Gesundheitsupdate – Oder: Wie Krankenhäuser einen krank machen

19. Juni 2014 at 08:55 (Life of shin, Rantabout)


Zuerst einmal vorweg. Ich befinde mich seit einigen Monaten in guter Behandlung bei einem Osteopathen den ich gerne als meinen persönlichen Wunderheiler bezeichne.

Dieser Mann grenzt nicht nur deswegen an einem Wunder, weil er in 8 fünfminutigen Sitzungen mehr erreicht hat als die anderen Ärzte in 1,5 Jahren, sondern weil er einem auch noch zuhört und einem sogar am Sonntag anruft um den Gesundheitszustand abzuklären.

Dementsprechend stehen die Chancen gut, dass ich dieses Jahr wieder an Cons fahren kann. Auch wenn es nur als Besucher ist.

Leider sind die meisten Ärzte nicht so, wie ich heute/gestern wieder feststellen durfte.Im Februar bin ich ja mit Tremoren im rechten Arm zusammengeklappt und wurde notfallmässig ins Krankenhaus eingeliefert. Seitdem habe ich ein Fahrverbot. Nachdem die Untersuchungen auf Epilepsie nichts ergaben wurde ein SchlafentzugsEEG angeordnet. Zumindest 3 Wochen später als ich das Krankenhaus telefonisch daran erinnern musste, weil sie mich vergessen hatten.

Das SchlafentzugsEEG, welches wohlbemerkt 1,5 Monate NACH dem Tremor aufgezeichnet wurde, ergab logischerweise ebenfalls nichts. Wäre auch seltsam wenn ich zwar 8-14 Stunden pro Tag vor der Röhre sitzen könnte aber bei nem Wochenende an der frischen Luft Epilepsie bekommen würde..

Danach vergass mich das Krankenhaus wieder. Ist ja mein Problem wenn ich nicht mehr Auto fahren darf.
Nachdem ich durch den Stress mit der Unfallversicherung, den Anwälten etc. wieder im Zug zum Osteopathen fuhr, erlitt ich nach der zweistündigen, stressigen Zugfahrt im Wartezimmer des Arztes erneut einen Anfall.
Ich wurde dort ins Krankenhaus gebracht (ein anderes) und es wurde festgestellt, dass es keine Epilepsie ist. Es wurde besprochen, dass man dem ersten Krankenhaus empfehle mich an einen Halswirbelsäulenspezialisten zu überweisen. Das Fahrverbot wegnehmen wolle man nicht, da dies ein anderes Krankenhaus ausgestellt hatte.

Nach 2 Wochen erhielt ich ENDLICH den Bescheid des zweiten Krankenhauses, welches vom ersten Krankenhaus ein neues EEG anforderte… Weil die ersten zwei EEGS ja nicht aussagekräftig genug waren…
Es wurde extra erwähnt, dass man vorwärts machen solle.

Leider versteht ein Krankenhaus unter „sich beeilen“ nur, dass man einen Termin 2 Monate später erteilt.

 

Heute war ich also wieder im ersten Krankenhaus. 4,5 Monate nach dem eigentlichen Grund weswegen ich eingeliefert wurde und immer noch mit einem Fahrverbot belegt. Ich hatte mir extra den Tag im Büro frei genommen und wie angefordert alle ärztlichen Unterlagen zum Schleudertrauma kopiert und mitgenommen.

Bei der Anmeldung schon das erste „AHA“-Erlebniss.

„Ja sie wurden von Krankenhaus XY überwiesen?“ – „NEIN! Ich wurde hier vor vier Monaten eingeliefert und das Krankenhaus XY hat euch Druck gemacht mich endlich einmal anzusehen…“

Danach ging es weiter zur Ärztin. Logischerweise nicht der Assistenzarzt der mich 4 Monate zuvor behandelte und auch nicht seine vorgesetzte Ärztin sondern wieder eine Assistenzärztin.
Meine mitgelieferten Dokumente ignorierte sie komplett. Auch die geschilderten Symptome und der Krankheitsverlauf war ihr egal. Lediglich das Wort „Stress“ notierte sie auf ihrem Notizblock.

Nachdem ich ihr erklärte, dass ein EEG nichts bringen würde und sie mir darin auch zustimmte, verliess sie das Behandlungszimmer um mit ihrem Vorgesetzten zu besprechen. Sie griff zu ihrem Telefon und verliess das Zimmer für 45 Sekunden. Dann kam sie zurück und teilte mir mit, dass sie es besprochen hätte.

Jeder der auch nur halbwegs mit Krankenhäusern zu tun hat und hatte weiss, dass man in 45 Sekunden keinen Arzt ans Rohr bekommt. Nichteinmal wenn man selber einer ist. Das Ergebniss war auch dementsprechend.
Fahrverbot könne nicht aufgehoben werden. Sie sehe mich ja auch erst zum ersten Mal…. Ich frage mich wessen Schuld das wohl sein könnte. Kleiner Tipp. NICHT MEINER.

Sie fragte mich ob in Ordnung wäre noch ein EEG machen zu lassen. Aber nicht heute sondern irgendwann wenn man mich dafür aufbieten könne. Auf meine Frage ob ich denn ne Wahl hätte, kam die Antwort nein.

 

Halten wir also fest. Ich habe einen Tag von der Arbeit frei genommen um mich von einer inkompetenten Medizinstudentin ignorieren und verschaukeln zu lassen, bloss um einem Krankenhaus wieder Geld in die unfähige Administration zu buttern.
Ich erfuhr heute, dass so ein „Fahrverbot“ nach 6 Monaten eh ablaufen würde. Da das Verbot sowieso nirgends aktenkundig hinterlegt wurde, liegt der Gedanke nahe dem Krankenhaus Bescheid zu geben, dass ich auf weitere „Untersuchungen“ verzichte. Zum Wohle meiner Gesundheit meide ich diesen unfähigen Laden lieber.

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1 Kommentar

  1. Jahresrückblick 2014 | Ansichten eines Komikers said,

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