„20Min unterstützt Kinderpornografie“ – oder so

27. Juli 2012 at 13:28 (Liebesgrüsse vom Arschloch, Motzen gegen Medien, Rantabout) (, , , , , , , )

Reisserischer Titel ich weiss. Ich hoffe von der Bild engagiert zu werden.

Jetzt aber ernsthaft. Was Medien anbelangt sind wir schon einiges gewohnt. Onlinezeitungen besorgen sich ihre „Berichte“ direkt von Internetnewsseiten oder sogar von 9gag.com und wenn es ihnen Spass macht sollen sie doch.

Aber heute hat es 20 Minuten geschafft mal wieder den Vogel abzuschiessen.

Dank wochenlanger Werbung für das Schundwerk „50 Shades of Grey“….( ein super Werk wenn man auf schlechte Twilightfanfiction steht die häusliche Gewalt glorifiziert) musste natürlich „EROTIK“ in Literatur auch zum Thema erkoren werden.

Praktisch also, dass irgendwelche geldgeilen Lüstlinge damit begonnen haben richtige Bücher wie Jane Austens „Pride and Predjudice“ mit Sexszenen anzukurbeln um wieder mehr Geld reinzuholen.

http://www.20min.ch/panorama/news/story/Aufgegeilte-Klassiker-21794557

Sofort springt also 20 Minuten auf den Zug auf und bittet die Benutzer via (nicht aufgeschaltete) Kommentarfunktion selber Vorschläge zu machen, welche Bücher man verpornoisieren könnte.

20 Minuten macht direkt selbst den Anfang mit ihren glorreichen Vorschlägen von denen 1 – 7 fragwürdig aber naja sind. Punkt 8 jedoch hat bei mir die Schallmauer der Idiotie durchbrochen.

Let's make Bibiporn

Really 20 Minuten? Ihr wollt Pornos von Bibi Blocksberg? Einem 12/13 jahre alten Mädchen?

Smart move.

Nachtrag: Bereits wenige Minuten nach Hochschaltung wurden Bild und Verweis auf Bibi Blocksberg entfernt. Scheinbar hat da jemand den Denkfehler erkannt 😉

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Die bizarre Welt der Bild D. E.

5. Dezember 2011 at 20:51 (Motzen gegen Medien) (, , , , , , , )

Der letzte Beitrag des heutigen Tagen ist weniger erfreulich, aber scheinbar ist es mal wieder notwendig sich über gewisse Eigenheiten gewisser Medienvertreter Luft zu verschaffen.

Aber holen wir nun etwas aus.

Anfang November wurden zwei abgetrennte Arme im Leipziger Elsterbecken entdeckt. Danach fand eine Wochenlange Suche nach dem restlichen Körper und nach der traurigen Gewissheit, dass der Besitzer der Arme nicht mehr am Leben war, der Identität des Getöten.

Per DNA-Analyse wurde nun die Identität des Opfers, welches vermutlich ermordet wurde, ermittelt. Und man kann einem den Wunsch nicht verübeln, dass dies nie geschehen wäre, wenn man die nun folgende Geschichte liest und sich bereits zusammenreimen kann, wie die Geschichte weiter gehen wird.

Die Bild-Zeitung tut nämlich genau dies, was sie am besten kann, an den Pranger stellen und Schmutzwäsche waschen. Im aktuellen Fall gibt es keine echten Anhaltspunkte auf den Täter, also stürzen sich die habgierigen Geier auf das Opfer.
Dank der Bild-Zeitung wissen wir nun nämlich, dass Jonathan H ein „Cosplayer“ war der sich auch gerne in Frauenklamotten ablichten liess.
Er brach mit seiner Familie, lebte von Hartz IV, war ein ängstlicher Eigenbrötler, lebte in seiner Fantasiewelt und war homosexuell mit ständig wechselnden Männerbekanntschaften.
Zumindest behauptet das Bild.

Es verwundert nicht, dass die Abschnitte in denen Frauenkleider, schwarzer Nagellack und die Homosexualität erwähnt werden, fett markiert wurden. Selbst dann, wenn es sich lediglich um irgendwelche Aussagen von irgendwelchen Nachbarn handelt. Und wir wissen alle, wie gute Nachbarn im Nachhinein immer Bescheid gewusst haben wollen.

Ich habe mich entschlossen gezielt nicht dieses Machwerk deutscher Medienkunst zu verlinken, da in meinen Augen kein Cent Werbeeinnahmen an diese Leute gehen sollte.  Stattdessen verlinke ich einfach Printscreens des Beitrags.

Es bleibt zu hoffen, dass die Bild-Zeitung sich von der Anime- und Cosplayszene fern halten und die Trauer der Angehörigen respektieren wird. Aber wir wissen alle bereits, dass dies nicht geschehen wird.
Es reicht nicht, dass ein junger Mensch sein Leben auf vermutliche grausame Art und Weise verloren hat. Sein Leben muss auch noch im Nachhinein zur Schau gestellt und gewertet werden.

In dem Zusammenhang bleibt mir nur noch ein einziger Link den ich posten kann.

http://www.presserat.info/inhalt/beschwerde/anleitung.html

Eine Beschwerde beim Presserat mag vielleicht nicht viel bewirken wenn es nur eine Person tut. Aber je mehr Leute sich je öfter beim Presserat beschweren, desto eher wird irgendwann etwas gegen diese Form des Schmierenjournalismus unternommen.

