„Wer kauft sowas?“

19. Februar 2014 at 15:34 (Liebesgrüsse vom Arschloch, Random Blah) (, , , , , , )

Heute wurde ich auf Facebook auf etwas aufmerksam gemacht, was ich mal teilen möchte.

Zum Einen wegen seiner Absurdheit. Zum Anderen weil ich persönlich es absolut daneben finde. Den Rest des Beitrags lesen »

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Review: Barocke Liebessage: Dido und Aeneas – KKThun 20.06.2013

20. Juni 2013 at 23:37 (Life of shin, Random Blah) (, )

Man glaube es kaum, aber es kommt vor, dass es mich zu etwas kulturellem zieht.

Ganz besonders wenn es sich um eine Oper handelt und wir durch Glück zwei Gratisplätze in der fünften Reihe ergattern konnten.  Meine Frau und ich fuhren also heute Abend schick angezogen nach Thun um uns im Rahmen der Schlosskonzerte Thun das Stück „Dido und Aeneas“ anzusehen. Den Rest des Beitrags lesen »

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How to standup – ein comedy tutorial

6. Juni 2013 at 14:35 (Comedy, Random Blah) (, , , , , , , , , )

Mittlerweile stehe ich seit über 8 Jahren auf deutschen Con-Bühnen und in dieser Zeit habe ich einige Fragen erhalten die mir persönlich oder via Mail gestellt wurden.

Sehr viele davon drehten sich darum wie meine Comedy eigentlich zustande kommt. Darum überlegte ich mir, einmal eine quasi-Anleitung zu schreiben wie sich Comedy aufbauen lässt, respektive wie ICH zu meiner Comedy komme. Den Rest des Beitrags lesen »

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Eine Convention-Liebesgeschichte

28. Februar 2013 at 20:53 (Liebesgrüsse vom Arschloch, Random Blah) (, , , , , , , , , , , , )

Heute möchte ich mich zu einem Thema äussern dass beinahe so alt ist wie es Animeconventions gibt.

Die Hassliebe zwischen Showgruppen/Showacts und Conventions.

Ich habe mir lange überlegt ob es eine gute Idee ist diesen Beitrag zu schreiben, da die Chance gross ist böses Blut zu wecken. Aber seien wir ehrlich. Dafür sorg ich doch sowieso, also wenn dann richtig 😉

Um über das Thema wirklich schreiben zu können muss ich allerdings etwas ausholen und für mich erst mal beschreiben was eine Animeconvention ausmacht, respektive von einem kleinen/grösseren Treffen unterscheidet.

Beginnen wir doch mit den Gemeinsamkeiten.

Cosplays

Werden im Grunde an beidem getragen

Animes

Kein Treffen ohne Leinwand auf dem Animes geschaut werden. Zumindest wenn die Treffen indoor stattfinden

Zeichentische/Brettspiele

Auch die sind zusammen mit Trading-Card-Games nicht von Treffen wegzudenken.

Bring and Buy

Meiner Erfahrung nach gibt es kein Treffen ohne grösseren Warenumtausch. Egal ob dieser nun erst vor Ort abläuft (klassischer Bring and Buy) oder via Onlineforum geplant wurde.

Was für mich eine Con jedoch definiert sind Punkte die an einem Treffen so nicht umsetzbar wären.
Es kann zwar durchaus vorkommen, dass auch an einem Treffen Händler, Showgruppen/Showacts, Karaoke, Gameroom, Ehrengäste oder Workshops anzutreffen sind, aber sie machen eher den Unterschied zu einer Con aus.

Man stelle sich einmal eine Convention ohne Händler vor. Undenkbar. Aber es wäre wohl immer noch eine Convention. Man hat ja noch den Rest.
Man stelle sich eine Convention ohne Workshops vor. Durchaus möglich, aber es würde Ablenkung und Leben aus der Veranstaltung ziehen.
Eine Con ohne Gamesroom oder ohne Cosplaywettbewerb? Selbiges. Die Con wäre noch da aber viel trister.Keine Ehrengäste? Naja sie sind zwar nicht zwingend….aber wäre doch schön welche da zu haben… :/
Kein Karaoke? Manche mögen zwar vor Freude aufschreien, aber mindestens genausoviele wären am Boden zerstört.
Ja ich behaupte sogar, dass man an einer Convention komplett auf das zeigen von Animes verzichten könnte und es würde trotzdem noch als Animecon durchgehen.

Solange der Rest vorhanden ist.

Und hier kommen für mich die Tanz/Theater/Gesangs/Comedy/Akrobatik/Improvisations-Künstler zum tragen. Besser gesagt die Showgruppen und Showacts.

Wir Showies sind im Grunde ganz genauso wie die oben erwähnten Punkte. Wir bringen Farbe in eine Con. Wir bieten Unterhaltung und Ablenkung. Eine Convention könnte garantiert ohne Bühnenprogramm auskommen, aber es wäre keine echte Convention. Genau wie wenn man auf die oben genannten Punkte verzichten würde.

