Scheisse gebaut und dumm gehandelt
Nutzen wir fünf Minuten arbeitsfreie Zeit um mal wieder ein wenig über die Gesellschaft und ihre Abkömmlinge zu diskutieren.
In diesem Falle geht es um einen Fall welcher sich in St. Gallen abgespielt hat. „Der Lehrer als Sexgrüsel“ ist nur eine der möglichen Schlagzeilen für diesen Fall. Was ist geschehen?
Ein St. Galler Realschullehrer hat für Unterrichtszwecke scheinbar seine Festplatte an einen Schulrechner angeschlossen. Soweit so gut.
Blöderweise kamen seine Schüler irgendwie an die Daten die sich auf dieser Festplatte befanden. Fragwürdig aber egal.
Auf dieser Festplatte befanden sich nun „Nacktfotos erwachsener Personen“. 1. Ziemlich blöd, dass Zeugs mit sich mitzuschleppen und 2. ich dachte bisher immer „Nacktfotos erwachsener Personen“ wären besser als „Nacktfotos von NICHT erwachsenen Personen“. Muss mich getäuscht haben.
Die Krönung… unter diesen „Nacktfotos erwachsener Personen“ (Kurzform NEP, da ich diese Bezeichnung einfach geil finde), befanden sich scheinbar auch „Sexbilder“ dieses Lehrers. Lassen wir die Zeit ruhen, bis jeder aufgehört hat zu lachen…
Was ist nun die Folge dieser Aktion? Meine persönliche Einschätzung einer solchen Situation wäre es ja gewesen, dass wir dem Lehrer einen Rüffel erteilen, dass sowas in der Schule nix verloren hat und er doch vielleicht 1-2 Wochen Urlaub machen soll, bis er nicht mehr von allen in der Schule ausgelacht wird.
Ausserdem hätte ich versucht herauszufinden, wie diese Schüler an seine Festplatte gekommen sind und wieso. (Kleine Datendiebe für Prüfungen etc.?).
Aber meine Gedanken sind halt nicht wirklich Massentauglich. St. Gallen hat es nun vorgezogen den Lehrer per sofort freizustellen und die Krönung. Ab Montag werden die armen Schüler psychologisch betreut…
Psychologische Betreuung für 12/13-16/17 Jahre alte Schüler, weil sie NEPs und Sexfotos ihres Lehrers gesehen haben. Ist dieser Lehrer so hässlich oder sind St. Galler Schüler noch so unverdorben, dass NEPs sie wirklich schocken können?
Keine Ahnung. Aber ich weiss nun, dass in St. Gallen wohl niemals Sexualkundeunterricht im Kindergarten angebracht sein wird
Neues zur Lage der Nation
Seit meinem Auftritt an der Connichi ist es sehr ruhig geworden in diesem Blog. Sorry falls ich 1-2 regelmässige Leser habe, und diese nichts neues von mir gehört haben.
Bei mir und in der Schweiz hat sich in dieser Zeit einiges getan (und gleichzeitig doch wenig). Aber fangen wir beim Anfang an.
Die Schweiz hat gewählt. Die Nachfolge vom Sofaschmerz (Couchpain) wurde nun von einem echten Welschschweizer an einen anderen echten Welschschweizer (sorry URS) Didier Burkhalter weiter gegeben. Die Rechnungen und Ränkeschmiede der CVP sind missglückt.
Ebenfalls in der Politik hat die JUSO ihre Marschrichtung angekündigt. Sie will endgültig Staat und Kirche trennen und deswegen nicht nur Kirchensteuer abschaffen und jegliche religöse Symbole aus Schulen verbannen. Nein. Selbst die Berufung auf „Gott den Allmächtigen“ will man aus der Verfassung kicken.
