Jubiläum – 10 Jahre Comedy

4. Juni 2015 at 16:26 (Comedy) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Final

Am 04.06.2005, also genau heute vor zehn Jahren, stieg ich in Bad Fallingbostel das erste Mal in meinem Leben auf eine Conbühne.
Damals noch mit kurzen Haaren und im Shikamaru-Cosplay bot mir die Nippon Island Con (Vorgänger der NiCon in Hannover) die Möglichkeit Leute zu bespassen. Vor Allem, weil ich persönlich mit der Orga befreundet war.

Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich mit meiner Comedy irgendwann auf der Gamescom, der Leipziger Buchmesse, der Frankfurter Buchmesse oder der Connichi auftreten würde. Ich hätte ihn darum gebeten an meiner Stelle auf die Bühne zu stehen. Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass ich zehn Jahre später immer noch auf der Bühne stehen würde. Aber so ist es nun.

Zehn Jahre Comedy. Und was für zehn Jahre. Den Rest des Beitrags lesen »

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Quo Vadis Animeszene?

12. Januar 2012 at 11:50 (Comedy, Liebesgrüsse vom Arschloch, Rantabout) (, , , , , , , , , , , , , )

Heute bin ich mal in Stimmung für einen bösen Blog der einige Themen behandelt die mir schon lange auf dem Herzen liegen, vermutlich werde ich damit auch einigen Leuten auf den Schlips treten, aber hey, das ist das Ziel meines Blogs 🙂

Wie die meisten Leser meines Blogs ja wissen, war ich 2011 mit meinem vorerst letzten Comedyprogramm „Con ist Krieg“ unterwegs.
In diesem Programm behandelte ich das ganze Drama welches sich an Cons abspielt und das Feedback welches ich am meisten bekommen habe war „aber recht hat er ja“.

Mit diesem Blogeintrag will ich nun einmal gröber ausholen wieso ich überhaupt auf die Idee kam dieses Thema als Comedyprogramm zu behandeln und was ich persönlich zu diesem Thema zu sagen habe.

Um meine Meinung zu erläutern muss ich jedoch weiter ausholen und erst einmal erklären was die Animeszene für mich bedeutet.

Ich wurde mit 15 Jahren als Anime- und Mangafan von meinem damaligen besten Freund durch Dragonball und Sailormoon angefixt.  Durch das Hobby lernte ich neue Leute kennen und mit der schrittweisen Verbreitung von Internet lernte ich dann mit 17 die ersten deutschen Animefans kennen.

In der Schweiz kam ich in ein Forum in welchem sich rund 80 Animefans des ganzen Landes unterhielten und der Szene verdankte ich im Jahr 2000 meine erste Beziehung (und meine erste Con).

Ich hebe dies deswegen hervor, weil damals (also vor 10-14 Jahren) waren einige Punkte in der Animeszene nahezu in Stein gemeiselt, auch wenn es logischerweise Ausnahmen gab.

– Animefans sind fast alle Mobbingopfer
– Animefans verachten Alkohol
– Animefans verachten Hiphop

Die Animeszene war damals für viele Mobbingopfer eine Möglichkeit sich unter Gleichgesinnten wohl zu fühlen. Eine Art Familie fernab der Normalität.
Während die „normalen“ Menschen sich besoffen, Hiphop hörten und ihre Gruppenkämpfe austrugen, so besprach man die neueste Serie, traf sich zum Gameboy spielen oder machte Animesessions bei denen man sich NGE, Trigun etc. ansah.
Eines der Credos der Szene war jahrelang (zumindest in der Schweiz) „Wir brauchen keinen Alkohol um Spass zu haben“.

Natürlich gab es auch Streitereien und zwischenmenschliche Probleme, aber im Kern wussten wir immer, dass wir alle Animefans sind. Im Kern halten wir zusammen. Selbst wenn ich jemandem am liebsten die Zähne eingeschlagen hätte, so hätte ich ihn immer gegen äussere Einflüsse verteidigt. Weil er wie ich war und dementsprechend ein Angriff auf ihn, ein Angriff auf mich war.