Und hier gründet die oben genannte „Hassliebe“. Showgruppen stecken Monate Arbeit in Proben, Kostüme, Planung und sehr oft auch hohe Ausgaben in Transport und Unterkunft etc. Sie werden dafür allerdings auch mit Applaus und Wertschätzung noch während ihrer „Arbeit“ entlohnt. (und teilweise kann eine Con es sich auch leisten die Kosten für Fahrt/Unterkunft zu übernehmen).
Dies kann dazu führen, dass der Glaube entsteht, dass eine Showgruppe/ein Showact wichtiger wäre als andere Bereiche. Ich hab immerhin noch nie eine Standing Ovation für den Gamesroom, die P&P-Runde, das Bring and Buy oder die Workshopleiter erlebt. Auch wenn sie vermutlich genauso viel Arbeit in ihren Bereich investiert haben.

Dieser Glaube muss hierbei nicht zwingend bei den Showgruppen/Acts entstehen, sondern auch gerne bei Besuchern oder den Conventions selbst.

Für eine Con ist es daher wichtig für ein angenehmes Rahmenprogramm zu sorgen.

Auf der anderen Seite stehen jedoch Technik und Orgas. Der organisatorische Aufwand um ein Bühnenprogramm auf die Beine zu stellen ist enorm.

1. Alle Showgruppen müssen auftreten.

Problem: Nicht jede Gruppe kann zu jeder Uhrzeit wegen Anfahrt, Abfahrt, Unterkunft, Sonnenflecken etc.
Problem: Wie lange dauert welcher Auftritt. Wieviel Zeit muss für den Umbau/Aufbau eingeplant werden?
Problem: Müssen die Gruppen auch noch Proben? Falls ja kommen wir zu den oberen beiden Problemen.

2. Die Auftritte müssen alle reibungslos ablaufen

Problem: Jede Gruppe hat eigene Anforderungen an die Technik was Licht, Ton etc. betrifft.
Problem: Je nach Convention steht nicht genug Equipment zur Verfügung
Problem: Nicht jede Technik ist für jede Art von Ursprungsmaterial ausgerüstet
Problem: Manchmal kommt das Video/Tonmaterial zu kurzfristig um es noch retten zu können.

3. Die Gruppen müssen irgendwo unterkommen (dieser Punkt betrifft natürlich nur Cons die Schlafplätze organisieren können/wollen)

Problem: Schonmal versucht 20-30-50 Leute günstig, nah und brauchbar irgendwo unterzubringen? Da habt ihr das Problem.
Problem: Kurzfristige Absagen von Einzelpersonen oder Gruppen.
Problem: Besondere Ausnahmen (Latexallergie bei Matratzen. Daunenallergie bei Bettdecken etc.)

4. Die Gruppen müssen verpflegt werden

Problem: Allergien, vegane Ernährung, vegetarische Ernährung oder pingelige Leute (letzteres trifft auf mich zu ;))
Problem: Massenhaft Futter wird benötigt…Problem: Budget!!

Die Punkte 3 und 4 lassen sich oft auch mit den Helfern abdecken. Eine Con mit 5 Showgruppen und 30 Helfern muss jenachdem also rund 60-100 Leute unterbringen und verpflegen. Diese ganze Organisation muss dann auch noch neben dem eigentlichen Alltagsleben geleistet werden.
Punkt 1 und 2 funktioniert nur wenn eine richtige Kommunikation herrscht und man bestmöglich zusammenarbeitet.

Eine meiner ersten Erfahrungen vor einem Auftritt war, als ich bei der Technik ankam und vom Tontechniker in den Arm genommen wurde mit den Worten. „Ich liebe dich. Endlich jemand der unkompliziert ist.“
Diese Anekdote soll nicht Werbung für mich darstellen. Würde ich nämlich Licht- und Toneffekte brauchen und nicht nur vor einer Leinwand mit Beamer stehen, wäre ich mindestens genauso kompliziert wie der ganze Rest… vermutlich sogar noch schlimmer.
Sie soll eher als Beispiel dienen, dass die Techniker sich den Arsch abarbeiten um alles zum Laufen zu kriegen.

Auf der Gegenseite gibt es natürlich die Aufgaben und Probleme der Showgruppen.

1. Auf welchen und wievielen Cons treten wir auf?

Problem: Wieviele Cons können sich die Mitglieder leisten?
Problem: Wie oft können sich die Mitglieder frei nehmen?

2. Können wir an der Con übernachten und wie hoch sind die Kosten?

Problem: Budget der Einzelpersonen

3. Die Meute muss vor Ort.

Problem: Die Meute muss vor Ort.
Problem: Budget der Einzelpersonen.

4. Die Technik muss klappen

Problem: Es gibt keine einheitlichen Licht- und Tonscripts damit sowohl Cons als auch Showgruppen immer dasselbe einreichen.
Problem: Nicht jeder Rechner kann dieselben Video/Tonformate abspielen. Ohne ausführliche Abklärung im Vorfeld kann es passieren, dass man ohne Ton/Bild da steht.