 

 

 

Nachtrag:

Hier ein Beispiel wie man es richtig macht.

http://nachrichten.lvz-online.de/leipzig/polizeiticker/polizeiticker-leipzig/lehrer-von-leipziger-mordopfer/r-polizeiticker-leipzig-a-116240.html

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Der Sommer der journalistischen Faux-Pas‘

7. September 2011 at 08:33 (Motzen gegen Medien) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Dass die Medien sich gerne als vierte Macht des Landes (neben Judikative, Exekutive und Legislative) aufspielen und dieser Rolle in der Tat gerecht werden, war schon lange klar und wurde seitdem auch immer wieder unter Beweis gestellt.

Eine Partei kann noch soviel Wahlwerbung betreiben, ein Musiker sich noch so anstrengen Erfolg zu haben, schlussendlich läuft alles darauf hinaus, dass die Medien diejenigen sind, die die Meinungen Formen. Streng nach „BILD dir meine Meinung“. (oder glaubt ihr ernsthaft irgendjemand würde sowas wie Lady Gaga oder Justin Bieber kennen, wenn sie nicht gezielt von den Medien berühmt gemacht worden wären?)

 

Manchmal geschieht es nun, dass Journalisten diese potentielle Macht zu Kopf steigt. Sie nutzen ihre Position aus um gezielt über Einzelpersonen herzuziehen, vermitteln gekaufte Propaganda als sogenannte News (Halloooo Apple) oder vermitteln ihre persönliche Meinung als sogenannte „Nachrichten“.

Dieser Sommer war und ist ein Paradebeispiel für diese Gattung der Journalisten.

Den Anfang machte die frankfurter neue Presse Anfang August in ihrem Bericht über den Cosday in Frankfurt. Der Schreiberling (welcher seltsamerweise nicht einmal im Redakteurenteam Erwähnung findet) zieht seelenruhig über die Veranstaltung und seine Besucher her.
Sein Interviewpartner ist „untersetzt“, das Mädel dass für Fotos posiert zu freizügig und überhaupt strotzt sein Beitrag nur so von Überheblichkeit und Ignoranz. Die Reaktionen der Cosdaybesucher liess nicht auf sich warten und die FNP wird wohl keine Interviewpartner mehr am Cosday finden.

Doch dieser Beitrag war nur der Anfang und geradezu subtil im Gegensatz zu dem was der journalistisch hochstehende Sender RTL sich Ende August geleistet hat.

Seien wir ehrlich. Niemand erwartet von den Machern von geistreichen Programmen wie „Das Dschungelcamp“, „Deutschland sucht den Superstar“ und „IQ – Besser schauen Sie uns ohne“ dass sie auch nur irgendetwas brauchbares produzieren. Aber was sich die Sendung Explosiv, respektive der Redakteur und ehemaliges NPD-Mitglied Tim Kickbusch geleistet hat, trotzt jeglicher Beschreibung.

Besagter Redakteur, hatte sich bereits in seinem privaten Facebook vor der Gamescom (der grössten europäischen Videospielemesse) abfällig über dessen Besucher geäussert. Nichts desto trotz erachtete er es als eine gute Idee einen Bericht darüber zu verfassen, dass Gamer (rund 15% der westlichen Bevölkerung und immerhin über 200 000 Besucher der Gamescom) sowieso nur stinken, Freaks sind und zu keinen sozialen Interaktionen fähig sind.

Die Reaktionen waren zahlreich. Manche davon intelligent (danke Budi), manche davon böse (danke Giga), manche davon nur aggressiv oder dumm (halloooo Anonymous), manche humoristisch (Eigenwerbung wuuhuu) und manche Personen hinterliessen einen bleibenden guten Eindruck (hier erwähnt Andreas Garbe, Redakteur bei 3Sat der sich Tim Kickbusch zur Brust nahm und recht deutlich machte, dass Tim nur ein weiterer kleiner Bauer in einer Befehlsreihe quotengeiler Manager ist).
Wie sinnvoll es ist alle Gamer zu beleidigen, wenn man selbst versucht so hochstehende Games wie „Alarm für Cobra 11“, „Helicopter 110“ etc. an den Mann zu bringen, sei dahingestellt.

Doch ich will das Thema RTL nicht breit treten, das haben schon alle anderen. (Nur noch kurz erwähnt. Lasst bitte Laura da Silva alias Laura Schen etwas Luft. Das Mädel wurde von RTL schon genug verarscht und wird in Zukunft wohl doppelt darüber nachdenken bei wem sie ihr Gesicht in die Kamera hält.

 

Der nächste Fall liess jedoch nicht lange auf sich warten und vereinigte die Wut der gesamten amerikanischen Nerdschaft hinter sich.

Alyssa Bereznak, ihreszeichens internistische Redakteurin bei Gizmodo.com (ja DAS Gizmodo), nutzte ihren Status um einen Bericht über die Onlinedatingseite OkCupid zu verfassen.
Aber nicht nur einen Bericht. Nein. Diesen Bericht.

