie von Freunden organisiert wurden.
Aber nun gab es da eine Con die mich wollte. MICH. Und das ohne dass ich da jemanden kannte.

Ich musste mehrmals meine Augen reiben bevor ich der Mail glauben konnte die mich nach Düsseldorf einlud. Aber was tut man als Showact in so einem Fall? Düsseldorf war weiter weg als alle bisherigen Cons  und fordert man bei sowas Benzingeld? Gage? Miep?

Dies ist eine Frage die sich mir bis heute nicht wirklich beantworten liess. Kann ich Gage/Spesen verlangen? Darf ich das? Sollte ich das sogar? Die Geldfrage wurde bis heute nie wirklich geklärt, aber dazu werde ich mich später noch äussern.

Der Auftritt an der Dokomi führte auch dazu, dass ich JD kennen lernte und sah, dass ich scheinbar in Zukunft nicht der einzige Animekomiker sein würde. Dies machte mich glücklich, da ich damit die Möglichkeit hätte irgendwann aufzuhören weil ja nun jemand anders meinen Job erledigt und weil es mir zeigte, dass die Idee mit Animecomedy scheinbar ganz gut gewesen war.
Ebenfalls wurde ich das erste Mal gezwungen eine Zugabe zu geben. Eine Zugabe? Wie denn, wo denn was denn? Schlussendlich stammelte ich irgendetwas dahin, aber die Idee Songs (als Hommage an Chibichibixxx) am Ende zu singen war geboren.

Die dritte Premiere und ein noch viel grösserer Schock war als ich von der Connichi die Erlaubnis bekam bei ihnen aufzutreten. Zwar nur weil eine andere Showgruppe absagen musste und ich als Einmannshow flexibel war, aber ich wurde genommen.
Das triumphale Fiasko mit dem Stromausfall dürfte allen genug geläufig sein und muss daher nicht extra erwähnt werden.

Aber 2009 war für mich endlich der Moment, in dem es in meinem Kopf „Klick“ machte und ich wirklich zu mir selbst sagen konnte. „Ja. Ich bin lustig. Ich KANN Leute zum Lachen bringen“
Trotzdem verbrachte ich absolut gehypte Wochen online und suchte nach Kommentaren zu meinem Auftritt. ^-^`

2010 – Auftritte an der Contopia, der Hanami, der Dokomi, der Kamani, der Chisaii-Con, dem Cosday, der NiCon, der Frankfurter Buchmesse, der Wie.Mai.Kai, der Animaco und der J-Con

2010 und mit dem fünften Programm (Fan @ Work) ging die Show so richtig los. Das neue Programm war im Grunde dasselbe wie bereits die anderen beiden davor. Neu widmete ich mich jedoch den Fans selbst und nicht mehr den Helfern.

Ich persönlich denke das Programm war weniger ausgereift als sein Vorgänger. Gezwungener vielleicht. Zumindest überzeugte es mich selbst nicht so sehr wie Voll im Stress. Aber ich denke es kam beim Publikum trotzdem an, gerade weil sich die Zuschauer selbst mehr darin erkannten als in den Helfern.

Die Connichi und das damit geborene Kamen no Maid Guy-Cosplay hatten mir einen Popularitätsboost gegeben, der dazu führte, dass ich von 6 neuen Cons angefragt wurde.

Nun war der Moment gekommen, wo ich mir ernsthaft Sorgen um mein Budget machen musste. 10 Cons innerhalb eines Jahres waren bei weitem zuviel für mein Budget, besonders wenn mich manche Cons bis nach Hannover oder Hamburg führen sollten.
Schweren Herzens entschloss ich mich dazu, dass ich bei manchen Cons auf Reisekostenerstattung und/oder ein Hotelzimmer bestehen musste wenn ich nicht pleite gehen wollen würde.

Mein Selbstwertgefühl war auf einem gigantischen Hoch und es kam gerade recht, dass die Connichi mich 2010 nicht auftreten lassen wollte. Nach 2009 fragte ich mich, was ich noch tun könnte um angenommen zu werden. Wenn 30 Minuten Improvisation ohne Beamer nicht reichen würden sie von meinen Qualitäten zu überzeugen, was dann?