Gerade die ersten drei Punkte sind ein Knackpunkt welcher bei Showgruppen für viel Kopfzerbrechen sorgt. Um Auftritte planen zu können ist es wichtig früh zu wissen ob man überhaupt auftreten kann. Für eine Showgruppe ist es daher wichtig früh eine Ab- oder Zusage zu erhalten.
Gerade wenn es darum geht eine Übernachtung und Transport zu organisieren kann es je nach Con extrem wichtig sein frühzeitig zu buchen. In so einem Fall ist nichts schlimmer als Monate nichts zu hören oder gar nicht erst direkt informiert zu werden ob man angenommen wird.

Ein kurzes „Wir haben deine/eure Bewerbung erhalten, aber ziehen andere Showgruppen vor“ reicht da bereits aus um zu Wissen, dass man sich eine andere Con suchen muss.

In der Vergangenheit gab es leider immer wieder Fälle bei denen die oben genannten Punkte zu Problemen zwischen Showgruppen und Cons führten. Und das daraus resultierende Drama sorgt meistens dafür, dass sich die Fronten verhärten.

Eine Gruppe kann nicht auftreten wenn die Technik ihr Licht und Ton verhaut.
Die Technik kann Licht und Ton nicht planen wenn sie die Skripte und Aufnahmen nicht rechtzeitig erhält.
Die Gruppe kann die Skripts nicht einreichen wenn sie die Vorlagen nicht rechzeitig erhalten oder Fragen hierzu nicht rechtzeitig beantwortet werden….
Das Beispiel zieht sich bis in die Unendlichkeit weiter.
Es ist also verständlich, dass zwischen Cons und Showgruppen manchmal eine Hassliebe herrscht. Eine Gruppe kann natürlich auf eine Con verzichten und woanders auftreten. Eine Con kann sich sicher eine andere Showgruppe aussuchen um sie auftreten zu lassen. In beiden Fällen gibts ja genug.
Aber am schönsten ist beides, wenn es harmoniert und die Kommunikation stimmt.

In meinen Augen gibt es hierzu auch gute Ansätze. Zum Beispiel Foren in welchen Gruppen und Cons gemeinsam Probleme besprechen können. Conübergreifende Scripts wären ebenfalls eine praktische Lösung.

Ich hoffe mein Beitrag konnte etwas Licht in die Arbeiten von Cons und Showies bringen und es bleibt zu hoffen, dass zukünftig der Fokus mehr auf Konsens und weniger auf Drama gelegt wird. Denn Schlussendlich profitieren alle davon.

Die Conventions

Die Showgruppen

und vor allem

Die Besucher.

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Das Scheitern der EU und seine Gründe

7. Juni 2012 at 14:43 (Random Blah) (, , , , , , , )

Lange ist es her. Über zwanzig Jahre bereits. Da fragte ein kleiner Shinji seine Mama, warum man denn Geld wechseln müsste wenn man nach Italien fährt. Es wäre doch viel praktischer wenn alle dieselbe Währung hätten.

Wie sich mittlerweile gezeigt hat, war es nicht nur der kleine Shinji der sich das fragte sondern auch ganz viele Politiker, Wirtschaftsbosse und andere Menschen. Aus der Grundidee eines vereinten Europa entstand die EU und WOW ist dieser Versuch eines Staatenbundes gescheitert….

Aber lasst mich ausführen, da ich als Schweizer sowieso als EU-Hasser prädestiniert bin, möchte ich erklären wieso ich das Experiment EU als gescheitert betrachte.

Die Grundidee der EU war eine gute Idee. Europa sollte neben China, den USA und Russland als vierte Grossmacht agieren. Zuerst wirtschaftlich aber später auch politisch… oder andersrum.

Aber weswegen scheitert die EU daran verschiedene Staaten unter einer Führung zu vereinen während die USA funktioniert? Die Anzahl der Staaten? Kaum. Die EU besteht aus 27 Staaten während die USA aus ganzen 50 Staaten besteht.
Die Einwohnerzahl ist relativ einfach zu ignorieren aber die Probleme sind anderweitig gelagert.

Im Kopf aller Einwohner inklusive der Politiker die um die EU und deren Erhalt kämpfen.
Niemand sieht sich selbst als Europäer.

Wenn ich jemanden frage „Was bist du?“ werde ich als Antwort garantiert erhalten „Schweizer“, „Franzose“, „Deutscher“, „Österreicher“ etc.

Was ich aber NIEMALS hören werde ist „Europäer“.

 

Und an dieser Stelle liegt der Hund begraben für das erste der beiden Hauptprobleme der EU.

Auch wenn sich die EU als einen Staatenbund betrachtet der irgendwann Länderübergreifend führt und agiert, so ist es zur Zeit nur eine Ansammlung einzelner Staaten die versuchen für sich selbst das Beste herauszuholen.

Aber warum ist das so und wie kann man dieses Problem beheben? Die Antwort ist „ZEIT“.
Als Beispiel kann ich erneut die USA nennen.

Die Amerikaner betrachteten sich selber als Amerikaner noch bevor es die USA gab. Die 13 Gründerstaaten gehörten zwar zu Grossbritannien, aber waren geografisch und ideologisch bereits zu stark von Ihren „Herrschern“ entfernt.

