Jubiläum – 10 Jahre Comedy

4. Juni 2015 at 16:26 (Comedy) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Final

Am 04.06.2005, also genau heute vor zehn Jahren, stieg ich in Bad Fallingbostel das erste Mal in meinem Leben auf eine Conbühne.
Damals noch mit kurzen Haaren und im Shikamaru-Cosplay bot mir die Nippon Island Con (Vorgänger der NiCon in Hannover) die Möglichkeit Leute zu bespassen. Vor Allem, weil ich persönlich mit der Orga befreundet war.

Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich mit meiner Comedy irgendwann auf der Gamescom, der Leipziger Buchmesse, der Frankfurter Buchmesse oder der Connichi auftreten würde. Ich hätte ihn darum gebeten an meiner Stelle auf die Bühne zu stehen. Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass ich zehn Jahre später immer noch auf der Bühne stehen würde. Aber so ist es nun.

Zehn Jahre Comedy. Und was für zehn Jahre. Den Rest des Beitrags lesen »

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Extralife an der Connichi 2012

10. September 2012 at 09:48 (Comedy, Conbericht, Life of shin) (, , , , , , , , , , , , , , , , , )

Der Vorteil daran einen Tag nach der Con noch frei zu haben ist auszuschlafen (haha wers glaubt) und einen Conbericht schreiben zu können 🙂

 

Seit zwei Uhr Morgens bin ich wieder zurück in der Schweiz und seit 7 Uhr wieder wach. Also an die Arbeit und schreiben wie es war.

 

 

Erstens Mal. Es war coooool. Meine Frau und ich hatten uns eher kurzfristig entschlossen zur Nichi zu fahren, weil plötzlich Programm und Zeit und Budget vorhanden waren. Trotzdem reichte es noch, dass ich am Sonntag auftreten konnte und Freitag und Samstag sogar wieder mit Olaf zusammen die Cosplaywettbewerbe moderieren durfte.

 
Aber zuerst einmal von Anfang an.

 

Freitag

Der Freitag Morgen verlief ziemlich gemütlich. 3 Uhr Morgens los fahren. 10 Uhr ankommen. Tickets holen. Mit Leuten plaudern. Der übliche Conkram halt.

Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Cosplaywettbewerbe. Einzel und Paarcosplay vorbereiten. Mit den Cosplayern plaudern. Mit Olaf plaudern (ich mag den Kerl) und unsere liebe Chefin Anne dabei unterstützen das ganze irgendwie zu deichseln.
Viel mehr lag am Freitag auch nicht drin, da man im Grunde ab 1,5 Stunden vor dem Cosplaywettbewerb bis direkt nach der Preisverleihung eigentlich konstant am rumlaufen ist. Die Moderation selbst hat extrem viel Spass gemacht und ich hoffe auch in Zukunft weiter neben Olaf meinen Mist verzapfen zu können 🙂

Am Abend gings dann noch in die Bar mit Freunden plaudern und Getränke nachkippen.

 

Samstag

 

Der Samstag verlief ähnlich wie der Freitag. Bloss ohne den Teil mit der Anfahrt. Ausserdem konnte ich einem Anfall von Blödsinn nicht widerstehen und musste mir ebenfalls Nekomimis kaufen. Nekomimis sind diese Katzenohren die auf die Gehirnströme reagieren und sich bewegen. SO CUTE ^°-°^

Danach ging es zum Gruppencosplaywettbewerb. Beim Gruppencosplay waren einige Dinge, die ich nicht so schnell vergessen werde.

 

– Der Panzer der „Valkyria Chronicles“-Truppe ist echt schwer und mühsam zu transportieren

– Der Roboter aus Saber Rider hat Probleme mit Treppen

– Die Disney-Prinzessinen (die Platz zwei belegt haben) waren so überzeugend, dass sie kleine Mädchen für die Originale hielten. Ausserdem haben sie sich so sehr gefreut über ihren zweiten Platz. So soll es sein.

– Ich will nochmal erwähnen, dass die Gewinner des Gruppencosplays nicht ALLE aus der Schweiz kommen. Dies ging irgendwie unter 🙂

– Die Nichi benötigt eine Rampe bei der Bühne. Die ganzen Requisiten und aufwändigen Kostüme sprengen bald die Türen.

 

Nach der Preisverleihung hätte ich mich noch mit dem Team von DCIH treffen wollen, aber denen lief genauso die Zeit davon wie mir, also verschoben wir unsere gemeinsamen Aktivitäten (höhö) auf den Sonntag.

 

 

Sonntag
Der Sonntag begann wie immer mit Frühstück (jaja). Danach ging es direkt zur Technikprobe. Ich mag Technikproben. Man sitzt da, labert Stuss, überprüft ob die richtige Officeversion installiert ist, testet kurz das Mikro, bespricht wie man die Bühne betreten will und klaut den Technikern ihre Süssigkeiten. MUOHOHO!!

Danach hiess es Koffer ins Auto umräumen, nochmal nach Leuten suchen die man die letzten zwei Tage verpasst hat und dann endlich der Auftritt um 12:30 Uhr.

 

Das Publikum war HAMMER!!

Ich hatte panische Angst, dass die Zuschauer mit den Spielen nichts anfangen könnten, aber entweder war das Programm wirklich angenehm oder das Nichipublikum lässt mir einfach alles durchgehen und ich könnte auch mit Gummistiefeln auf die Bühne stehen und Sandburgen bauen.
Jedoch Scherz beiseite (als ob). Der Auftritt verlief für mich sehr positiv. Nur einmal nen Texthänger und das Feedback der Zuschauer war wunderbar. „Menschen töten ist böse“.
Leider fühlte ich mich so dermassen wohl auf der Bühne, dass ich mein 60 Minuten-Programm auf 75 Minuten ausgedehnt hab, was der nachfolgenden Gruppe Shi-Kai die eine oder andere Stressschweissperle auf die Stirn verpasst haben dürfte. Sorry Leute ^-^`

Dementsprechend hatte ich dann auch leider keine Zeit mehr um Zugaben geben zu können.

Generell war ich zeitlich eng angebunden. Noch direkt hinter der Bühne umgezogen und zu einem Interview gerannt (wird noch verlinkt) danach bereits weiter zur „Die Con ist Heiss“-Crew gerannt um endlich noch die geplanten Aktivitäten nachzuholen.

Welche das waren? NUN…. das werde ich nicht verraten. Geht auf ihre Seite und findet es selbst heraus „MUAHAHAHAHAHAHA“ 😉

 

Danach… oder eher gesagt dazwischen…  haben wir uns noch die Abschlussveranstaltung angesehen. So hatte ich auch mal Zeit die japanischen Sängerinnen zu Begutachten. Und OMFG Faylan… nicht die beste Stimme der Dreien aber DIESE HAARE ♥_♥

Ernsthaft. Wie schafft es diese Frau, dass ihre Haare immer perfekt fallen? Ich will dieses Shampoo.

Danach war noch die Preisverleihung des WCS. Die diesjährigen Siegerinne war eines meiner persönlichen Highlights des WCS.  Ich machte mir ernsthaft Sorgen, dass die eine der Gewinnerinnen vor Freude zusammen bricht und ich denke Deutschland hat in Japan eine sympathische und würdige Vertretung gefunden mit diesen beiden Mädels.

Danach ging es auch bald schon nach Hause. Erneut  7 Stunden Autofahrt zurück in die Schweiz. Um 2 Uhr Morgens ins Bett. Und in diesem Sinne schliesse ich dem wohl wichtigsten Wort der diesjährigen Connichi.

 

Weltfrieden

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Gamescom 2012 – Endgültiger Conbericht

2. September 2012 at 19:27 (Comedy, Conbericht) (, , , , , , , , , )

Jetzt aber.

Ich habe bereits etwas von der Vorgeschichte der Gamescom erzählt, kommen wir nun jedoch zur eigentlichem Gamescom.

Donnerstag

Nachdem wir endlich den dringend notwendigen Schlaf nachgeholt hatten, gabs Frühstück und dann ab zur Gamescom. Bereits am Donnerstag war es ein interessantes Gefühl mit Ausstellerausweis an der wartenden Meute vorbei zu stiefeln.

Wir verbrachten den gesamten Morgen eher gemütlich mit Plaudern, Karaoke und damit, dass ich versucht habe meinen Text auswendig zu lernen.
Da ich immer noch extrem fertig von der Fahrt war, entschloss ich mich, dieses Mal auf ein Kostüm zu verzichten und die Rüstung im Auto zu belassen. Ausserdem wollte ich nicht an jedem Tag dasselbe Bühnenoutfit tragen.

Was ich jedoch unbedingt wollte, war einmal Master Exploder im Karaoke zu singen. Ich suchte den Song. Trug ihn auf die Songliste ein. Wartete, dass ich an der Reihe wäre uuuund…
Toru Weber betrat die Bühne…

Vielen wird Toru Weber kein Begriff sein, aber um etwas auszuholen. Toru ist ein sympathischer junger Mann, der mit dem Klavier wunderschöne Anime-, Game- und vor allem Final Fantasy Songs spielt.  Ein sehr ruhiger aber schöner Programmpunkt des Cosplay Village.
Und nun betrat er die Bühne für diesen ruhigen Programmpunkt.

20 Meter vom Karaoke entfernt…..

In dem ich gerade Master Exploder singen wollte…..

Ich entschloss mich sofort den Song abzubrechen, respektive nicht zu singen, da ich ihn keinefalls übertönen wollte. Gesangsgruppen, Tanzgruppen und Komiker haben es einfacher einen gewissen Geräuschpegel zu überspielen, aber ein Piano sollte nicht einfach nur laut sein, sonst verliert es sein „je ne sais quoi“.
Meine Frau und ich stellten uns stattdessen vor die Bühne und lauschten seinen wunderschönen Interpretationen.