BERLIN!

Richtig gehört. Wenn ein Showact an der Animaco oder der MMC auftreten kann, sind seine Chancen 50% höher an der Nichi auftreten zu dürfen, also schnell an der Animaco bewerben. Die Con ist eh cool und ich hab dort oben Freunde die ich sonst ned sehen könnte.
Ich hatte Glück und konnte tatsächlich an der Animaco auftreten. An Krücken… wie bereits an der WieMaiKai die Woche zuvor.
Da ich mich aber bei der Maco beworben hatte, traute ich mich nicht Forderungen zu stellen. Wieso auch Geld fordern wenn ich da unbedingt hin will? Is ja dumm.

Als besonderes Highlight erlebte ich die Frankfurter Buchmesse an der die Bühne von Leuten gestürmt wurde (was zum Running Gag werden sollte). Leider gab es hier einige Unklarheiten im Vorfeld wodurch ich die Überbrückung zwischen DCM und Auswertung komplett improvisieren musste, auch da die Technik ihre verdiente Pinkelpause nachholen musste.
Dementsprechend werd ich dort wohl nie mehr zu sehen sein. Auch weil ich da das erste Mal merken durfte. Cosplayer/innen könnne richtige Diven sein. Das Gezicke einiger ganz schlimmen Exemplare sollte so auch Pate stehen für mein nächstes Programm.

Unterm Strich endete 2010 mit ganzen zehn Cons mit denen ich zwischen 2000 und 3000 Euro ungedeckten Ausgaben hatte. (Die Reisekostenerstattungen reichten für das Minimum, auch da ich bei Cons wo ich immer aufgetreten war niemals Geld verlangen könnte)

2011 – Auftritte an der Hanami, der ChisaiiCon, der Dokomi, der Wie.Mai.Kai, dem Cosday, der Connichi und der J-Con

Das aktuelle Jahr startete wie üblich mit der Hanami und einem neuen Programm (Con ist Krieg). Das erste Mal hatte ich mir überlegt sowas wie einen richtigen Act aufzusetzen. Ein alter Ego. Ein Grundthema. Etwas, das sich von Anfang bis Ende durch zieht.
Auch entschloss ich mich auf die wunderbaren Commissions von Mummymetaller zurückzugreifen, respektive sie für mich malen zu lassen.
Ebenfalls ging das erste Mal Merchandising in Form von Buttons und Shirts an den Start (was beides aber mittlerweile passé ist).

2011 war ich nun endgültig im Stardom angelangt. An der Hanami war die Halle so voll, dass Leute nicht mehr hinein durften. Ich wurde von Conhon zu Conhon getrieben, fotografiert, um ein Autogramm oder Interview gebeten und fühlte mich wirklich als ein Star. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf „Was wollt ihr von mir? Ich bins nichts besonderes. Ich bin genau so ein Depp wie ihr alle auch.“
Ich wurde sogar gefragt ob ich nicht zum 18ten Geburtstag eines Fans kommen wolle, musste aber aus Zeitgründen absagen. (wobei ich mir immer noch seltsam vorkomme beim Gedanken daran für Geburtstage gebucht zu werden :))

Das Jahr hindurch versuchte ich mir auch diesem Gedanken treu zu bleiben und mich an die Bonenkai und die zu Selbstüberzogenen Showacts zu erinnern. So dürfte ich niemals werden. So will ich niemals werden.
Aber ich musste feststellen, dass mit dem Alter (immerhin fast dreissig) langsam die Kraft aus dem alten Mann gezogen wurde.
An diversen Cons musste ich darum bitten, dass man für mich einen Schlafplatz im Hotel organisiert, einfach weil ich Angst hatte keinen Schlaf zu finden wenn ich mit anderen Animefans im selben Raum wäre und weil auch mein Rücken die harten Better nicht mehr so gut verträgt.