Dieses Gefühl ist in meinen Augen allerdings immer mehr verschwunden. Die Szene ist gewachsen. Nicht nur in der Masse sondern auch in der Breite.
Die Szene setzt sich mittlerweile nicht mehr „nur“ aus Metal/Goth-Hörern zusammen sondern auch Normalos, Popkiddies, Hiphoppern etc.
Anime und Manga scheint in der Normalität angekommen zu sein. Zumindest für Animefans der älteren Garde wie mich. (Was lustig ist, da bereits wir als Mainstream betrachtet wurden von denjenigen die noch mühsam Fansubs auf Videokassetten gekauft hatten in den siebziger und achziger Jahren)

Durch die Masse hat sich die Szene immer mehr aufgespaltet. Aus Treffen von 20 Leuten wurden Treffen von 50 Leuten. Daraus Treffen von 100 Leuten.
Ein Forum mit 80 Benutzern hat plötzlich 800 Benutzer.
Logischerweise begannen sich Grüppchen zu bilden. Man hat plötzlich die Freiheit sich nicht mehr mit jedem verstehen zu müssen und so schade dies ist, es ist normal.

Auch die Einstellung zum Alkohol hat sich geändert. Wo früher Alkohol noch verpönt war gibt es nun Cons an welchen Alkohol verkauft wird und Cons an welchen sich die Orgas besaufen.
Immer mehr Animefans fröhnen dem Alkoholgenuss. Die Jüngeren weil es cool ist und dazu gehört. Die Älteren um ihre Depressionen und Midlife-Crises zu ersäufen.

Im Grunde mag der Alkoholgenuss vernachlässigbar sein und bei weitem nicht jeder ist so ein Alkoholhasser wie der alte Mann der diesen Blog verfasst. (wobei ich nichts gegen ein Glas Met einzuwenden hätte wenn die Leute es nicht übertreiben würden und es nicht nach Alkohol schmecken würde)

Der Alkohol ist für mich eher eines der Beispiele an Dingen welche sich geändert haben. Die Grüppchenbildung der Szene hat vermehrt zu Situationen geführt, welche ich so nur aus der Schule kannte und welche in der Animeszene für mich nie denkbar gewesen wären.
Mobbing und Profilierungsneurose.

Zum Beispiel das Cosplay. Die Cosplayszene lässt sich mittlerweile gut Unterteilen in Teilzeitcosplayer und Vollzeitcosplayer. Und ich persönlich halte mich je länger je mehr von den Vollzeitcosplayern fern, da einige davon ein gutes Beispiel dessen zeigen, was mit der Szene (in meinen Augen) nicht mehr stimmt.

Anstatt ihr Hobby zu geniessen scheint es nur noch aus Gehässigkeit, Arroganz, Selbstprofilierung und Arbeit zu bestehen.
Es wird sich bei möglichst vielen Leuten eingeschleimt um viele Freunde zu haben. Denn nur wenn man viele Freunde hat kann man diese dazu mobilisieren, dass bei Cosplaywettbewerben für einen gestimmt wird.
Das Ziel ist klar. Die Startseite von Deviantart, Cosplay.com oder Animexx.

Übergewichtige Cosplayer, Cosplayer die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen, genetische Männer welche gerne Frauen cosplayen oder (gnade Dende) Cosplayer die es wagen dasselbe Cosplay wie man selbst zu tragen, werden mittlerweile gnadenlos gemobbed und attackiert.
Noch schlimmer ist die Bigotterie welche einige Leute betreiben wenn es um Freizügigkeit geht.

Da können zwei Mädels dasselbe Cosplayprinzip verfolgen. Beide weiblich, beide oben ohne, beide liegen auf dem Bauch wodurch man nur einen Teil der Brüste sieht.
Die eine ist eine Schlampe und die andere hat das Cosplay voll cool herüber gebracht.
Ich habe aus diesem Grund bereits „Freunde“ aus Facebook gelöscht, weil ich mich sonst nicht hätte zurückhalten können meine Meinung zu äussern, wenn ein Mädel welches auf zig Fotos ihre Brüste im Cosplay in die Kamera streckt, sich darüber aufregt dass ein anderes Mädel ihre Brüste (wohlbemerkt weniger angstrengt) ebenfalls in die Kamera streckt.