Danach hiess es hinter die Bühne gehen und mich geistig auf meinen Auftritt vorzubereiten.

Wie er verlief kann man sich direkt hier ansehen, aber ich persönlich war eher zwiegespalten. Ich war mir nicht sicher, ob das Programm wirklich brauchbar ist. Die Videoszenen waren zu lang. Zu Random. Ausserdem hab ich ein 60 Minuten-Programm in 50 Minuten runter gerattert.

Danach vertraten wir uns noch etwas die Beine, plauderten mit Leuten, überreichten eine unserer Hochzeitseinladungen an nen Kumpel und beobachteten die Masse von Leuten die von Osten und Süden nach Norden wollten und vor verrammelten Toren standen, weil sie putt waren.

Später gingen wir dann wieder nach Köln. Assen, Tranken, duschten, ruhten uns aus und gingen aus zeitig ins Bett um am Freitag wenigstens fitter zu sein.
Dieses Mal schliefen wir auch etwas bequemer nachdem wir die Matratzen aufgebauscht hatten (und es war eh so heiss, dass man die Decke perfekt als Zusatzkissen missbrauchen konnte).

Freitag

Der Freitag verlief eigentlich ähnlich wie der Donnerstag. Jedoch wollten wir uns heute auch mal wirklich an der Gamescom umsehen. Und mit einem Ausstellerausweis macht dies richtig Spass. Rüber zu Ubisoft und Wii U zocken. Das Teil lag überraschend gut in der Hand…
Rüber zu Saturn. Darksiders 2 zocken…. Geiles Game.
Rüber zu Capcom und uns doch mal Devil May Cry 5 anschauen. Spezielles Spiel. Ich weiss noch ned ob ichs mag…

Wohlgemerkt, bei all diesen Spielen mussten wir keine 3 Sekunden anstehen. XD

Leider mussten wir dann abbrechen, alls man die Besucher auch in die Hallen liess. Von Norden, Osten, Süden und Westen stürmten die Massen auf uns zu und wir haben uns eng an die Wand gepresst um nicht erdrückt zu werden. Ich kann nur sagen… HALP!!!
Danach ging es wieder in den Hafen der Ruhe und Gemütlichkeit. Das Cosplay Village.
Gegen Freitag fiel mir wirklich auf, wie ruhig es hier zuging verglichen mit den anderen Hallen.

Keine rumschreienden Moderatoren.

Keine Menschenmassen die sich für ein bisschen Merchandising oder 4 Minuten Probespielen gegenseitig K.O. schlagen.

Einfach schöne Ruhe. Zeichnen. Trading Card Games. Fotos machen. Animexx-Stand. Bubble Tea… und Karaoke…….

Höhö…

Am Freitag war ich ne halbe Stunde früher dran. Dieses Mal also „MASTER EXPLODER“

MUAHAHAHAHAHAHAhahahahaaaa……….

Ich hatte die Rechnung ohne Haru Kiss gemacht. Zwei Sänger die mit Toru Weber den Platz getauscht hatten, damit das Karaoke seinen Auftritt weniger stört. Sie begannen ihren Auftritt etwas früher um Zeit für Aufbau etc. zu haben.

Ich musste wieder Master Exploder abbrechen…. noooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo….. curses 😉

Also ein wenig Haru Kiss geguckt und wieder meinen Text lernen gegangen.

Am Freitag muss ich sagen lief alles wie es sollte. Das Programm dauerte genau 60 Minuten. Das Publikum lachte an anderen Stellen als am Vortag und ich habe kein einziges Mal den Text vergessen. W00t
Danach ging es nochmal über die Gamescom. Retrobereich (Ich bin verliebt). Casemodding. etc.

Später erneut nach Köln. Schlafen etc.
Oder so ähnlich.

Zimmer 513 hat tolle Stimmung
Zimmer 511 hat tolle Stimmung

Shinji und Frau liegen in Zimmer 512 und versuchen zu schlafen weil es bereits nach Mitternacht ist…..

Ich muss bedrohlich gewirkt haben als ich mich beschwert habe. Zumindest wurde es ruhiger….. vielleicht hätt ich mir zuerst auch etwas anziehen sollen…. naja egal… der Zweck heiligt die Mittel.

Dann war es soweit. Der grösste Tag der Gamescom.

SAMSTAG

Der Samstag war WIRKLICH voll und ich entschloss mich heute mit meiner Rüstung aufzutreten und die trampelnden Massen als Scherz einzubauen. Heute schaffte ich es auch endlich mal ALLE meine gewünschten Songs singen zu können.

Master Exploder
Beelzeboss
Hellfire
Be a Man

Ich liebe Karaoke. Wobei ich es hasse, wenn die Original Gesangsspur noch drin ist. Die Sänger dort singen immer total falsch….

Der Auftritt selbst verlief ähnlich wie am Donnerstag. Zwei Mal den Text vergessen und das Publikum lachte erneut bei Witzen an denen vorher niemand lachte und umgekehrt. Es war Tag 3 meiner Auftritte und nie kamen dieselben Sprüche gut an. Ausser „emo uses cut“ aber der ist ein Klassiker.
Ausserdem begann ich etwas Werbung für den Bubbletealaden Mr. Bubbles zu machen.

Zum Einen weil der Laden weniger gut lief als man vermuten sollte und zum Anderen weil das Zeugs irgendwie lecker war. Und dabei hasse ich alles worum nen Hype gemacht wird ^-^`
Am Nachmittag brachen wir dann nach Düsseldorf auf und trafen uns mit Freunden und unserem Hochzeitspriester. Es mag zwar blöd klingen, dass man zur Gamescom fährt und sich dann ne halbe Stunde entfernt mit Freunden trifft. Aber wenn man schon die Chance hat Freunde 600 Km entfernt zu treffen, dann will man das nutzen 🙂

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte nur noch Zimmer 513 eine tolle Stimmung. Aber das Hotel hat nun ein Zimmer weniger *höhö*

Sonntag

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Endes einer Con. Der Auftritt verlief angenehm. Das Publikum lachte schon wieder über andere Dinge und bei einem Zuschauer hatte ich Angst, dass er die Bühne stürmen würde ^-^`
Ausserdem schien das Karaoke keine Lust mehr zu haben sich für die Bühne zurückzuhalten. ES HERRSCHTE KRIEG: JEDES DEZIBEL ZÄHLTE IM KAMPF GEGEN DIE BESCHALLUNG…. oder so XD

Danach hiess es sich von allen alten und neuen Freunden verabschieden.

Und hier liegt die Quintessenz weswegen für mich die Gamescom eine echte Con war. Natürlich gab es Dinge die man bemängeln könnte (wie an jeder Veranstaltung). Die Besucher die einfach nur durch den Bereich rennen um danach 5 Stunden für 4 Minuten zocken anzustehen anstelle sich einfach mal die ruhigen Punkte anzusehen. (Naja… nicht jeder hat 4 Tage Zeit und ein Ausstellerticket ^^`). Man könnte die Bühne gegenüber vom Karaoke bemängeln, aber diese Form des Setup war an der ganzen Gamescom so und wenn man gesehen hat wie sich die Ausstellerbereiche gegenseitig die Halle zudröhnen, war unser Setup geradezu gemütlich.

Und genau das war das Cosplay Village selbst.

Gemütlich

Die Helfer und Orgas rissen sich den Hintern auf um alles am Laufen zu halten und Probleme schnellstmöglichst zu lösen. Die Techniker waren sympathisch und (in meinen Augen) sehr fähig. Das Karaoke hatte eine coole Auswahl. Der Bubble Tea wurde mit jedem Tag leckerer und überhaupt. Es war ein kleiner Fleck Familie und einem grossen Haufen Irrer. (Irre ist in diesem Zusammenhang nicht negativ gemeint) 😉

Trotzdem waren wir froh, als wir nach weiteren 7 Stunden Autofahrt endlich zu Hause ankamen und uns in unser Bett fallen lassen konnten. Mit mittlerweile 30 Jahren muss ich einfach einsehen, dass ich für 3-4 Tage Con einfach zu alt bin. Ich kann einfach nicht mehr so viel Zeit an einer Con verbringen und 500 Km und mehr für einen Auftritt auf mich nehmen.
In dem Sinne. Bis am Freitag bis Sonntag im 700 Km entfernten Kassel zur Connichi XD

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Shinji Schneider goes Gamescom 2012 – Vorwort

28. August 2012 at 07:47 (Comedy, Conbericht, Life of shin) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Etwas verspätet aber noch diesen Monat komme ich endlich dazu meine Fahrt zur Gamescom und meine Erfahrungen mit der grössten Spielemesse Europas zu beschreiben.

 

Zuerst muss ich jedoch etwas ausholen. Wer meine Comedy etwas verfolgt weiss, dass ich dieses Jahr keine Auftritte als Komiker machen wollte aufgrund meiner bald (Ende September) stattfindenden Hochzeit.
Ich schrieb weder an einem Comedyprogramm, noch bewarb ich mich für irgendeine Con. So fiel ich dann auch aus allen Wolken, als ich plötzlich von einem Techniker angeschrieben wurde, womit ich denn an der Gamescom auftreten würde.

„Wie? Gamescom? Ich bin Animekomiker. Ich mache nichts über Games… ich mein ich könnte aber….wie kommst du darauf?“

Typisch Techniker halt, hatte mein Kumpel bereits vor den Showacts erfahren, wer Wunschkandidaten für das Cosplay Village, einen eigenen Cosplayer/Animefanbereich, der Gamescom wären. Ich selber wurde allerdings erst einen Tag später angefragt. (Verdammte Techniker und ihre Fähigkeit schon alles zu wissen).