Besonders ChisaiiCon und Dokomi, wegen denen ich 3000 Km innerhalb von 8 Tagen zurück legte, setzten mir enorm zu und ich musste an der Dokomi mit Fieber auftreten.

In dem Moment fasste ich den Entschluss, dass eine Pause her musste. nach 6 Jahren und 6 Comedyprogrammen brauchte ich einfach eine Pause.
Ich wusste nicht mehr was ich für Witze bringen sollte.

Die Verlobung und baldige Hochzeit mit meiner Freundin war daher der perfekte Grund um mir die Auszeit auch wirklich zu nehmen und nicht trotzdem etwas neues zu organisieren. Denn einne Hochzeit kostet Zeit, Nerven und Euro. Und grade von letzterem blieben dieses Jahr erneut 2-3000 auf der Strecke.

Mit dem erneuten Auftritt an der Connichi, dem Auftritt bei DCIH, einem weiteren Interview bei Moonflow, der Comoderation des Cosplaywettbewerbs und der Eröffnung, sollte ich auch auf dem Höhepunkt meiner Popularität eine Pause einschlagen, am Kamin sitzen und meinen eigenen Hentai lesen.
Lediglich der Hanami und der J-Con würde ich einen Besuch abstatten als Moderator, Workshopler, Sänger oder wasauchimmer. Nur keine neue Comedy.

Was ich aber unterschätzt hatte und was nun eigentlich der Grund für diesen extrem langen Blog wurde, ist die Tatsache, dass ich nicht mehr der Mann Shinji Schneider zu sein scheine, sondern zu einer Marke geworden bin.
Mit meinem Namen wird Werbung für Cons gemacht (warum auch immer). Ich bin Teil einer Marketingstruktur.

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich finde es absolut genial, wenn ich Leute dazu animieren kann an Cons zu kommen und ich bin gerne bereit jeden möglichen Scheiss auszuprobieren (Moderation, Eröffnung, Karaoke, der Webler mit DCIH hat extrem viel Spass gemacht). Wo ich aber das Gefühl habe, einen Riegel vorschieben zu müssen, ist wenn es nicht mehr darum geht mit dem Mann Shinji etwas spassiges zu machen sondern mit dem Produkt.
Und dieses Gefühl beginnt sich langsam in mir aufzubauen. Wollen mich die Leute noch meinetwillen oder nur noch weil ich „berühmt“ bin mit meinen 550 Facebookfans? Also quasi genau das umgekehrte Problem welches ich am Anfang hatte.

Auch ein Punkt welcher mich zum grübeln brachte, ist dass ich die Angst habe in der Vergangenheit zu höflich gewesen zu sein. Ich kenne den Stress von Helfern und Orgas und weiss was an Cons alles schief gehen kann. Auch hatte ich immer die Bonenkai im Hinterkopf und wie ich nie werden wollte.
Doch langsam begannen sich Geschehnisse zu häufen, bei denen ich eventuell früher hätte intervenieren sollen.

Rund 5 Mal musste ich einem vorher klar versprochenen Schlafplatz nachrennen, weil es vergessen ging oder jemand das ganze verschlampt hatte. Einmal fuhr ich sogar um 2 Uhr morgens wieder nach Hause weil ich schlichtweg keinen Schlafplatz hatte. Trotzdem versuchte ich mir immer bewusst zu sein „Junge. Du kannst froh sein, dass sie ein Zimmer für dich organisieren“.

Doch langsam ist für mich der Punkt gekommen, wo ich meiner, körperlichen und geistigen, Gesundheit Willen eventuell sagen muss. „NEIN“.

Es muss Grenzen geben bei denen ich für mich selber sagen muss „SEI BÖSE“.