Sie schrieb ausführlich darüber, wie sie einen Kerl kennen lernte, der echt nett zu sein schien, sich dann aber als Jon Finkel herausstellte (nur sowas wie ein Gott unter Magic the Gathering-Spielern, also nicht der Rede wert) und warnte die Leser ihres Blogs davor, dass auch sie an solche Geeks geraten könnten wenn sie Online-Dating betreiben.

Sie warnte also Ihre Leser (Geeks die einen Blog auf einer Geekseite lesen) davor sich mit Geeks einzulassen… Ich könnte mich hierzu äussern… aber ich kann es nicht. Da fällt mir ernsthaft nichts mehr ein, was ich noch dazu sagen könnte 🙂

Gehen wir also weiter zum Auslöser des heutigen Beitrags.

20 Minuten.

Dass die Medien seit Tagen nur noch die Ereignisse des elften Septembers 2001 ausschlachten liegt ja auf der Hand. Der Kinofilm existiert auch bereits und wir alle müssen Betroffenheit zeigen. Oder Muslime töten. Oder Kriege führen. Keine Ahnung. Auch egal.

Was sich seit 9/11 nie gelegt hat, ist bei vielen Menschen das Gefühl, dass die USA nicht unbeteiligt an der ganzen Geschichte gewesen war.
Zuviele Ungereimtheiten häufen sich, was die Menschen zweifeln lässt.

Wieso um eine Uhrzeit wo kaum jemand im Gebäude war?
Wieso war dieser Teil des Pentagons wegen Renovation geschlossen?
Was geschah mit Flugzeugen 4 und 5?
Wieso sind die Türme so perfekt zusammengekracht?
Wie können 3 Flugzeuge so problemlos in Städte hinein fliegen?
Wieso geschieht dies in dem Moment wo Bush die niedrigsten Umfragewerte ever hat?

Genug offene Punkte die nie geklärt wurden um Menschen stutzig zu machen. Vor allem da es in der Vergangenheit ja niemals vorgekommen ist, dass ein Machthaber das eigene Land sabotierte um Mobil gegen einen neuen Feind zu machen.

*hust* *hust*

 

Aber keine Sorge. Denn wer es wagt Zweifel an der offiziellen Aussage der Bushadministration (wir erinnern uns. Bin Laden wurde in Afghanistan gefunden und der Irak hatte Massenvernichtungswaffen) zu äussern, ist laut Peter Blunschi ja nur ein Freak, ein Spinner oder (wie man am Titel seines Beitrags vermuten kann) einfach nur blöd.

Die Frage bleibt offen ob dies wirklich Peter Blunschis eigene Meinung ist oder ob dieser Bericht auch nur gekauft war.

So oder so, bleibt dies ein Sommer von Journalisten die gekonnt den eigenen Lesern und Zuschauern ins Gesicht spucken.
Well done.

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Es kriselt…. mal wieder

10. August 2011 at 07:59 (Liebesgrüsse vom Arschloch, Motzen gegen Medien, Random Blah, Rantabout) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Kommen wir zur Abwechslung zu etwas ernsterem.

Wenn man wie ich in der Schweiz lebt, dann ergab sich in den letzten Monaten immer wieder ein interessanter Blick .

Euro – CHF: vor drei Jahren

1 = 1.62

Euro – CHF: vor zwei Jahren

1 = 1.5

Euro – CHF: vor einem Jahr

1 = 1.35

Eine Zahl die stetig kleiner wurde, aber man konnte es ignorieren. Die Wirtschaft passte sich an während Griechenland, Spanien und die restlichen Schweine… ich meine PIIGS-Länder ankündigten, dass sie wohl finanziell doch schlechter da stünden als man zugeben wolle.

Der Eurokurs änderte sich also in den letzten 3 Monaten von 1.27 CHF runter zu 1.005 CHF und somit der faktischen Parität (seien wir ehrlich. Bis Ende dieser Woche werden CHF und EUR vermutlich gleichviel wert sein). Die Reaktion der Medien war dementsprechend.

„Der Franken könnte die psychologisch wichtige Marke von XY unterschreiten“ hiess es Woche für Woche. Immer derselbe Satz. Nur die Zahl wurde kleiner und kleiner und kleiner.

Nicht besser erging es den USA. Diese sind innerhalb eines Jahres von 1.05 auf rund 0.7 CHF gefallen und somit endgültig weniger wert als der CHF.

Britische Pfund? Innerhalb von 3 Monaten von 1.45 runter auf 1.15. Kurs fallend. (begünstigt durch die Unruhen im Moment)

Dieses Bild zog sich nun seit Monaten durch die Landschaft. Faktisch gesprochen bin ich als Schweizer in 3 Monaten um rund 30% reicher geworden. Im letzten Jahr sogar 50% reicher. Vorausgesetzt ich gebe mein Geld im Ausland aus.

Die schweizer Wirtschaft ächzt und stöhnt nun. Firmen die ihr Geld hauptsächlich mit dem Export verdienen, haben Einsatzeinbussen von rund 40% hinnehmen müssen wenn sie in Euro verkaufen oder verkaufen generell weniger wenn sie schweizer Preise besitzen.
Die schweizerische Nationalbank kaufte Milliarden von Euro um den Kurszerfall aufzuhalten und schwächte so die eigene Währung ohne Erfolg.