 

Das Angebot an der Gamescom aufzutreten war durchaus etwas spezielles. Es IST die grösste Computerspieleveranstaltung Europas. Sie zieht rund 300 000 Besucher an und es wäre eine Möglichkeit mein Repertoire um Gamer zu erweitern.
Meine Frau griff mir liebevoll unter die Arme indem sie mir drohte sich noch vor der Hochzeit scheiden zu lassen, sollte ich dieses Angebot ablehnen.

 

Doch nun stand ich vor einem anderen Problem. Respektive mehreren.
Die Gamescom lag noch rund 2-3 Monate entfernt und ich hatte kein Comedyprogramm. An einer Gamescom wollte ich keines meiner alten Programme verwenden. Diese waren rein auf Animefans abgestimmt und besonders das Programm „Con ist Krieg“ wäre keine positive Repräsentation für Animefans nach draussen gewesen.

Ein neues Programm musste her.

Innerhalb von 2 Monaten begann ich also ein Comedyprogramm zu schreiben, welches sich in erster Linie auf Computerspiele bezieht. Hier entstand jedoch das nächste Problem. Perfekte Ziele um sich drüber lustig zu machen sind natürlich die üblichen Verdächtigen.

 

Squaresoft / Square-Enix

Eine Firma die mittlerweile dafür bekannt ist, dass sie die Final Fantasy Franchise und alles was damit zusammen hängt melkt bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter. Ein typisches Beispiel einer Firma, welche den Anschluss an ihre eigenen Fans verloren hat.
Aus einer Firma deren Spiele früher ein „Must-Buy“ waren, wurde eine Firma deren Spiele man lieber mal ein Jahr rumliegen lässt. Nur so zur Sicherheit.

 

UbiSoft

Auch einer dieser Melkvereine. Ubisoft machte sich bereits früh Gegner mit ihrer glorreichen Idee für Offlinespiele eine Internetverbindung voraussetzen zu wollen. Ebenfalls spricht es nicht unbedingt FÜR Ubisoft, dass die „Assassins Creed Trilogie“ mittlerweile bereits 5 Teile umfasst und dies nur auf den Grundkonsolen. (Handhelds nicht mitgerechnet)

 

Blizzard

Früher machten sie gute Spiele. Nun machen sie World of Warcraft…… und brauchen 13 Jahre um Nachfolger für Spiele zu produzieren die man ebenfalls melken kann. Das beste Beispiel bietet hier Diablo 3, welches einen neuen Tiefpunkt der Abzocke darstellt.
Man muss IMMER online sein um zocken zu können, auch wenn man es alleine würde spielen wollen. Die Server sind nicht stabil. Das Spiel schreibt einem vor wie man sich nennen darf UND es verbindet das ganze mit einer eingebauten „Goldseller“-Mechanik um noch mehr Geld zu verdienen.
Jahrelange Diskussionen zu Onlinespielen haben klar gemacht, das Goldselling den internen Markt eines Onlinespiels zerstört. Aber scheinbar nur, wenn der Spielehersteller nichts daran mitverdient 😉

 

EA

Was kann man über EA sagen? Niemand hat mehr Firmen zerstört. Die Liste der Firmen die gekauft/übernommen und danach ausgeschlachtet wurden ist lang und wird noch länger.

Bullfrog
Origin
Westwood
Criterion
Mythic
Maxis
Bioware
Pandemic

Um nur ein Paar zu nennen.

 

 

Und zu guter Letzt hätten wir CAPCOM

Man muss sich schon sehr anstrengen um EA den Titel der meistgehassten Spielefirma abspenstig zu machen, aber Capcom hat es geschafft. Mit ihrer Abzocke in den Kampfspielen. On Disk DLC. Super Deluxe Versionen die nicht mit dem Vorgänger kombatibel sind etc. etc. etc.

Capcom hat es erfolgreich geschafft, dass niemand der nicht ein absolut naiver Fanboy ist, sich noch Spiele beim Release von ihnen kauft. JEDER mit einer Spur Würde und Selbstachtung, verzichtet bei Capcom erst einmal darauf das Spiel zu kaufen. Es ist ja eh nicht komplett.
Den Vogel schossen sie mit Asuras Wrath ab, das plötzlich ein „real ending DLC“ ankündigte.

 

Ihr seht also. An Munition zum verschiessen mangelte es an der Gamescom nicht. Jedoch gab es ein Problem. All dies sind Aussteller die an der Gamescom vertreten sind/waren. Und es kommt schlecht, wenn eine Firma vor Ort (zurecht) denunziert wird.
Ich musste also meine Kritik geschickt verpacken ohne Namen zu nennen. Foppen statt Anprangern. Lediglich bei RTL konnte ich es nicht verhindern den Namen während dem Programm auszusprechen. Aber die haben es sich bei der Gamescom eh mit einigen Leuten verscherzt.

Auch brauchte ich einen Namen, ein Intro, ein Outro und ich musste irgendwie 60 Minuten Programm füllen. An Animecons kein Problem. Wer die Aufnahmen von der Connichi 2011 gesehen hat weiss, dass ich 40 Minuten Programm locker mit 30 Minuten Zugaben auffüllen kann. Aber gesungen wurde an der Gamescom nicht, also wurde mein neues Programm „Extralife“ (eine Hommage an Pornophonique) genau eine Stunde lang.

 

Und wie verlief die Gamescom denn nun wirklich?

Dies beschreibe ich dann in meinem eigentlichen Conbericht.

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Follow up: Quo Vadis

27. Januar 2012 at 03:42 (Nicht kategorisiert) (, , , , , , , , , , )

Mein letzter Blog, respektive die zahlreichen Reaktionen darauf haben mich ehrlich gesagt ziemlich überrascht.
Ich hatte mit den üblichen 3-4 Kommentaren gerechnet und mit einigen Leuten die mich anschnauzen würden, aber das Feedback von zig geteilten Links und rund 80 Kommentaren machen es mir unmöglich auf jeden einzeln zu antworten.

Die Reaktionen auf meine Frage zum Stand der Szene waren so breit gefächert, wie sie es nur sein können. Manche Leute stimmten mir 100% zu während andere Leute mir zu 100% widersprachen. Manche äusserten sich, dass ich komplett falsch liege, nur um mir dann trotzdem Recht zu geben und andere stimmten mir in Punkten zu, welche sie selbst mit Füssen treten.

Ich habe mich daher entschieden nochmal das Thema hervor zu kramen um nochmal auf einige Fragen, Kommentare, Reaktionen aus meiner Sicht einzugehen.

 

1. HipHop

Ich hatte es bereits befürchtet und es trat ein. Das Thema HipHop und Metall wurde stärker bewertet, als ich es beabsichtigt hatte. Als ich geschrieben habe, dass es früher kaum jemanden in der Szene gab der Hiphop hörte, sollte dies niemals wertend über die Qualität von HipHop, Metall, Dubstep oder sonstige Musikrichtungen gemeint sein.
Es sollte eher auf die Verbreiterung der Szene darstellen die von einer extremen Randgruppe zu etwas nahezu Alltäglichem geworden ist.

 

2. Alkohol

Das Thema Alkohol wurde ebenfalls zweigeteilt aufgenommen, weswegen ich wieder zu dem Thema zurück kehre. Ich persönlich trinke keinen Alkohol. Er schmeckt mir nicht, ich verstehe den Sinn nicht dahinter (ausser als Desinfektionsmittel) und meine direkten Erfahrungen mit Alkohol, respektive alkoholisierten Personen, waren durchs Band hindurch eher negativ. In meinen Augen fördert Alkohol die schlechtesten Seiten im Menschen.
ABER… und der Punkt ist wichtig und sollte beachtet werden. Diese Erfahrungen beziehen sich auf Komasäufer und sonstige Vollidioten. Leute die nur dann Spass haben können wenn sie sich am Sonntag nicht mehr an den Samstag erinnern können, Mädels die ihr erstes Mal nicht einem romantischen Abend sondern einem Blackout zu verdanken haben und Kerlen die sowas noch cool finden und fahren mit 1,8 Promille als Kavaliersdelikt betrachten.
Was für mich shizophrenerweise nicht unter „Alkohol“ fällt, ist ein Glas Wein am Tag, oder ein Horn Met oder generell der disziplinierte Umgang mit Alkohol.

Warum erzähl ich das nun? Relativ simpel. Früher war meine (eher radikale) Einstellung zum Alkohol stärker in der Szene vertreten. Die Komasäufer waren für die Mitglieder der Szene eines der perfekten Beispiele was mit der Gesellschaft schief läuft und weswegen wir die Bezeichnung „Normalo“ als Schimpfwort abstempelten.
Bis heute hat sich bei vielen in meinem Freundeskreis der Stolz gehalten, dass wir uns auch ohne Alkohol amüsieren können. Fälle wie das betrunkene Bisasam an der Hanami unterstreichen diese Meinung nur noch.

Dass sich die Fans mittlerweile auch mal ein Glas Alkohol gönnen sei ihnen erlaubt. Es zeigt, dass die Szene auch in dieser Hinsicht in die Breite gewachsen ist und sollte daher nicht unbedingt verteufelt werden. Wenn sich allerdings Orgas an den eigenen Cons besaufen… ja das kann ich ned wirklich beschönigen.

 

3. Die Kiddies

Dieses Wort habe ich in den Reaktionen sehr oft gehört. Die „Kiddies“. Stimmt. Weil nur die jüngere Generation ist schuld an den heutigen Problemen. Die Jugend von Heute hat keinen Anstand mehr. Als ich in deren Alter war, musste ich 10Km barfuss durch den Schnee laufen um meine Animes noch in der Bäckerei zu kaufen.
Ihr seht worauf ich hinaus will.