Wenn mir eine Con ein Hotel verspricht, muss ich in Zukunft darauf bestehen im Vorfeld dieses Zimmer vom Hotel bestätigt zu haben und nicht an der Con 2 Stunden nach einem Orga suchen um zu erfahren wo ich überhaupt schlafen kann.
Wenn sie mir kein Hotel anbieten/zahlen können/wollen muss ich mit mir und meinem Budget abklären ob ich mir diese Con leisten kann oder ob andere Cons aus Verpflichtungsgründen vorrang haben. (wobei ich an sich zu jeder Con fahren möchte die mich haben will, einfach weil ich das Gefühl habe es jedem Recht zu machen)
Wenn sie mir beim Benzin nicht entgegen kommen können/wollen dasselbe. Ich komme gern aber mein Budget lässt nur einen gewissen Betrag im Monat zu. Miete zahlen und etwas Essen muss ich ja auch noch.
Wenn ich etwas anderes als Comedy machen soll, dann muss ich rechtzeitig das Rahmenprogramm wissen. Es ehrt mich wenn Leute davon ausgehen, dass ich innerhalb von 2 Wochen eine komplette lustige Aktion aus meinem Hintern ziehen kann, aber meistens kann ich das NICHT.

Und der letzte Punkt in diesem elend langen Blog.

Bitte versteht, dass ich es ernst damit meine dass ich eine Pause einlege und keine neue Comedy schreiben kann, will und werde. Geht nicht davon aus, dass nur weil ich ein netter Kerl bin eine Ausnahme für euch machen kann, denn ich kann das leider nicht mehr. Sonst gibt es nämlich irgendwann keine einjährige Pause sondern ein neues Programm „Shinji Schneider – in der Klapsmühle“

2011 war das erste Jahr, in dem es Fälle gab an denen ich nicht zu einer Con fahren wollte. Nicht weil mir die Con nicht gefallen hätte oder das Auftreten nicht mögen würde. Sondern einfach weil ich nicht wieder 700+ Kilometer an einem Wochenende zurücklegen und in einem lauten Hotel schlafen wollte. Selbst für die Connichi, welche absolut genial war und auf die ich mich so extrem gefreut hatte, musste ich mich zuerst aus dem Bett quälen um hoch zu fahren.
An den Cons selbst legte sich dieses Gefühl sofort wieder. Ich war wieder unter Gleichgesinnten. Ich traf alte Freunde. War mitten im Confieber und liebte es.

Aber wenn ich 2012 meine Pause nicht einlege. Wenn ich nicht auf mich selber acht gebe. Werde ich diese Liebe behalten? Oder ende ich irgendwann wie David Hosselhoff oder Charlie Sheen und latsche an eine Con, ziehe meine Show durch, lege 2-3 Groupies flach und betrinke mich in meinem Hotel? Ich möchte dies nicht (naja ausser den Teil mit den Groupies).

Aus diesem Grund bitte ich euch zu verstehen, dass auch wenn ich extrem viel Spass auf und neben der Bühne habe, dass 6 Jahre Comedy einen Körper und einen Geist stark beanspruchen, besonders wenn man nebenbei noch einen „richtigen“ Beruf ausübt.

Ich weiss, dass dieser Blogeintrag extrem lange und zum Teil vor allem ein riesiges Gejammer ist. Aber ich wollte, dass ihr versteht wie wichtig mir meine Comedy, meine Fans und die Cons im Allgemeinen sind.
Ich bin mit Fieber, an Krücken und mit heiserer Stimme aufgetreten. Ich habe mir mehrmals Krämpfe beim Auto fahren, auf harten Betten schlafen und kleine Kreislaufkollapse beim Rocken auf der Bühne geholt. Achja, beim Headbangen hab ich mich auch noch blutig geschlagen.
Auch wollte ich mit dem Gerücht aufräumen, dass ich von meiner Comedy leben könnte. In den letzten 6 Jahren haben mich meine Auftritte (Fahrt, Übernachtung, Verpflegung) rund 10 000 Euro gekostet.

ABER. All das ist mir meine Comedy, die Cons und die Animeszene als solches mehr als nur wert. Doch der alte Mann braucht eine Pause, also bitte versteht wenn ich kürzer trete und manchmal auch höhere Ansprüche stellen sollte.

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2010 im Namen der Comedy

27. Dezember 2010 at 08:20 (Comedy) (, , , , , , , , , , , , )

Weihnachten ist vorbei. Alle Geschenke sind verteilt und werden eifrigst umgetauscht. Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und für mich wird es Zeit ein weiteres Jahr Revue passieren zu lassen.