Die CVP wütet, man wolle ihren Glauben beschneiden, also schlage ich einen Kompromiss vor. Der Satz bleibt, aber wird erweitert durch „oder Allah den Grossen, Shiva den Vielarmigen, Manitu den Mächtigen etc.“
Dann gab es einen Skandal in Oberrieden. Die 22 Jahre Fabienne Z. aus Oberrieden suchte monatelang nach einer Knarre und erschoss dann ihren Vater, den „berühmten“ Bankdrücker.
Skandal? Absolut. Besonders, da das Mädchen sich halbnackt hat fotografieren lassen und nun ihr Knackarsch der sogenannten „Vater-Killerin“ (Danke Blick) im Grunde wichtiger ist, als die eigentliche Tötung. Auch interessant ist daher zu lesen, wie die Zeitungen von „kaltblütigem Mord“ zu „Tötung in Notwehr“ hin und her springen (aber das sexy Foto nicht vergessen).
Anders mit Blödsinn Kasse gemacht, wird nachwievor mit der Schweinegrippe. Namentlich auf der Homepage http://www.h1n1.ch welche uns kontinuirlich mich Pandiemieinfos über die grösste gesundheitliche Gefahr seit Smarties informiert und nebenbei versucht über 50 Mundschutzmasken pro schweizer Bürger zu verscherbeln. Schon noch blöd, wenn es kaum mehr interessante News zur Grippe gibt, da in der Schweiz nachwievor niemand dran abgekratzt ist.
In Libyen ist alles wie gehabt. Merz erwähnt immer wieder wie super alles klappt und trotzdem nix passiert. Calmy-Rey grinst wie ein Pferd und weiss eigentlich alles besser.
Auch im Falle Roman Polanski. Der wurde nun 30 Jahre nach seinem Sex mit einer Minderjährigen Verhaftet und die Kulturschaffenden der Schweiz laufen Sturm. Man merke also. Kinder ficken ist ok, solange man erfolgreicher Künstler ist.
Darüber hinaus gibt es nicht viel zu berichten. Ich habe eine neue Arbeitstelle begonnen welche mich ziemlich beansprucht (auch wegen den 200 Km Arbeitsweg täglich) und ich versuche Nachwievor an Aufnahmen meines Auftritts an der Connichi zu kommen.
Von Lampen“Fieber“ und sonstigen Katastrophen.
Das ist es also. Ich bin gerade zurück in der Schweiz angekommen und ich habe es vollbracht.
Am Freitag um 21 Uhr ging endlich mein Traum davon einmal an der Connichi auf der Bühne zu stehen in Erfüllung und es war ein triumphales Desaster.
Die ganze Woche hatte bereits unter einem eher schlechten Stern begonnen. Nach der Arbeit am Montag lag ich erst einmal den gesamten Dienstag mit Fieber und Krämpfen im Bett und das Fieber wollte sich auch partout im Rest der Woche auch nicht mehr verabschieden.
Aber man ist ja Profi und fährt trotzdem zur Connichi. So eine Chance kann man sich einfach nicht entgehen lassen.
Also um 3 Uhr Morgens aufgestanden, bereit gemacht und los gehts zur Nichi. (Unterwegs noch kurz Mitfahrer und Filmkamera aufgabeln).
Nach 7 Stunden ereignisloser Fahrt (ja das gibts) war es dann auch soweit und ich stand vor den Toren der Connichi… oder genau genommen vor der Rezeption des Ramada-Hotels, da ich einfach nur noch schlafen wollte und ein Zimerr brauchte.
Das Zimmer war allerdings erst ab 14 Uhr bereit, also verbrachten meine Freundin und ich die übrige Zeit mit rumglotzen, bis wir uns endlich ins Zimmer zurück zogen um zu schlafen…schlafen….schlafen…….. was ich getan hätte, wenn ich nicht die folgenden drei Stunden entweder auf dem Klo oder mit enormem Lampenfieber verbracht hätte.
Es war irgendwann bereits 18 Uhr, als ich mich darauf vorbereitete, das grosse Geheimcosplay für meinen Auftritt zu erhalten und es noch vor der Technikprobe um 20 Uhr anzuprobieren.