Ja, die jüngere Generation der Animefans hat einen anderen Bezug zu der ganzen Szene und Anime/Manga generell, das bedeutet aber nicht, dass wir die Schuld mal einfach auf die jüngeren abschieben können. Wenn ich beim Drama und den Hintertürchenmachenschaften etwas gelernt habe, dann dass der Fisch überall stinkt, nicht nur vom Kopf oder vom Ende her.
Wie sollen die Jüngeren die Älteren respektieren, wenn diese sie nur als Trottel ohne Manieren betrachten?
Wir alle waren jung und haben manchmal extrem dumme Aktionen geliefert, was damals jedoch anders war als heute, war die Tatsache, dass man gegenseitig aufeinander geachtet hat. Die Erfahreneren (nicht zwangsweise Älteren) namen die Übermütigen unter ihre Fittiche. Wer über die Stränge schlug wurde zurechtgewiesen und lernte sich zu benehmen. Ansonsten war er in der Szene bald nicht mehr so gern gesehen (so heftig das nun klingt).
Heutzutage findet diese Massregelung nicht mehr statt. Die Problempersonen scharen sich zu Problemgrüppchen zusammen und müssen keine Sorge mehr davor haben wenn sie negativ auffallen. Da ist es egal ob sie 15,25 oder 35 sind. Seien es die Rosenbeete der Dokomi, abgesperrter Neurasen bei der Connichi oder Treffen in einem Starbucks. Man ist „unter sich“ und wirft Verhaltensregeln über Bord.

 

4.  Mobbing

Jemand hat mich gefragt warum ich damals in die Szene gekommen wäre. Weil ich eine Selbsthilfegruppe für Mobbingopfer gesucht hätte oder weil ich Anime/Mangafan war?
Hierzu muss ich etwas einfaches sagen. Es war dasselbe.
Als ich vor 13-14 Jahren in die Szene geschliddert bin, waren 85% der Animefans nunmal einfach Mobbingopfer und das nicht weil sie Animefans waren. Es war eher so, dass Mobbingopfer dem Thema Anime und Manga einfach offener gegenüber standen als die „coolen“ Kids.
Und die Szene war damals eine Selbsthilfegruppe und ist es in manchen Bereichen immer noch. Es war und ist eine Möglichkeit mit Leuten in Kontakt zu kommen die einen akzeptieren wie man ist und es bietet einem die Möglichkeit seine Grenzen etwas auszutesten und sich selbst zu erkennen.

„Wenn ich nicht in die Animeszene gekommen wäre, könnte ich nicht dafür garantieren, dass ich nicht Selbstmord oder einen Amoklauf begangen hätte.“

Dieser Satz ist weder Übertreibung noch ein Scherz sondern 100% ernst gemeint und er trifft auf mehr Leute zu als man denken sollte.  Sowohl damals als auch heute. Ein weiterer Grund wieso ich hoffe, dass sich manche Leute wirklich überlegen wie man mit den anderen Fans, oder anderen Menschen generell umgeht.

 

5. Du übertreibst. So schlimm ist es nicht.

Natürlich übertreibe ich. Das ist ein Blog. Ich komme schon auf 1500 Wörter wenn ich pauschalisiere und übertreibe. Nun stellt euch mal den Roman vor, wenn ich jeweils ins Detail gehen und erklären würde, dass es diese Variation und jene gibt.
Aber jetzt ernsthaft.
Die Szene hat Probleme wie alles andere auch. Wie schwerwiegend diese Probleme sind, stellt eine subjektive Darstellung für jeden dar. Für mich persönlich sind sie schwerwiegend genug mich hier drüber aufzuregen und nen blöden Blog zu schreiben. (Ein Hoch auf das Internet ;))

 

6. Cosplayer sind nicht so schlimm

Bei meinem Blog wurde mir teilweise unterstellt, dass ich ziemliches Cosplayerbashing betrieben hätte. Es liegt mir fern hier nur über Cosplayer ablästern zu wollen. Zum Einen sind der Grossteil meiner Freunde Cosplayer (die ich grösstenteils sogar nur dadurch kennen gelernt habe) und zum Anderen zähle ich mich selber ja auch dazu (auch wenn die Qualität meiner Werke bei weitem nicht so gut ist wie die anderer).
Es ist aber leider nunmal so, dass die Probleme der Szene sich am einfachsten an der Cosplayszene ablesen lassen. Es gibt natürlich auch heute noch Cosplayer die die liebsten Menschen überhaupt sind. Sie helfen anderen wo sie nur können. Seien dies Cosplayer die bei Wettbewerben teilnehmen oder nur generell cosplayen. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass es noch nie soviele nette und freundliche Cosplayer wie früher gab.
Es gibt aber auch die Dramaqueens die versuchen 1000 Facebookfreunde zu kriegen damit jeder ihren Cosplaylink teilt und die an Cons die wunderbarsten falschen Freunde sind die man sich vorstellen kann. Letztere lassen einen wünschen, dass an jedem Cosplaywettbewerb eine versteckte „Fairness-Jury“ agiert 😉
Und auch von denen gibt es viel mehr, als jemals zuvor.
Es gibt einfach generell viel mehr Cosplayer als zuvor und wenn man Pech hat landet man in einer der Gruppen die sich nur noch selbst sehen und man lässt sich in den Sumpf ziehen.
Das fängt damit an, dass man beginnt sich mit anderen Cosplayern die dasselbe cossen zu messen und geht damit weiter über die nicht so gut gearbeiteten Cosplays zu lästern. Irgendwann endet es damit, dass man eigentlich keine Freunde mehr ausser seiner eingeschworenen Gruppe hat und von Con zu Con fährt und Dinge deswegen cosplayt weil die Gruppe es cossed und nicht weil einem etwas am Charakter liegt.

 

7. Eventuell sollte man das Thema öffentlich zur Sprache bringen

Dies ist ein Punkt, bei dem ich zwiegespalten bin. Ich denke eine Podiumsdiskussion wäre eine interessante Sache, wenn sie richtig gehandhabt wird. Ich habe meinen Blog bewusst nicht auf Animexx gepostet, da ich zwar mit einem Shitstorm gerechnet habe, ihn aber etwas geordneter regeln wollte als dass ich ins Hornissennest der Szene reinsteche 😉
Bei einer Diskussionsrunde sollte das Thema nicht davon handeln, wer sich wie daneben verhält, sondern dass das Thema Respekt wieder grossgeschrieben wird.
Ich denke das ganze in einem Forum ist einfacher zu diskutieren als im Blog. Leider besitze ich nur mein eigenes Forum und dort müsste man sich anmelden. Jemand könnte auch einen Thread bei Animexx eröffnen aber ICH mache das nicht 😉

 

8. Respekt

Dieser Punkt ist für mich das Kernthema. Wenn wir wirklich etwas verändern wollen, dann müssen wir anfangen unsere hochgelobte Toleranz und den Respekt wieder vorzuleben.
Die Älteren müssen die Jüngeren wieder respektieren. Die Jüngeren müssen die Älteren respektieren. Cosplayer sollen sich gegenseitig respektieren. Conbesucher sollen die Regeln respektieren, genauso wie Helfer und Orgas die Besucher respektieren müssen.
Wenn sich eine Organisation selbst die Nächste ist, kann sie nicht erwarten dass ihre Besucher sie noch ernst nehmen. Und wenn die Besucher sich weiterhin versuchen in Cons zu schleichen oder sich in Büschen zu verlustieren, wird dies plötzlich zu weiteren Zaunimagics führen.

 

9. Das Alles bringt doch nichts

Stimmt. Was ich hier schreibe bringt gar nichts, ausser dass es vor allem die Leute zum Denken animiert, welche mir grössenteils eh schon zustimmen und Gegenreaktionen von Leuten hervorruft die es anders sehen, zu tief im Sumpf stecken oder einfach aus Prinzip anderer Meinung sind.
Ich persönlich denke, dass es etwas bringt, wenn wenigstens die die es interessiert sich immer wieder vergewissern, dass sie andere respektvoll behandeln. Ich erwarte nicht, dass ihr Müllspechten hinterher aufräumt oder Grüppchen zurecht weist. Dies wird eh meistens nichts bringen.
Aber ich hoffe dass ihr selbst auf euren Müll achtet und eure Freunde darauf hinweist den Müll nicht liegen zu lassen oder sich nicht über die Cosplayerin mit dem grösseren Körperbau lustig zu machen.
Wenn sich dank meinem vorherigen (oder diesen Blog) nur eine Person um mehr Respekt bemüht, dann hat sich bereits etwas geändert.

 

10. Und wie geht es mit der Szene nun weiter?

Das wird sich wohl zeigen. Die älteren Orgas erreichen langsam den Zeitpunkt zu dem sie diesen Blödsinn schon seit zehn Jahren machen und sich eventuell endgültig ihrem Privatleben widmen wollen. Wenn die Cons nicht gut übergeben werden können, werden sie verschwinden.
Kleinere Cons werden an ihre Stelle treten. Die grossen Gruppen werden sich vermutlich verstärkt in kleinere Gruppen aufteilen. Die ersten sogenannten „Gammelcons“ existieren bereits und es werden mehr davon werden.
Schlussendlich läuft das ganze auf drei Szenarien hinaus.
– Alles bleibt wie es ist.
– Es wird schlimmer und irgendwann gibt es einen riesigen Knall
– Die Situation wird sich normalisieren (entweder weil der Hype um A/M verschwindet oder weil sich alles etwas auflöst und in kleinere Grüppchen verteilt)

 

11. Aber ist das nicht ein gesellschaftliches Problem?

Doch. Die komplette Gesellschaft ist egoistischer und agressiver geworden.  Mehr denn je ist uns bewusst, dass wir von Politik und Wirtschaft verarscht und ausgenutzt werden. Aber sollten wir wirklich mit Gewalt und Respektlosigkeit uns selbst gegenüber darauf reagieren? In London raubten „Demonstranten“ im Protest gegen die korrupten Banken und Politiker kleine Familienbetriebe aus oder klauten sich gegenseitig die Geldbörsen.
Nur weil uns Unrecht getan wird, dürfen wir dies nicht mit Unrecht anderen gegenüber vergelten.