Zuerst das Comedyjahr.

Nachdem ich dachte, dass ich nach 2009 nicht mehr erfolgreicher werden könnte (OMFG NICHI!!), sollte mich 2010 eines Besseren belehren.

Das Conjahr begann für mich dieses Jahr bereits im April mit der letzten Aufführung von „Voll im Stress“ an der ConTopia in Wuppertal.

Ich hätte gerne bereits mein neues Programm vorgestellt, aber zum Einen obliegt der Hanami die Ehre der Premiere (das reimt sich :p) und zum Anderen hatte ich das Programm noch gar nicht fertig.

Da ich jedoch nicht nur dasselbe Programm abliefern wollte wie ein halbes Jahr zuvor, beeilte ich mich noch wenigstens die Premiere meines neuesten Songs vorzuführen.

Mädel

Nach der Contopia kamen dann vermehrt Anfragen zu Auftritten hinein.

An der Hanami in Ludwigshafen, konnte ich dann (nervös wie immer) die Premiere meines neuen Programms „Fan @ Work“ abhalten. Ich hatte riesige Angst, dass ich keine Chance haben würde auch nur Ansatzweise wieder an die 5 meistgesprochenen Helfersätze zu kommen, aber ich glaube/hoffe, mit diesem Programm den Nerv der Zuschauer getroffen zu haben.

Kein Monat später fuhr ich bereits noch Düsseldorf, mit nem Typen im Schlepptau, auf den ich nur noch als „Karaokegott“ verweisen werde (ätsch Tokuwa). Die Dokomi war warm…. sehr warm. Zumindest warm genug, dass ich beinahe einen Kreislaufkollaps auf der Bühne erlitten hätte.
Die Aktion um halb 2 Uhr Morgens wieder zurück in die Schweiz zu fahren, war dann doch eher… dämlich.

Danach wurde es etwas ruhiger für rund 1,5 Monate. Dann hiess es „Auf nach Hamburg“ zur Chisaiicon.
10 Stunden hinfahrt, auftreten und danach oben ohne (Gott war das heiss) bei Pornophonique abrocken.
Hier habe ich mich das erste Mal dazu überreden lassen mich an „Master Exploder“ von Tenacious D zu versuchen.
Das Lied ist geil, aber ich hoffe die Zuhörer verzeihen mir ihren Hörsturz.

Auf die ChisaiiCon folgte noch im selben Monat der Cosday in Frankfurt. Erneut eine „Hin, etwas rumlungern, auftreten,heimfahren“-Aktion die ich dieses Jahr leider ab und zu machen musste.

Danach kam die Sommerpause. Leider auch ohne Auftritt an der Connichi wofür ich nachträglich sehr dankbar war. (Details hierzu im persönlichen ConJahr wens interessiert).
Dafür gab es ein anderes Highlight 2010, und zwar im ConMonat schlechthin 2010.

Im Oktober trat ich gleich an 4 verschiedenen Cons auf.

Der Anfang machte die NiCon in Hannover, die allein schon deswegen wichtig war, da ich ohne die NiCon 2005 wohl niemals irgendwo aufgetreten wäre.

Danach folgte mein bisher grösster und kürzester Auftritt an der Frankfurter Buchmesse als Einheizer und Überbrücker des Finales der deutschen Cosplaymeisterschaft.
Es war Wahnsinn vor rund 2000 Leuten auftreten zu können und ein extra für die DCM zusammengebasteltes Programm vorzutragen.