Die Detail- und Lebensmittelhändler beschweren sich, dass ihre Kunden ins grenznahe Ausland einkaufen gehen, weil sie dort nicht nur billigere Preise haben, sondern auch die Mehrwertsteuer erstattet bekommen und vom billigen Euro profitieren.

Gerne ausser acht gelassen, werden jedoch die Vorteile genau dieser Situationen. Firmen die im Ausland produzieren oder Waren/Werkstoffe importieren müssen, haben aktuell viel geringere Ausgaben als früher.
Immobilien und Firmen im Ausland einkaufen und somit die eigene Position in der Zukunft stärken war kaum billiger.
Und nicht zu guter letzt. Wenn die Schweizer im Ausland einkaufen, fördern sie die ausländische Wirtschaft und tun genau das, was die Nationalbank auch getan hat. Euros kaufen.

Doch kommen wir zum Kern der Sache. Wieso geht alles vor die Hunde? Die Situation lässt sich zwar mit wirtschaftlichen Faktoren erklären, aber meine Stärke war schon immer die Psychologie und wenn wir ehrlich sind, ist die Psychologie in der aktuellen Situation wichtiger als jedwede wirtschaftlichen Spielereien.

Da haben wir als erstes die EU.

Ein lose zusammengewürfelter Haufen von Staaten die sich zu einem Gegenpol zu Russland, China und den USA aufbauen wollten. Anstatt dies jedoch, wie ihre Konkurrenten über Dekaden und Jahrhunderte hinweh zu tun, hat man innerhalb weniger Jahre bereits Einheitswährung, Einheitsgesetze und sonstige Einheitsgrössen definiert.
Um das ganze noch zu toppen, wurde alles rundherum anektiert was sich nur anektieren liess. Egal ob sie die wirtschaftlichen oder menschenrechtlichen Voraussetzungen dafür erfüllten. Sie mussten nichtmal wirklich zu Europa gehören. Hauptsache grösser, stärker, erfolgreicher und somit besser werden.
Das eigene Ego (und natürlich die Geldbörse) von Wirtschaftsmogulen und Politikern konnte und kann es immer noch nicht zulassen, dass das Projekt EU scheitert. „Die EU wird halten. Und wenn sie daran zerbricht“

Als nächstes folgt die USA.

Seit der Wirtschaftskrise hat sich die USA kaum erholt und ihre Kriege für Öl konnten auch durch den Messias Obama nicht gestoppt werden wodurch dem Land wichtige Milliarden fehlen. Wie denn auch? Die Republikaner blockieren ALLES was von den Demokraten kommt und riskieren sogar die Pleite des eigenen Landes, wodurch nun selbst langjährige Republikaner sich über die eigene Partei wundern.

Die Wirtschaftskrise als solches:

Generell war die Wirtschaftskrise wohl Ursprung der ganzen Misäre. Die Staaten (allen vorran USA und Grossbritannien) verordneten Sparkurse. Entliessen Staatsangestellte. Kürzten Staatsausgaben und retteten mit Milliarden die angeschlagenen Banken. Nur. Wie soll eine Wirtschaft funktionieren wenn ihr das Treibmittel fehlt? Das Geld.
Keine Arbeit -> kaum geld. Kaum Geld -> es wird gespart. Es wird gespart -> Umsatzeinbussen der Firmen, Umsatzeinbussen der Firmen -> sie müssen Leute entlassen -> Keine Arbeit -> Kaum Geld…..

Nur wenige Länder erkannten diesen simplen Kreislauf und förderten die eigene Wirtschaft. Im Euroraum erfolglos, denn wenn 2 Länder die Konjunktur ankurbeln und der Rest sich pleite spart, dann wird das Geld einfach bei den erfolgreichen geholt.
Aus diesem Grund wurden dann auch die sozialen Scheren wieder grösser. Die Reichen wurden schon wieder noch reicher und es gab noch mehr arme.

Die Unruhen in London sind ein Beispiel dafür. Menschen ohne Zukunft (und stellenweise mit unglaublich wenig Hirn gesegnet) gehen aus dem erstbesten Grund auf die Strasse. Stehlen, Töten, Brandschatzen und wissen selber nicht einmal weswegen eigentlich. Sie wissen nicht was sie wollen, nur dass sie wütend auf den Staat sind.

Die Banken und Wirtschaftsbosse (die uns den Schlamassel ja erst eingebrockt haben) halten sich derweil schön raus. Ja nicht auffallen und ihr Geld in Gold und den Franken investieren.

Und was macht die Schweiz derweil? Das was sie immer tat. Abwarten. Aktuell flüchten die Leute in den Franken weil sich die Welt im Wandel befindet. Dies wird sich auch durch das Drucken von mehr Noten nicht ändern. Oder Negativzinsen auf ausländische Frankenkonten.
Solange die politischen und wirtschaftlichen Zustände im Ausland so unzurechenbar sind, wird der Franken heimgesucht. Das einzige was uns Schweizern bleibt, ist auf unserem viel zu hohen Berg aus Gold zu sitzen und jämmerlich um Hilfe zu rufen, während der Rest der Welt im Chaos versinkt.

