Eine Convention-Liebesgeschichte

28. Februar 2013 at 20:53 (Liebesgrüsse vom Arschloch, Random Blah) (, , , , , , , , , , , , )

Heute möchte ich mich zu einem Thema äussern dass beinahe so alt ist wie es Animeconventions gibt.

Die Hassliebe zwischen Showgruppen/Showacts und Conventions.

Ich habe mir lange überlegt ob es eine gute Idee ist diesen Beitrag zu schreiben, da die Chance gross ist böses Blut zu wecken. Aber seien wir ehrlich. Dafür sorg ich doch sowieso, also wenn dann richtig 😉

Um über das Thema wirklich schreiben zu können muss ich allerdings etwas ausholen und für mich erst mal beschreiben was eine Animeconvention ausmacht, respektive von einem kleinen/grösseren Treffen unterscheidet.

Beginnen wir doch mit den Gemeinsamkeiten.

Cosplays

Werden im Grunde an beidem getragen

Animes

Kein Treffen ohne Leinwand auf dem Animes geschaut werden. Zumindest wenn die Treffen indoor stattfinden

Zeichentische/Brettspiele

Auch die sind zusammen mit Trading-Card-Games nicht von Treffen wegzudenken.

Bring and Buy

Meiner Erfahrung nach gibt es kein Treffen ohne grösseren Warenumtausch. Egal ob dieser nun erst vor Ort abläuft (klassischer Bring and Buy) oder via Onlineforum geplant wurde.

Was für mich eine Con jedoch definiert sind Punkte die an einem Treffen so nicht umsetzbar wären.
Es kann zwar durchaus vorkommen, dass auch an einem Treffen Händler, Showgruppen/Showacts, Karaoke, Gameroom, Ehrengäste oder Workshops anzutreffen sind, aber sie machen eher den Unterschied zu einer Con aus.

Man stelle sich einmal eine Convention ohne Händler vor. Undenkbar. Aber es wäre wohl immer noch eine Convention. Man hat ja noch den Rest.
Man stelle sich eine Convention ohne Workshops vor. Durchaus möglich, aber es würde Ablenkung und Leben aus der Veranstaltung ziehen.
Eine Con ohne Gamesroom oder ohne Cosplaywettbewerb? Selbiges. Die Con wäre noch da aber viel trister.Keine Ehrengäste? Naja sie sind zwar nicht zwingend….aber wäre doch schön welche da zu haben… :/
Kein Karaoke? Manche mögen zwar vor Freude aufschreien, aber mindestens genausoviele wären am Boden zerstört.
Ja ich behaupte sogar, dass man an einer Convention komplett auf das zeigen von Animes verzichten könnte und es würde trotzdem noch als Animecon durchgehen.

Solange der Rest vorhanden ist.

Und hier kommen für mich die Tanz/Theater/Gesangs/Comedy/Akrobatik/Improvisations-Künstler zum tragen. Besser gesagt die Showgruppen und Showacts.

Wir Showies sind im Grunde ganz genauso wie die oben erwähnten Punkte. Wir bringen Farbe in eine Con. Wir bieten Unterhaltung und Ablenkung. Eine Convention könnte garantiert ohne Bühnenprogramm auskommen, aber es wäre keine echte Convention. Genau wie wenn man auf die oben genannten Punkte verzichten würde.

Und hier gründet die oben genannte „Hassliebe“. Showgruppen stecken Monate Arbeit in Proben, Kostüme, Planung und sehr oft auch hohe Ausgaben in Transport und Unterkunft etc. Sie werden dafür allerdings auch mit Applaus und Wertschätzung noch während ihrer „Arbeit“ entlohnt. (und teilweise kann eine Con es sich auch leisten die Kosten für Fahrt/Unterkunft zu übernehmen).
Dies kann dazu führen, dass der Glaube entsteht, dass eine Showgruppe/ein Showact wichtiger wäre als andere Bereiche. Ich hab immerhin noch nie eine Standing Ovation für den Gamesroom, die P&P-Runde, das Bring and Buy oder die Workshopleiter erlebt. Auch wenn sie vermutlich genauso viel Arbeit in ihren Bereich investiert haben.

Dieser Glaube muss hierbei nicht zwingend bei den Showgruppen/Acts entstehen, sondern auch gerne bei Besuchern oder den Conventions selbst.

Für eine Con ist es daher wichtig für ein angenehmes Rahmenprogramm zu sorgen.

Auf der anderen Seite stehen jedoch Technik und Orgas. Der organisatorische Aufwand um ein Bühnenprogramm auf die Beine zu stellen ist enorm.

1. Alle Showgruppen müssen auftreten.

Problem: Nicht jede Gruppe kann zu jeder Uhrzeit wegen Anfahrt, Abfahrt, Unterkunft, Sonnenflecken etc.
Problem: Wie lange dauert welcher Auftritt. Wieviel Zeit muss für den Umbau/Aufbau eingeplant werden?
Problem: Müssen die Gruppen auch noch Proben? Falls ja kommen wir zu den oberen beiden Problemen.

