Conberichte 2013 – Cosday – Alias „Singen im Nebel“ oder „Singen auf Level Hard“

15. Juli 2013 at 16:13 (Comedy, Conbericht) (, , , , , , , , , , , , , )


Dieses Wochenende waren meine Frau und Ich am Cosday in Frankfurt.

Als ich vor 4 Jahren das erste Mal an einem Cosday war, fand die Convention noch in einer Jugendherberge statt. Dieses Jahr füllte die Con nicht nur den Saalbau des Titus Forum sondern auch noch den Eingangsbereich und den Konferenzsaal des Mercure-Hotels und einen nicht unbeachtlichen Teil des angrenzenden Einkaufzentrums.

Wenn das so weiter geht, gehört bald auch das Hallenbad mit zur Con…. dann hab ich wenigstens nen Grund endlich in die Titus Thermen zu gehen :3

Wir kamen bereits am Freitag Abend an der Location an, assen noch etwas und gingen eigentlich schnell im Hotel schlafen. Das Hotel Mercure ist wunderbar direkt neben der Con gelegen, hat jedoch den klitzekleinen Nachteil, dass es im Untergeschoss ein Hallenbad besitzt.
Wieso Nachteil?
Nun… ein Hallenbad muss sehr warm sein, damit die Leute darin auch im Bikini herumlaufen können. Diese Wärme zieht sich dann logischerweise durch den Rest des Gebäudes wodurch man auch im vierten Stock trotz weit aufgerissener Fenster noch schwitzt wie ein Schwein.
Eine Klimaanlage würde diesem, ansonsten genialen, Hotel wirklich gut tun. Aber dafür sind die Betten bequem, das Personal sehr freundlich, das Ambiente wunderschön und das Frühstücksbuffett (britisch, deutsch, japanisch!) ein Traum für Leute die gerne essen.

Den Samstag markierte eine Besonderheit. Der erste Tag seitdem ich Comedy mache, an dem ich weder moderieren noch auftreten noch Interviews geben noch filmen musste. Ich hatte einen ganzen Tag lang NICHTS zu tun :3
Man war das ungewohnt und langweilig 😉

Aber Scherz beiseite, es war sehr schön mal ohne Zeitdruck über die Con zu scharwenzeln und am Abend ging es dann mit Freunden lecker nach Darmstadt in den Asienpalast was futtern. Super wenn man nicht, wie ich, allergisch auf asiatisches Essen reagiert XD

Am Sonntag Morgen hatte ich dann den eigentlichen Auftritt. Und dieser Auftritt war wohl einer der Erkenntnissreichsten in meiner Karriere.

Erkenntniss Nr. 1

Meine Fans sind fast so bescheuert wie ich 😉
Während ich auf der Bühne zugange war und das Stichwort „ausziehen“ respektive „nackt“ fiel, flogen mir urplötzlich etwa 20 Damenschlüpfer entgegen.
Scheinbar hatten sich Fans und Conhelfer untereinander im Vorfeld abgesprochen um mich während der Show damit zu überraschen…. Mit dem Shinji kann mans ja machen….

Liebe Fans. Ihr werdet dafür bezahlen. Oooooooh ja… Ihr werdet dafür bezahlen..

Fürchtet meine Rache…

Den Rest des Programms führte ich danach halt mit Glitzerslip auf dem Kopf durch 😉

Erkenntniss Nr. 2 war, dass sich mitten in den Nebel zu stellen zwar richtig cool aussieht, aber nicht sonderlich gut für die Gesangsstimme zu sein scheint.

Je mehr ich sang, desto mehr begann meine Stimme ihren Geist aufzugeben. Irgendwann krächzte ich nur noch vor mich hin und ich war froh, irgendwie alle Zugaben hinter mich zu bekommen.
Seltsamerweise schien dies allerdings kaum jemandem ausser meiner Frau und mir aufgefallen zu sein.

Obwohl ich der festen Überzeugung war, dass ich die Songs komplett verbockt hatte, bekam ich nach meinem Auftritt sogar das riesige Kompliment, dass ich „Last Unicorn“ besser gesungen hätte als die Originalsänger. Wow O_O

Entweder war dies einfach nur Höflichkeit oder aber ich bin wirklich zu perfektionistisch veranlagt und sollte auch über etwas Gekrächze hinweg sehen können. Trotzdem stelle ich mich nie wieder direkt in den Sprühnebel 😉

Eines der schönsten Bühnen-Erlebnisse des Cosdays für mich war dann bei den Zugaben auch die Zusammenarbeit mit K!seki! und Angelic Harmony.
Ich konnte bereits zum zweiten Mal meinen neuen Song „Wir sind die Con“ vorsingen und es war wunderschön als ich auch das Publikum am Ende singen hören konnte.

Ich habe es auf der Bühne gesagt und ich wiederhole es auch hier nochmal.
Dieser Song ist mir persönlich sehr wichtig, da ich denke dass der gesamten Szene ab und zu gerne gezeigt werden darf dass wir trotz aller Differenzen doch eigentlich alle an einer Con sind um Spass zu haben und der Zusammenhalt der Szene sollte zelebriert werden.
Aus diesem Grund möchte ich auch klar festhalten, dass falls Showgruppen, Orgas, Helfer oder wasweissichwer mal Lust auf eine Gemeinschaftsaktion haben sie jederzeit den Text dieses Songs verwenden dürfen. Unabhängig davon ob ich Bestandteil davon bin oder nicht.
Ich werde aus diesem Grund auch bald einmal den kompletten Text von „Wir sind die Con“ hier hochladen.

Nach dem Auftritt schwelgten wir dann noch ne Weile über die Con um mit allen möglichen Leuten zu plaudern und irgendwie wieder Kraft in meine Stimme zu bringen. Generell aber muss ich sagen, dass es wunderbar war am Cosday aufzutreten. Aber ich bin trotzdem froh nun erstmal 1-2 Monate keine Auftritte mehr zu haben und mich etwas zu erholen 😉

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4 Kommentare

  1. edhutschek said,

    Man ist der Schneider flott mit seinen Berichten – ich sitz hier noch minimum den ganzen Abend an meinem. Aber das rührt wohl daher, dass ich immer so förmlich und politisch korrekt schreiben muss.

    • shinjischneider said,

      Könnte auch daran liegen, dass ich nen Tag vor dir zuhause war 😉
      Und ich freue mich schon sehr auf deine politisch korrekten Berichte und deine politisch inkorrekten Videos 😉

  2. Sakurion said,

    Ich hab gemerkt, das deine Stimme im Arsch war, so beschissen hat dein Master Exploder noch nie geklungen^^
    aber Hellfire war der Oberhammer, dank Moonflow konnte ich ja dein Auftritt aus der Securetyzentrale ankucken, wärend ich die Überwachung gleichzeitig betrachtet habe.

    • shinjischneider said,

      Oy wenn ich mich anstrenge klingt es sicher noch viel schlechter 😉

      Aber ernsthaft. Ich werde mich zukünftig nicht mehr mitten in den Nebel stellen damit ich cooler aussehe und dann klappt es auch wieder mit der Stimme 🙂

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