Ein absoluter Scheissjob

4. März 2010 at 10:01 (Liebesgrüsse vom Arschloch, Random Blah) (, , , , , , , , , , , , , )

Jeder von uns hat sich bereits über seine Arbeit aufgeregt. Der Chef weiss die Arbeit nicht zu schätzen, man geht in Aufträgen unter und das schönste von allem. Jedesmal wenn man endlich das Gefühl bekommt, dass man vorwärts kommt, funkt einem irgendein Trottel der keine Ahnung hat dazwischen…

Jemand der sich vermutlich gerade genauso fühlt, ist der Aussenminister von Libyen.

Über die Aktuelle Krise mit Libyen habe ich ja bereits früher einmal berichtet. Mittlerweile gab es einige zusätzliche Ereignisse, wie die Beinahestürmung der schweizer Botschaft, die Freilassung der einen Geisel (Zufall, er ist Halbtunesier), die Sperrung von libyschen Visa im Schengenraum etc.

Nun haben sich die Ereignisse jedoch zugespitzt und die „Libyenkrise“ nimmt geradezu komödiantische Züge an.
Max Göldi, die letzte „Geisel“ wurde nach 2 Jahren nun für 4 Monate ins Gefängnis verfrachtet und erbat eine Begnadigung.

Der Aussenminister Libyens gab bekannt, dass sich die Beziehungen zwischen der Schweiz und Libyen langsam stabilisieren dürften… dann drückte jemand dem lieben Gaddafi ein Mikrofon in die Hand und dieser rief zum Jihad gegen die ungläubige und Muslimfeindlische Schweiz  auf…

Danach begab sich Hannibal Gaddafi auf ins Gefängnis, um sich mit Max Göldi zu treffen. Eine Machtdemonstration gegenüber der Schweiz, die man nun mit einer Begnadigung des Schweizers zur beiderseitigen Freunde festigen könnte.

Der Aussenminister Libyens betonte demnach, dass die Krise so gut wie überstanden wäre… zumindest bis sich der kleine Gaddi schon wieder unerlaubt das Mikrofon schnappte und nun ein komplettes Handelsembargo gegenüber der Schweiz ausrief. (sei es nun dahingestellt, dass die Schweiz jährlich rund 800 Mio. CHF nach Libyen schickt um Waren zu importieren aber nur 250 Mio durch Exporte erhält..)

Irgendwie habe ich daher Mitleid mit dem Aussenminister Libyens. Seine Arbeit gleicht einer Farce. Alle seine Bemühungen, Libyen als dimplomatischen Rechtsstaat darzustellen, werden nonstop von seinem despotischen Chef zunichte gemacht.

Im Grunde bleibt nur zu wissen, dass in jüngerer Geschichte nur noch ein Mann der Öffentlichkeit, den undankbareren Job hatte. Unser Baghdad Bob, der damals beim Einzug der Amerikaner im Irak noch bis zur letzten Sekunde mitteilen durfte, dass die USA vernichtend geschlagen würden.

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