2. Die Auftritte müssen alle reibungslos ablaufen

Problem: Jede Gruppe hat eigene Anforderungen an die Technik was Licht, Ton etc. betrifft.
Problem: Je nach Convention steht nicht genug Equipment zur Verfügung
Problem: Nicht jede Technik ist für jede Art von Ursprungsmaterial ausgerüstet
Problem: Manchmal kommt das Video/Tonmaterial zu kurzfristig um es noch retten zu können.

3. Die Gruppen müssen irgendwo unterkommen (dieser Punkt betrifft natürlich nur Cons die Schlafplätze organisieren können/wollen)

Problem: Schonmal versucht 20-30-50 Leute günstig, nah und brauchbar irgendwo unterzubringen? Da habt ihr das Problem.
Problem: Kurzfristige Absagen von Einzelpersonen oder Gruppen.
Problem: Besondere Ausnahmen (Latexallergie bei Matratzen. Daunenallergie bei Bettdecken etc.)

4. Die Gruppen müssen verpflegt werden

Problem: Allergien, vegane Ernährung, vegetarische Ernährung oder pingelige Leute (letzteres trifft auf mich zu ;))
Problem: Massenhaft Futter wird benötigt…Problem: Budget!!

Die Punkte 3 und 4 lassen sich oft auch mit den Helfern abdecken. Eine Con mit 5 Showgruppen und 30 Helfern muss jenachdem also rund 60-100 Leute unterbringen und verpflegen. Diese ganze Organisation muss dann auch noch neben dem eigentlichen Alltagsleben geleistet werden.
Punkt 1 und 2 funktioniert nur wenn eine richtige Kommunikation herrscht und man bestmöglich zusammenarbeitet.

Eine meiner ersten Erfahrungen vor einem Auftritt war, als ich bei der Technik ankam und vom Tontechniker in den Arm genommen wurde mit den Worten. „Ich liebe dich. Endlich jemand der unkompliziert ist.“
Diese Anekdote soll nicht Werbung für mich darstellen. Würde ich nämlich Licht- und Toneffekte brauchen und nicht nur vor einer Leinwand mit Beamer stehen, wäre ich mindestens genauso kompliziert wie der ganze Rest… vermutlich sogar noch schlimmer.
Sie soll eher als Beispiel dienen, dass die Techniker sich den Arsch abarbeiten um alles zum Laufen zu kriegen.

Auf der Gegenseite gibt es natürlich die Aufgaben und Probleme der Showgruppen.

1. Auf welchen und wievielen Cons treten wir auf?

Problem: Wieviele Cons können sich die Mitglieder leisten?
Problem: Wie oft können sich die Mitglieder frei nehmen?

2. Können wir an der Con übernachten und wie hoch sind die Kosten?

Problem: Budget der Einzelpersonen

3. Die Meute muss vor Ort.

Problem: Die Meute muss vor Ort.
Problem: Budget der Einzelpersonen.

4. Die Technik muss klappen

Problem: Es gibt keine einheitlichen Licht- und Tonscripts damit sowohl Cons als auch Showgruppen immer dasselbe einreichen.
Problem: Nicht jeder Rechner kann dieselben Video/Tonformate abspielen. Ohne ausführliche Abklärung im Vorfeld kann es passieren, dass man ohne Ton/Bild da steht.

Gerade die ersten drei Punkte sind ein Knackpunkt welcher bei Showgruppen für viel Kopfzerbrechen sorgt. Um Auftritte planen zu können ist es wichtig früh zu wissen ob man überhaupt auftreten kann. Für eine Showgruppe ist es daher wichtig früh eine Ab- oder Zusage zu erhalten.
Gerade wenn es darum geht eine Übernachtung und Transport zu organisieren kann es je nach Con extrem wichtig sein frühzeitig zu buchen. In so einem Fall ist nichts schlimmer als Monate nichts zu hören oder gar nicht erst direkt informiert zu werden ob man angenommen wird.

Ein kurzes „Wir haben deine/eure Bewerbung erhalten, aber ziehen andere Showgruppen vor“ reicht da bereits aus um zu Wissen, dass man sich eine andere Con suchen muss.

In der Vergangenheit gab es leider immer wieder Fälle bei denen die oben genannten Punkte zu Problemen zwischen Showgruppen und Cons führten. Und das daraus resultierende Drama sorgt meistens dafür, dass sich die Fronten verhärten.

Eine Gruppe kann nicht auftreten wenn die Technik ihr Licht und Ton verhaut.
Die Technik kann Licht und Ton nicht planen wenn sie die Skripte und Aufnahmen nicht rechtzeitig erhält.
Die Gruppe kann die Skripts nicht einreichen wenn sie die Vorlagen nicht rechzeitig erhalten oder Fragen hierzu nicht rechtzeitig beantwortet werden….
Das Beispiel zieht sich bis in die Unendlichkeit weiter.
Es ist also verständlich, dass zwischen Cons und Showgruppen manchmal eine Hassliebe herrscht. Eine Gruppe kann natürlich auf eine Con verzichten und woanders auftreten. Eine Con kann sich sicher eine andere Showgruppe aussuchen um sie auftreten zu lassen. In beiden Fällen gibts ja genug.
Aber am schönsten ist beides, wenn es harmoniert und die Kommunikation stimmt.

