Es kriselt…. mal wieder

10. August 2011 at 07:59 (Liebesgrüsse vom Arschloch, Motzen gegen Medien, Random Blah, Rantabout) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Kommen wir zur Abwechslung zu etwas ernsterem.

Wenn man wie ich in der Schweiz lebt, dann ergab sich in den letzten Monaten immer wieder ein interessanter Blick .

Euro – CHF: vor drei Jahren

1 = 1.62

Euro – CHF: vor zwei Jahren

1 = 1.5

Euro – CHF: vor einem Jahr

1 = 1.35

Eine Zahl die stetig kleiner wurde, aber man konnte es ignorieren. Die Wirtschaft passte sich an während Griechenland, Spanien und die restlichen Schweine… ich meine PIIGS-Länder ankündigten, dass sie wohl finanziell doch schlechter da stünden als man zugeben wolle.

Der Eurokurs änderte sich also in den letzten 3 Monaten von 1.27 CHF runter zu 1.005 CHF und somit der faktischen Parität (seien wir ehrlich. Bis Ende dieser Woche werden CHF und EUR vermutlich gleichviel wert sein). Die Reaktion der Medien war dementsprechend.

„Der Franken könnte die psychologisch wichtige Marke von XY unterschreiten“ hiess es Woche für Woche. Immer derselbe Satz. Nur die Zahl wurde kleiner und kleiner und kleiner.

Nicht besser erging es den USA. Diese sind innerhalb eines Jahres von 1.05 auf rund 0.7 CHF gefallen und somit endgültig weniger wert als der CHF.

Britische Pfund? Innerhalb von 3 Monaten von 1.45 runter auf 1.15. Kurs fallend. (begünstigt durch die Unruhen im Moment)

Dieses Bild zog sich nun seit Monaten durch die Landschaft. Faktisch gesprochen bin ich als Schweizer in 3 Monaten um rund 30% reicher geworden. Im letzten Jahr sogar 50% reicher. Vorausgesetzt ich gebe mein Geld im Ausland aus.

Die schweizer Wirtschaft ächzt und stöhnt nun. Firmen die ihr Geld hauptsächlich mit dem Export verdienen, haben Einsatzeinbussen von rund 40% hinnehmen müssen wenn sie in Euro verkaufen oder verkaufen generell weniger wenn sie schweizer Preise besitzen.
Die schweizerische Nationalbank kaufte Milliarden von Euro um den Kurszerfall aufzuhalten und schwächte so die eigene Währung ohne Erfolg.

Die Detail- und Lebensmittelhändler beschweren sich, dass ihre Kunden ins grenznahe Ausland einkaufen gehen, weil sie dort nicht nur billigere Preise haben, sondern auch die Mehrwertsteuer erstattet bekommen und vom billigen Euro profitieren.

Gerne ausser acht gelassen, werden jedoch die Vorteile genau dieser Situationen. Firmen die im Ausland produzieren oder Waren/Werkstoffe importieren müssen, haben aktuell viel geringere Ausgaben als früher.
Immobilien und Firmen im Ausland einkaufen und somit die eigene Position in der Zukunft stärken war kaum billiger.
Und nicht zu guter letzt. Wenn die Schweizer im Ausland einkaufen, fördern sie die ausländische Wirtschaft und tun genau das, was die Nationalbank auch getan hat. Euros kaufen.

Doch kommen wir zum Kern der Sache. Wieso geht alles vor die Hunde? Die Situation lässt sich zwar mit wirtschaftlichen Faktoren erklären, aber meine Stärke war schon immer die Psychologie und wenn wir ehrlich sind, ist die Psychologie in der aktuellen Situation wichtiger als jedwede wirtschaftlichen Spielereien.

Da haben wir als erstes die EU.