Als ich gegen 19:15 Uhr noch immer nichts vom Cosplay, respektive seiner Schneiderin, vernommen hatte, ging das Lampenfieber so langsam in Panik über. Um 19:30 Uhr kam jedoch mein Cosplay an und ich machte mich auf, in den grossen Saal für die Technikprobe…
Fuck. Cosplaywettbewerb läuft noch, ich kann eh noch ned Proben. Der ganze Stress für nichts…. Wobei für nichts übertrieben sein dürfte. Ich stellte nämlich gleich danach fest, dass meine Verbesserung meiner Präsentation, die ganze Bilderreihe durcheinander gebracht hatte. (es ist unglaublich wie schnell man im Stress noch 15 Folien anpassen kann im Powerpoint).
Doch dann war es soweit. Der Cosplaywettbewerb fertig, das Cosplay bereit, die Präsentation angepasst. Ich trete auf die Bühne…. für den Soundcheck…..und das Publikum denkt bereits, dass es los geht und ich komme mir ein wenig vor, wie mit offenem Hosenstall…
Aber das Nichi-Publikum wäre nicht das Nichi-Publikum, wenn es nicht professionell den Soundcheck hätte über sich ergehen lassen und dann begann mein Programm wirklich, punktgenau um 21 Uhr mit einem Striptease und dem Helfersong.
Ich war glücklich. Ich hatte einen Lauf. Und dann verabschiedete sich der Rechner der Techniker bei der zweiten Folie…
Nun war mein Hosenstall nicht auf, sondern meine Hose unten. (wortwörtlich lag da meine Hose bereits neben mir, weil ich im Rock auf der Bühne stand).
Ich hätte mir die dummen Sprüche über die Technik sparen sollen. Denn nun waren PC und Beamer weg (und sie sollten auch lange nicht mehr zurückkehren). Dank der freundlichen Technik und ihren 4 Versionen von Caramelldansen (ich hasse euch :p) schafften wir es trotzdem irgendwie das Publikum zu unterhalten. Auch wenn mir gehörig die Muffe ging, als sogar ein Orga in den Saal und anschliessend hinter die Bühne rannte, um die Präsentation iiirgendwie wieder zum Laufen zu bringen.
Als nach monatelangen 30 Minuten (mittlerweile kam ich mir auf der Bühne nackt vor) ENDLICH der Ersatzrechner hoch fuhr, fiel mir ein Stein vom Herzen und wir spendierten der Technik ihre Wohlverdiente zweite Laola dieses Showacts.
Der Rest des Programms verlief dann ruhig. Ich konnte fehlerfrei mein Programm vortragen und dachte ich höre nicht recht, als ich hinter der Bühne nochmal die Zuschauer um eine Zugabe rufen hörte.
Sorry, dass es nicht mehr dazu kam. Aber noch eine Minute länger auf der Bühne und die Zuschauer hätten auch die Sanitäter in Action erlebt.
Aber trotz all der technischen und gesundheitlichen Pannen, ging dieser Freitag für mich ein absoluter Wunschtraum in Erfüllung.
Ein riesiger Dank an die Nichi-Orga für diese Chance, an die Zuschauer die so absolut genial mitgemacht haben und an die Technik die gestern über sich hinaus gewachsen ist, beim Lösen des Problems…. Wobei ich festhalten sollte, dass es nicht unbedingt hilft, keine Panik zu schieben, wenn im Publikum jemand dauernd „AUSZIEHEN“ brüllt und gleich danach via Technikerfunk zu hören ist „sag mal, hat niemand einen Stripteasesong zur Hand?“
Das Ego und Theater im Fussball
Unglaublich, ich schreibe ein Blog über Sport…
Gestern spielte die Schweiz gegen Lettland in der WM-Qualifikation. So weit so gut. Ein hart erkämpftes 2:2 welches sowohl als Sieg als auch als Niederlage hätte ausgehen können. Die Chancen für die Qualifikation sind nachwievor perfekt.