1783 gründeten sie die USA. Nach 20!! Jahren schlossen sich 13 weitere Staaten an. 15 Jahre DANACH nochmal 7 Staaten.
Erst 1898 erreichte die USA ihre endgültige Grösse. 115 Jahre nach ihrer Gründung.
Und die USA verband immerhin nur 4-5 verschiedene Sprachen.

Die EU als solches gründete sich 1992 aus den damaligen 12 EG-Staaten (12 Amtssprachen) mit jeweils eigenen Interessen.
1995 kamen 3 hinzu, also 15 Mitglieder
2004 waren es bereits 25 Mitgliedsstaaten.
2012 sind es 27 Mitgliedsstaaten und 9 Staaten die sich in Verhandlungen befinden um aufgenommen zu werden. Und geplant ist es die EU noch auf insgesamt 45 Staaten auszuweiten.

Und hier haben wir Nummer 2 der beiden Hauptprobleme.

Die Geduld.

Die Gründer der EU scheinen sich keine Zeit lassen zu wollen. Anstatt sich zuerst als EU/Europa zu definieren begann die EU sich schnellstmöglich auszubreiten. Anstatt von Anfang an klare Regeln zu definieren an die sich neue Mitglieder würden halten müssen, wollte man lieber so schnell wie möglich Masse aufbauen. Kein Wunder also, kommt weder eine gesellschaftliche noch eine wirtschaftliche Stabilität zugange.

Wenn sich die Politiker nicht von Herzen mit einem vereinten Europa anfreunden können, wie sollten es die normalen Bürger können? Wenn man wirklich die EU dazu bringen will, als Staatenbund zu funktionieren benötigt es zwei Dinge.

1. Viel Zeit.
Viel Zeit die man sich lassen muss um Probleme zu beheben, Erfahrungen zu sammeln und Pläne zu schmieden.

2. Viele Änderungen.
Europa benötigt eine gemeinsame Kultur. Eine gemeinsame Sprache. In Schulen muss Europa unterrichtet werden. Die nationalen Sportligen müssen europäischen Ligen weichen. Europameisterschaften gibt es nicht mehr, da jeder Sportler als „Europäer“ an den Start geht.

Aber ich zweifle stark daran, dass auch nur 5% der EU-Befürworter dies jemals wollen würden 😉

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Es kriselt…. mal wieder

10. August 2011 at 07:59 (Liebesgrüsse vom Arschloch, Motzen gegen Medien, Random Blah, Rantabout) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Kommen wir zur Abwechslung zu etwas ernsterem.

Wenn man wie ich in der Schweiz lebt, dann ergab sich in den letzten Monaten immer wieder ein interessanter Blick .

Euro – CHF: vor drei Jahren

1 = 1.62

Euro – CHF: vor zwei Jahren

1 = 1.5

Euro – CHF: vor einem Jahr

1 = 1.35

Eine Zahl die stetig kleiner wurde, aber man konnte es ignorieren. Die Wirtschaft passte sich an während Griechenland, Spanien und die restlichen Schweine… ich meine PIIGS-Länder ankündigten, dass sie wohl finanziell doch schlechter da stünden als man zugeben wolle.

Der Eurokurs änderte sich also in den letzten 3 Monaten von 1.27 CHF runter zu 1.005 CHF und somit der faktischen Parität (seien wir ehrlich. Bis Ende dieser Woche werden CHF und EUR vermutlich gleichviel wert sein). Die Reaktion der Medien war dementsprechend.

„Der Franken könnte die psychologisch wichtige Marke von XY unterschreiten“ hiess es Woche für Woche. Immer derselbe Satz. Nur die Zahl wurde kleiner und kleiner und kleiner.

Nicht besser erging es den USA. Diese sind innerhalb eines Jahres von 1.05 auf rund 0.7 CHF gefallen und somit endgültig weniger wert als der CHF.

Britische Pfund? Innerhalb von 3 Monaten von 1.45 runter auf 1.15. Kurs fallend. (begünstigt durch die Unruhen im Moment)

Dieses Bild zog sich nun seit Monaten durch die Landschaft. Faktisch gesprochen bin ich als Schweizer in 3 Monaten um rund 30% reicher geworden. Im letzten Jahr sogar 50% reicher. Vorausgesetzt ich gebe mein Geld im Ausland aus.

Die schweizer Wirtschaft ächzt und stöhnt nun. Firmen die ihr Geld hauptsächlich mit dem Export verdienen, haben Einsatzeinbussen von rund 40% hinnehmen müssen wenn sie in Euro verkaufen oder verkaufen generell weniger wenn sie schweizer Preise besitzen.
Die schweizerische Nationalbank kaufte Milliarden von Euro um den Kurszerfall aufzuhalten und schwächte so die eigene Währung ohne Erfolg.

Die Detail- und Lebensmittelhändler beschweren sich, dass ihre Kunden ins grenznahe Ausland einkaufen gehen, weil sie dort nicht nur billigere Preise haben, sondern auch die Mehrwertsteuer erstattet bekommen und vom billigen Euro profitieren.

