Ein Hoch auf die Dummheit

27. Januar 2011 at 08:38 (Liebesgrüsse vom Arschloch, Rantabout) (, , , , , , , , , , , )

Es ist noch nicht so lange her, da blickten wir alle gebannt in die USA und wunderten uns, wie dämlich ein Volk sein könne, dass jemanden wie George W. Bush als politischen Führer wählt.

Mittlerweile sind zehn Jahre vergangen und wir können uns sicher sein, wir ahmen den Amerikanern selbst ihre Dummheit und Arroganz nach.

Ausschlag für diese Aussage sind zwei Volksinitiativen, welche wir in den letzten 2 Jahren mit knapper Mehrheit angenommen haben.

1. Die Minarettinitiative

In der Bundesverfassung der Schweiz, stehen aktuell folgende Sätze.

„In Namen Gottes des allmächtigen“
„Niemand darf schlechter behandelt werden aufgrund von Ethnie, Religion, Geschlecht, Haarfarbe etc.“
„Der Bau von Minaretten ist verboten“

…..

Es wurden Millionen investiert um zu verhindern, dass die „Speerspitze des Islam“ in der Schweiz gebaut werden darf.
Minarette die unsere Sicherheit gefährden, unsere Schweizheit und den Inhalt unserer Hose.

Man muss sich auch wahnsinnig bedroht fühlen, von einem kamingrossen Türmchen auf einem Haus während keine 100 Meter daneben ein riesiger Kirchturm steht.

Grosses böses Minarett...

Aber hey. Immerhin gibt es bereits 4 Minarette in der Schweiz und ein 5tes sollte gebaut werden. Das kommt gefährlich nahe an die Tausenden von Kirchtürmen in der Schweiz, also durchaus ein Grund sich in die Hosen zu machen. Aber gut. Das Thema ist gegessen und wird unter Garantie wieder gekappt, weil es gegen die Menschenrechte verstösst. (ja sogar gegen die eigene Verfassung).

Punkt 2 geschah gegen Ende letztes Jahr.

Die Ausschaffungsinitiative

Ich sage es offen heraus… ich bin aus linker Sicht ein Rassist. Ich war schon immer (vor allem früher als ich noch jung war) jemand der sich fragen konnte, wieso ein Bevölkerungsanteil von ca. 25% für ca. 50% der Straftaten verantwortlich ist (laut Polizeistatistik) und dies herzhaft diskutiert hat. Im Gegenzug wollten mich dafür die Faschos verprügeln wenn ich sie ausgelacht hab, weil sie ALLE Ausländer als Abschaum hinstellen wollten, anstatt den wenigen faulen Äpfeln die den Früchtekorb versauen. Ich war also quasi mitte rechts oder so.. whatever.
Scheinbar wurde ich für meine Fragen öffentlich kritisiert aber bei Wahlen muss man ja bekanntlich sein Gesicht nicht zeigen. Und während man in der Öffentlichkeit sein Gesicht wahren muss, darf man hintenrum gegen die bösen Ausländer hetzen.

Das Ergebniss war die Ausschaffungsinitiative. Ein Gesetzesentwurf der Ausländer sofort aus dem Land schmeissen soll, wenn sie gewisse Straftaten begehen.

Im Grunde keine sooo miese Idee. Mörder, Vergewaltiger und Leute die das Leben anderer nicht respektieren (dazu gehört Rasen mit 100 km/h innerorts) braucht es wirklich nicht. Wir haben schon genug eigene Idioten, wieso noch andere unterhalten?

Die Vorlage der SVP, schoss jedoch (wie so oft) über das Ziel hinaus und der Gegenvorschlag (in dem es darum ging, dass Ausländer erstmal integriert werden sollten und nur bei Straftaten mir 2 Jahren Gefängnis ausgeschafft werden sollten), wurde sowohl von Links als auch von Rechts bekämpft.

Ergebniss:

Der neue Gesetzesentwurf steht fest und hat gute Chancen akzeptiert zu werden. Die besten beiden Punkte sind grob zusammengefasst.

Ein Ausländer der mit Drogen oder beim Kiffen erwischt wird, wird für mindestens 5 Jahre des Landes verwiesen. Leichte Körperverletzung (also ein blaues Auge oder eine Prellung oder sonst eine Lappalie ebenfalls. Die Höhe der Strafe spielt KEINE Rolle.

Während ein Schweizer also mit einer Busse davonkommt, wird ein Ausländer sofort des Landes verwiesen..

Weil. Ihr wisst schon. Das ist Verhältnissmässig nicht? ¬_¬

Schlusswort: Direkte Demokratie ist etwas wunderschönes, aber nicht wenn das Volk zu dämlich ist über die Konsequenzen ihrer Taten nachzudenken und nur brav nachplappern was die Politiker in den Zeitungen publizieren….

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Kohle gegen Integriät

15. November 2010 at 09:23 (Motzen gegen Medien, Rantabout) (, , , , , )

Lange habe ich mich nicht mehr über Zeitungen geäussert, da das Verhalten der Medien am besten ignoriert werden sollte. Heute ist jedoch mein Augenmerk extrem auf die 20 Minuten gefallen.

Aktuell erhitzt eine Abstimmung in der Schweiz extremst die Gemüter. Die Ausschaffungsinitiative der SVP.

Hierbei geht es darum, dass kriminelle Ausländer bei gewissen Straftaten (Mord, Vergewaltigung aber auch Sozialhilfebetrug) ihr Aufenthaltsrecht verlieren sollen. Zusätzliche Straftaten die dazu führen soll der Bund nachträglich bestimmen können.

Man mag dieser Initiative, respektive dem Gegenvorschlag des Parlaments gegenüberstehen wie man will. Ich persönlich habe dieses Wochenende gewählt und bin auf das Endresultat gespannt (mit einem eher schlechten Gefühl).

Was aber einen mittleren Lachanfall bei mir auslöste, ist das Verhalten der 20 Minuten zu diesem Thema.

Nahezu den gesamten letzten Monat, verbrachte 20 Minuten damit Stimmung gegen die Abstimmung zu machen.
Sei es, weil die Initiative die bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU gefährde und dementsprechend gar nicht umsetzbar wäre, weil sie jenachdem gegen Völkerrecht verstosse oder weil sie mit falschen Zahlen jongliere.

Den Vogel schoss 20 Minuten jedoch heute Morgen ab, indem sie auf ihrer Homepage Werbung FÜR die Ausschaffungsinitiative geschaltet hat.

Dieselbe Zeitschrift die zuerst für den Gegenvorschlag und gegen die Initiative argumentierte, kickt nun genüsslich schwarze Schafe aus der Schweiz…
Was kümmert einen denn die eigene Integrität wenn man Kohle kriegt?

Hier noch die genannten Berichte:

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/31725086

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/20158465

http://www.20min.ch/news/dossier/abstimmungen/story/25907309

http://www.20min.ch/news/dossier/abstimmungen/story/14299148

http://www.20min.ch/news/dossier/abstimmresultat/story/14871240

Hier ein gutes Beispiel wie man für Geld seine Integrität aufgibt.

20 Minuten macht Werbung

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