Denn seien wir ehrlich. Während im arabischen Raum, in Frankreich, in Deutschland, in Griechenland, in Grossbritannien und überall sonst, die Leute auf die Strasse gehen um ihren Unmut gegenüber der Regierung und anderen Institutionen (zum Beispiel einer korrupten FIFA unter Sepp Blatter die trotz Milliardengewinnen keine Steuern zahlen muss) zu demonstrieren, so muss man in der Schweiz keine grossflächigen Aktionen befürchten. Wir überlegen uns höchstens mal verschärft darauf hinzuweisen, dass wir eventuell eine Volksinitiative starten könnten. Aber nur vielleicht.

 

 

Nachtrag:

Und das Ausland? Wie so oft ist es dem Ausland eigentlich egal was mit dem Franken passiert. Alle Währungen sind eigentlich stabil geblieben. Kursschwankungen von knapp 5% übers Jahr verteilt, also business as usual. Nur der Franken halt 😉

 

Man beachte die 3 Frankenrelevanten Kurse

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Beavis and Butthead do media – oder „haha er hat Schwanz gesagt“

6. Januar 2011 at 08:12 (Motzen gegen Medien, Rantabout) (, , , , , , , , , )

In meiner Jugend gab es einige nostalgische TV-Serien.

Silverhawks, die Turtles, die Anfänge von Sailormoon…. es gab allerdings auch eine Serie die aus dem ganzen Rest hervorstach, da die Serie weder auf Story, noch auf sympathische Charaktere sondern nur auf Idiotie und die unterste Schublade setzte.

Beavis and Butthead.

höhö

Beavis und Butthead waren das Urgestein der pubertären Schwachmatten die mit  unflätigen Bemerkungen das Publikum schocken sollten. Man kann sie quasi als die Grossväter von Jackass, Drawn Together oder Southpark  betrachten.

Neben ihrer Serie, der Spin-Off-Serie Darma und nach einem Kinofilm wurde es jedoch ruhig um B&B… Was machen Sie jetzt?

Sie schreiben scheinbar Berichte für die 20 Minuten, anders kann ich mir zumindest folgenden Beitrag nicht erklären:

Wer hat den coolsten Schwanz?

Im folgenden Bericht geht es um eine Tiersendung auf dem Kinderkanal, in der Tiere darüber diskutieren, welches von ihnen den coolsten Schweif/Federschmuck oder eben Schwanz hat.
Dieses Video hat sich dank der Generation Youtube wie ein Lauffeuer verbreitet und jeder zweite lädt das Video auf sein Facebook weil es so urkomisch ist, dass in 10 Minuten rund 50 Mal das Wort „Schwanz“ fällt.

Ich will gar nicht abstreiten, dass einige der Sätze durchaus falsch verstanden werden können und im falschen Zusammenhang amüsant klingen. „Ich will nicht, dass alle meinen Schwanz sehen. Er hängt nur so lasch herunter während der Rest mit ihren Schwänzen im Zirkus auftreten könnte“

Wo ich jedoch die Grenze ziehe, ist es wenn eine offizielle Tageszeitung es als News betrachtet, dass man eine Kindersendung falsch interpretieren kann und wie sehr die Übersetzer geschlampt hätten. (ich bin ja gespannt wie man sonst „Tail“ hätte übersetzen sollen)

Unterm Strich kann ich nur sagen, respekt. Beavis und Butthead haben es weit gebracht. Sie sitzen nun vor Youtube, amüsieren sich über das Wort Schwanz und schreiben Berichte darüber bei 20 Minuten…

„hu…huhhuh…huhhuh….er hat Schwanz gesagt….huhhuh“ – „hähhäh ja ja hähä“

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Kohle gegen Integriät

15. November 2010 at 09:23 (Motzen gegen Medien, Rantabout) (, , , , , )

Lange habe ich mich nicht mehr über Zeitungen geäussert, da das Verhalten der Medien am besten ignoriert werden sollte. Heute ist jedoch mein Augenmerk extrem auf die 20 Minuten gefallen.

Aktuell erhitzt eine Abstimmung in der Schweiz extremst die Gemüter. Die Ausschaffungsinitiative der SVP.

Hierbei geht es darum, dass kriminelle Ausländer bei gewissen Straftaten (Mord, Vergewaltigung aber auch Sozialhilfebetrug) ihr Aufenthaltsrecht verlieren sollen. Zusätzliche Straftaten die dazu führen soll der Bund nachträglich bestimmen können.

Man mag dieser Initiative, respektive dem Gegenvorschlag des Parlaments gegenüberstehen wie man will. Ich persönlich habe dieses Wochenende gewählt und bin auf das Endresultat gespannt (mit einem eher schlechten Gefühl).

Was aber einen mittleren Lachanfall bei mir auslöste, ist das Verhalten der 20 Minuten zu diesem Thema.

Nahezu den gesamten letzten Monat, verbrachte 20 Minuten damit Stimmung gegen die Abstimmung zu machen.
Sei es, weil die Initiative die bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU gefährde und dementsprechend gar nicht umsetzbar wäre, weil sie jenachdem gegen Völkerrecht verstosse oder weil sie mit falschen Zahlen jongliere.

Den Vogel schoss 20 Minuten jedoch heute Morgen ab, indem sie auf ihrer Homepage Werbung FÜR die Ausschaffungsinitiative geschaltet hat.