Gerne ausser acht gelassen, werden jedoch die Vorteile genau dieser Situationen. Firmen die im Ausland produzieren oder Waren/Werkstoffe importieren müssen, haben aktuell viel geringere Ausgaben als früher.
Immobilien und Firmen im Ausland einkaufen und somit die eigene Position in der Zukunft stärken war kaum billiger.
Und nicht zu guter letzt. Wenn die Schweizer im Ausland einkaufen, fördern sie die ausländische Wirtschaft und tun genau das, was die Nationalbank auch getan hat. Euros kaufen.

Doch kommen wir zum Kern der Sache. Wieso geht alles vor die Hunde? Die Situation lässt sich zwar mit wirtschaftlichen Faktoren erklären, aber meine Stärke war schon immer die Psychologie und wenn wir ehrlich sind, ist die Psychologie in der aktuellen Situation wichtiger als jedwede wirtschaftlichen Spielereien.

Da haben wir als erstes die EU.

Ein lose zusammengewürfelter Haufen von Staaten die sich zu einem Gegenpol zu Russland, China und den USA aufbauen wollten. Anstatt dies jedoch, wie ihre Konkurrenten über Dekaden und Jahrhunderte hinweh zu tun, hat man innerhalb weniger Jahre bereits Einheitswährung, Einheitsgesetze und sonstige Einheitsgrössen definiert.
Um das ganze noch zu toppen, wurde alles rundherum anektiert was sich nur anektieren liess. Egal ob sie die wirtschaftlichen oder menschenrechtlichen Voraussetzungen dafür erfüllten. Sie mussten nichtmal wirklich zu Europa gehören. Hauptsache grösser, stärker, erfolgreicher und somit besser werden.
Das eigene Ego (und natürlich die Geldbörse) von Wirtschaftsmogulen und Politikern konnte und kann es immer noch nicht zulassen, dass das Projekt EU scheitert. „Die EU wird halten. Und wenn sie daran zerbricht“

Als nächstes folgt die USA.

Seit der Wirtschaftskrise hat sich die USA kaum erholt und ihre Kriege für Öl konnten auch durch den Messias Obama nicht gestoppt werden wodurch dem Land wichtige Milliarden fehlen. Wie denn auch? Die Republikaner blockieren ALLES was von den Demokraten kommt und riskieren sogar die Pleite des eigenen Landes, wodurch nun selbst langjährige Republikaner sich über die eigene Partei wundern.

Die Wirtschaftskrise als solches:

Generell war die Wirtschaftskrise wohl Ursprung der ganzen Misäre. Die Staaten (allen vorran USA und Grossbritannien) verordneten Sparkurse. Entliessen Staatsangestellte. Kürzten Staatsausgaben und retteten mit Milliarden die angeschlagenen Banken. Nur. Wie soll eine Wirtschaft funktionieren wenn ihr das Treibmittel fehlt? Das Geld.
Keine Arbeit -> kaum geld. Kaum Geld -> es wird gespart. Es wird gespart -> Umsatzeinbussen der Firmen, Umsatzeinbussen der Firmen -> sie müssen Leute entlassen -> Keine Arbeit -> Kaum Geld…..

Nur wenige Länder erkannten diesen simplen Kreislauf und förderten die eigene Wirtschaft. Im Euroraum erfolglos, denn wenn 2 Länder die Konjunktur ankurbeln und der Rest sich pleite spart, dann wird das Geld einfach bei den erfolgreichen geholt.
Aus diesem Grund wurden dann auch die sozialen Scheren wieder grösser. Die Reichen wurden schon wieder noch reicher und es gab noch mehr arme.

Die Unruhen in London sind ein Beispiel dafür. Menschen ohne Zukunft (und stellenweise mit unglaublich wenig Hirn gesegnet) gehen aus dem erstbesten Grund auf die Strasse. Stehlen, Töten, Brandschatzen und wissen selber nicht einmal weswegen eigentlich. Sie wissen nicht was sie wollen, nur dass sie wütend auf den Staat sind.

Die Banken und Wirtschaftsbosse (die uns den Schlamassel ja erst eingebrockt haben) halten sich derweil schön raus. Ja nicht auffallen und ihr Geld in Gold und den Franken investieren.

Und was macht die Schweiz derweil? Das was sie immer tat. Abwarten. Aktuell flüchten die Leute in den Franken weil sich die Welt im Wandel befindet. Dies wird sich auch durch das Drucken von mehr Noten nicht ändern. Oder Negativzinsen auf ausländische Frankenkonten.
Solange die politischen und wirtschaftlichen Zustände im Ausland so unzurechenbar sind, wird der Franken heimgesucht. Das einzige was uns Schweizern bleibt, ist auf unserem viel zu hohen Berg aus Gold zu sitzen und jämmerlich um Hilfe zu rufen, während der Rest der Welt im Chaos versinkt.