Die grösseren Cosplaywettbewerbe treiben dieses Getue dann auf die Spitze. Da wird gelogen und betrogen und gegen die Jury aufgebracht um sich einen Vorteil zu erschleichen. Es hat beim DCM nicht zur Qualifikation gereicht? Kein Problem. Man versucht einfach den Sieger zu verunglimpfen. Man erstellt Doppelaccounts um seine eigenen Thesen noch durch eine zweite Person untermauern zu können oder man mobilisiert einfach seine Freunde und Fans.
Etwas das mal als Spass begonnen hat wird immer mehr zum knallharten Business bei dem die Beteiligten keinerlei Spass und Kritik verstehen. Schlimmstenfalls geht dies bis zum krankhaften Bekehrungsversuch, dass Cosplay nicht etwas besonderes sei.

Aber nicht nur vor, auch hinter der Kamera spiegelt sich das wieder. Seien es Cosplayfotografen die darauf pochen, dass sie viel bessere Fotos machen als XY, Animeradios die sich gegenseitig bekämpfen und schlecht machen oder auch die immer häufiger werdenden Filmcrews mit ausgeklügelteren oder weniger ausgeklügelten Formaten.
Die schlimmsten sind jene die hinter jedes Video und jeden Blog und jeden Kommentar ihr „abonniert mich und klickt auf like“ schreiben, was bei mir automatisch eine Abneigung auslöst.
„Wenn du etwas Gutes leistest werde ich es automatisch liken, wenn du mehrere gute Dinge leistest, werde ich dich abonnieren. Wenn ich der Meinung bin, dass du WIRKLICH sehenswert bist, mache ich Werbung für dich. Hör auf mich dazu aufzufordern sondern ARBEITE für deinen Erfolg…“ aber ich schweife ab.

Überall werden Seilschaften geknüpft um sich einen Vorteil zu verschaffen. Händler XY gibt Orga YZ einen Freundschaftsrabatt im Laden und erhält dadurch Exklusivrechte für Con XZ. Orga AB lässt die Veranstaltung BC nur von seinem guten Kumpel CD in Szene setzen etc.
Vereine werden gegründet um diese Seilschaften in offizielle Strukturen zu zwängen um davon abzulenken und die Vetternwirtschaft geht bis zum Punkt wo manche Leute Geld für Dinge erhalten, welche der Rest ehrenamtlich leistet.

Die Animeszene verkam in den letzten Jahren vermehrt genau dazu, wovon sie sich noch vor zehn Jahren so krankhaft abzugrenzen versuchte.

Selbst die Toleranz, ein Punkt auf den wir in der Animeszene so stolz sind, schwindet immer mehr.
Wir Animefans rühmen uns, dass wir keine Vorurteile haben. Egal ob weiss, schwarz, asexuell, homosexuell, bisexuell oder sogar heterosexuell. Alle sind erwünscht und akzeptiert. Niemand wird gemobbed.

Ausser man gehört zu Jenen die erneut ausserhalb des erlernten Tellerrandes liegen. Die Akzeptanz der Furries lässt noch immer zu wünschen übrig. Starkes Übergewicht wird eher noch verstärkt blossgestellt als früher. Ein Animefan mit christlichem Glauben (ja die gibts) wird eher belächelt. Ja wir sind toleranter als der Durchschnittsbürger, aber die Grenze unserer eigenen Toleranz verteidigen wir dafür härter als es ein Normalo tun würde und sie nimmt ab.
Und ich bilde da keine Ausnahme. Ich war geschockt erkennen zu müssen wieviel Sprüche ich gegen Furries losgelassen habe oder wie ich auch manchmal Leute der Szene gemobbed habe weil sie in meinen Augen einfach nur Trottel waren.
Auch heute erwische ich mich noch dabei wie ich genau jene Dinge tue welche ich hier anprangere und ich könnte mir selber in den Hintern treten wenn ich mich dabei erwische.