Leider gibt es davon keine Aufnahmen da der offizielle DVD-Produzent meinen Auftritt rausgeschnitten hat. (lustigerweise hat er aber meine Ankündigung drin gelassen) 🙂 aber die FraBu hat mir generell wieder einige kleinere Schatten der Conszene gezeigt, die ich vermutlich sehr gut ins neue Programm werde übernehmen können 😉

Danach folgte die WieMaiKai in Wiesbaden (wo ich ein Interview mit NSW-Anime und ein kleines TV-Interview geben konnte) und ein Auftritt an der AniMaco in Berlin, an der ich ebenfalls ein Interview geben konnte (omfg, jemand will mich interviewen)

Das Conjahr schloss ich dann mit der J-Con in Merzig ab. Als Moderator  O_O
Es ist eine Sache es sich anzutun, mich 45 Minuten auf die Bühne zu stellen. Aber mich stundenlang labern lassen ist wahnsinn :p
Die Con war in meinen Augen ein würdiger Abschluss für das Conjahr 2010 und nun wird es Zeit einen Schlussstrich zu ziehen.

2010 war mit Abstand das erfolgreichste Jahr meiner Comedy bisher. Anstatt der erwarteten 50 Fans auf Facebook (wovon 49 meine Freunde und 1 ich wären), habe ich es auf beinahe 250 Fans gebracht.
Mädel wurde auf Youtube bereits 4000 Mal gehört.

Meine Idee T-Shirts mit meinem Logo zu verkaufen ist gescheitert. Die Shirts hatten eine viel zu miese Qualität für einen viel zu hohen Preis.

KiboFM hab ich vollkommen im Stich gelassen. Durch PC-Probleme und sonstige Ereignisse habe ich es nie geschafft das Anime-ABC abzuschliessen und das tut mir verdammt leid. Ich hoffe auf 2011, damit ich wenigstens halbwegs meine Ehre wiederherstellen kann.

Das war der Comedyrelevante Teil.

Noch kurz ein paar Zahlen:

– 11’350 gefahrene Kilometer
– 2’000 Euro Fahrtkosten (von denen ca. 550 wieder eingenommen wurden)
– 6’000 Zuschauer im Publikum
– 1 Cosplay
– 2 TV-Interviews
– 2 schriftliche Interviews
– 0 Groupies

Der Rest ist der persönliche Rückblick der nur für die Leute interessant sein dürfte, die wissen wollen wie krank der Kerl hinter dem Maidooutfit ist 😉

2010 begann speziell. Dank eines Stromausfalls verlor ich nicht nur Alle Daten meines Rechners (640 GB) sondern auch noch gleich das Backup mit dazu (zum Glück hatte ich die wichtigsten Daten noch auf einem Server).

Das P&P_Rollenspiel dass ich leitete erlitt Schiffbruch aufgrund eines Mangels von Mitspielern und daher, dass ich einfach nicht die Zeit finden sollte weiter daran zu arbeiten.

Der Job zu dem ich geflüchtet war, begann sich als wahre Katastrophe herauszustellen. 450 Benutzer, 600 Telefone (ohne Lizenzen da die Telefonanlage zu alt war) und 550 PCs lassen sich einfach nicht zu Zweit supporten.
Die komplette Überarbeitung und das ständige Gemecker der Vorgesetzten (welche noch nicht einmal im selben Land waren wie wir) forderte vermehrt ihren Tribut. Ich war gereizt, genervt und vor allem gestresst.

Die Sommerferien waren danach ein einziges Auf und Ab. Zuerst unterschrieb ich 3 Tage vor meinen Ferien einen neuen Arbeitsvertrag in der Nähe meiner Wohnung, kündigte und danach verbrachte ich wundervolle zwei Tage mit meiner Familie und meiner Freundin im Europapark.

Zwei Tage darauf starb jedoch ein sehr guter Freund der Familie, der mir quasi so nah stand wie ein zweiter Vater. Dass er vielen Leuten sehr viel Glück und Freude gespendet hatte sah man an seiner Beerdigung (sicher über 100 Leute), die am Freitag der Connichi stattfand, weswegen ich froh bin, dass ich dieses Jahr nicht auftreten konnte. (so ein weinender Kamen no Maid-Guy hat doch einfach keinen Style :p) 

Die Kombo dieses Verlusts sowie der Drecksjob (und der Schlafmangel aufgrund der vielen Auftritte) forderten danach endgültig ihren Tribut. Mir begannen Ende Oktober die Haare auszufallen. Kreisrunder Haarausfall (googelt es nach, sieht lustig aus wenn man es ned selber hat).

