Shinji Schneider goes Gamescom 2012 – Vorwort

28. August 2012 at 07:47 (Comedy, Conbericht, Life of shin) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Etwas verspätet aber noch diesen Monat komme ich endlich dazu meine Fahrt zur Gamescom und meine Erfahrungen mit der grössten Spielemesse Europas zu beschreiben.

 

Zuerst muss ich jedoch etwas ausholen. Wer meine Comedy etwas verfolgt weiss, dass ich dieses Jahr keine Auftritte als Komiker machen wollte aufgrund meiner bald (Ende September) stattfindenden Hochzeit.
Ich schrieb weder an einem Comedyprogramm, noch bewarb ich mich für irgendeine Con. So fiel ich dann auch aus allen Wolken, als ich plötzlich von einem Techniker angeschrieben wurde, womit ich denn an der Gamescom auftreten würde.

„Wie? Gamescom? Ich bin Animekomiker. Ich mache nichts über Games… ich mein ich könnte aber….wie kommst du darauf?“

Typisch Techniker halt, hatte mein Kumpel bereits vor den Showacts erfahren, wer Wunschkandidaten für das Cosplay Village, einen eigenen Cosplayer/Animefanbereich, der Gamescom wären. Ich selber wurde allerdings erst einen Tag später angefragt. (Verdammte Techniker und ihre Fähigkeit schon alles zu wissen).

 

Das Angebot an der Gamescom aufzutreten war durchaus etwas spezielles. Es IST die grösste Computerspieleveranstaltung Europas. Sie zieht rund 300 000 Besucher an und es wäre eine Möglichkeit mein Repertoire um Gamer zu erweitern.
Meine Frau griff mir liebevoll unter die Arme indem sie mir drohte sich noch vor der Hochzeit scheiden zu lassen, sollte ich dieses Angebot ablehnen.

 

Doch nun stand ich vor einem anderen Problem. Respektive mehreren.
Die Gamescom lag noch rund 2-3 Monate entfernt und ich hatte kein Comedyprogramm. An einer Gamescom wollte ich keines meiner alten Programme verwenden. Diese waren rein auf Animefans abgestimmt und besonders das Programm „Con ist Krieg“ wäre keine positive Repräsentation für Animefans nach draussen gewesen.

Ein neues Programm musste her.

Innerhalb von 2 Monaten begann ich also ein Comedyprogramm zu schreiben, welches sich in erster Linie auf Computerspiele bezieht. Hier entstand jedoch das nächste Problem. Perfekte Ziele um sich drüber lustig zu machen sind natürlich die üblichen Verdächtigen.

 

Squaresoft / Square-Enix

Eine Firma die mittlerweile dafür bekannt ist, dass sie die Final Fantasy Franchise und alles was damit zusammen hängt melkt bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter. Ein typisches Beispiel einer Firma, welche den Anschluss an ihre eigenen Fans verloren hat.
Aus einer Firma deren Spiele früher ein „Must-Buy“ waren, wurde eine Firma deren Spiele man lieber mal ein Jahr rumliegen lässt. Nur so zur Sicherheit.

 

UbiSoft

Auch einer dieser Melkvereine. Ubisoft machte sich bereits früh Gegner mit ihrer glorreichen Idee für Offlinespiele eine Internetverbindung voraussetzen zu wollen. Ebenfalls spricht es nicht unbedingt FÜR Ubisoft, dass die „Assassins Creed Trilogie“ mittlerweile bereits 5 Teile umfasst und dies nur auf den Grundkonsolen. (Handhelds nicht mitgerechnet)

 

Blizzard

Früher machten sie gute Spiele. Nun machen sie World of Warcraft…… und brauchen 13 Jahre um Nachfolger für Spiele zu produzieren die man ebenfalls melken kann. Das beste Beispiel bietet hier Diablo 3, welches einen neuen Tiefpunkt der Abzocke darstellt.
Man muss IMMER online sein um zocken zu können, auch wenn man es alleine würde spielen wollen. Die Server sind nicht stabil. Das Spiel schreibt einem vor wie man sich nennen darf UND es verbindet das ganze mit einer eingebauten „Goldseller“-Mechanik um noch mehr Geld zu verdienen.
Jahrelange Diskussionen zu Onlinespielen haben klar gemacht, das Goldselling den internen Markt eines Onlinespiels zerstört. Aber scheinbar nur, wenn der Spielehersteller nichts daran mitverdient 😉

 

EA

Was kann man über EA sagen? Niemand hat mehr Firmen zerstört. Die Liste der Firmen die gekauft/übernommen und danach ausgeschlachtet wurden ist lang und wird noch länger.

Bullfrog
Origin
Westwood
Criterion
Mythic
Maxis
Bioware
Pandemic

Um nur ein Paar zu nennen.

 

 

Und zu guter Letzt hätten wir CAPCOM

Man muss sich schon sehr anstrengen um EA den Titel der meistgehassten Spielefirma abspenstig zu machen, aber Capcom hat es geschafft. Mit ihrer Abzocke in den Kampfspielen. On Disk DLC. Super Deluxe Versionen die nicht mit dem Vorgänger kombatibel sind etc. etc. etc.

Capcom hat es erfolgreich geschafft, dass niemand der nicht ein absolut naiver Fanboy ist, sich noch Spiele beim Release von ihnen kauft. JEDER mit einer Spur Würde und Selbstachtung, verzichtet bei Capcom erst einmal darauf das Spiel zu kaufen. Es ist ja eh nicht komplett.
Den Vogel schossen sie mit Asuras Wrath ab, das plötzlich ein „real ending DLC“ ankündigte.

 

Ihr seht also. An Munition zum verschiessen mangelte es an der Gamescom nicht. Jedoch gab es ein Problem. All dies sind Aussteller die an der Gamescom vertreten sind/waren. Und es kommt schlecht, wenn eine Firma vor Ort (zurecht) denunziert wird.
Ich musste also meine Kritik geschickt verpacken ohne Namen zu nennen. Foppen statt Anprangern. Lediglich bei RTL konnte ich es nicht verhindern den Namen während dem Programm auszusprechen. Aber die haben es sich bei der Gamescom eh mit einigen Leuten verscherzt.

Auch brauchte ich einen Namen, ein Intro, ein Outro und ich musste irgendwie 60 Minuten Programm füllen. An Animecons kein Problem. Wer die Aufnahmen von der Connichi 2011 gesehen hat weiss, dass ich 40 Minuten Programm locker mit 30 Minuten Zugaben auffüllen kann. Aber gesungen wurde an der Gamescom nicht, also wurde mein neues Programm „Extralife“ (eine Hommage an Pornophonique) genau eine Stunde lang.

 

Und wie verlief die Gamescom denn nun wirklich?

Dies beschreibe ich dann in meinem eigentlichen Conbericht.

Werbeanzeigen

Permalink Schreibe einen Kommentar