Ich weiss für all jenes was ich hier beschrieben habe gibt es zahlreiche Ausnahmen und Situationen die anders laufen und die Lage mag bei weitem nicht so dramatisch sein, wie ich es hier darstelle aber trotzdem musste es raus. Zum Beispiel wurde an der Hanami eine junge Frau zum Mr. Hanami und ein junger Mann zur Mrs. Hanami gewählt, was ich sehr cool fand.

 

Long Story Short:

Betrachtet die Entwicklung der Animeszene und fragt euch, ob es das ist was ihr wollt. Falls nicht nehmt euch ein Beispiel. Beteiligt euch nicht beim Mobbing. Sagt Leuten die sich so benehmen eure Meinung oder werft sie aus der Freundesliste, denn sowas sind keine Freunde.
Hört auf krankhaft besser sein zu wollen als alle anderen. Es gibt so unendlich viel kreative Energie in dieser Szene und ein Grossteil wird auf kindischen Konkurrenzkampf verschwendet anstatt darauf etwas zu erreichen.

Dies ist worauf ich hinaus wollte und mitunter ein Grund wieso ich mich für ein Jahr aus der Comedy zurückziehe (neben Hochzeit und Erholung). Ich habe in den letzten zwei Jahren mehr Drama in der deutschen Szene erlebt als ich es in den ganzen 12 Jahren als Animefan davor getan habe und je mehr Auftritte ich habe, desto mehr bekomme ich mit. Wenn ich mich also aus den Cons zurückziehe, bekomme ich eventuell auch etwas weniger Drama mit und bekomme wieder mehr den Glauben in die Szene zurück.

In diesem Zusammenhang noch ein grosses Lob an die Showacts der Szene. Ich habe bisher nur mit wenigen Showgruppen/Sänger/innen sprechen können, aber meine Erfahrung war es, dass sich hier noch gegenseitig unterstützt wird.
Man hilft sich hinter der Bühne beim umziehen, man gibt sich Tipps, man versucht das Publikum anzuheizen und genau so sollte es sein. (Ok ich kenne auch Showacts die ne ganze Garderobe für sich beanspruchten und der Rest musste sich zu 30 ein kleines Zimmer teilen aber shit happens :))

 

 

PS: Keine Ahnung ob meine Einschätzung zu gewissen Themen wie dem Alkoholkonsum wirklich stimmt oder ob die heutigen Animefans überhaupt noch gemobbed werden. Falls ich da total schief liege wäre ich um Feedback dankbar.

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2010 im Namen der Comedy

27. Dezember 2010 at 08:20 (Comedy) (, , , , , , , , , , , , )

Weihnachten ist vorbei. Alle Geschenke sind verteilt und werden eifrigst umgetauscht. Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und für mich wird es Zeit ein weiteres Jahr Revue passieren zu lassen.

Zuerst das Comedyjahr.

Nachdem ich dachte, dass ich nach 2009 nicht mehr erfolgreicher werden könnte (OMFG NICHI!!), sollte mich 2010 eines Besseren belehren.

Das Conjahr begann für mich dieses Jahr bereits im April mit der letzten Aufführung von „Voll im Stress“ an der ConTopia in Wuppertal.

Ich hätte gerne bereits mein neues Programm vorgestellt, aber zum Einen obliegt der Hanami die Ehre der Premiere (das reimt sich :p) und zum Anderen hatte ich das Programm noch gar nicht fertig.

Da ich jedoch nicht nur dasselbe Programm abliefern wollte wie ein halbes Jahr zuvor, beeilte ich mich noch wenigstens die Premiere meines neuesten Songs vorzuführen.

Mädel

Nach der Contopia kamen dann vermehrt Anfragen zu Auftritten hinein.