Dieselbe Zeitschrift die zuerst für den Gegenvorschlag und gegen die Initiative argumentierte, kickt nun genüsslich schwarze Schafe aus der Schweiz…
Was kümmert einen denn die eigene Integrität wenn man Kohle kriegt?

Hier noch die genannten Berichte:

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/31725086

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/20158465

http://www.20min.ch/news/dossier/abstimmungen/story/25907309

http://www.20min.ch/news/dossier/abstimmungen/story/14299148

http://www.20min.ch/news/dossier/abstimmresultat/story/14871240

Hier ein gutes Beispiel wie man für Geld seine Integrität aufgibt.

20 Minuten macht Werbung

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Get your Facts straight

29. Juli 2010 at 10:23 (Motzen gegen Medien) (, , , , , )

Die letzten Monate waren die Zeitungen wieder in ihrem Element.

Die BP verschmutzt die Erde, ein 90 Jahre alter Schauspieler hat es gewagt seine Nicht zu heiraten, damit sie finanziell versorgt ist und das beste (neben Loveparade und Zugunglück), das 17 Jahre alte Mädchen Boi, wurde ermordet.

Ein tragisches Ereigniss, dass die Zeitungen zu Höchstleistungen anführt, wenn es darum geht lächerliches zu Posten.

Als der Hauptverdächtige bekannt wurde, begannen auch die Spekulationen.

Der Blick titelte: Mord wegen einem Fantasyspiel?

Danach berichtete er darüber, wie sich beide wegen einem Rollenspiel kennenlernten, dass sie zusammen spielten.

Kris und Boi lernten sich über ein Computerspiel kennen. Vor zwei Jahren zockten beide das Fantasy-Rollenspiel «Kingdom Hearts», waren in einer Chat-Gemeinschaft.

Alles schön und gut. Wenn nicht einige Punkte leicht falsch oder lächerlich wären.

1. Das Spiel Kingdom Hearts, ist eine CoProduction von Disney und Squaresoft. Dementsprechend sieht das Spiel auch folgendermassen aus.

Wie man sieht.. ein wahres Killerspiel, wegen dem es sich zu töten lohnt.

2. Das Spiel ist ein Einzelspielerspiel. Man KANN es nicht gemeinsam spielen, da es lediglich über einen 1-Spielermodus verfügt UND nur auf der Playstation 2, respektive dem Nintendo DS spielbar ist.

Aber der Blick wäre ja nicht der Blick, wenn ihn das davon abhalten würde, sich weiterhin mit Halb- oder Nichtwissen lächerlich zu machen.

Darum wird heute auch über die Netlogprofile des Opfers und des mutmasslichen Täters berichtet, und zwar hier

Man beachte vor allem die Bilderstrecke mit den Bildern 6 und 7.

Die Avatare „Eternity“ und „Dark Soldier Vanitas“ wie uns Blick professionell erklärt…

Bloss blöd, dass es sich hier um Tifa (einen extremen Nebencharakter von Kingdom Hearts) und Xemnas (den Bösewicht der Serie) handelt.

Lieber Blick. Wir sind es gewohnt, dass ihr polarisieren und lediglich Zeitungen mit eurer Hetze verkaufen wollt. Aber wenn ihr dies schon tut… GET YOUR FUCKING FACTS STRAIGHT!

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Neu muss nicht besser sein

16. März 2010 at 08:59 (Motzen gegen Medien) (, , , , , , , )

Zu meinen täglichen Routinen gehört es, dass ich mich kurz bei 20 Minuten Online  einlogge um mir einen Überblick über das Geschehen auf der Welt zu besorgen.
Über die Qualität gewisser Beiträge lässt sich streiten, jedoch ein schneller Weg um sich das wichtigste kurz einzuverleiben.

Zumindest gehörte dies zu meinen täglichen Ritualen bis zu diesem Montag. 20 Minuten hat ein neues Design.
Stolz geben sie in der Druckversion an, dass ein ganzes Team rund neun Monate mit dem Redesign beschäftigt war, dass die neue Version übersichtlicher sei und den Lesefluss steigere.

Tut es dies?

Mein erster Blick beim Öffnen der Hauptseite fällt sofort auf die riesige, animierte Werbeanzeige im Hintergrund. Der Header von 20Min musste eben dieser Werbung weichen und das Lesen wird zur Qual.
Es ist als ob man gemütlich die Zeitung lesen will, während ein Clown direkt hinter der Zeitung Grimassen schneidet. Es schmerzt in den Augen, es lenkt ab und es nervt einen.

Nachdem ich die nervende Werbung weggescrollt habe (ich wundere mich, dass dies geht), kann ich mich dem neuen Design widmen und muss feststellen. Sie ist Schrott. Die ganze Seite wurde lieblos mit Beiträgen zugemüllt, zwischen den Nachrichten prangt wahllos eingeworfene Werbung und man hat keine Ahnung wo man zu lesen anfangen soll.
Es hilft auch nicht, dass keine Struktur sichtbar ist, welche zwischen regionalen, nationalen, internationalen und „Lifestyle“-News unterscheidet. Es ist alles da…. irgendwo.
Natürlich gibt es noch ein Navigationsmenü. Hierfür muss man nur ganz hoch scrollen (unter die nervende Werbung) und dort im Topmenü die gewünsche Rubrik auswählen.