Denn seien wir ehrlich. Während im arabischen Raum, in Frankreich, in Deutschland, in Griechenland, in Grossbritannien und überall sonst, die Leute auf die Strasse gehen um ihren Unmut gegenüber der Regierung und anderen Institutionen (zum Beispiel einer korrupten FIFA unter Sepp Blatter die trotz Milliardengewinnen keine Steuern zahlen muss) zu demonstrieren, so muss man in der Schweiz keine grossflächigen Aktionen befürchten. Wir überlegen uns höchstens mal verschärft darauf hinzuweisen, dass wir eventuell eine Volksinitiative starten könnten. Aber nur vielleicht.

 

 

Nachtrag:

Und das Ausland? Wie so oft ist es dem Ausland eigentlich egal was mit dem Franken passiert. Alle Währungen sind eigentlich stabil geblieben. Kursschwankungen von knapp 5% übers Jahr verteilt, also business as usual. Nur der Franken halt 😉

 

Man beachte die 3 Frankenrelevanten Kurse

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Das Zeitalter der Kapitalisierung

26. Juli 2010 at 14:42 (Random Blah, Rantabout) (, , , , , )

In der Geschichte gab es viele verschiedene Zeitalter, welche die Geschehnisse zusammenfassen.

Weltkrieg 1, Weltkrieg 2, die Industrialisierung, die grosse Depression etc.

Wir wird man in der Zukunft die aktuellen Geschehnisse zusammenfassen? Das Zeitalter des Terrorismus? Weltkrieg 3?  Zeitalter der Stupidisierung?

Ich denke was wir aktuell erleben, dürfte am besten die Spitze und das Ende des Kapitalismus bedeuten. Quasi das Zeitalter der Kapitalisierung.
Gut. Wie komm ich auf solche Aussagen?

Der Kapitalismus und die daraus folgende Lohnschere, waren schon die letzten Jahrzehnte und allgegenwärtig. Die Reichen werden Reicher, während die Armen arm bleiben. Seien es Betrug oder Korruption, jeder wusste, dass es existiert.
Doch etwas hat sich in den letzten 10-15 Jahren geändert. Die Selbstverständlichkeit.

Staaten erklären anderen Staaten im Namen des heiligen Öls den Krieg. Die Banken verlochen Milliarden als wären es Millionen und zahlen sich weiterhin Boni in Milliardenhöhe aus. Terroristenführern wird hochoffiziell von politischer Seite in den Hintern gekrochen um einige Milliarden rauszuziehen etc.

Aktuell reisst die Lohnschere nicht nur auseinander, sie hat sich sogar verlagert. Seit der Bankenkrise ist nun nämlich auch der Mittelstand in die Schere gelangt und hat Mühe sich herauszuwinden.
Als Opfer der grassierenden Volkskrankheit „Krisitis“ (auch Bekannt als: So tun als ob es dem Büro schlecht ginge um Kosten sparen zu können), werden Ausgaben eingespart wo es nur geht. Vorzugsweise auf Kosten der Kunden und der Angestellten.

2 Personen machen die Arbeit von 4. Denn wir haben ja Krise.
Die deutsche und die schweizer Bahn sparen Millionen bei den Unterhaltsarbeiten ein. Das Ergebniss sind Zugsausfälle und Klimaanlagen welche den Geist aufgeben. Aber. Wir haben Krise.

Die grössten Beispiele der Geldgeilheit in den letzten Wochen waren BP und die Loveparade.

Während die BP mal kurz Ozeanvernichter spielte, zeigte die Geldgier ihr wahres Gesicht. Aus allen Löchern krochen die Politiker, welche durch die Ölindustrie an ihre Macht gekommen waren und protestierten gegen jegliche Form von Schuldübernahme durch BP.

Die Loveparade zeigte ihr geldgeiles Antlitz mit 19 Todesopfern dieses Wochenende.
Um mehr Geld zu machen (abgezäuntes Areal = man bestimmt wer etwas verkaufen (Getränke, Essen etc.), wer Werbung machen kann und wieviele Leute kommen) wurde eine 1.4 Mio. Personen Veranstaltung auf ein 250 000 Personen Areal gezwängt wodurch 350 Personen verletzt und 19 Personen getötet wurden.

Notfallszenarien der Polizei wurden verworfen um Geld einzusparen, denn.

Wir haben ja Krise.

Ich bin gespannt, wie sich die zukünftige Entwicklung des Kapitalismus gestalten wird. Doch mein Gefühl sagt mir, dass der Kapitalismus den Zenit erreicht hat und sich dem Ende zuwendet.
In spätestens 30 Jahren werden wir mit Schrecken zurück an den Beginn des 21ten Jahrhunderts denken. An die Zeit, in der stärker für Geld über Leichen gegangen wurde, als jemals zuvor.
An das Zeitalter der Kapitalisierung. Und nein Kommunismus funktioniert genausowenig :p

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Ein absoluter Scheissjob

4. März 2010 at 10:01 (Liebesgrüsse vom Arschloch, Random Blah) (, , , , , , , , , , , , , )

Jeder von uns hat sich bereits über seine Arbeit aufgeregt. Der Chef weiss die Arbeit nicht zu schätzen, man geht in Aufträgen unter und das schönste von allem. Jedesmal wenn man endlich das Gefühl bekommt, dass man vorwärts kommt, funkt einem irgendein Trottel der keine Ahnung hat dazwischen…

Jemand der sich vermutlich gerade genauso fühlt, ist der Aussenminister von Libyen.