An der Hanami in Ludwigshafen, konnte ich dann (nervös wie immer) die Premiere meines neuen Programms „Fan @ Work“ abhalten. Ich hatte riesige Angst, dass ich keine Chance haben würde auch nur Ansatzweise wieder an die 5 meistgesprochenen Helfersätze zu kommen, aber ich glaube/hoffe, mit diesem Programm den Nerv der Zuschauer getroffen zu haben.

Kein Monat später fuhr ich bereits noch Düsseldorf, mit nem Typen im Schlepptau, auf den ich nur noch als „Karaokegott“ verweisen werde (ätsch Tokuwa). Die Dokomi war warm…. sehr warm. Zumindest warm genug, dass ich beinahe einen Kreislaufkollaps auf der Bühne erlitten hätte.
Die Aktion um halb 2 Uhr Morgens wieder zurück in die Schweiz zu fahren, war dann doch eher… dämlich.

Danach wurde es etwas ruhiger für rund 1,5 Monate. Dann hiess es „Auf nach Hamburg“ zur Chisaiicon.
10 Stunden hinfahrt, auftreten und danach oben ohne (Gott war das heiss) bei Pornophonique abrocken.
Hier habe ich mich das erste Mal dazu überreden lassen mich an „Master Exploder“ von Tenacious D zu versuchen.
Das Lied ist geil, aber ich hoffe die Zuhörer verzeihen mir ihren Hörsturz.

Auf die ChisaiiCon folgte noch im selben Monat der Cosday in Frankfurt. Erneut eine „Hin, etwas rumlungern, auftreten,heimfahren“-Aktion die ich dieses Jahr leider ab und zu machen musste.

Danach kam die Sommerpause. Leider auch ohne Auftritt an der Connichi wofür ich nachträglich sehr dankbar war. (Details hierzu im persönlichen ConJahr wens interessiert).
Dafür gab es ein anderes Highlight 2010, und zwar im ConMonat schlechthin 2010.

Im Oktober trat ich gleich an 4 verschiedenen Cons auf.

Der Anfang machte die NiCon in Hannover, die allein schon deswegen wichtig war, da ich ohne die NiCon 2005 wohl niemals irgendwo aufgetreten wäre.

Danach folgte mein bisher grösster und kürzester Auftritt an der Frankfurter Buchmesse als Einheizer und Überbrücker des Finales der deutschen Cosplaymeisterschaft.
Es war Wahnsinn vor rund 2000 Leuten auftreten zu können und ein extra für die DCM zusammengebasteltes Programm vorzutragen.

Leider gibt es davon keine Aufnahmen da der offizielle DVD-Produzent meinen Auftritt rausgeschnitten hat. (lustigerweise hat er aber meine Ankündigung drin gelassen) 🙂 aber die FraBu hat mir generell wieder einige kleinere Schatten der Conszene gezeigt, die ich vermutlich sehr gut ins neue Programm werde übernehmen können 😉

Danach folgte die WieMaiKai in Wiesbaden (wo ich ein Interview mit NSW-Anime und ein kleines TV-Interview geben konnte) und ein Auftritt an der AniMaco in Berlin, an der ich ebenfalls ein Interview geben konnte (omfg, jemand will mich interviewen)

Das Conjahr schloss ich dann mit der J-Con in Merzig ab. Als Moderator  O_O
Es ist eine Sache es sich anzutun, mich 45 Minuten auf die Bühne zu stellen. Aber mich stundenlang labern lassen ist wahnsinn :p
Die Con war in meinen Augen ein würdiger Abschluss für das Conjahr 2010 und nun wird es Zeit einen Schlussstrich zu ziehen.

2010 war mit Abstand das erfolgreichste Jahr meiner Comedy bisher. Anstatt der erwarteten 50 Fans auf Facebook (wovon 49 meine Freunde und 1 ich wären), habe ich es auf beinahe 250 Fans gebracht.
Mädel wurde auf Youtube bereits 4000 Mal gehört.

Meine Idee T-Shirts mit meinem Logo zu verkaufen ist gescheitert. Die Shirts hatten eine viel zu miese Qualität für einen viel zu hohen Preis.

KiboFM hab ich vollkommen im Stich gelassen. Durch PC-Probleme und sonstige Ereignisse habe ich es nie geschafft das Anime-ABC abzuschliessen und das tut mir verdammt leid. Ich hoffe auf 2011, damit ich wenigstens halbwegs meine Ehre wiederherstellen kann.

Das war der Comedyrelevante Teil.

Noch kurz ein paar Zahlen:

– 11’350 gefahrene Kilometer
– 2’000 Euro Fahrtkosten (von denen ca. 550 wieder eingenommen wurden)
– 6’000 Zuschauer im Publikum
– 1 Cosplay
– 2 TV-Interviews
– 2 schriftliche Interviews
– 0 Groupies

Der Rest ist der persönliche Rückblick der nur für die Leute interessant sein dürfte, die wissen wollen wie krank der Kerl hinter dem Maidooutfit ist 😉

2010 begann speziell. Dank eines Stromausfalls verlor ich nicht nur Alle Daten meines Rechners (640 GB) sondern auch noch gleich das Backup mit dazu (zum Glück hatte ich die wichtigsten Daten noch auf einem Server).

Das P&P_Rollenspiel dass ich leitete erlitt Schiffbruch aufgrund eines Mangels von Mitspielern und daher, dass ich einfach nicht die Zeit finden sollte weiter daran zu arbeiten.

Der Job zu dem ich geflüchtet war, begann sich als wahre Katastrophe herauszustellen. 450 Benutzer, 600 Telefone (ohne Lizenzen da die Telefonanlage zu alt war) und 550 PCs lassen sich einfach nicht zu Zweit supporten.
Die komplette Überarbeitung und das ständige Gemecker der Vorgesetzten (welche noch nicht einmal im selben Land waren wie wir) forderte vermehrt ihren Tribut. Ich war gereizt, genervt und vor allem gestresst.

Die Sommerferien waren danach ein einziges Auf und Ab. Zuerst unterschrieb ich 3 Tage vor meinen Ferien einen neuen Arbeitsvertrag in der Nähe meiner Wohnung, kündigte und danach verbrachte ich wundervolle zwei Tage mit meiner Familie und meiner Freundin im Europapark.

Zwei Tage darauf starb jedoch ein sehr guter Freund der Familie, der mir quasi so nah stand wie ein zweiter Vater. Dass er vielen Leuten sehr viel Glück und Freude gespendet hatte sah man an seiner Beerdigung (sicher über 100 Leute), die am Freitag der Connichi stattfand, weswegen ich froh bin, dass ich dieses Jahr nicht auftreten konnte. (so ein weinender Kamen no Maid-Guy hat doch einfach keinen Style :p) 

Die Kombo dieses Verlusts sowie der Drecksjob (und der Schlafmangel aufgrund der vielen Auftritte) forderten danach endgültig ihren Tribut. Mir begannen Ende Oktober die Haare auszufallen. Kreisrunder Haarausfall (googelt es nach, sieht lustig aus wenn man es ned selber hat).

Mit dem Ende des Jahres kam jedoch auch das Ende meiner Probleme.
Im Dezember begann ich meine neue Arbeitsstelle und bereits eine Woche darauf begannen meine Haare wieder zu wachsen. Durch das gesparte Fahrgeld und Essensgeld, konnte ich endgültig meine Finanzen in den grünen Bereich lotsen (jaja, so ein Conhopperleben ist teuer) und ich habe gerade ein wunderschönes Weihnachtsfest hinter mir (mit Sage und Schreibe 4 Weihnachtsfeiern in 3 Tagen)

Aber neben dem ganzen Gemotze gab es auch einige andere Ereignisse 2010.

Ich konnte zusammen mit meiner Freundin ihren Film den sie fürs Studium drehen musste in nur 4 Drehtagen komplett abschliessen und auch der Vampirfilm in dem ich eine Nebenrolle hatte, wurde endlich fertiggestellt.