Vergleichen wir es doch mit dem alten Design. Die Werbung war ähnlich nervend, jedoch noch nicht auf diesem penetranten Level. Die Navigation ging schnell und einfach, durch das Menü auf der linken Seite, von der Hand.
Ich wollte nationale News? Ich klickte auf „News“. Ich wollte Zürcher News, ich klickte auf Zürich. Einfach, simpel, schnell.

Wieso also dieses neue Design? Und wieso brauchte ein ganzes Team rund 9 Monate für dieses Machwerk?… Vermutlich weil 20Minuten wie jede andere Firma mit einer Homepage ist. Jeder will mitreden.

Das Ursprungsdesign, welches die Designer damals vorstellten, war vermutlich wirklich Übersichtlich. Schnelle Navigation, gute Schriften, Topmodern… dann kam das Marketing.
Eine Homepage ohne Werbung bringt kein Geld ein, also muss die Werbung eingebaut werden, soviel Werbung wie möglich.
Der Schwippschwager vom Chef, will beim Zeitung lesen auch den Wetterbericht sehen, also musste ein Wetterwidget eingebaut werden (ok ganz ehrlich. Das Wetterwidget finde ich ganz praktisch).
Die Tochter von der Dame aus der Buchhaltung findet Flashanimationen supi, also muss irgendwo Flash sein und der Herr Müller aus der Redaktion findet alle anderen Schriftarten als Times Roman blöd also will er gewisse Texte in dieser Schriftart haben…

9 Monate später, steht nun das Endprodukt dieses Designgangbangs vor uns.
Werbung die einen vom Lesen eines Textes ablenkt, der wegen seiner Schrift sowieso kaum leserlich war und alle Nachrichten direkt auf die Frontseite gepatscht.
„Hey, wir haben zwar keine brauchbare Navigation mehr, aber wer braucht die schon? Wir scrollen einfach mal 4 Stunden abwärts, dann haben wir auch alles gelesen, weil sie alle News auf die Frontseite gepackt haben…“

In dem Sinne.

Manchmal bedeutet „Neuer“ kein bisschen „Besser“.
Ausserdem hole ich mir nun meine täglichen News nicht mehr bei 20Min-Online sondern beim Blick. Zwar gibts dort mehr Bullshit, aber immerhin ein Design mit welchem ich den Bullshit sofort als solchen erkenne (es hilft, wenn der Titel ein Ausrufezeichen hat).

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Die heilige Kuh auf der Schlachtbank

3. Februar 2010 at 09:28 (Motzen gegen Medien, Random Blah) (, , , , , , , , , , )

Es gibt 3 Dinge, die dem durchschnittlichen Schweizer per se heilig sind.

1. Die Neutralität
2. Die Autonomie
3. Das Bankgeheimnis

Letzteres befand sich seit der Wirtschaftskrise in stetiger Schusslinie aus allen Richtungen. Es dürfe ja nicht angehen, dass die Schweiz Steuerhinterziehern eine Möglichkeit gibt, ihre Millionen und Abermillionen vor dem Fiskus zu verstecken.

Je stärker der Druck von Aussen auf die Schweiz wurde oder immer noch wird, desto stärker krallt sich die Bevölkerung an das Bankgeheimnis und verteidigt es, als ginge es um die blosse Existenz der Schweiz als solches.
Auch aktuell bauschen die geliebten Medien die Emotionen wieder unnötig hoch.

Bild und Co. bezeichnen die Schweiz als Kollabolateur mit Verbrechern, Blick und Co. bezeichnen Deutschland als Hehler.

Wieso aber eigentlich der ganze Aufruhr? Versuchen wir mal das Thema Bankgeheimnis differenziert zu betrachten.

Das Bankgeheimnis definiert, dass die schweizer Banken keinerlei Kundeninformationen ohne die Erlaubnis der Bankkunden an das Ausland übergeben dürfen. Ausnahme bildet, wenn auf direkten begründeten Verdacht auf Steuerbetrug (aber nicht Steuerhinterziehung) ein Amtshilfegesuch an die Schweiz gestellt wird.

Als Erläuterung: Steuerhinterziehung bedeutet, dass man „vergisst“ die 15 Millionen auf schweizer Konten anzugeben. Steuerbetrug bedeutet, dass man mit gefälschten Dokumenten angibt nur 5 Millionen auf schweizer Konten zu haben.

Nr.2 ist strafbar in der Schweiz, Nr.1 nicht.

Ist es also den anderen Ländern wirklich zu verübeln, dass sie der Schweiz vorwerfen, dass diese Steuerhinterziehung unterstützen würde? Immerhin hindert die Schweiz niemanden daran sein Geld hier zu bunkern und weigert sich auch Daten herauszurücken ausser ein Steuerbetrüger war so dämlich aktiv Dokumente zu fälschen.

Ganz klar Jein.

Ich denke den meisten dürfte klar sein, dass das Bankgeheimnis per se ein perfektes Mittel für Steuerhinterziehung bietet, weswegen wird also vehement dafür gekämpft?
Um die Steuerhinterzieher aus dem Ausland zu schützen? Wohl kaum.
Weil der Finanzplatz Schweiz vom Bankgeheimnis abhängig ist? Laut den Banken nicht, aber schon eher.
Weil wir Schweizer uns nicht vom Ausland vorschreiben lassen wollen was wir wollen, sollen, dürfen und müssen? Bingo!