Was mir jedoch gestern aufgefallen ist, sind die Punkte weswegen ich Profifussball zu verachten begann. Das Theater und das Divahafte.
Die grösste Diva von allen. Alex Frei (huu ich begehe hier gerade Verrat an allen Baslern).
Nachdem Huggel wunderbar eine Flanke herausspielte, musste Frei nur noch den Ball einnicken. Kaum das Tor erzielt, stiess er den jubelnden Padalino rabiatt aus dem Weg um sein 4 0 in die Kameras zu halten.
Keine jubelnde Gruppe, sondern nur eine egoistische Diva.
Als Vergleich dann die Mannschaft von Lettland welche sich nach dem Ausgleich zum 1:1 komplett in den Armen lag. Hier sah man eine Mannschaft. Elf Spieler die zusammen spielen. Eben ein Team.

Die Schweiz? Eine Truppe von Diven.
Die zweite Diva im Team kam in der zweiten Halbzeit aufs Feld. Hakan Yakin.
Hakan Yakin gilt nicht umsonst als der David Beckham der Schweiz. Seine Flanken sind gefährlich, seine Freistösse gefährlicher und sein Ego enorm. Ein Grund also ihn aufzustellen, aber aus Prinzip nie von Anfang an.
Hakan Yakins Ego ist sowohl seine grösste Stärke als auch sein grösstes Problem. Er ist gut. Sehr gut. Und leider weiss er dies auch. Lässt man ihn also von Anfang an spielen, dann setzt er sich ins Zeug, aber da er sowieso der beste ist, nicht so gut wie er könnte.
Wenn man ihn jedoch eine Halbzeit lang schmoren lässt, dann knabbert dies an seinem Ego. Er regt sich auf. Er will beweisen, dass er einen Stammplatz verdient hat. Und dies sieht man dann auch. Kein Wunder also, konnte die Schweiz nach seiner Einwechslung nochmal ausgleichen (obwohl hier Eren Derdiyok aller Ruhm gebührt. Yakin riss dieses Mal nichts)
Kommen wir aber nun zum Theater. Dies war gestern am Lettland-Spiel nicht so besonders, konnte jedoch schon oft beobachtet werden. Ein Spieler bekommt den Ball an den Oberschenkel getreten und wirft sich weinend zu Boden und hält sich das Gesicht. Den Schiedsrichter dazu nötigen das eigene Team zu bevorteilen, Zeit schinden, dem Gegner im Weg stehen.
Diego Benaglio (der schweizer Torwart) fing gestern den Ball und lief dann gezielt in den Gegenspieler um sich wieder fallen zu lassen und eine gelbe Karte zu fordern.
Wieso? Um das Spiel zu gewinnen? Kann man einen Sieg respektieren, den man auf diese Weise erzielt hat?
Ich persönlich finde es schade, dass dies so betrachtet wird. Meiner Meinung nach sollte die Fairplay-Initiative der FIFA weiter gehen.
Auch solche Aktionen werden nach dem Spiel geahnded und mit einer Spielsperre + einer Strafe an die Jugendförderung gebüsst. So werden entweder die Spiele wieder fairer oder zumindest die Jugendförderung besser
(Keine Sorge. In Zukunft wohl keine Sport-Blogs mehr)
Von Massenmördern und Geschlechtskrankheiten
Aktuell geistert es überall herum und natürlich komme auch ich nicht daran vorbei mich zur neuesten Kampagne der Aids-Stiftung zu äussern.
Die neueste Anti-Aids-Kampagne entspricht mal wieder dem typischen Schock-Prinzip und ist im Grunde Product Placement vom Feinsten. Zuerst werden die Zuschauer mit minutenlangem, lasziven Sex der Marke Softporno angelockt und danach mit einem Schock konfrontiert.
Doch was genau geschieht? Nun. Man sieht ein Paar wilden Sex haben, die Frau scheint es zumindest zu geniessen. Am Ende des Clips grinst der Mann in die Kamera und man sieht, dass es sich um Adolf Hitler handelt. Danach der Hinweis.