In meinen Augen gibt es hierzu auch gute Ansätze. Zum Beispiel Foren in welchen Gruppen und Cons gemeinsam Probleme besprechen können. Conübergreifende Scripts wären ebenfalls eine praktische Lösung.

Ich hoffe mein Beitrag konnte etwas Licht in die Arbeiten von Cons und Showies bringen und es bleibt zu hoffen, dass zukünftig der Fokus mehr auf Konsens und weniger auf Drama gelegt wird. Denn Schlussendlich profitieren alle davon.

Die Conventions

Die Showgruppen

und vor allem

Die Besucher.

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Follow up: Quo Vadis

27. Januar 2012 at 03:42 (Nicht kategorisiert) (, , , , , , , , , , )

Mein letzter Blog, respektive die zahlreichen Reaktionen darauf haben mich ehrlich gesagt ziemlich überrascht.
Ich hatte mit den üblichen 3-4 Kommentaren gerechnet und mit einigen Leuten die mich anschnauzen würden, aber das Feedback von zig geteilten Links und rund 80 Kommentaren machen es mir unmöglich auf jeden einzeln zu antworten.

Die Reaktionen auf meine Frage zum Stand der Szene waren so breit gefächert, wie sie es nur sein können. Manche Leute stimmten mir 100% zu während andere Leute mir zu 100% widersprachen. Manche äusserten sich, dass ich komplett falsch liege, nur um mir dann trotzdem Recht zu geben und andere stimmten mir in Punkten zu, welche sie selbst mit Füssen treten.

Ich habe mich daher entschieden nochmal das Thema hervor zu kramen um nochmal auf einige Fragen, Kommentare, Reaktionen aus meiner Sicht einzugehen.

 

1. HipHop

Ich hatte es bereits befürchtet und es trat ein. Das Thema HipHop und Metall wurde stärker bewertet, als ich es beabsichtigt hatte. Als ich geschrieben habe, dass es früher kaum jemanden in der Szene gab der Hiphop hörte, sollte dies niemals wertend über die Qualität von HipHop, Metall, Dubstep oder sonstige Musikrichtungen gemeint sein.
Es sollte eher auf die Verbreiterung der Szene darstellen die von einer extremen Randgruppe zu etwas nahezu Alltäglichem geworden ist.

 

2. Alkohol

Das Thema Alkohol wurde ebenfalls zweigeteilt aufgenommen, weswegen ich wieder zu dem Thema zurück kehre. Ich persönlich trinke keinen Alkohol. Er schmeckt mir nicht, ich verstehe den Sinn nicht dahinter (ausser als Desinfektionsmittel) und meine direkten Erfahrungen mit Alkohol, respektive alkoholisierten Personen, waren durchs Band hindurch eher negativ. In meinen Augen fördert Alkohol die schlechtesten Seiten im Menschen.
ABER… und der Punkt ist wichtig und sollte beachtet werden. Diese Erfahrungen beziehen sich auf Komasäufer und sonstige Vollidioten. Leute die nur dann Spass haben können wenn sie sich am Sonntag nicht mehr an den Samstag erinnern können, Mädels die ihr erstes Mal nicht einem romantischen Abend sondern einem Blackout zu verdanken haben und Kerlen die sowas noch cool finden und fahren mit 1,8 Promille als Kavaliersdelikt betrachten.
Was für mich shizophrenerweise nicht unter „Alkohol“ fällt, ist ein Glas Wein am Tag, oder ein Horn Met oder generell der disziplinierte Umgang mit Alkohol.

Warum erzähl ich das nun? Relativ simpel. Früher war meine (eher radikale) Einstellung zum Alkohol stärker in der Szene vertreten. Die Komasäufer waren für die Mitglieder der Szene eines der perfekten Beispiele was mit der Gesellschaft schief läuft und weswegen wir die Bezeichnung „Normalo“ als Schimpfwort abstempelten.
Bis heute hat sich bei vielen in meinem Freundeskreis der Stolz gehalten, dass wir uns auch ohne Alkohol amüsieren können. Fälle wie das betrunkene Bisasam an der Hanami unterstreichen diese Meinung nur noch.

Dass sich die Fans mittlerweile auch mal ein Glas Alkohol gönnen sei ihnen erlaubt. Es zeigt, dass die Szene auch in dieser Hinsicht in die Breite gewachsen ist und sollte daher nicht unbedingt verteufelt werden. Wenn sich allerdings Orgas an den eigenen Cons besaufen… ja das kann ich ned wirklich beschönigen.

 

3. Die Kiddies

Dieses Wort habe ich in den Reaktionen sehr oft gehört. Die „Kiddies“. Stimmt. Weil nur die jüngere Generation ist schuld an den heutigen Problemen. Die Jugend von Heute hat keinen Anstand mehr. Als ich in deren Alter war, musste ich 10Km barfuss durch den Schnee laufen um meine Animes noch in der Bäckerei zu kaufen.
Ihr seht worauf ich hinaus will.

Ja, die jüngere Generation der Animefans hat einen anderen Bezug zu der ganzen Szene und Anime/Manga generell, das bedeutet aber nicht, dass wir die Schuld mal einfach auf die jüngeren abschieben können. Wenn ich beim Drama und den Hintertürchenmachenschaften etwas gelernt habe, dann dass der Fisch überall stinkt, nicht nur vom Kopf oder vom Ende her.
Wie sollen die Jüngeren die Älteren respektieren, wenn diese sie nur als Trottel ohne Manieren betrachten?
Wir alle waren jung und haben manchmal extrem dumme Aktionen geliefert, was damals jedoch anders war als heute, war die Tatsache, dass man gegenseitig aufeinander geachtet hat. Die Erfahreneren (nicht zwangsweise Älteren) namen die Übermütigen unter ihre Fittiche. Wer über die Stränge schlug wurde zurechtgewiesen und lernte sich zu benehmen. Ansonsten war er in der Szene bald nicht mehr so gern gesehen (so heftig das nun klingt).
Heutzutage findet diese Massregelung nicht mehr statt. Die Problempersonen scharen sich zu Problemgrüppchen zusammen und müssen keine Sorge mehr davor haben wenn sie negativ auffallen. Da ist es egal ob sie 15,25 oder 35 sind. Seien es die Rosenbeete der Dokomi, abgesperrter Neurasen bei der Connichi oder Treffen in einem Starbucks. Man ist „unter sich“ und wirft Verhaltensregeln über Bord.

 

4.  Mobbing

Jemand hat mich gefragt warum ich damals in die Szene gekommen wäre. Weil ich eine Selbsthilfegruppe für Mobbingopfer gesucht hätte oder weil ich Anime/Mangafan war?
Hierzu muss ich etwas einfaches sagen. Es war dasselbe.
Als ich vor 13-14 Jahren in die Szene geschliddert bin, waren 85% der Animefans nunmal einfach Mobbingopfer und das nicht weil sie Animefans waren. Es war eher so, dass Mobbingopfer dem Thema Anime und Manga einfach offener gegenüber standen als die „coolen“ Kids.
Und die Szene war damals eine Selbsthilfegruppe und ist es in manchen Bereichen immer noch. Es war und ist eine Möglichkeit mit Leuten in Kontakt zu kommen die einen akzeptieren wie man ist und es bietet einem die Möglichkeit seine Grenzen etwas auszutesten und sich selbst zu erkennen.

„Wenn ich nicht in die Animeszene gekommen wäre, könnte ich nicht dafür garantieren, dass ich nicht Selbstmord oder einen Amoklauf begangen hätte.“

Dieser Satz ist weder Übertreibung noch ein Scherz sondern 100% ernst gemeint und er trifft auf mehr Leute zu als man denken sollte.  Sowohl damals als auch heute. Ein weiterer Grund wieso ich hoffe, dass sich manche Leute wirklich überlegen wie man mit den anderen Fans, oder anderen Menschen generell umgeht.

 

5. Du übertreibst. So schlimm ist es nicht.

Natürlich übertreibe ich. Das ist ein Blog. Ich komme schon auf 1500 Wörter wenn ich pauschalisiere und übertreibe. Nun stellt euch mal den Roman vor, wenn ich jeweils ins Detail gehen und erklären würde, dass es diese Variation und jene gibt.
Aber jetzt ernsthaft.
Die Szene hat Probleme wie alles andere auch. Wie schwerwiegend diese Probleme sind, stellt eine subjektive Darstellung für jeden dar. Für mich persönlich sind sie schwerwiegend genug mich hier drüber aufzuregen und nen blöden Blog zu schreiben. (Ein Hoch auf das Internet ;))

 

6. Cosplayer sind nicht so schlimm

Bei meinem Blog wurde mir teilweise unterstellt, dass ich ziemliches Cosplayerbashing betrieben hätte. Es liegt mir fern hier nur über Cosplayer ablästern zu wollen. Zum Einen sind der Grossteil meiner Freunde Cosplayer (die ich grösstenteils sogar nur dadurch kennen gelernt habe) und zum Anderen zähle ich mich selber ja auch dazu (auch wenn die Qualität meiner Werke bei weitem nicht so gut ist wie die anderer).
Es ist aber leider nunmal so, dass die Probleme der Szene sich am einfachsten an der Cosplayszene ablesen lassen. Es gibt natürlich auch heute noch Cosplayer die die liebsten Menschen überhaupt sind. Sie helfen anderen wo sie nur können. Seien dies Cosplayer die bei Wettbewerben teilnehmen oder nur generell cosplayen. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass es noch nie soviele nette und freundliche Cosplayer wie früher gab.
Es gibt aber auch die Dramaqueens die versuchen 1000 Facebookfreunde zu kriegen damit jeder ihren Cosplaylink teilt und die an Cons die wunderbarsten falschen Freunde sind die man sich vorstellen kann. Letztere lassen einen wünschen, dass an jedem Cosplaywettbewerb eine versteckte „Fairness-Jury“ agiert 😉
Und auch von denen gibt es viel mehr, als jemals zuvor.
Es gibt einfach generell viel mehr Cosplayer als zuvor und wenn man Pech hat landet man in einer der Gruppen die sich nur noch selbst sehen und man lässt sich in den Sumpf ziehen.
Das fängt damit an, dass man beginnt sich mit anderen Cosplayern die dasselbe cossen zu messen und geht damit weiter über die nicht so gut gearbeiteten Cosplays zu lästern. Irgendwann endet es damit, dass man eigentlich keine Freunde mehr ausser seiner eingeschworenen Gruppe hat und von Con zu Con fährt und Dinge deswegen cosplayt weil die Gruppe es cossed und nicht weil einem etwas am Charakter liegt.

 

7. Eventuell sollte man das Thema öffentlich zur Sprache bringen

Dies ist ein Punkt, bei dem ich zwiegespalten bin. Ich denke eine Podiumsdiskussion wäre eine interessante Sache, wenn sie richtig gehandhabt wird. Ich habe meinen Blog bewusst nicht auf Animexx gepostet, da ich zwar mit einem Shitstorm gerechnet habe, ihn aber etwas geordneter regeln wollte als dass ich ins Hornissennest der Szene reinsteche 😉
Bei einer Diskussionsrunde sollte das Thema nicht davon handeln, wer sich wie daneben verhält, sondern dass das Thema Respekt wieder grossgeschrieben wird.
Ich denke das ganze in einem Forum ist einfacher zu diskutieren als im Blog. Leider besitze ich nur mein eigenes Forum und dort müsste man sich anmelden. Jemand könnte auch einen Thread bei Animexx eröffnen aber ICH mache das nicht 😉

 

8. Respekt

Dieser Punkt ist für mich das Kernthema. Wenn wir wirklich etwas verändern wollen, dann müssen wir anfangen unsere hochgelobte Toleranz und den Respekt wieder vorzuleben.
Die Älteren müssen die Jüngeren wieder respektieren. Die Jüngeren müssen die Älteren respektieren. Cosplayer sollen sich gegenseitig respektieren. Conbesucher sollen die Regeln respektieren, genauso wie Helfer und Orgas die Besucher respektieren müssen.
Wenn sich eine Organisation selbst die Nächste ist, kann sie nicht erwarten dass ihre Besucher sie noch ernst nehmen. Und wenn die Besucher sich weiterhin versuchen in Cons zu schleichen oder sich in Büschen zu verlustieren, wird dies plötzlich zu weiteren Zaunimagics führen.

 

9. Das Alles bringt doch nichts

Stimmt. Was ich hier schreibe bringt gar nichts, ausser dass es vor allem die Leute zum Denken animiert, welche mir grössenteils eh schon zustimmen und Gegenreaktionen von Leuten hervorruft die es anders sehen, zu tief im Sumpf stecken oder einfach aus Prinzip anderer Meinung sind.
Ich persönlich denke, dass es etwas bringt, wenn wenigstens die die es interessiert sich immer wieder vergewissern, dass sie andere respektvoll behandeln. Ich erwarte nicht, dass ihr Müllspechten hinterher aufräumt oder Grüppchen zurecht weist. Dies wird eh meistens nichts bringen.
Aber ich hoffe dass ihr selbst auf euren Müll achtet und eure Freunde darauf hinweist den Müll nicht liegen zu lassen oder sich nicht über die Cosplayerin mit dem grösseren Körperbau lustig zu machen.
Wenn sich dank meinem vorherigen (oder diesen Blog) nur eine Person um mehr Respekt bemüht, dann hat sich bereits etwas geändert.

 

10. Und wie geht es mit der Szene nun weiter?

Das wird sich wohl zeigen. Die älteren Orgas erreichen langsam den Zeitpunkt zu dem sie diesen Blödsinn schon seit zehn Jahren machen und sich eventuell endgültig ihrem Privatleben widmen wollen. Wenn die Cons nicht gut übergeben werden können, werden sie verschwinden.
Kleinere Cons werden an ihre Stelle treten. Die grossen Gruppen werden sich vermutlich verstärkt in kleinere Gruppen aufteilen. Die ersten sogenannten „Gammelcons“ existieren bereits und es werden mehr davon werden.
Schlussendlich läuft das ganze auf drei Szenarien hinaus.
– Alles bleibt wie es ist.
– Es wird schlimmer und irgendwann gibt es einen riesigen Knall
– Die Situation wird sich normalisieren (entweder weil der Hype um A/M verschwindet oder weil sich alles etwas auflöst und in kleinere Grüppchen verteilt)

 

11. Aber ist das nicht ein gesellschaftliches Problem?

Doch. Die komplette Gesellschaft ist egoistischer und agressiver geworden.  Mehr denn je ist uns bewusst, dass wir von Politik und Wirtschaft verarscht und ausgenutzt werden. Aber sollten wir wirklich mit Gewalt und Respektlosigkeit uns selbst gegenüber darauf reagieren? In London raubten „Demonstranten“ im Protest gegen die korrupten Banken und Politiker kleine Familienbetriebe aus oder klauten sich gegenseitig die Geldbörsen.
Nur weil uns Unrecht getan wird, dürfen wir dies nicht mit Unrecht anderen gegenüber vergelten.

Und hiermit endet die Predigt. Was ich sagen wollte ist soweit gesagt und falls mir noch etwas einfällt behalt ich es für mich oder auch nicht 🙂
Wie oben erwähnt wäre ich froh das Thema grösser in einem Forum oder dergleichen diskutieren zu lassen, denn das Thema verdient mehr als nur via Kommentarfunktion besprochen zu werden.

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Quo Vadis Animeszene?

12. Januar 2012 at 11:50 (Comedy, Liebesgrüsse vom Arschloch, Rantabout) (, , , , , , , , , , , , , )

Heute bin ich mal in Stimmung für einen bösen Blog der einige Themen behandelt die mir schon lange auf dem Herzen liegen, vermutlich werde ich damit auch einigen Leuten auf den Schlips treten, aber hey, das ist das Ziel meines Blogs 🙂

Wie die meisten Leser meines Blogs ja wissen, war ich 2011 mit meinem vorerst letzten Comedyprogramm „Con ist Krieg“ unterwegs.
In diesem Programm behandelte ich das ganze Drama welches sich an Cons abspielt und das Feedback welches ich am meisten bekommen habe war „aber recht hat er ja“.

Mit diesem Blogeintrag will ich nun einmal gröber ausholen wieso ich überhaupt auf die Idee kam dieses Thema als Comedyprogramm zu behandeln und was ich persönlich zu diesem Thema zu sagen habe.

Um meine Meinung zu erläutern muss ich jedoch weiter ausholen und erst einmal erklären was die Animeszene für mich bedeutet.

Ich wurde mit 15 Jahren als Anime- und Mangafan von meinem damaligen besten Freund durch Dragonball und Sailormoon angefixt.  Durch das Hobby lernte ich neue Leute kennen und mit der schrittweisen Verbreitung von Internet lernte ich dann mit 17 die ersten deutschen Animefans kennen.

In der Schweiz kam ich in ein Forum in welchem sich rund 80 Animefans des ganzen Landes unterhielten und der Szene verdankte ich im Jahr 2000 meine erste Beziehung (und meine erste Con).

Ich hebe dies deswegen hervor, weil damals (also vor 10-14 Jahren) waren einige Punkte in der Animeszene nahezu in Stein gemeiselt, auch wenn es logischerweise Ausnahmen gab.

– Animefans sind fast alle Mobbingopfer
– Animefans verachten Alkohol
– Animefans verachten Hiphop

Die Animeszene war damals für viele Mobbingopfer eine Möglichkeit sich unter Gleichgesinnten wohl zu fühlen. Eine Art Familie fernab der Normalität.
Während die „normalen“ Menschen sich besoffen, Hiphop hörten und ihre Gruppenkämpfe austrugen, so besprach man die neueste Serie, traf sich zum Gameboy spielen oder machte Animesessions bei denen man sich NGE, Trigun etc. ansah.
Eines der Credos der Szene war jahrelang (zumindest in der Schweiz) „Wir brauchen keinen Alkohol um Spass zu haben“.

Natürlich gab es auch Streitereien und zwischenmenschliche Probleme, aber im Kern wussten wir immer, dass wir alle Animefans sind. Im Kern halten wir zusammen. Selbst wenn ich jemandem am liebsten die Zähne eingeschlagen hätte, so hätte ich ihn immer gegen äussere Einflüsse verteidigt. Weil er wie ich war und dementsprechend ein Angriff auf ihn, ein Angriff auf mich war.

Dieses Gefühl ist in meinen Augen allerdings immer mehr verschwunden. Die Szene ist gewachsen. Nicht nur in der Masse sondern auch in der Breite.
Die Szene setzt sich mittlerweile nicht mehr „nur“ aus Metal/Goth-Hörern zusammen sondern auch Normalos, Popkiddies, Hiphoppern etc.
Anime und Manga scheint in der Normalität angekommen zu sein. Zumindest für Animefans der älteren Garde wie mich. (Was lustig ist, da bereits wir als Mainstream betrachtet wurden von denjenigen die noch mühsam Fansubs auf Videokassetten gekauft hatten in den siebziger und achziger Jahren)

Durch die Masse hat sich die Szene immer mehr aufgespaltet. Aus Treffen von 20 Leuten wurden Treffen von 50 Leuten. Daraus Treffen von 100 Leuten.
Ein Forum mit 80 Benutzern hat plötzlich 800 Benutzer.
Logischerweise begannen sich Grüppchen zu bilden. Man hat plötzlich die Freiheit sich nicht mehr mit jedem verstehen zu müssen und so schade dies ist, es ist normal.