Über die Aktuelle Krise mit Libyen habe ich ja bereits früher einmal berichtet. Mittlerweile gab es einige zusätzliche Ereignisse, wie die Beinahestürmung der schweizer Botschaft, die Freilassung der einen Geisel (Zufall, er ist Halbtunesier), die Sperrung von libyschen Visa im Schengenraum etc.

Nun haben sich die Ereignisse jedoch zugespitzt und die „Libyenkrise“ nimmt geradezu komödiantische Züge an.
Max Göldi, die letzte „Geisel“ wurde nach 2 Jahren nun für 4 Monate ins Gefängnis verfrachtet und erbat eine Begnadigung.

Der Aussenminister Libyens gab bekannt, dass sich die Beziehungen zwischen der Schweiz und Libyen langsam stabilisieren dürften… dann drückte jemand dem lieben Gaddafi ein Mikrofon in die Hand und dieser rief zum Jihad gegen die ungläubige und Muslimfeindlische Schweiz  auf…

Danach begab sich Hannibal Gaddafi auf ins Gefängnis, um sich mit Max Göldi zu treffen. Eine Machtdemonstration gegenüber der Schweiz, die man nun mit einer Begnadigung des Schweizers zur beiderseitigen Freunde festigen könnte.

Der Aussenminister Libyens betonte demnach, dass die Krise so gut wie überstanden wäre… zumindest bis sich der kleine Gaddi schon wieder unerlaubt das Mikrofon schnappte und nun ein komplettes Handelsembargo gegenüber der Schweiz ausrief. (sei es nun dahingestellt, dass die Schweiz jährlich rund 800 Mio. CHF nach Libyen schickt um Waren zu importieren aber nur 250 Mio durch Exporte erhält..)

Irgendwie habe ich daher Mitleid mit dem Aussenminister Libyens. Seine Arbeit gleicht einer Farce. Alle seine Bemühungen, Libyen als dimplomatischen Rechtsstaat darzustellen, werden nonstop von seinem despotischen Chef zunichte gemacht.

Im Grunde bleibt nur zu wissen, dass in jüngerer Geschichte nur noch ein Mann der Öffentlichkeit, den undankbareren Job hatte. Unser Baghdad Bob, der damals beim Einzug der Amerikaner im Irak noch bis zur letzten Sekunde mitteilen durfte, dass die USA vernichtend geschlagen würden.

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Die heilige Kuh auf der Schlachtbank

3. Februar 2010 at 09:28 (Motzen gegen Medien, Random Blah) (, , , , , , , , , , )

Es gibt 3 Dinge, die dem durchschnittlichen Schweizer per se heilig sind.

1. Die Neutralität
2. Die Autonomie
3. Das Bankgeheimnis

Letzteres befand sich seit der Wirtschaftskrise in stetiger Schusslinie aus allen Richtungen. Es dürfe ja nicht angehen, dass die Schweiz Steuerhinterziehern eine Möglichkeit gibt, ihre Millionen und Abermillionen vor dem Fiskus zu verstecken.

Je stärker der Druck von Aussen auf die Schweiz wurde oder immer noch wird, desto stärker krallt sich die Bevölkerung an das Bankgeheimnis und verteidigt es, als ginge es um die blosse Existenz der Schweiz als solches.
Auch aktuell bauschen die geliebten Medien die Emotionen wieder unnötig hoch.

Bild und Co. bezeichnen die Schweiz als Kollabolateur mit Verbrechern, Blick und Co. bezeichnen Deutschland als Hehler.

Wieso aber eigentlich der ganze Aufruhr? Versuchen wir mal das Thema Bankgeheimnis differenziert zu betrachten.

Das Bankgeheimnis definiert, dass die schweizer Banken keinerlei Kundeninformationen ohne die Erlaubnis der Bankkunden an das Ausland übergeben dürfen. Ausnahme bildet, wenn auf direkten begründeten Verdacht auf Steuerbetrug (aber nicht Steuerhinterziehung) ein Amtshilfegesuch an die Schweiz gestellt wird.

Als Erläuterung: Steuerhinterziehung bedeutet, dass man „vergisst“ die 15 Millionen auf schweizer Konten anzugeben. Steuerbetrug bedeutet, dass man mit gefälschten Dokumenten angibt nur 5 Millionen auf schweizer Konten zu haben.

Nr.2 ist strafbar in der Schweiz, Nr.1 nicht.

Ist es also den anderen Ländern wirklich zu verübeln, dass sie der Schweiz vorwerfen, dass diese Steuerhinterziehung unterstützen würde? Immerhin hindert die Schweiz niemanden daran sein Geld hier zu bunkern und weigert sich auch Daten herauszurücken ausser ein Steuerbetrüger war so dämlich aktiv Dokumente zu fälschen.