„Aids ist ein Massenmörder… Schütze dich“
Im Grunde also eine sehr gute Schockerwerbung. Man stelle sich den 14 Jahre alten Burschen vor, der grade mit heruntergelassener Hose auf Youtube surft und kurz bevor er kommt in die verschwitzte, grinsende Vissage von Adolf Hitler blickt. DAS nenne ich einen Lustkiller.
Das Problem bei dieser Werbung (und so ziemlich der meisten anderen Schockkampagnen) ist es jedoch. Dass zwar der grundsätzliche Zweck erfüllt wird, immerhin wird wieder über den Clip und über Aids diskutiert, aber die Message wird falsch übermittelt.
Wenn ich dieses Video sehe, sehe ich nicht wirklich die Verknüpfung von der sexuell übertragbaren Krankheit HIV mit einem Typen wie Hitler.
Was ich sehe, ist eine unterschwellige Botschaft im Sinne von „Steig mit einem HIV-Infiszierten ins Bett und du könntest genausogut mit Hitler vögeln“.
Aids ist eine grausame Krankheit, die leider zu Unrecht ihren Schrecken verloren hat. Durch starke Medikamente kann man ein beinahe normales Leben (von heftigen Nebenwirkungen) führen.
Noch gravierender ist die Unwissenheit beim Thema HIV.
Das Kondom schützt sowieso vor allem. Koitus Interruptus sowieso. An Übertragung via Blut denkt fast niemand mehr und bei der heutigen Talkshow, MTV und Paris Hilton-Generation kann man noch froh sein, wenn sie ein Kondom nicht gleich als seltsam geformten Wasserballon betrachten.
In diesem Sinne. Aids ist ein Massenmörder. Massenmörder kriegen die heissesten Mädels. Hitler war scheinbar doch verdammt gut im Bett…(fragt sich also was sonst er mit seinem Genozid eigentlich kompensieren musste)
Zum Abschluss noch der Link zu der Schockkampagne:



We are watching your Facebook
Das Sommerloch ist vorbei. Es gibt wieder Skandälchen. Nein, nicht das Hoffen der Medien darauf, dass die schweizer noch immer in Libyen bleiben müssen, damit Bundesrat Merz endlich zurück tritt. (DAS gehört noch INS Sommerloch).
Nein, ich spreche von etwas Grossem. Etwas Dramatischem. Von einem Beziehungsdrama welches sich in Schwammendingen abgespielt hat.
Jawohl ja. Endlich gibt es wieder Tote. Und wenn sie sowohl lesbisch als auch bei Facebook angemeldet waren, dann frohlockt das Journalistenherz.
Sogleich erfahren wir dank dem Blick, dass die liebe Tamara E. das Facebookquiz “Der perfekte Kosename für mich“ gespielt hat. Und es erfährt die ganzen privaten Statusberichte, welche sie hochgeschalten hatte.
Irrelevante Informationen, aber sie schmücken so schön die Story aus.
Doch es gibt mir zu Denken…. Was wird irgendwann in der Zeitung über mich stehen, wenn ich mit dem schweizer Armeegewehr das Bundeshaus in Bern überrenne und mal lockerflockig den Nationalrat halbiert habe?!
Steht dann im Blick geschrieben, dass ich glücklich vergeben war. Dass ich von allen Spongebobcharakteren Thaddäus am ähnlichsten war? Eventuell auch, dass ich den Gruppen „Bye Bye Billag“ und „GAMERIGHTS – Für unser Recht zu spielen“ beigetreten bin und sowieso ein politischer Attentäter war?
Denkt immer daran meine Freunde. Bevor ihr euch oder andere richtet. Stellt euer Facebookprofil auf Privat.