Mit dem Ende des Jahres kam jedoch auch das Ende meiner Probleme.
Im Dezember begann ich meine neue Arbeitsstelle und bereits eine Woche darauf begannen meine Haare wieder zu wachsen. Durch das gesparte Fahrgeld und Essensgeld, konnte ich endgültig meine Finanzen in den grünen Bereich lotsen (jaja, so ein Conhopperleben ist teuer) und ich habe gerade ein wunderschönes Weihnachtsfest hinter mir (mit Sage und Schreibe 4 Weihnachtsfeiern in 3 Tagen)

Aber neben dem ganzen Gemotze gab es auch einige andere Ereignisse 2010.

Ich konnte zusammen mit meiner Freundin ihren Film den sie fürs Studium drehen musste in nur 4 Drehtagen komplett abschliessen und auch der Vampirfilm in dem ich eine Nebenrolle hatte, wurde endlich fertiggestellt.

Generell stand mir bei all diesen Dingen mein Schatz zur Seite und ich kann gar nicht sagen, wie froh ich darüber bin ihre Unterstützung und ihre Liebe zu haben.

Als kleiner Abschluss bleibt mir nur noch, die Achievements die ich mir für 2010 gesetzt hatte abzuarbeiten.

Berufliche Achievements:

Same old, Same old. (5G) – FAILED (zum Glück)
Meinen Job bis nächstes Jahr auch behalten.

That’s the way, aha aha i like it. (10G) – FAILED (zum Glück)
Ende Jahr auch noch mit dem Job zufrieden sein.

Persönliche Achievements:

Build it up. (5G) – FAILED
Beginne mit Muskelaufbautraining.

Keep it going. (10) – FAILED EVEN MORE
Ziehe es auch nach 2 Monaten noch durch.

Künstlerische Achievements:

Keeping it straight. (5G) – UNDEFINED (one con didn’t take place)
Die traditionellen 3 Auftritte dieses Jahr haben. (Hanami, Kamani, BOA)

Going up. (10G) – SUCCESS (it was 12)
Mindestens 5 Auftritte dieses Jahr haben.

Oops i did it again. (15G) – FAILED
Erneut auf der Connichi auftreten.

Being ahead of Time (25G) – FAILED OF COURSE
Ein komplettes Comedyprogramm mal NICHT erst 2 Wochen vor dem Auftritt fertig haben.

Going Artsi. (15G) – FAILED
Geheimes Achievement.

Teaching you. (10G) – EPIC FAILED
Shinji Schneiders Anime-ABC beenden und zu ner zweiten Staffel gebeten werden.

Wanna wear me? (20G) – SUCCESS TURNED FAILURE
Geheimes Achievement (T-Shirts auf den Markt bringen)

Wanna hug me? (20G) – FAILED
Geheimes Achievement

Intro (15G) – SUCCESS
Das Video für das neue Programm rechtzeitig fertig haben.

It’s ALIVE!! (5G) – MORE OR LESS A SUCCESS
Es wird wieder aktiv im Forum gepostet.

Beziehungstechnische Achievements:

As good as it gets (5G) – EPIC SUCCESS
Still being happy at the end of the year. (should be easy ;))

Sonstige Achievements:

Happy three friends (5G) – FAILED
Geheimes Achievement.

Being Famous (10) – FUCKING SUCCESS
Auf Facebook 50 Fans bis Endes des Jahres.

I am the Master! (5G) – FAILED
Das Pen and Paper weiterführen.

I was the Master (10G) – FAILED
Shin-WOD auch zum Ende führen.

Life’s just a stage.(10G) FAILED
Mindestens 2 Mal ein LARP besuchen.

Euch allen einen guten Rutsch und ein frohes 2011

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Conbericht: Hanami 2010 Ludwigshafen

14. Mai 2010 at 19:32 (Comedy) (, , , , , )

Jedes Jahr im Mai, wenn die Kirchblüten blühen, feiern Japan und die Animefans weltweit Hanami.

