Conberichte 2013: Hanami – Ludwigshafen

8. Mai 2013 at 19:08 (Comedy, Conbericht) (, , , , , , , , , , , , , , , , )


Kommen wir zum aktuellen Monat, respektive dem vergangenen Wochenende.

Für das erste Mai-Wochenende hatte ich mir eine besondere Herausforderung vorgenommen. 2 Auftritte innerhalb von 24 Stunden. An zwei verschiedenen Cons. 400 Kilometer voneinander entfernt.

Den Anfang sollte die Hanami in Ludwigshafen machen. Seit die Hanami besteht habe ich es noch jedes Jahr geschafft meinen Hintern dorthin zu schwingen. Sogar letztes Jahr wollte ich trotz Hochzeitspause nicht auf die Hanami verzichten und habe es nicht bereut.
Dieses Jahr stand mal wieder eine Premiere auf dem Programm. Die Hanami ist bei weitem nicht unbeteiligt an meiner „Karriere“ und hat dadurch eine Sonderstellung bei mir verdient. Ausserdem ist Anfang Mai ein guter Zeitrahmen bis wann ich mal endlich wieder etwas ausgearbeitet haben sollte 😉

Am Freitag fuhren wir direkt nach Feierabend los um am Samstag etwas fitter vor Ort zu sein. Gegen 10 Uhr kamen wir im Hotel an, checkten ein und genehmigten uns noch einen Drink unten an der Bar.
Hätte diese Bar als Stellvertretung für das restliche Wochenende gegolten wären wir vermutlich wieder nach Hause gefahren. Es dauerte ewig bis die Getränke kamen, das Cola war gut unter dem zerstossenen Eis versteckt und wir wissen nicht was sich im Getränk meiner Frau befand, zumindest löste es eine toxische Reaktion aus die wir zum Glück mit mitgebrachtem Cortison eindämmen/behandeln konnten.
Trinkgeld gab es trotzdem nicht :p

Am Samstag gab es neben dem Frühstück noch interessante Gespräche mit anderen Conbesuchern und auf ging es zur Hanami. Dieses Jahr wurde das grosse Zelt auf dem Vorplatz gegen mehrere kleine Zelte eingetauscht. Toll für die Besucher. Schlecht für die Händler da diese nun vermehrt mit dem schlechten Wetter zu kämpfen hatten als noch im Vorjahr.
Hier wird in Zukunft die Hanami wohl in den sauren Apfel beissen und eine Wettermaschine kaufen müssen 😉

Für uns waren die Händlerzelte ein Glücksgriff da wir nach Jahren der Suche nun endlich ein schönes Conhon für meine Frau auftreiben konnten. Früher konnte man keine drei Meter gehen ohne auf ein Conhon zu stossen und mittlerweile ist ein DeathNote das höchste der Gefühle.

Für mich hiess es allerdings sehr schnell auf den Auftritt vorbereiten. Hinter der Bühne umziehen, meinen Text hervorkramen und etwas üben. Nebenbei mit Toru Weber plaudern über dessen Auftritt ich mich sehr gefreut habe.

Ich freue mich immer wenn ich ihn an einer Con sehe, da ich ein grosser Fan von klassischer Musik und Klavierstücken bin. Und etwas Kultur schadet ja nie 😉

Kurz vor meinem Auftrit (der sich irgendwie um eine halbe Stunde nach vorne verlagerte) ging es noch ins Karaoke mich „warm singen“ und dann, nach kurzer Zwiesprache mit der Technik, ab auf die Bühne.

Dass ich nervös war, wäre eine absolute Untertreibung. Ein neues Programm. Kein Bezug zu Manga und Anime und überhaupt. Würden sich die Leute amüsieren? Würde ich überhaupt meinen Text kennen?
Ich brauche meinen Gemütszustand kaum weiter zu erläutern, da dies ein typischer Fall von „Künstler“ zu sein scheint, der nie mit sich zufrieden ist egal was er macht.

Die Reaktion des Publikums war aber enorm womit ich keinerlei Zweifel daran aufkommen lassen kann, dass die Leute die applaudiert haben, sich auch amüsiert haben.

Eine weitere Premiere stellte für mich die Tatsache dar, dass ich im letzten Jahr meinen Gesang sehr viel trainiert hatte und nun unter Beweis stellen wollte (sowohl dem Publikum als auch mir) dass meine grosse Klappe auch in der Lage sein kann wohlklingendes zu fabrizieren.

Über die Qualität des Resultats lasse ich euch selber urteilen.

Aber Shinji wär nicht Shinji wenn er nicht echt dumme Dinge tun würde. In diesem Fall war es beim Song „Hellfire“ so dermassen in der Rolle aufzugehen, dass ich mich am Ende theatralisch auf die Knie fallen liess.
Lädierte Knie (Knorpelschaden oder sowas) kombiniert mit 90 Kilo Lebendgewicht die sich drauf stürzen sind eine schmerzhafte Kombination die mich noch immer verfolgt. Auch ist es eher dämlich mit Schleudertrauma zu headbangen. Aber hey. Niemand sagte dass ich klug wäre 😉

Der ganze Auftritt lässt sich übrigens hier geniessen. Danke nochmal an Cayra fürs filmen und hochladen.

Nach meinem Auftritt humpelte ich erst einmal zu den lieben Sanitötern und danach ging es erst einmal futtern. Leider war es dann auch schon bald Zeit wieder zurück in die Schweiz zu fahren um mich auf die zweite Con an diesem Wochenende vorzubereiten.

Fazit:

Die Hanami hatte dieses Jahr irgendwie wieder mehr Herz als noch im letzten Jahr. Die Räume wirkten weitaus weniger steril und alles in allem hat es extrem viel Spass gemacht. Das Publikum war genial und von den gesundheitlichen Pannen abgesehen (für die die Hanami ja nix kann ;)) war es ein geiler Wochenendanfang.

Advertisements

3 Kommentare

  1. Ayu Kirifuda said,

    jaja als man beim Frühstück über die Bildungsabschlüsse verschiedener Länder geredet hat 😛

  2. Ayu Kirifuda said,

    so früh morgens schon solche Gespräche….irgendwas lief schief

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: