Hanami und der Fluch des Pfalzbau

6. Mai 2012 at 18:15 (Conbericht) (, , , , , )

Dramatischer Titel zu einer dramatischen Con…. oder so.

Dieses Jahr trete ich ja aufgrund der Hochzeit kürzer und mache keine Comedy. (Generell kann ich nahezu keine Cons besuchen aus finanziellen und zeitlichen Gründen)

Trotzdem wollte ich auf gar keinen Fall darauf verzichten meine jährliche Dosis Hanami zu beziehen.

Seit der ersten Hanami war ich jedes Jahr in Ludwigshafen und schon lange sind mir Con als auch Leute ans Herz gewachsen, daher war ich sehr gespannt wie sich die Hanami in der neuen Location machen würde.

Als die Conneko in den Pfalzbau gewechselt ist, war dies das Ende der Conneko und die Geburtsstunde der viel kleineren, aber gemütlicheren Hanami. Wird der Fluch des Pfalzbaus auch die gross gewordene Hanami treffen und werden wieder nur 500 Leute 2013 die Imanah im Haus feiern? Wer weiss 😉

Aber ernsthaft nun.

Freitag:

Wir fuhren bereits am Freitag hoch zur Con, da wir noch den Cosplayball besprechen (bei dem ich mitmoderierte) und wir uns im Vorfeld mit einigen Bekannten treffen wollten.

Bereits früh trafen wir viele bekannte Gesichter und der Fluch des Pfalzbau hat generell dem Thema Menschen keinen Abriss getan. Es waren dieselben geliebten Menschen wie jedes Jahr. Also mein Hauptgrund für die Con wurde perfekt getroffen.
Am Abend liess ich mich noch (nur zu gerne) von DCIH ( http://www.dieconistheiss.com ) einspannen um bei einer Episode bildloser Videos, respektive dem nächsten Webler zu kameon (wie das klingt. So voll wichtig und professionell und so.)

Danach hiess es auch bereits zum Schlafplatz und

Samstag:

Pfalzbau hin oder her. Die Hanami hat ein grosses Problem und das ist die eigene Beliebtheit.
Die Hanami war als kleine Con von Fans für Fans konzipiert und wurde mittlerweile zu vermutlich einer der grössten 5 reinen AnimeCons Deutschlands (FBM und LBM zählen da ned zu, MMC und Animaco zähl ich als einzelne Con).
Dies ist ein Zeichen für den Erfolg dieser Con aber sorgt leider auch zu enormen Warteschlangen vor dem Einlass. Wenn sich mehrere tausend Menschen durch einen einzigen Eingang ins Gebäude bewegen wollen, führt dies unweigerlich zu riesigen Staus. Egal ob nun mit automatischem System oder mit normalen Ordnern. (ich kenne die technische Seite von JCTixx nicht um Verbesserungsvorschläge anzubringen und mir gefällt das System als solches eigentlich sehr gut).

Wie dem auch sei. Wieder standen einige Leute stundenlang vor der Halle, mussten sich dieses Jahr dank dem weniger sonnigen Wetter jedoch wenigstens nicht um einen Hitzschlag sorgen.

Im Pfalzbau selbst verbrachte ich viel Zeit am Stand von Nihao an dem die Plüschkätzchen wie nix weg gingen aber niemand meinen nackten Körper im Hentai bewundern wollte (wieso liebt mich kei… achso deswegen)

Der Samstag war aus meiner Sicht dann in sofern stressig da ich zuerst als Ares rumlief, dann ging es mit unseren Hochzeitsfotografen etwas essen, danach sofort umgezogen um beim nächsten Webler mitmischen zu können, danach bereits wieder umgezogen und auf den Cosplayball vorbereitet.

Cosplayball

Obwohl ich den Cosplayball zusammen mit Niko Necoras Schäfer moderieren sollte, hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung was mich erwarten würde, was mich aber nach den Startschwierigkeiten (1 Stunde Verzögerung wegen grossem Andrang auf kleinen Eingang) extrem positiv überraschte.
Die Stimmung unter den Ballgästen war aus meiner Sicht (also von oben) sehr gut und manche Leute haben die ganzen 3 Stunden durchgetanzt. Egal ob Walzer, Chachacha oder zu Nightwish.

Um 1:30 Morgens konnte ich dann auch wieder schlafen gehen und dann blieb nur noch der

Sonntag

Den Sonntag hab ich leider kaum noch erlebt. Ich hab versucht im Karaoke zu singen, war jedoch scheinbar zu früh dort und hab mir nicht einfach mal stinkfrech ein Mikro gegriffen um singen zu können (Es gab keine Möglichkeit schriftlich festzuhalten wer wann drann ist) und so bin ich wieder abgedackelt ohne die Leute mit meiner Stimme zu quälen. 😦
Naja nächstes Mal wieder.

Generell habe ich mich am Sonntag nur noch von meinen lieb gewordenen Freunden verabschiedet und bin nach Hause in die Schweiz gefahren.

Kommen wir jedoch zum Fazit der Hanami.
Die Hanami war sehr schön und ich bin froh, sie trotz meiner Pause besucht zu haben, trotzdem hinterlässt der Pfalzbau ein seltsames Gefühl.
Es ist ein wunderschönes Gebäude, es hat einen coolen Vorplatz, die Bühne ist riesig (auch wenn vollkommen ungeeignet für Tänzer mit Pfennigabsätzen) und es gibt extrem viel Platz.
Trotzdem oder gerade deswegen wirkt die Hanami 2012 jedoch etwas steril. Wo „Das Haus“ verwinkelt und voller Grünpflanzen und geheimen Ecken ist, so wirkt der Pfalzbau einfach wie ein grosser Klotz in dem sich alles abspielt.
Die Parkmöglichkeiten sind genial, der Vorplatz riesig aber trotzdem war es für mich persönlich nicht mehr „meine Hanami“.

Während die vorherigen Hanamis noch „Con meets Festival“ verkörperten, kam mir dieses Jahr das Festival etwas zu kurz. Keine kleinen Stände wie das Dosenwerfen oder der Buttonverkauf. Und wenn dann habe ich sie übersehen.

Die Hanami ist keine kleine Con mehr die von ein paar hundert Leuten besucht wird sondern eine richtige und ernstzunehmende Convention. Der alte Mann in mir vermisst jedoch „seine Hanami“ etwas und hätte nix dagegen wenn sich Ludwigshafen irgendwann zwei Cons leisten würde. Die grosse Convention und das kleine, süsse, Maifest 🙂 (aber seien wir ehrlich. Auch das kleine Maifest würde zu beliebt zu werden und müsste künstlich klein gehalten werden und das wäre auch blah)

So oder so. 2013 heisst es wieder Hanami oder Imanah oder was auch immer. Ludwigshafen wird mich nicht los. Pfalzbaufluch hin oder her 😉

Advertisements

Permalink Schreibe einen Kommentar