Ganz klar Jein.

Ich denke den meisten dürfte klar sein, dass das Bankgeheimnis per se ein perfektes Mittel für Steuerhinterziehung bietet, weswegen wird also vehement dafür gekämpft?
Um die Steuerhinterzieher aus dem Ausland zu schützen? Wohl kaum.
Weil der Finanzplatz Schweiz vom Bankgeheimnis abhängig ist? Laut den Banken nicht, aber schon eher.
Weil wir Schweizer uns nicht vom Ausland vorschreiben lassen wollen was wir wollen, sollen, dürfen und müssen? Bingo!

Bei einer objektiven, sachlichen und höflichen Bitte der Nachbarstaaten, würde sich das schweizer Volk kaum dermassen monieren. Immerhin geht es darum, dass irgendwelche reichen Säcke ihr Geld vor dem Finanzamt verstecken wodurch die Mehrwertsteuer wieder angehoben werden kann um die fehlenden Steuereinnahmen auszugleichen (überspitzt dargestellt).
Retten wir damit unsere Arbeitsplätze? Unsere Konjunktur? Gute Frage. Ich weiss ehrlich gesagt die Antwort nicht, gehe jedoch mal böse davon aus, dass wir mit der eisernen Verteidigung dieser heiligen Kuh lediglich den Banken und den Reichen Menschen dienlich sind. (was shizophrenerweise genau die Gruppierung darstellt, welcher der 0815-Bürger am wenigsten helfen will)

Sollten wir also von unserem Standpunkt abweichen und uns vom Bankgeheimnis trennen? Ebenfalls ein klares JEIN.

Das Bankgeheimnis ist ein veraltetes Prinzip, welches immer wieder für Konflikte sorgen wird. Also weg damit. Unter der Voraussetzung, dass die anderen Länder ihre eigenen Steuerparadiese (namentlich Luxemburg, Österreich, Liechtenstein, Monaco, die britischen Kanalsinseln, die Cayman Islands in den USA etc.) ebenfalls aufgeben.
Hier wäre eine starke Führung der Schweiz gefragt, die auch genug auf diesen Punkt pochen kann. Ob die anderen Länder auf ein schweizer Pochen jedoch überhaupt reagieren würden, bleibt stark anzuzweifeln.

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Scheisse gebaut und dumm gehandelt

30. Oktober 2009 at 14:43 (Random Blah, Rantabout) (, , , , , , , )

Nutzen wir fünf Minuten arbeitsfreie Zeit um mal wieder ein wenig über die Gesellschaft und ihre Abkömmlinge zu diskutieren.

In diesem Falle geht es um einen Fall welcher sich in St. Gallen abgespielt hat. „Der Lehrer als Sexgrüsel“ ist nur eine der möglichen Schlagzeilen für diesen Fall. Was ist geschehen?

Ein St. Galler Realschullehrer hat für Unterrichtszwecke scheinbar seine Festplatte an einen Schulrechner angeschlossen. Soweit so gut.
Blöderweise kamen seine Schüler irgendwie an die Daten die sich auf dieser Festplatte befanden. Fragwürdig aber egal.
Auf dieser Festplatte befanden sich nun „Nacktfotos erwachsener Personen“. 1. Ziemlich blöd, dass Zeugs mit sich mitzuschleppen und 2. ich dachte bisher immer „Nacktfotos erwachsener Personen“ wären besser als „Nacktfotos von NICHT erwachsenen Personen“. Muss mich getäuscht haben.
Die Krönung… unter diesen „Nacktfotos erwachsener Personen“ (Kurzform NEP, da ich diese Bezeichnung einfach geil finde), befanden sich scheinbar auch „Sexbilder“ dieses Lehrers. Lassen wir die Zeit ruhen, bis jeder aufgehört hat zu lachen…

Was ist nun die Folge dieser Aktion? Meine persönliche Einschätzung einer solchen Situation wäre es ja gewesen, dass wir dem Lehrer einen Rüffel erteilen, dass sowas in der Schule nix verloren hat und er doch vielleicht 1-2 Wochen Urlaub machen soll, bis er nicht mehr von allen in der Schule ausgelacht wird.

Ausserdem hätte ich versucht herauszufinden, wie diese Schüler an seine Festplatte gekommen sind und wieso. (Kleine Datendiebe für Prüfungen etc.?).

Aber meine Gedanken sind halt nicht wirklich Massentauglich. St. Gallen hat es nun vorgezogen den Lehrer per sofort freizustellen und die Krönung. Ab Montag werden die armen Schüler psychologisch betreut…

Psychologische Betreuung für 12/13-16/17 Jahre alte Schüler, weil sie NEPs und Sexfotos ihres Lehrers gesehen haben. Ist dieser Lehrer so hässlich oder sind St. Galler Schüler noch so unverdorben, dass NEPs sie wirklich schocken können?
Keine Ahnung. Aber ich weiss nun, dass in St. Gallen wohl niemals Sexualkundeunterricht im Kindergarten angebracht sein wird 😉

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