Bei einer objektiven, sachlichen und höflichen Bitte der Nachbarstaaten, würde sich das schweizer Volk kaum dermassen monieren. Immerhin geht es darum, dass irgendwelche reichen Säcke ihr Geld vor dem Finanzamt verstecken wodurch die Mehrwertsteuer wieder angehoben werden kann um die fehlenden Steuereinnahmen auszugleichen (überspitzt dargestellt).
Retten wir damit unsere Arbeitsplätze? Unsere Konjunktur? Gute Frage. Ich weiss ehrlich gesagt die Antwort nicht, gehe jedoch mal böse davon aus, dass wir mit der eisernen Verteidigung dieser heiligen Kuh lediglich den Banken und den Reichen Menschen dienlich sind. (was shizophrenerweise genau die Gruppierung darstellt, welcher der 0815-Bürger am wenigsten helfen will)

Sollten wir also von unserem Standpunkt abweichen und uns vom Bankgeheimnis trennen? Ebenfalls ein klares JEIN.

Das Bankgeheimnis ist ein veraltetes Prinzip, welches immer wieder für Konflikte sorgen wird. Also weg damit. Unter der Voraussetzung, dass die anderen Länder ihre eigenen Steuerparadiese (namentlich Luxemburg, Österreich, Liechtenstein, Monaco, die britischen Kanalsinseln, die Cayman Islands in den USA etc.) ebenfalls aufgeben.
Hier wäre eine starke Führung der Schweiz gefragt, die auch genug auf diesen Punkt pochen kann. Ob die anderen Länder auf ein schweizer Pochen jedoch überhaupt reagieren würden, bleibt stark anzuzweifeln.

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Neues zur Lage der Nation

6. Oktober 2009 at 08:22 (Comedy, Liebesgrüsse vom Arschloch, Life of shin, Motzen gegen Medien) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

Seit meinem Auftritt an der Connichi ist es sehr ruhig geworden in diesem Blog. Sorry falls ich 1-2 regelmässige Leser habe, und diese nichts neues von mir gehört haben.

 

Bei mir und in der Schweiz hat sich in dieser Zeit einiges getan (und gleichzeitig doch wenig). Aber fangen wir beim Anfang an.

 

Die Schweiz hat gewählt. Die Nachfolge vom Sofaschmerz (Couchpain) wurde nun von einem echten Welschschweizer an einen anderen echten Welschschweizer (sorry URS) Didier Burkhalter weiter gegeben. Die Rechnungen und Ränkeschmiede der CVP sind missglückt.

 

Ebenfalls in der Politik hat die JUSO ihre Marschrichtung angekündigt. Sie will endgültig Staat und Kirche trennen und deswegen nicht nur Kirchensteuer abschaffen und jegliche religöse Symbole aus Schulen verbannen. Nein. Selbst die Berufung auf „Gott den Allmächtigen“ will man aus der Verfassung kicken.

Die CVP wütet, man wolle ihren Glauben beschneiden, also schlage ich einen Kompromiss vor. Der Satz bleibt, aber wird erweitert durch „oder Allah den Grossen, Shiva den Vielarmigen, Manitu den Mächtigen etc.“

 

Dann gab es einen Skandal in Oberrieden. Die 22 Jahre Fabienne Z. aus Oberrieden suchte monatelang nach einer Knarre und erschoss dann ihren Vater, den „berühmten“ Bankdrücker.
Skandal? Absolut. Besonders, da das Mädchen sich halbnackt hat fotografieren lassen und nun ihr Knackarsch der sogenannten „Vater-Killerin“ (Danke Blick) im Grunde wichtiger ist, als die eigentliche Tötung. Auch interessant ist daher zu lesen, wie die Zeitungen von „kaltblütigem Mord“ zu „Tötung in Notwehr“ hin und her springen (aber das sexy Foto nicht vergessen).

 

Anders mit Blödsinn Kasse gemacht, wird nachwievor mit der Schweinegrippe. Namentlich auf der Homepage http://www.h1n1.ch welche uns kontinuirlich mich Pandiemieinfos über die grösste gesundheitliche Gefahr seit Smarties informiert und nebenbei versucht über 50 Mundschutzmasken pro schweizer Bürger zu verscherbeln. Schon noch blöd, wenn es kaum mehr interessante News zur Grippe gibt, da in der Schweiz nachwievor niemand dran abgekratzt ist.

 

In Libyen ist alles wie gehabt. Merz erwähnt immer wieder wie super alles klappt und trotzdem nix passiert. Calmy-Rey grinst wie ein Pferd und weiss eigentlich alles besser.

 

Auch im Falle Roman Polanski. Der wurde nun 30 Jahre nach seinem Sex mit einer Minderjährigen Verhaftet und die Kulturschaffenden der Schweiz laufen Sturm. Man merke also. Kinder ficken ist ok, solange man erfolgreicher Künstler ist.

 

Darüber hinaus gibt es nicht viel zu berichten. Ich habe eine neue Arbeitstelle begonnen welche mich ziemlich beansprucht (auch wegen den 200 Km Arbeitsweg täglich) und ich versuche Nachwievor an Aufnahmen meines Auftritts an der Connichi zu kommen.

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