Generell stand mir bei all diesen Dingen mein Schatz zur Seite und ich kann gar nicht sagen, wie froh ich darüber bin ihre Unterstützung und ihre Liebe zu haben.

Als kleiner Abschluss bleibt mir nur noch, die Achievements die ich mir für 2010 gesetzt hatte abzuarbeiten.

Berufliche Achievements:

Same old, Same old. (5G) – FAILED (zum Glück)
Meinen Job bis nächstes Jahr auch behalten.

That’s the way, aha aha i like it. (10G) – FAILED (zum Glück)
Ende Jahr auch noch mit dem Job zufrieden sein.

Persönliche Achievements:

Build it up. (5G) – FAILED
Beginne mit Muskelaufbautraining.

Keep it going. (10) – FAILED EVEN MORE
Ziehe es auch nach 2 Monaten noch durch.

Künstlerische Achievements:

Keeping it straight. (5G) – UNDEFINED (one con didn’t take place)
Die traditionellen 3 Auftritte dieses Jahr haben. (Hanami, Kamani, BOA)

Going up. (10G) – SUCCESS (it was 12)
Mindestens 5 Auftritte dieses Jahr haben.

Oops i did it again. (15G) – FAILED
Erneut auf der Connichi auftreten.

Being ahead of Time (25G) – FAILED OF COURSE
Ein komplettes Comedyprogramm mal NICHT erst 2 Wochen vor dem Auftritt fertig haben.

Going Artsi. (15G) – FAILED
Geheimes Achievement.

Teaching you. (10G) – EPIC FAILED
Shinji Schneiders Anime-ABC beenden und zu ner zweiten Staffel gebeten werden.

Wanna wear me? (20G) – SUCCESS TURNED FAILURE
Geheimes Achievement (T-Shirts auf den Markt bringen)

Wanna hug me? (20G) – FAILED
Geheimes Achievement

Intro (15G) – SUCCESS
Das Video für das neue Programm rechtzeitig fertig haben.

It’s ALIVE!! (5G) – MORE OR LESS A SUCCESS
Es wird wieder aktiv im Forum gepostet.

Beziehungstechnische Achievements:

As good as it gets (5G) – EPIC SUCCESS
Still being happy at the end of the year. (should be easy ;))

Sonstige Achievements:

Happy three friends (5G) – FAILED
Geheimes Achievement.

Being Famous (10) – FUCKING SUCCESS
Auf Facebook 50 Fans bis Endes des Jahres.

I am the Master! (5G) – FAILED
Das Pen and Paper weiterführen.

I was the Master (10G) – FAILED
Shin-WOD auch zum Ende führen.

Life’s just a stage.(10G) FAILED
Mindestens 2 Mal ein LARP besuchen.

Euch allen einen guten Rutsch und ein frohes 2011

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Deutsche Cosplaymeisterschaft an der Frankfurter Buchmesse

11. Oktober 2010 at 09:26 (Comedy, Conbericht) (, , , , , , , , )

Zurück von der Buchmesse, dem DCM-Finale und dem damit verbundenen Auftritt.

Aber von Anfang an.

Die FraBu begann für mich am Samstag zuhause damit, dass ich noch den Auftritt beim DCM-Finale fertig vorbereiten musste.

Was soviel hiess wie endlich Video,Präsentation etc. bereit zu machen. Um 22 Uhr ins Bett… um 24 Uhr aufstehen…. ins Bett….. wach bleiben….um 5 Uhr meine Freundin wecken, dass wir langsam los sollten.