Ein lose zusammengewürfelter Haufen von Staaten die sich zu einem Gegenpol zu Russland, China und den USA aufbauen wollten. Anstatt dies jedoch, wie ihre Konkurrenten über Dekaden und Jahrhunderte hinweh zu tun, hat man innerhalb weniger Jahre bereits Einheitswährung, Einheitsgesetze und sonstige Einheitsgrössen definiert.
Um das ganze noch zu toppen, wurde alles rundherum anektiert was sich nur anektieren liess. Egal ob sie die wirtschaftlichen oder menschenrechtlichen Voraussetzungen dafür erfüllten. Sie mussten nichtmal wirklich zu Europa gehören. Hauptsache grösser, stärker, erfolgreicher und somit besser werden.
Das eigene Ego (und natürlich die Geldbörse) von Wirtschaftsmogulen und Politikern konnte und kann es immer noch nicht zulassen, dass das Projekt EU scheitert. „Die EU wird halten. Und wenn sie daran zerbricht“

Als nächstes folgt die USA.

Seit der Wirtschaftskrise hat sich die USA kaum erholt und ihre Kriege für Öl konnten auch durch den Messias Obama nicht gestoppt werden wodurch dem Land wichtige Milliarden fehlen. Wie denn auch? Die Republikaner blockieren ALLES was von den Demokraten kommt und riskieren sogar die Pleite des eigenen Landes, wodurch nun selbst langjährige Republikaner sich über die eigene Partei wundern.

Die Wirtschaftskrise als solches:

Generell war die Wirtschaftskrise wohl Ursprung der ganzen Misäre. Die Staaten (allen vorran USA und Grossbritannien) verordneten Sparkurse. Entliessen Staatsangestellte. Kürzten Staatsausgaben und retteten mit Milliarden die angeschlagenen Banken. Nur. Wie soll eine Wirtschaft funktionieren wenn ihr das Treibmittel fehlt? Das Geld.
Keine Arbeit -> kaum geld. Kaum Geld -> es wird gespart. Es wird gespart -> Umsatzeinbussen der Firmen, Umsatzeinbussen der Firmen -> sie müssen Leute entlassen -> Keine Arbeit -> Kaum Geld…..

Nur wenige Länder erkannten diesen simplen Kreislauf und förderten die eigene Wirtschaft. Im Euroraum erfolglos, denn wenn 2 Länder die Konjunktur ankurbeln und der Rest sich pleite spart, dann wird das Geld einfach bei den erfolgreichen geholt.
Aus diesem Grund wurden dann auch die sozialen Scheren wieder grösser. Die Reichen wurden schon wieder noch reicher und es gab noch mehr arme.

Die Unruhen in London sind ein Beispiel dafür. Menschen ohne Zukunft (und stellenweise mit unglaublich wenig Hirn gesegnet) gehen aus dem erstbesten Grund auf die Strasse. Stehlen, Töten, Brandschatzen und wissen selber nicht einmal weswegen eigentlich. Sie wissen nicht was sie wollen, nur dass sie wütend auf den Staat sind.

Die Banken und Wirtschaftsbosse (die uns den Schlamassel ja erst eingebrockt haben) halten sich derweil schön raus. Ja nicht auffallen und ihr Geld in Gold und den Franken investieren.

Und was macht die Schweiz derweil? Das was sie immer tat. Abwarten. Aktuell flüchten die Leute in den Franken weil sich die Welt im Wandel befindet. Dies wird sich auch durch das Drucken von mehr Noten nicht ändern. Oder Negativzinsen auf ausländische Frankenkonten.
Solange die politischen und wirtschaftlichen Zustände im Ausland so unzurechenbar sind, wird der Franken heimgesucht. Das einzige was uns Schweizern bleibt, ist auf unserem viel zu hohen Berg aus Gold zu sitzen und jämmerlich um Hilfe zu rufen, während der Rest der Welt im Chaos versinkt.