Kleiner Nachtrag: Ich besitze KEIN Armeegewehr. Genau genommen war ich militärisch untauglich. Ebenfalls plane ich nicht ernsthaft das Bundeshaus mit Waffengewalt zu stürmen auch wenn dies angesichts der rund 80 Jahre alten Securitas vor Ort verdammt einfach wäre.
Von Staatsaffären und machtgeilen Despoten
Die Schweiz war dieses Jahr bislang bei weitem nicht unterversorgt mit Skandalen.
Neben der Hysterie wegen der Schweinegrippe, den Hasstiraden Steinbrücks wegen den Steuerhinterziehern und vor allem der lieben UBS (welche die Schweiz Milliarden von Franken und unendlich viel Image kostet, jedoch weiterhin die Löhne der Manager hochschraubt) gab es vor allem ein Thema, welches die Schweizer beschäftigt.
Der Krieg mit Libyen.
Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass wir wirklich einen Krieg mit Libyen am Hals haben/hatten, aber die Vergangenheit war doch sehr frostig.
Die wichtigsten Punkte sind schnell zusammengefasst.
Im Juli 2008 verhaftete die Genfer Polizei einen der Söhne von Muammar al-Gaddafi, Hannibal al-Gaddafi und dessen Frau in Genf. Der Grund. Körperverletzung an zwei Bediensteten.
Im Gegenzug werden dafür in Libyen zwei Mitarbeiter der ABB verhaftet und bis heute in Libyen gefangen gehalten, Miliardenbeträge werden von den schweizer Banken abgezogen, Erdöllieferungen gestoppt.
Die ganze Chronik kann man hier nachlesen.
Nachdem nun Herr Gaddafi also seit über einem Jahr 2 Schweizer als formale Geiseln hält und zuletzt international die Aufteilung der Schweiz forderte (während sein, nicht minder aggressiver, Sohn mitteilte, die Schweiz am liebsten zu Atombomben) flog Bundesrat Merz nach Libyen und tat das, was er seit einem Jahr am besten kann. Arschkriechen.
Die Schweizer toben. Undenkbar vor Gaddafi und seinen Drohungen Kleinbei zu geben. Und weswegen? Wegen zwei Geiseln, die selber schuld sind, wenn sie dort unten arbeiten? Pah!
Aber was im Ganzen Hickhack untergeht, ist die Vorgehensweise wie die Genfer Polizei damals gegen Hannibal al-Gaddafi vorging im Juli 2008…
Damals stürmten 20 Polizisten die Hotelsuite von Hannibal al-Gaddafi und legten ihm Handschellen an. Erst nach zwei Tagen wurden er und seine Frau gegen eine Kaution von 500 000.- Fr. freigelassen.
Als Vergleich. Bei sonstigen Fällen von Körperverletzung wird man meistens erst aufgefordert sich zur Befragung bei der Polizei zu melden. Ganz besonders Personen, mit so einer politischen Brisanz.
Warum also startete die Genfer Polizei so eine Invasion wegen einer simplen Körperverletzung? Wieso die hohe Kaution? Und wieso weigerte sich Micheline Calmy-Rey vor einem Jahr krankhaft dagegen, die Situation von einem unabhängigen Schiedsgericht (einer der Vertragspunkte die Merz unterschrieben hat) analysieren zu lassen?
Man stelle sich also vor. Ihr Sohn (liebe/r Leser/in) fährt in den Urlaub und wird über Nacht von einem halben Überfallkommando der Polizei festgenommen wegen einer „Lappalie“ (zumindest aus ihrer Sicht). Sowohl die Polizei, als auch die Behörden und die politischen Ebenen, geben ihrerseits keinerlei Fehler zu und halten krampfhaft daran fest im Recht gewesen zu sein.
Nun kombinieren wir dies mit der Macht, ein gesamtes Land nach belieben zu führen und zu kontrollieren und mit einem doch eher hitzigen Gemüt.
Wie würden Sie reagieren? Wären Sie nicht stocksauer auf dieses Land? Würden Sie nicht alles in ihrer Macht stehende tun um denen eins auszuwischen? Eben.