2 Stunden Schlaf hinter und 377 Km Fahrt vor Einem sind immer ein gutes Zeichen für einen bevorstehenden Auftritt.

 Also um 6 Uhr ab ins Auto und um 7 Uhr die Schweiz verlassen. Deutschland begann dann amüsant. In der 100er Zone ein Polizeiauto mit 110 überholt (Ups)… dann wurden wir jedoch von zwei Zugern (Reichster Kanton der Schweiz) mit ca. 160 Sachen überholt und das Thema Polizei hatte sich auf sehr amüsante Art für uns erledigt 😉

Gegen 11 Uhr kamen wir dann in Frankfurt an.
Nach einigem Irren und Wirren kamen wir dann zum Kongresssaal wo es hiess UMZIEHEN. Endlich im Rock konnte es dann unter die Leute gehen und ich wurde prompt vom Cosday-Team genötigt einige Fotos zu schiessen. (Bilder folgen)

Ich glaub neue Autogrammkarten dürften bald in der Drucke sein, aber erstmal hiess es alte Autogramme loswerden, in Conhons schreiben und herumgeführt werden weil man Kogarashi cosplayt.
Nachdem wir (meine Freundin und Ich) noch etwas über die FraBu gepilgert waren, hiess es ab hinter die Bühne und den Auftritt vorbereiten.

Backstage zu sein ist ein cooles Gefühl, bei den ganzen Cosplayern die nervös ihre Auftritte proben, die Moderatoren die ihre Ansagen proben und den Helfern die ihr möglichstes tun einen an der Konzentration zu hindern mit ihrem ZEUCH! 😉

Nach einer Weile ging es dann los. Die DCM wurde von den beiden Moderatoren und einer Ankündigung der deutschen Usagi-Sprecherin eingeleitet und dann wurde ich aufgerufen…
Ich habe noch nie 1900 Personen applaudieren gehört und bei dem Tonspiegel dachte ich, ich dreh am Rad O_O.

Ab auf die Bühne und etwas Nachhilfe in Cosplay erteilt. Dem Feedback nach, kam es glaub ich ganz ok an und ich hoffe auch „normalos“ verstanden worum es geht.

10 Minuten nachdem ich die Bühne betreten hatte lag ich auch schon wieder im Backstagebereich und versuchte dringend nötigen Schlaf nachzuholen bevor es nach 2-3 Stunden zur Überbrückung der Jury zurück auf die Bühne ging. (Offiziell für 10 Minuten) Kaum zurück, begann das grosse Aufbrechen des Publikums, das nach 2-3 Stunden sitzen nun die Beine vertreten musste und wohl auch die eine oder andere Pinkelpause benötigte.

Diese musste übrigens auch die Technik einlegen, wodurch ich auf der Bühne immer mal wieder ins Scheinwerferlicht blickte, ob dort oben bereits wieder einer meiner Halbgötter im Kabelsalat zur Stelle wäre.
Dann konnte ich die Premiere meines neuesten Songs „Das Cos“ (Anspielung auf das Lied „Die Zeit“ von der EAV) vortragen und ich hoffe es hat dem Publikum gefallen. Den Refrain müssen sie noch üben aber das COS-PLAY haben sie super hingekriegt 😉

Nach etlichen „Ausziehen“ und „CARAMELLDANSEN“-Rufen wurde noch die Bühne von einem angezogenen Flitzer gestürmt (welch Contradiction in Terms ;)) und beim Song „Helfer“ wurde dann auch noch die Bühne von Headbangern gestürmt… DIES WAR NICHT GEPLANT (und dementsprechend voll cool XD). Danach war ich Tot.

Ich zog mich etwas zurück, gab noch 3-4 Autogramme, nahm mir die Zeit noch ein wenig mit alten und neuen Freunden zu plaudern und dann gings wieder 4.5 Stunden nach Hause. Status im Facebook ändern(ja Suchti) und erschrecken, dass die Anzahl Fans sich von 144 auf 156 erhöht hat während meiner Heimfahrt.

Alles in Allem.

Es hat extrem viel Spass gemacht.
Ich bin immer noch ned ganz gesund und geniesse nun ein Wochenende ohne Cons.
Das Publikum war Spitze
Ich danke der Frankfurter Buchmesse und den Organisatoren des DCM extrem für mein bisher grösstes Publikum
Frankfurt kennt nun meine Unterhosenfarbe…
Cosplayer sind keine Spinner sondern Freaks

und auch sonst noch ganz viel ZEUCH!

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