Und hiermit endet die Predigt. Was ich sagen wollte ist soweit gesagt und falls mir noch etwas einfällt behalt ich es für mich oder auch nicht 🙂
Wie oben erwähnt wäre ich froh das Thema grösser in einem Forum oder dergleichen diskutieren zu lassen, denn das Thema verdient mehr als nur via Kommentarfunktion besprochen zu werden.

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Quo Vadis Animeszene?

12. Januar 2012 at 11:50 (Comedy, Liebesgrüsse vom Arschloch, Rantabout) (, , , , , , , , , , , , , )

Heute bin ich mal in Stimmung für einen bösen Blog der einige Themen behandelt die mir schon lange auf dem Herzen liegen, vermutlich werde ich damit auch einigen Leuten auf den Schlips treten, aber hey, das ist das Ziel meines Blogs 🙂

Wie die meisten Leser meines Blogs ja wissen, war ich 2011 mit meinem vorerst letzten Comedyprogramm „Con ist Krieg“ unterwegs.
In diesem Programm behandelte ich das ganze Drama welches sich an Cons abspielt und das Feedback welches ich am meisten bekommen habe war „aber recht hat er ja“.

Mit diesem Blogeintrag will ich nun einmal gröber ausholen wieso ich überhaupt auf die Idee kam dieses Thema als Comedyprogramm zu behandeln und was ich persönlich zu diesem Thema zu sagen habe.

Um meine Meinung zu erläutern muss ich jedoch weiter ausholen und erst einmal erklären was die Animeszene für mich bedeutet.

Ich wurde mit 15 Jahren als Anime- und Mangafan von meinem damaligen besten Freund durch Dragonball und Sailormoon angefixt.  Durch das Hobby lernte ich neue Leute kennen und mit der schrittweisen Verbreitung von Internet lernte ich dann mit 17 die ersten deutschen Animefans kennen.

In der Schweiz kam ich in ein Forum in welchem sich rund 80 Animefans des ganzen Landes unterhielten und der Szene verdankte ich im Jahr 2000 meine erste Beziehung (und meine erste Con).

Ich hebe dies deswegen hervor, weil damals (also vor 10-14 Jahren) waren einige Punkte in der Animeszene nahezu in Stein gemeiselt, auch wenn es logischerweise Ausnahmen gab.

– Animefans sind fast alle Mobbingopfer
– Animefans verachten Alkohol
– Animefans verachten Hiphop

Die Animeszene war damals für viele Mobbingopfer eine Möglichkeit sich unter Gleichgesinnten wohl zu fühlen. Eine Art Familie fernab der Normalität.
Während die „normalen“ Menschen sich besoffen, Hiphop hörten und ihre Gruppenkämpfe austrugen, so besprach man die neueste Serie, traf sich zum Gameboy spielen oder machte Animesessions bei denen man sich NGE, Trigun etc. ansah.
Eines der Credos der Szene war jahrelang (zumindest in der Schweiz) „Wir brauchen keinen Alkohol um Spass zu haben“.

Natürlich gab es auch Streitereien und zwischenmenschliche Probleme, aber im Kern wussten wir immer, dass wir alle Animefans sind. Im Kern halten wir zusammen. Selbst wenn ich jemandem am liebsten die Zähne eingeschlagen hätte, so hätte ich ihn immer gegen äussere Einflüsse verteidigt. Weil er wie ich war und dementsprechend ein Angriff auf ihn, ein Angriff auf mich war.

Dieses Gefühl ist in meinen Augen allerdings immer mehr verschwunden. Die Szene ist gewachsen. Nicht nur in der Masse sondern auch in der Breite.
Die Szene setzt sich mittlerweile nicht mehr „nur“ aus Metal/Goth-Hörern zusammen sondern auch Normalos, Popkiddies, Hiphoppern etc.
Anime und Manga scheint in der Normalität angekommen zu sein. Zumindest für Animefans der älteren Garde wie mich. (Was lustig ist, da bereits wir als Mainstream betrachtet wurden von denjenigen die noch mühsam Fansubs auf Videokassetten gekauft hatten in den siebziger und achziger Jahren)

Durch die Masse hat sich die Szene immer mehr aufgespaltet. Aus Treffen von 20 Leuten wurden Treffen von 50 Leuten. Daraus Treffen von 100 Leuten.
Ein Forum mit 80 Benutzern hat plötzlich 800 Benutzer.
Logischerweise begannen sich Grüppchen zu bilden. Man hat plötzlich die Freiheit sich nicht mehr mit jedem verstehen zu müssen und so schade dies ist, es ist normal.

Auch die Einstellung zum Alkohol hat sich geändert. Wo früher Alkohol noch verpönt war gibt es nun Cons an welchen Alkohol verkauft wird und Cons an welchen sich die Orgas besaufen.
Immer mehr Animefans fröhnen dem Alkoholgenuss. Die Jüngeren weil es cool ist und dazu gehört. Die Älteren um ihre Depressionen und Midlife-Crises zu ersäufen.

Im Grunde mag der Alkoholgenuss vernachlässigbar sein und bei weitem nicht jeder ist so ein Alkoholhasser wie der alte Mann der diesen Blog verfasst. (wobei ich nichts gegen ein Glas Met einzuwenden hätte wenn die Leute es nicht übertreiben würden und es nicht nach Alkohol schmecken würde)

Der Alkohol ist für mich eher eines der Beispiele an Dingen welche sich geändert haben. Die Grüppchenbildung der Szene hat vermehrt zu Situationen geführt, welche ich so nur aus der Schule kannte und welche in der Animeszene für mich nie denkbar gewesen wären.
Mobbing und Profilierungsneurose.

Zum Beispiel das Cosplay. Die Cosplayszene lässt sich mittlerweile gut Unterteilen in Teilzeitcosplayer und Vollzeitcosplayer. Und ich persönlich halte mich je länger je mehr von den Vollzeitcosplayern fern, da einige davon ein gutes Beispiel dessen zeigen, was mit der Szene (in meinen Augen) nicht mehr stimmt.

Anstatt ihr Hobby zu geniessen scheint es nur noch aus Gehässigkeit, Arroganz, Selbstprofilierung und Arbeit zu bestehen.
Es wird sich bei möglichst vielen Leuten eingeschleimt um viele Freunde zu haben. Denn nur wenn man viele Freunde hat kann man diese dazu mobilisieren, dass bei Cosplaywettbewerben für einen gestimmt wird.
Das Ziel ist klar. Die Startseite von Deviantart, Cosplay.com oder Animexx.

Übergewichtige Cosplayer, Cosplayer die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen, genetische Männer welche gerne Frauen cosplayen oder (gnade Dende) Cosplayer die es wagen dasselbe Cosplay wie man selbst zu tragen, werden mittlerweile gnadenlos gemobbed und attackiert.
Noch schlimmer ist die Bigotterie welche einige Leute betreiben wenn es um Freizügigkeit geht.

Da können zwei Mädels dasselbe Cosplayprinzip verfolgen. Beide weiblich, beide oben ohne, beide liegen auf dem Bauch wodurch man nur einen Teil der Brüste sieht.
Die eine ist eine Schlampe und die andere hat das Cosplay voll cool herüber gebracht.
Ich habe aus diesem Grund bereits „Freunde“ aus Facebook gelöscht, weil ich mich sonst nicht hätte zurückhalten können meine Meinung zu äussern, wenn ein Mädel welches auf zig Fotos ihre Brüste im Cosplay in die Kamera streckt, sich darüber aufregt dass ein anderes Mädel ihre Brüste (wohlbemerkt weniger angstrengt) ebenfalls in die Kamera streckt.

Die grösseren Cosplaywettbewerbe treiben dieses Getue dann auf die Spitze. Da wird gelogen und betrogen und gegen die Jury aufgebracht um sich einen Vorteil zu erschleichen. Es hat beim DCM nicht zur Qualifikation gereicht? Kein Problem. Man versucht einfach den Sieger zu verunglimpfen. Man erstellt Doppelaccounts um seine eigenen Thesen noch durch eine zweite Person untermauern zu können oder man mobilisiert einfach seine Freunde und Fans.
Etwas das mal als Spass begonnen hat wird immer mehr zum knallharten Business bei dem die Beteiligten keinerlei Spass und Kritik verstehen. Schlimmstenfalls geht dies bis zum krankhaften Bekehrungsversuch, dass Cosplay nicht etwas besonderes sei.

Aber nicht nur vor, auch hinter der Kamera spiegelt sich das wieder. Seien es Cosplayfotografen die darauf pochen, dass sie viel bessere Fotos machen als XY, Animeradios die sich gegenseitig bekämpfen und schlecht machen oder auch die immer häufiger werdenden Filmcrews mit ausgeklügelteren oder weniger ausgeklügelten Formaten.
Die schlimmsten sind jene die hinter jedes Video und jeden Blog und jeden Kommentar ihr „abonniert mich und klickt auf like“ schreiben, was bei mir automatisch eine Abneigung auslöst.
„Wenn du etwas Gutes leistest werde ich es automatisch liken, wenn du mehrere gute Dinge leistest, werde ich dich abonnieren. Wenn ich der Meinung bin, dass du WIRKLICH sehenswert bist, mache ich Werbung für dich. Hör auf mich dazu aufzufordern sondern ARBEITE für deinen Erfolg…“ aber ich schweife ab.