Auch die Einstellung zum Alkohol hat sich geändert. Wo früher Alkohol noch verpönt war gibt es nun Cons an welchen Alkohol verkauft wird und Cons an welchen sich die Orgas besaufen.
Immer mehr Animefans fröhnen dem Alkoholgenuss. Die Jüngeren weil es cool ist und dazu gehört. Die Älteren um ihre Depressionen und Midlife-Crises zu ersäufen.

Im Grunde mag der Alkoholgenuss vernachlässigbar sein und bei weitem nicht jeder ist so ein Alkoholhasser wie der alte Mann der diesen Blog verfasst. (wobei ich nichts gegen ein Glas Met einzuwenden hätte wenn die Leute es nicht übertreiben würden und es nicht nach Alkohol schmecken würde)

Der Alkohol ist für mich eher eines der Beispiele an Dingen welche sich geändert haben. Die Grüppchenbildung der Szene hat vermehrt zu Situationen geführt, welche ich so nur aus der Schule kannte und welche in der Animeszene für mich nie denkbar gewesen wären.
Mobbing und Profilierungsneurose.

Zum Beispiel das Cosplay. Die Cosplayszene lässt sich mittlerweile gut Unterteilen in Teilzeitcosplayer und Vollzeitcosplayer. Und ich persönlich halte mich je länger je mehr von den Vollzeitcosplayern fern, da einige davon ein gutes Beispiel dessen zeigen, was mit der Szene (in meinen Augen) nicht mehr stimmt.

Anstatt ihr Hobby zu geniessen scheint es nur noch aus Gehässigkeit, Arroganz, Selbstprofilierung und Arbeit zu bestehen.
Es wird sich bei möglichst vielen Leuten eingeschleimt um viele Freunde zu haben. Denn nur wenn man viele Freunde hat kann man diese dazu mobilisieren, dass bei Cosplaywettbewerben für einen gestimmt wird.
Das Ziel ist klar. Die Startseite von Deviantart, Cosplay.com oder Animexx.

Übergewichtige Cosplayer, Cosplayer die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen, genetische Männer welche gerne Frauen cosplayen oder (gnade Dende) Cosplayer die es wagen dasselbe Cosplay wie man selbst zu tragen, werden mittlerweile gnadenlos gemobbed und attackiert.
Noch schlimmer ist die Bigotterie welche einige Leute betreiben wenn es um Freizügigkeit geht.

Da können zwei Mädels dasselbe Cosplayprinzip verfolgen. Beide weiblich, beide oben ohne, beide liegen auf dem Bauch wodurch man nur einen Teil der Brüste sieht.
Die eine ist eine Schlampe und die andere hat das Cosplay voll cool herüber gebracht.
Ich habe aus diesem Grund bereits „Freunde“ aus Facebook gelöscht, weil ich mich sonst nicht hätte zurückhalten können meine Meinung zu äussern, wenn ein Mädel welches auf zig Fotos ihre Brüste im Cosplay in die Kamera streckt, sich darüber aufregt dass ein anderes Mädel ihre Brüste (wohlbemerkt weniger angstrengt) ebenfalls in die Kamera streckt.

Die grösseren Cosplaywettbewerbe treiben dieses Getue dann auf die Spitze. Da wird gelogen und betrogen und gegen die Jury aufgebracht um sich einen Vorteil zu erschleichen. Es hat beim DCM nicht zur Qualifikation gereicht? Kein Problem. Man versucht einfach den Sieger zu verunglimpfen. Man erstellt Doppelaccounts um seine eigenen Thesen noch durch eine zweite Person untermauern zu können oder man mobilisiert einfach seine Freunde und Fans.
Etwas das mal als Spass begonnen hat wird immer mehr zum knallharten Business bei dem die Beteiligten keinerlei Spass und Kritik verstehen. Schlimmstenfalls geht dies bis zum krankhaften Bekehrungsversuch, dass Cosplay nicht etwas besonderes sei.

Aber nicht nur vor, auch hinter der Kamera spiegelt sich das wieder. Seien es Cosplayfotografen die darauf pochen, dass sie viel bessere Fotos machen als XY, Animeradios die sich gegenseitig bekämpfen und schlecht machen oder auch die immer häufiger werdenden Filmcrews mit ausgeklügelteren oder weniger ausgeklügelten Formaten.
Die schlimmsten sind jene die hinter jedes Video und jeden Blog und jeden Kommentar ihr „abonniert mich und klickt auf like“ schreiben, was bei mir automatisch eine Abneigung auslöst.
„Wenn du etwas Gutes leistest werde ich es automatisch liken, wenn du mehrere gute Dinge leistest, werde ich dich abonnieren. Wenn ich der Meinung bin, dass du WIRKLICH sehenswert bist, mache ich Werbung für dich. Hör auf mich dazu aufzufordern sondern ARBEITE für deinen Erfolg…“ aber ich schweife ab.