Ich möchte hier keinesfalls die Taten von Muammar al-Gaddafi beschönigen. Für mich ist der Mann eine tickende Zeitbombe und besitzt dasselbe Konfliktpotential wie ein Ahmadineschad, ein George Bush Junior, ein Netanjahu, ein Kim Jong Il oder ein gewisser kleiner Österreicher mit bescheuertem Schnauzer der den zweiten Weltkrieg verursacht hat.
Aber irgendwo kann ich den Unmut gegenüber der Schweiz verstehen und ich denke das ganze Theater hätte mit Fingerspitzengefühl verhindert werden können.
Aber so sind wir lieben Menschen nunmal. Wenn es etwas gibt, dass wir aufs Blut verteidigen, dann ist es unser Recht nicht zugeben zu müssen, wenn wir Mist bauen. Von daher Respekt an Bundesrat Merz für seine Fähigkeit Fehler zuzugeben. Aber das ewige Kriechen tut dem Rückgrat ned gut.
Fakten und Verschwörungstheorien zur Schweinegrippe
Ich habe mich gerade Online etwas zum Thema Schweinegrippe informiert um mein Misstrauen gegenüber dieser Pseudopandemie zu unterstreichen. Aus diesem Grund zitiere ich hier Fakten, welche ich von MSNBC und von Health.com übernommen habe.
Legen wir direkt los.
Die USA verfügt aktuell über ca. 300 Mio Einwohner. Oder anders ausgedrückt.
ca. 300 000 000 Einwohner
Aktueller Stand in den USA betreffend Infektionen beschränkt sich auf unter 45 000 Einwohner. Also.
ca. 45 000 Erkrankte (0.015% Infiszierte)
Von diesen 45 000 Erkrankten, sind bisher zwischen 300 und 400 Menschen gestorben.
ca. 300 – 350 Tote (0.8% Tote durch Infektionen, respektive 0.00012% Tote auf die Gesamtbevölkerung bezogen)
Warum genau soll ich mir also Sorgen machen wegen einer Krankheit, welche mich zu 0.015% erwischen und zu 0.000012% töten wird?
Als Vergleich, in der Schweiz starben 2008 rund 350 Menschen durch Verkehrsunfälle. Das sind 0.005% der Gesamtbevölkeruung.
An Krebs sterben in der Schweiz jährlich 15 000 Menschen. Das sind 0.21% der Bevölkerung.
Gehen wir also nochmal durch.
Die Gefahr dieses Jahr draufzugehen durch:
Krebs: 0.21%
Verkehrsunfall: 0.005%
Schweinegrippe: 0.00012%
Die Chance an Krebs zu sterben ist also 17 500 Mal so hoch, wie die Chance an der Schweinegrippe draufzugehen. Wuuhuu Panik.
Kommen wir gegen Ende noch zu meiner persönlichen Verschwörungstheorie.
Bisher sind bei weitem noch nicht genug Menschen an der Schweinegrippe infisziert, als dass die Pandemie gerechtfertigt wäre. Etwas muss sich ändern. Vor allem da nun auch die neue Impfung existiert (sie wurde noch nicht brauchbar getestet aber hey, scheiss drauf).
Meine persönliche Meinung? Hier wird bewusst manchen Leuten der Schweinegrippe-Erreger injiziert, damit wir endlich auch unter dieser Modegrippe leiden können. Keine Medikamente und Panik ohne Erkrankte.
Von Schweinegrippe und schlechten Drogen
Alle Jahre wieder findet in Zürich die Streetparade statt.
Da wohl jeder diese riesige Technoparade im Sinne der Love Parade kennen dürfte, muss ich kaum weiter darauf eingehen, was einen wohl am Samstag dem 8.8.2009 in Zürich erwarten dürfte.
Viele Menschen in wenig oder sehr ausgefallenen Klamotten (ähnlich wie bei Animeconventions) die schlechte Musik hören.