Überall werden Seilschaften geknüpft um sich einen Vorteil zu verschaffen. Händler XY gibt Orga YZ einen Freundschaftsrabatt im Laden und erhält dadurch Exklusivrechte für Con XZ. Orga AB lässt die Veranstaltung BC nur von seinem guten Kumpel CD in Szene setzen etc.
Vereine werden gegründet um diese Seilschaften in offizielle Strukturen zu zwängen um davon abzulenken und die Vetternwirtschaft geht bis zum Punkt wo manche Leute Geld für Dinge erhalten, welche der Rest ehrenamtlich leistet.

Die Animeszene verkam in den letzten Jahren vermehrt genau dazu, wovon sie sich noch vor zehn Jahren so krankhaft abzugrenzen versuchte.

Selbst die Toleranz, ein Punkt auf den wir in der Animeszene so stolz sind, schwindet immer mehr.
Wir Animefans rühmen uns, dass wir keine Vorurteile haben. Egal ob weiss, schwarz, asexuell, homosexuell, bisexuell oder sogar heterosexuell. Alle sind erwünscht und akzeptiert. Niemand wird gemobbed.

Ausser man gehört zu Jenen die erneut ausserhalb des erlernten Tellerrandes liegen. Die Akzeptanz der Furries lässt noch immer zu wünschen übrig. Starkes Übergewicht wird eher noch verstärkt blossgestellt als früher. Ein Animefan mit christlichem Glauben (ja die gibts) wird eher belächelt. Ja wir sind toleranter als der Durchschnittsbürger, aber die Grenze unserer eigenen Toleranz verteidigen wir dafür härter als es ein Normalo tun würde und sie nimmt ab.
Und ich bilde da keine Ausnahme. Ich war geschockt erkennen zu müssen wieviel Sprüche ich gegen Furries losgelassen habe oder wie ich auch manchmal Leute der Szene gemobbed habe weil sie in meinen Augen einfach nur Trottel waren.
Auch heute erwische ich mich noch dabei wie ich genau jene Dinge tue welche ich hier anprangere und ich könnte mir selber in den Hintern treten wenn ich mich dabei erwische.

Ich weiss für all jenes was ich hier beschrieben habe gibt es zahlreiche Ausnahmen und Situationen die anders laufen und die Lage mag bei weitem nicht so dramatisch sein, wie ich es hier darstelle aber trotzdem musste es raus. Zum Beispiel wurde an der Hanami eine junge Frau zum Mr. Hanami und ein junger Mann zur Mrs. Hanami gewählt, was ich sehr cool fand.

 

Long Story Short:

Betrachtet die Entwicklung der Animeszene und fragt euch, ob es das ist was ihr wollt. Falls nicht nehmt euch ein Beispiel. Beteiligt euch nicht beim Mobbing. Sagt Leuten die sich so benehmen eure Meinung oder werft sie aus der Freundesliste, denn sowas sind keine Freunde.
Hört auf krankhaft besser sein zu wollen als alle anderen. Es gibt so unendlich viel kreative Energie in dieser Szene und ein Grossteil wird auf kindischen Konkurrenzkampf verschwendet anstatt darauf etwas zu erreichen.

Dies ist worauf ich hinaus wollte und mitunter ein Grund wieso ich mich für ein Jahr aus der Comedy zurückziehe (neben Hochzeit und Erholung). Ich habe in den letzten zwei Jahren mehr Drama in der deutschen Szene erlebt als ich es in den ganzen 12 Jahren als Animefan davor getan habe und je mehr Auftritte ich habe, desto mehr bekomme ich mit. Wenn ich mich also aus den Cons zurückziehe, bekomme ich eventuell auch etwas weniger Drama mit und bekomme wieder mehr den Glauben in die Szene zurück.

In diesem Zusammenhang noch ein grosses Lob an die Showacts der Szene. Ich habe bisher nur mit wenigen Showgruppen/Sänger/innen sprechen können, aber meine Erfahrung war es, dass sich hier noch gegenseitig unterstützt wird.
Man hilft sich hinter der Bühne beim umziehen, man gibt sich Tipps, man versucht das Publikum anzuheizen und genau so sollte es sein. (Ok ich kenne auch Showacts die ne ganze Garderobe für sich beanspruchten und der Rest musste sich zu 30 ein kleines Zimmer teilen aber shit happens :))

 

 

PS: Keine Ahnung ob meine Einschätzung zu gewissen Themen wie dem Alkoholkonsum wirklich stimmt oder ob die heutigen Animefans überhaupt noch gemobbed werden. Falls ich da total schief liege wäre ich um Feedback dankbar.

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Die bizarre Welt der Bild D. E.

5. Dezember 2011 at 20:51 (Motzen gegen Medien) (, , , , , , , )

Der letzte Beitrag des heutigen Tagen ist weniger erfreulich, aber scheinbar ist es mal wieder notwendig sich über gewisse Eigenheiten gewisser Medienvertreter Luft zu verschaffen.

Aber holen wir nun etwas aus.

Anfang November wurden zwei abgetrennte Arme im Leipziger Elsterbecken entdeckt. Danach fand eine Wochenlange Suche nach dem restlichen Körper und nach der traurigen Gewissheit, dass der Besitzer der Arme nicht mehr am Leben war, der Identität des Getöten.

Per DNA-Analyse wurde nun die Identität des Opfers, welches vermutlich ermordet wurde, ermittelt. Und man kann einem den Wunsch nicht verübeln, dass dies nie geschehen wäre, wenn man die nun folgende Geschichte liest und sich bereits zusammenreimen kann, wie die Geschichte weiter gehen wird.

Die Bild-Zeitung tut nämlich genau dies, was sie am besten kann, an den Pranger stellen und Schmutzwäsche waschen. Im aktuellen Fall gibt es keine echten Anhaltspunkte auf den Täter, also stürzen sich die habgierigen Geier auf das Opfer.
Dank der Bild-Zeitung wissen wir nun nämlich, dass Jonathan H ein „Cosplayer“ war der sich auch gerne in Frauenklamotten ablichten liess.
Er brach mit seiner Familie, lebte von Hartz IV, war ein ängstlicher Eigenbrötler, lebte in seiner Fantasiewelt und war homosexuell mit ständig wechselnden Männerbekanntschaften.
Zumindest behauptet das Bild.

Es verwundert nicht, dass die Abschnitte in denen Frauenkleider, schwarzer Nagellack und die Homosexualität erwähnt werden, fett markiert wurden. Selbst dann, wenn es sich lediglich um irgendwelche Aussagen von irgendwelchen Nachbarn handelt. Und wir wissen alle, wie gute Nachbarn im Nachhinein immer Bescheid gewusst haben wollen.

Ich habe mich entschlossen gezielt nicht dieses Machwerk deutscher Medienkunst zu verlinken, da in meinen Augen kein Cent Werbeeinnahmen an diese Leute gehen sollte.  Stattdessen verlinke ich einfach Printscreens des Beitrags.

Es bleibt zu hoffen, dass die Bild-Zeitung sich von der Anime- und Cosplayszene fern halten und die Trauer der Angehörigen respektieren wird. Aber wir wissen alle bereits, dass dies nicht geschehen wird.
Es reicht nicht, dass ein junger Mensch sein Leben auf vermutliche grausame Art und Weise verloren hat. Sein Leben muss auch noch im Nachhinein zur Schau gestellt und gewertet werden.

In dem Zusammenhang bleibt mir nur noch ein einziger Link den ich posten kann.

http://www.presserat.info/inhalt/beschwerde/anleitung.html

Eine Beschwerde beim Presserat mag vielleicht nicht viel bewirken wenn es nur eine Person tut. Aber je mehr Leute sich je öfter beim Presserat beschweren, desto eher wird irgendwann etwas gegen diese Form des Schmierenjournalismus unternommen.

 

 

 

Nachtrag:

Hier ein Beispiel wie man es richtig macht.

http://nachrichten.lvz-online.de/leipzig/polizeiticker/polizeiticker-leipzig/lehrer-von-leipziger-mordopfer/r-polizeiticker-leipzig-a-116240.html

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Ein Schneider an der Connichi

19. September 2011 at 15:08 (Comedy, Conbericht) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Dieser Conbericht wird vermutlich der längste seit Langem werden.

Nachdem ich letztes Jahr nicht an der Connichi auftreten und noch nicht einmal als Besucher hinfahren konnte, freute ich mich enorm, als ich nicht nur erfuhr, dass ich dieses Jahr auftreten werden dürfe, sondern dass mir auch noch die Ehre zuteil kommen würde zusammen mit Elly die Eröffnung  UND neben Olaf die Cosplaywettbewerbe zu moderieren.

Doch fangen wir erst einmal an.

Für mich begann die Nichi bereits am

Donnerstag:

Ich hatte mir den ganzen Tag frei genommen um sicher zur Nichi zu kommen und auch alles ordnungsgemäss packen zu können. Gegen zwölf Uhr ging es dann los um noch Reiseproviant und Requisiten zu kaufen und um 13 Uhr ging es dann auf nach Deutschland.

Kurz vor Offenburg kamen wir dann das erste Mal in stockenden Verkehr und dieser sollte sich spätestens bei Baden-Baden in einen ausgewachsenen Stau umwandeln.  Ganze 1,5 Stunden brauchten wir für die 50 Kilometer Strecke bis Karlsruhe und das auch nur, weil wir den komplizierten Landweg fuhren.

So erreichten wir schlussendlich die Nichi auch nicht wie geplant um 18 Uhr sondern erst um 23 Uhr.