Für mich bedeutet dies seit den letzten fünf Jahren, dass ich jedes Jahr aufs neue zur Hanami in Ludwigshafen tingle um aufzutreten. Jedesmal mit einem neuen Comedyprogramm.

Dieses Jahr sollte es das neue Programm „Fan @ Work“ werden. Ein Programm über Fanart, Fanfiction, Fan-AMV und alles andere was Fans so tun.
Die Erwartungen die ich an mich selbst gestellt habe, waren recht hoch, da ich mit den fünf Helfersätzen des Vorjahresprogramms doch einen Running Gag gebastelt hatte, den ich wohl nicht mehr erreichen kann.

Dementsprechend nervös verbrachte ich die gesamte Woche vor der Hanami. (Es half nicht, dass sowohl Programm als auch Endvideo erst in den letzten 3 Tagen fertig wurden).

Aber es half alles nichts. Die Hanami wartete. Also stieg ich frühmorgens in den Zug und ab gings nach Ludwigshafen.

Kaum in Ludwigshafen angekommen, musste ich mir etwas vor Augen führen. „Junge… du warst noch nie mit dem Zug hier und hast keine Ahnung wie du zum Congelände kommst“.

Problem erkannt. Problem gebannt.
Man schliesse sich einfach den 20 Cosplayern an, die ebenfalls grade ausgestiegen sind und laufe ihnen nach.  Die Technik funktionierte besser als geplant. Vor allem da wir schlussendlich als 40 Personen grosse Fraktion ankamen (ich war ned der einzige mit dem Trick).

Also rein in die Hanami und erstmal meine Sachen hinter der Bühne verstaut wo ich auf andere Gruppen und Cosplayer traf.
Besonders interessant war die Unterhaltung mit einem Kerl im kurzen Rock….

Wie sich herausstellte, haben sie nachher sogar den Cosplaywettbewerb gewonnen (Damnit… hätte doch live gucken müssen)

Aber für mich hiess es. Auf die Bühne. Fan @ Work

Meine Knie zitterten, das Intro spielte… und dann waren die folgenden 45 Minuten rum.
Keine Ahnung ob es gut war (ich glaub schon) aber ich hatte kaum meinen Text vergessen und habe 2-3 Dinge gefunden, welche ich noch verbessern kann. (Zum Beispiel im Scheinwerferlicht stehen bleiben).

Der gesamte Auftritt befindet sich hier und hier:

http://hanami2010.blip.tv/file/3612318/ (Mitschnitt vom Mikro)

http://www.youtube.com/watch?v=MGY5srcvqNI&feature=PlayList&p=9C05AC7B741CF8C0&playnext_from=PL&index=0&playnext=1 (Youtubeplaylist)

Nach dem Auftritt streifte ich noch über die Con selbst. Das Layout hatte sich merklich verändert. Der Karaokeraum war dieses Jahr leicht abgeschottet im ehemaligen Conbüro. Zusätzliche Händler waren nun über den Hof verteilt.

Der Hof bot generell eine schöne Übersicht von Cosplays, Fans, einem Sponsoren der mit Ballermannmusik versuchte seinen Energydrink anzupreisen und nem Mädel, dass sich rund ne Stunde Softpornoshooten liess (zumindest sah es aus wie schlechtes Playboyshooting :p).

Das Maid-Café war auch eine Neuerung, wobei ich leider erst viel zu spät die Chance hatte dort hin zu gehen (und unsere Bedienung war da schon sichtlich angemöfft). Naja nächstes Jahr  früher 🙂

Am Sonntag spielte das Wetter dann leider nicht mehr so gut mit wie am Samstag. Die Sonne hatte sich verzogen und die Cosplayer waren singing in the rain.

Grade deswegen quoll die Con nahezu über, was bei 4500 Besuchern nicht überraschen dürfte.

Nach einigen Stunden ging es dann aber auch für mich nach Hause aber nicht ohne das fixe Versprechen an mich selbst, nächstes Jahr wieder zu kommen.

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