Denn seien wir ehrlich. Während im arabischen Raum, in Frankreich, in Deutschland, in Griechenland, in Grossbritannien und überall sonst, die Leute auf die Strasse gehen um ihren Unmut gegenüber der Regierung und anderen Institutionen (zum Beispiel einer korrupten FIFA unter Sepp Blatter die trotz Milliardengewinnen keine Steuern zahlen muss) zu demonstrieren, so muss man in der Schweiz keine grossflächigen Aktionen befürchten. Wir überlegen uns höchstens mal verschärft darauf hinzuweisen, dass wir eventuell eine Volksinitiative starten könnten. Aber nur vielleicht.

 

 

Nachtrag:

Und das Ausland? Wie so oft ist es dem Ausland eigentlich egal was mit dem Franken passiert. Alle Währungen sind eigentlich stabil geblieben. Kursschwankungen von knapp 5% übers Jahr verteilt, also business as usual. Nur der Franken halt 😉

 

Man beachte die 3 Frankenrelevanten Kurse

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Widerstand gegen die Staatsmacht und andere Ausreden

6. Juli 2009 at 12:10 (Rantabout) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Heute fühle ich mich in Nörgelstimmung. Mein aktuelles Lieblingsziel? Diese sogenannten Demonstranten.

Dieses Wochenende war es mal wieder in Zürich soweit. Eine unbewilligte Demonstration mit dem treffenden Namen „Fuck the Police“ wurde ins Leben gerufen um einem 17 jahre alten Jungen zu Gedenken, der bei der Flucht vor der Polizei unter einen Zug kam.

Ich möchte gar nicht allzugross auf den Tod des Jungen eingehen, da meiner Meinung nach ein Dieb der vor der Polizei unter einen fahrenden Zug flüchtet ziemlich selber schuld dran ist, wenn er die Aktion nicht überlebt.

Was mich aber immer wieder rasend macht, ist die Tatsache mit welch lächerlichen Ausreden sich diese Demonstranten eigentlich nur das Recht sichern wollen, um ihre Gewaltsucht zu befrieden.

Horden von „Antiglobalisierungsgegnern“ machen sich jedes Jahr auf zum WEF ohne eigentlich zu wissen, was Globalisierung überhaupt ist. Der erste Mai, der „Tag der Arbeit“ wird jedes Jahr erneut für Demonstrationen zum Wohle der Arbeiterklasse missbraucht, auch wenn vermutlich ein Grossteil der Randalierer noch nicht einmal weiss, wie man das Wort Arbeit überhaupt schreibt.
Auch im Fussball schreibt sich der Hooliganismus (auch wenn die Krawallbrüder mit den ursprünglichen Hooligans nix am Hut haben) aufs Banner nur dann loszulegen, wenn sie provoziert würden.

Wieso diese kindische Suche nach Ausreden? Jedesmal wenn diese Idioten wieder Amok laufen. Wahllos (oder gezielt) Autos und Geschäfte beschädigen. Mit Pflastersteinen auf Polizisten oder sonstige Anwesenden losgehen, herrscht immer derselbe Grundton.
„Wir wurden provoziert.“ –  „Wodurch?“ – „Durch die Bullen?“ – „Und wie?“ – „Ey die stehen schon so provokativ da ey“….

Dieser psychologische Faktor des „ich wurde provoziert“, respektive des „ich bin nicht schuld“ scheint etwas zu sein, was alle diese gewaltgeilen Gehirnakrobaten zu verbinden scheint.

Sei es der Türke der einen bedroht weil man „seine Freundin anguckt hat“, der Glatzkopf der seine Arbeitslosigkeit auf den bösen Ausländer anstatt auf seine schlechten Umgangsformen (und den mangelnden Intellekt) schiebt, der junge Kosovar der nichts dafür kann, wenn die“ blöde Olle“ seinem getunten VW-Golf nicht rechtzeitig ausweichen kann oder eben unsere lieben Krawallbrüder, die für Anarchie und die Freiheit alles zu tun was man will kämpfen, dann jedoch die ersten sind die zum Datenschützer rennen, wenn jemand ein Foto von ihnen ins Internet stellt…

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