Zum Abschluss des Tages gönnte ich mir dann noch ein paar Cocktails (ok ich hab Cola getrunken) mit einigen Helfern, Orgas und Conassistenten.
Die Insidergespräche waren sehr amüsant und es hat Spass gemacht mal wieder in alten Zeiten zu schwelgen, aber sehr bald war bereits auch schon

Freitag:

Am Freitag ging es früh los. Zuerst Frühstücken, danach die Tickets holen und schlussendlich das gesamte Material, dass ich noch brauchen würde hinter die Bühne bringen.

Am Vormittag machte ich noch etwas die Con unsicher, plauderte noch mit diversen Leuten und dann war schneller 15:30 Uhr als ich es gedacht hätte.

So begab ich mich daher hinter die Bühne wo ich mich in meinen Anzug warf und zusammen mit Elly die Eröffnung plante. Als sich die Zeit langsam der Eröffnung näherte, mussten wir feststellen, dass auch der Freitag nicht vom Verkehr verschont bleiben sollte.
Der Stadtrat von Kassel, sowie der Generalkonsul und Herr Abe von der Japanwoche steckten im Stau fest und da der Generalkonsul die Eröffnung hätte eröffnen sollen, verzögerte sich somit das ganze Programm um eine Stunde. Höhere Macht quasi.

Nachdem unsere Gäste jedoch angekommen waren, ging es auch schon los mit der Eröffnung.
Nach den Ansprachen des Generalkonsuls, Herr Abe und des Stadtrats begann der eigentliche Teil der Eröffnung. Elly kündigte mich an, ich kündigte sie an und wir übergaben das Wort an Edi Edhutschek, den Macher von „Die Con ist Heiss“ und „Webler“.

Aufgrund technischer Probleme konnte man ihn zwar zuerst nicht hören, aber was wär so ne Con denn ohne kleine technische Pannen. Nachdem diese technische Panne jedoch nebenher behoben worden war, verlief die Eröffnung jedoch grösstenteils reibungslos und ich konnte den Tiefpunkt meiner Karriere durchziehen. In Abendkleid und Pumps japanische Ehrengäste ankündigen.

Nach der Eröffnungsrede blieb mir dann auch kaum Zeit. Ich zog mich hinter der Bühne um und sollte auch gleich mein nächstes Erlebniss dieser Con erfahren. Eine Moderation zusammen mit Olaf.

Eine Zusammenarbeit mit dem „Catman“ Olaf ist eine sehr interessante Erfahrung. Zuerst hatte ich Angst, dass wir nicht harmonieren könnten, ihr alt aussehen würde oder es aussehen könnte als wolle ich ihm die Schau stehlen, aber nachdem meine anfängliche Panik gewichen war, konnten wir uns im Laufe der Moderation immer besser aufeinander einstimmen.
Es war und ist eine wahre Freude mit ihm zu arbeiten und ich war echt geplättet von der Professionalität die diese Katze an den Tag legte. Ich kann noch viel von ihm lernen 🙂
Natürlich wäre der Wettbewerb nicht so gelaufen wenn nicht unsere Chefin Anne sich hinter der Bühne die Hacken abgelaufen und organisiert hätte. Auch an sie ein riesiges Lob.

Direkt nach dem Einzel- und Paarcosplay (mit einigen echt schicken Cosplays und der elende Gummibärensong läuft mir immer noch nach) war es Zeit mich schon wieder umzuziehen, denn nun war mein eigentlicher Auftritt dran.

Doof wie ich war hatte ich vergessen meinen Bart anzukleben (da ich mich für das Kleid extra rasiert hatte… ja RTL du hast richtig gehört, ich rasiere mich) und so stand ich quasi „oben ohne“ auf der Bühne. Aber shit happens 😉

Wenn wir grade bei RTL sind… ein Kamerateam von denen trieb sich vor der Nichi rum, wurde jedoch recht schnell von den Cosplayern weggemobbed.. hachja ich bin so stolz auf euch 😉

Aber kommen wir nun zu meinem Auftritt. Dieser startete mit kleinen technischen Problemen in der Präsentation, aber sowas hält doch einen wahren Kriegsgott nicht auf.
Ich redete mich in meinem Programm mal wieder um Kopf und Kragen und dürfte vermutlich bald eine Anzeige der GEMA im Briefkasten finden, aber ich denke und hoffe, dass es insgesamt recht gut ankam.
Eine Überraschung war es, als Matthes von der Tontechnik plötzlich das letzte Einhorn in meine Zugaben knallte, nachdem ich vorher gerufen hatte, dass das einzig gute Einhorn das letzte Einhorn wäre.
Zur Überraschung aller (inklusive meiner eigenen) konnte ich den Song jedoch sogar runterschmettern.

Nach meinem Auftritt gab ich dann noch ein paar Autogramme und zog mich danach kaputt ins Bett zurück ohne überhaupt nochmal mein Zeugs hinter der Bühne einzupacken. Ich war TOT… aber glücklich 🙂

Am Samstag

sollte es jedoch natürlich noch weiter gehen. Zuerst ging ich hinter die Bühne mein Zeugs holen, damit ich Cecile Korbel und Yume nicht bei ihren Proben stören sollte. Danach machte ich etwas die Con unsicher und fand nach ner Weile auch den Stand von Nihao an deren Stand ich mir ein Exemplar ihres neuen Hentais „Katzenminze“ kaufen konnte.  Das besondere daran? (ausser, dass Nihao echt süss zeichnet und ihre Charas auch meistens in Chara bleiben?) Werft einen Blick auf den männlichen Hauptdarsteller 😉

Katzenminze mit "Miau" und "Shinji Schneider"

Ich habe mir generell gleich 10 Exemplare gekauft von denen ich noch vor Ort einige weiter verkauft und signiert habe. (es ist interessante wieviele Leute plötzlich wollen, dass du ihnen auf deinen Ständer signierst…)
Ich verdiene übrigens keinen Cent am Verkauf, ich hab Nihao also ned um ihr sauer verdientes Geld betrogen 😉

Dann war es auch schon soweit das Gruppencosplay mit den Teilnehmern vorzubereiten, Fotos zu schiessen (respektive dafür zu Sorgen, dass niemand Tony dabei durchs Bild läuft) und bereits ging es schnell wieder auf die Bühne wo wir das Gruppencosplay moderierten.

Hier geschah etwas besonderes. André der als Merchant aus Resident Evil verkleidet war, machte seiner Freundin Caro direkt nach ihrem Auftritt einen Heiratsantrag auf der Bühne. Ich gratuliere euch beiden hier erneut zur Verlobung, da Caro angenommen hat 🙂

Am Nachmittag machte ich dann noch weiter die Con unsicher  bevor es soweit war die Siegerehrung der Cosplaywettbewerbe durchzuführen. Leider kamen wir durch erneute technische Probleme etwas ins Straucheln und mussten zuerst mit Momantai abtauschen, damit diese ihren Auftritt problemlos durchziehen konnten (was auch eine Schande gewesen wäre, wenn auch nur eine Minute ihres Acts wegen uns gefehlt hätte) und danach wurden die Sieger von uns geehrt.
Wir wurden gerade noch rechtzeitig fertig, damit May-N damit anfangen konnte ihr Konzert am Abend zu planen.

Für mich ging es jedoch zurück ins Hotel. Ich musste mich noch bereit machen für ein zusätzliches Highlight dieses Wochenendes. Ich konnte/durfte zusammen mit dem Team von „Die Con ist Heiss“ bei der neuesten Episode des „Weblers“ mitwirken und danach ging es rüber in ihr Hotel um auch noch beim „Edi Latenight Christiansen“ mitzuwirken.
Ich hatte generell sehr viel Spass mit Edis Team und fühle mich geehrt, dass ich Teil einer DCIH-DVD sein kann (vom obligatorischen Verarscht werden abgesehen ;))

Der Sonntag

sollte dann ruhiger werden. Zwar rannte ich auch wieder über die Con. Dieses Mal jedoch um endlich die Strifus-Cosplayerin zu finden und mit ihr die Cosplayfotos zu machen, die wir seit der Dokomi in die Tat umsetzen wollten.
Wir hatten dann (als wir uns nach zig Stunden fanden) auch recht viel Spass und konnten sogar einige Bilder knipsen, auch wenn wir absolut keine Ahnung hatten was wir knipsen wollten. Ausserdem gab ich noch ein Interview bei Moonflow.

Nachdem ich mich danach wieder umgezogen hatte und mal „Zivil“ über die Con lief, sah ich mir nochmal alles ein wenig an und ohne meine Stimme begaben wir uns zur Abschlussveranstaltung in den Hauptsaal wo wir dann auch noch Edis Eröffnungsvideo für die Nichi sehen konnten.

Danach ging es noch was futtern und am Montag um 2:30 Uhr Morgens kamen wir total kaputt wieder zuhause an.

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Conbericht ChisaiiCon 2011 – Hamburg

7. Juni 2011 at 07:59 (Comedy, Conbericht) (, , , , , , , , , , , , , , , , , )

Der Juni hat begonnen und somit der anstrengenste Conmonat dieses Jahres.

Der Beginn machte die Chisaiicon 2011 in Hamburg. Letztes Jahr war die Chisaii bereits besonders, da es so heiss war, dass manche Leute im Publikum oben ohne herum rannten. (mich später inklusive).

Dieses Jahr war ich nicht alleine unterwegs, sondern hatte Begleitung in Form meiner Kostümhilfe Kirschu. Da für zwei Personen und deren Cosplays (und sonstige Ausrüstung) jedoch der Zug recht teuer werden kann, entschlossen wir uns mit dem Auto zu fahren.

So hiess es also um 1 Uhr Morgens aufstehn, mein Zeugs fertig packen und um 2:45 Uhr los fahren. Kirschu konnte ich um 5 Uhr Morgens bei ihr zuhause aufgabeln und weiter ging es nach Norden.

Karlsruhe……..Frankfurt……Kassel…….Hannover……

In mir machte sich ein ungutes Gefühl breit, denn die letzten 900 Kilometer war kein einziges Mal Stau zu sehen gewesen. 900 Km deutsche Autobahn? A5 und A7 und kein Stau? Unmöglich.

Kurz vor Lüneburg ging es jedoch los. Zuerst Stau, dann fuhren wir in Hamburg zuwenig weit und drehten um (weil ich dachte wir wären schon zu weit) und nach ner längeren Irrfahrt durch Hamburg, erreichten wir um 14 Uhr endlich MEIN HOTEL (das heisst wirklich so) in Norderstedt.

Nachdem wir uns umgezogen hatten, waren wir um 16 Uhr ENDLICH an der Chisaiicon und ich muss sagen. Nie wieder Hamburg mit dem Auto. Die Stadt ist zwar fortschrittlich mit ihren 2 Spuren pro Strassenseite. Aber wenn alle 500 Meter einer auf der rechten Spur parkt und auf der linken Spur hupen sie dich noch an, wenn du bereits 10 Stundenkilometer schneller als erlaubt fährst und ihnen immer noch zu langsam bist….. da krieg ich Angst O_O

Aber nichts desto trotz. Endlich an der Con. Mein ZEUCH irgendwo abgelegt und mich erst einmal ein wenig umgesehen. Relativ schnell traf ich Metoschy und wir machten ein kurzes Interview für FISCH. Ob sie das Interview ausstrahlen und meinen Auftritt eventuell ebenfalls wird sich noch zeigen, aber wir hoffen mal 😉

Nach dem Interview zog ich mich nochmal etwas zurück um meinen Text nicht zu lernen (ja ich gebs zu) und um 21:30 Uhr war es dann soweit. Zuerst noch etwas Shiroku zuhören während ich versuchte meine Technik zum laufen zu bringen und dann nach ihrem (leider) recht kurzen Auftritt dann königlich versagen beim Versuch meine Präsentation zum laufen zu bringen.

Nyo. Shit happens.

Als dann endlich alles lief, ging es auf die Bühne und genau wie letztes Jahr sind die Hamburger einfach ned ganz dicht 😉 Nach dem Mainprogramm (aka der Shinji labert Müll). Wurde ich für Zugaben auf die Bühne beordert.

„Das Cos“ und „Mädel“ liefen gut. Und links neben der Bühne sammelten sich immer mehr Leute an. Sie wussten was kommt und sie wussten dass ich wusste was sie tun würden wenn es kommt… oder so.

Nach einem kurzen Lady Marmelade-Strip (danke liebe Technik ;)) war ich wieder ganz Ares und konnte den Helfersong ins Publikum schmettern. Nicht ohne Fanchoreo beim Bühne stürmen. (geile Scheisse Leuts)
Irgendwann verschworen sich Helfer, Zuschauer und Technik und verbarrikadierten die Bühne, wodurch ich insgesamt 5 Songs singen, 2 mal Caramelldansen tanzen (einmal im sitzen), einmal strippen und einmal Superperforator tanzen musste…. irgendwann hatte das Publikum aber Mitleid und entliess mich von der Bühne. (um mich dahinter gleich mit Conhons zu quälen… aaaaaaaaaaaaaaah)

Um Mitternacht waren wir zurück im Hotel und ich schlief nahezu sofort ein. Am nächsten Morgen ging es dann um 9 Uhr Morgens wieder auf die Heimreise.
Die Rückfahrt verlief relativ normal. 4 Mal Stau und 2 Gewittereinbrüche machten die Fahrt unterhaltsam und es half, dass wir kurz vor Hannover zwei italienische Vagabunden aufgabelten die nach Italien wollten um dort gegen Atomkraft abzustimmen. (was ich cool finde. Die meisten „Aussteiger“ die ich kenne, kümmern sich nen Scheiss um sowas, auch wenn sie dauernd rumheulen man müsse was tun).
Nach 15 Kilometern am Vortag schafften sie so, an diesem Tag rund 850 Kilometer Strecke 😉

Um 20 Uhr kam ich dann endlich zuhause an. Mein rechter Arm ist (zwei Tage danach) übrigens immer noch verhärtet aufgrund der 24 Stunden schalten und Lenkrad bewegen und der rechte Fuss ebenfalls.
Aber keine Sorge. Bis Samstag bin ich wieder Fit, wenn es heisst. Dokomi in Düsseldorf ich komme 🙂

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Hanami Ludwigshafen Conbericht – Con ist Krieg

9. Mai 2011 at 18:41 (Comedy, Conbericht) (, , , , , , , , , , )

Es ist Mai 2011 und die Con-Saison wurde wie beinahe jedes Jahr mit der Hanami in Ludwigshafen eröffnet.

Für mich begann die Con um 2:30 Uhr Morgens. Genau genommen mit dem zusammen packen von meinem ZEUCH und der Fahrt nach Ludwigshafen.

An zwei Autounfällen vorbei erreichten wir das Gelände gegen 7:30 Uhr und erkundeten bereits ein bissel die Con und klärten mit der Technik, ob sie mein neues Comedyprogramm denn auch lesen könnten.

Grosse Erleichterung. Die Technik klappt 🙂 Noch kurz die Special Effects besprechen (muahaha, ja genau) und dann noch kurz etwas über die Hanami streifen.

Die Hanami war dieses Jahr in meinen Augen interessant angeordnet. Der Karaokeraum komplett woanders, der Gameroom mit viel mehr Fläche und neu gewisse Händler und das Restaurant auch für normale Besucher zugänglich. Top.

Für mich ging es (nachdem ich noch ein wenig ZEUCH verkauft hatte) gegen 10:30 Uhr hinter die Bühne. Cosplay anziehen und Lockenwickler rein…..

Die folgenden 2,5 Stunden verbrachte ich panisch hinter der Bühne, versuchte meinen Text zu lernen und betete, dass ich auf der Bühne nicht gelyncht würde. Aber was mach ich mir schon gross Sorgen? Guckt ja eh kaum jemand…. dachte ich zumindest bis ich hörte, dass die Zuschauer gebeten wurden, die Fluchtwege frei zu machen… miep?

Dann um 13:05 Uhr begann das Programm. Das Intro erklang. Und der Monitor blieb schwarz…… FUCK!
Die Technik gab nun ihr bestes mein Introvideo irgendwie zum Laufen zu bringen und dann ging nix mehr. Ich startete mein Programm.

Ich glaube „Con ist Krieg“ kam relativ gut an, zumindest wurde ich nicht gelyncht. Was mir jedoch geblieben sind, sind 4 Dinge.

1. Kleine Kinder mit Schwertern in der ersten Reihe sind süss O_O
2. Sag nie, du willst ne Kartoffel kennen lernen, du wirst ihr das ganze WE nicht entkommen.
3. Ich werde vermutlich in Zukunft nie wieder beim Helfersong allein auf der Bühne stehen.
4. Ich kann mir die Nase blutig headbangen (YEAH!)

Nach dem Programm ging es langsam raus, und rüber zu Moonflow für ein kleines Interview. Zumindest dachte ich das, aber irgendwie war es fast unmöglich weiter als 20 Meter zu laufen ohne fotografiert zu werden, angesprochen zu werden oder in ein ConHon zu schreiben…
Es hat extrem viel Spass gemacht, aber ich kapier immer noch nicht, wieso man freiwillig meine Sauklaue auf Papier verewigt sehen will. Das ist genauso unsinnig wie mein Gesicht in HD XD

Irgendwie schaffte ich es noch zu Moonflow und gab ein kleines Interview. Danach zog ich noch etwas über die Con.
Mein Cosplay wurde erkannt *freu*. Ich hab ein schönes Bild geschenkt bekommen. Ich lernte die Kartoffel Carolin kennen (echt scharfes Teil) und hab ein echt gutes Karnimani-Cosplay entdeckt… naja… eher es mich 🙂

Generell hab ich den Samstag noch auf dem Gelände verbracht und mit Cosplayern, Helfern, Orgas, Larpern etc. geplaudert, bis meine Freundin (die mich genial unterstützt hat. Muss ich mal erwähnen) und ich, etwas essen gegangen sind ins Hemmingways….. GEILES FUTTER aber viel zuviel 🙂

Danach ging es nochmal kurz zur Con (nach einer kurzen „MEINE FÜSSE TUN WEH!“-Pause im Hotel) und gegen 22 Uhr waren wir dann auch Bettfertig….

Geschlafen haben wir im Hotel Viktoria, welches eine echte Bruchbude war. Es half auch nicht gerade, dass jeder Depp der durch den Gang gelaufen ist, die Tür zugeworfen hat, als wolle er den Laden zum Einsturz bringen 🙂

Am nächsten Morgen wurden wir von seltsamen Geräuschen auf dem Balkon unseres Hotelzimmers geweckt. Da standen zwei Cosplayerinnen, die sich aus dem Fenster ihres Hotels auf unseren Balkon geschwungen hatten um Fotos zu knipsen….

Nichts gegen ein Supergirl auf meinem Balkon. Aber ich bin gerne vorgewarnt, wenn ich halbnackt aus dem Bett steige und in perfektem Blickfeld wäre 🙂

Der Sonntag verlief dann einiges ruhiger. Wir trafen noch wenige Leute, die wir am Vortag verpasst hatten und verliessen um 10:30 die Con um dann gegen 12 Uhr das Auto erreicht zu haben (welches wir direkt an der Con geparkt hatten) um nach Hause zu fahren.

Mein Fazit:

Ich bin tot, aber die Con hat mir sehr viel Spass gemacht und ich habe endlich wieder dieses Confeeling, welches mir so gefehlt hat.

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