Ich gebe zu, es ist kindisch von schlechter Musik zu sprechen, da jeder Mensch einen anderen Musikgeschmack hat. In meinen Augen ist Hiphop in vielen Fällen lediglich die Prahlerei eines Affen mit kleinem Geschlechtsteil und Techno ist in 95% der Fälle ein Epilepsieanfall in Musikform. (Dafür ist vermutlich Metall für die Fans dieser Musikrichtungen nur heulen und grunzen, was ich bei manchen Bands sogar bestätigen muss.)
Aber kommen wir zurück zum Techno. In meinen Augen, ist diese Musik nur dann zu ertragen, wenn man sich ordentlich mit Drogen zupumpt (ähnlich wie bei Schlagermusik und Bier), dementsprechend bin ich auch nicht verwundert darüber, dass die Streetparade (und generell viele House/Techno/Rave/wasweissich-Parties) ein riesiger Umschlagplatz für Szenedrogen sind.
Aber VORSICHT. Viele der Ecstasy-Tabletten enthalten nämlich gar keinen MDMA-Wirkstoff, sondern irgendwelches anderes Zeugs, dass voll ungesund ist. Aus diesem Grund rät die Szeneorganisation (was auch immer das sein soll) Eve&Rave dazu keine illegale Drogen von Unbekannten zu kaufen und Streetwork bietet an, direkt an der Streetparade die Drogen auf ihre Echtheit zu prüfen.
Denk dran. Kauft ILLEGALE Drogen nur von Leuten die ihr kennt. Sonst verreckt ihr noch an Gegenwirkungen die NICHT geplant waren. Und liebe Dealer. Bringt eure Pillen direkt zu Streetwork bevor ihr sie vertickt. Die geben euch sicher ein Echtheitszertifikat.
Wobei ich ja nicht glaube, dass die Drogen so gefährlich sind. Zumindest nicht so gefährlich wie die Schweinegrippe. Denn wie ich letzte Woche aus den Medien *hust*Blick*hust* erfahren durfte, kommen viele Engländer an die Streetparade. Und darum besteht eine hohe Gefahr, dass alle Besucher der Streetparade sich mit Schweinegrippe anstecken.
Aus diesem Grund. Wenn ihr auf (egal ob falschen oder richtigen) Drogen mit irgendwelchen Fremden poppen geht. Zieht zu eurer eigenen Sicherheit Schutzmasken auf. Denn dadurch seid ihr sicher.
In diesem Sinne. Viel Spass an der Streetparade. Ich bleib zuhause und hör Metal.
Yes, I could…
Neue Woche. Neues Hassthema.
Keine Sorge, ich habe nicht vor, mich hier über Obama auszulassen. Ich finde den Typen bisher wirklich gut. Heiliger als heilig. Aber gut.
Was mir jedoch gehörig auf das Gehänge geht, ist diese Obamanie, die in den letzten Monaten aufgekommen ist oder um es noch deutlicher zu sagen. Der Versuch diese auszunutzen.
Seit Jahresbeginn hat irgendwie jeder, der auf Publikumswirksamkeit drängte, sich bereits an den Obamas vergriffen.
Die SP schleudert uns seit einigen Monaten ihr neues Logo „JA“ entgegen. (Also nächstes Jahr JA zu Blocher von Seiten der SP? Ich bin gespannt
).
Die CVP Luzern (vor allem die Junge CVP) wirbt mit „Yes, we can!“ für eine „starke Stadtregion“.
Die junge SVP versuchte unter demselben Slogan die Initiative gegen die Annahme der Osterweiterung der EU durchzuboxen.
Und um dem ganzen Theater noch die Krone aufzusetzen. Heute bei der Arbeit, fahre ich an einem Truck vorbei mit folgender Aufschrift… (ihr könnts euch schon denken).

Mit all diesem Slogandiebstahl und all dieser „chakka du schaffst es“-Einstellung bleibt mir nur noch etwas zu sagen.
Yes, we can. But do we really want?