Überall werden Seilschaften geknüpft um sich einen Vorteil zu verschaffen. Händler XY gibt Orga YZ einen Freundschaftsrabatt im Laden und erhält dadurch Exklusivrechte für Con XZ. Orga AB lässt die Veranstaltung BC nur von seinem guten Kumpel CD in Szene setzen etc.
Vereine werden gegründet um diese Seilschaften in offizielle Strukturen zu zwängen um davon abzulenken und die Vetternwirtschaft geht bis zum Punkt wo manche Leute Geld für Dinge erhalten, welche der Rest ehrenamtlich leistet.

Die Animeszene verkam in den letzten Jahren vermehrt genau dazu, wovon sie sich noch vor zehn Jahren so krankhaft abzugrenzen versuchte.

Selbst die Toleranz, ein Punkt auf den wir in der Animeszene so stolz sind, schwindet immer mehr.
Wir Animefans rühmen uns, dass wir keine Vorurteile haben. Egal ob weiss, schwarz, asexuell, homosexuell, bisexuell oder sogar heterosexuell. Alle sind erwünscht und akzeptiert. Niemand wird gemobbed.

Ausser man gehört zu Jenen die erneut ausserhalb des erlernten Tellerrandes liegen. Die Akzeptanz der Furries lässt noch immer zu wünschen übrig. Starkes Übergewicht wird eher noch verstärkt blossgestellt als früher. Ein Animefan mit christlichem Glauben (ja die gibts) wird eher belächelt. Ja wir sind toleranter als der Durchschnittsbürger, aber die Grenze unserer eigenen Toleranz verteidigen wir dafür härter als es ein Normalo tun würde und sie nimmt ab.
Und ich bilde da keine Ausnahme. Ich war geschockt erkennen zu müssen wieviel Sprüche ich gegen Furries losgelassen habe oder wie ich auch manchmal Leute der Szene gemobbed habe weil sie in meinen Augen einfach nur Trottel waren.
Auch heute erwische ich mich noch dabei wie ich genau jene Dinge tue welche ich hier anprangere und ich könnte mir selber in den Hintern treten wenn ich mich dabei erwische.

Ich weiss für all jenes was ich hier beschrieben habe gibt es zahlreiche Ausnahmen und Situationen die anders laufen und die Lage mag bei weitem nicht so dramatisch sein, wie ich es hier darstelle aber trotzdem musste es raus. Zum Beispiel wurde an der Hanami eine junge Frau zum Mr. Hanami und ein junger Mann zur Mrs. Hanami gewählt, was ich sehr cool fand.

 

Long Story Short:

Betrachtet die Entwicklung der Animeszene und fragt euch, ob es das ist was ihr wollt. Falls nicht nehmt euch ein Beispiel. Beteiligt euch nicht beim Mobbing. Sagt Leuten die sich so benehmen eure Meinung oder werft sie aus der Freundesliste, denn sowas sind keine Freunde.
Hört auf krankhaft besser sein zu wollen als alle anderen. Es gibt so unendlich viel kreative Energie in dieser Szene und ein Grossteil wird auf kindischen Konkurrenzkampf verschwendet anstatt darauf etwas zu erreichen.

Dies ist worauf ich hinaus wollte und mitunter ein Grund wieso ich mich für ein Jahr aus der Comedy zurückziehe (neben Hochzeit und Erholung). Ich habe in den letzten zwei Jahren mehr Drama in der deutschen Szene erlebt als ich es in den ganzen 12 Jahren als Animefan davor getan habe und je mehr Auftritte ich habe, desto mehr bekomme ich mit. Wenn ich mich also aus den Cons zurückziehe, bekomme ich eventuell auch etwas weniger Drama mit und bekomme wieder mehr den Glauben in die Szene zurück.

In diesem Zusammenhang noch ein grosses Lob an die Showacts der Szene. Ich habe bisher nur mit wenigen Showgruppen/Sänger/innen sprechen können, aber meine Erfahrung war es, dass sich hier noch gegenseitig unterstützt wird.
Man hilft sich hinter der Bühne beim umziehen, man gibt sich Tipps, man versucht das Publikum anzuheizen und genau so sollte es sein. (Ok ich kenne auch Showacts die ne ganze Garderobe für sich beanspruchten und der Rest musste sich zu 30 ein kleines Zimmer teilen aber shit happens :))

 

 

PS: Keine Ahnung ob meine Einschätzung zu gewissen Themen wie dem Alkoholkonsum wirklich stimmt oder ob die heutigen Animefans überhaupt noch gemobbed werden. Falls ich da total schief liege wäre ich um Feedback dankbar.

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